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Thema: 2000 - Das Höllenkreuz
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Antworten zu diesem Thema: 74

 


erstellt am 13.12.16 22:36
Ich bin ziemlich enttäuscht vom Jubiläumsband. Das Titelbild ist ganz ok, aber das ist auch schon der einzige gute Punkt.

Die Idee einer Beilage die in die Serie einführt fand ich sehr gut. Auch die Form hat mir gefallen. Das das Werk aber bereits vor 20 Jahren veröffentlich wurde, und einzelne Artikel nur notdürftig auf den neusten Stand gebracht worden sind, führt das Vorhaben ad absurdum. Da wäre gar keine Beilage besser und ehrlicher gewesen.

Die Handlung des Romans passt auf eine Bierdeckel: John Sinclari wird vom Großbösewicht Matthias in das Land der Druiden entführt und wird dort auf ein Rad gespant das ihn abwechselnd in die Vergangenheit und in die Zukunft bringt. In letzer Sekunde rettet ihn seine teleportierende Freudin.

Hab ich was wesentliches vergessen?

Das ganze wird mit dümlichen Dialogen auf dem sparchlichen Niveau eines Grundschüler aufbläht. Wenn er doch mal etwas beschreibt ist die Sprache mit nichtssagenden Paltitüden angereichert und gipfelt in in Aussagen wie "... war umgeben von etwas we Natur...". Um den Romand überhaupt auf die versprochenen 96 Seiten zu bringen, wurde die Schriftgröße deutlich aufgedreht (zumindest wenn ich mit Band 2001, 2001 und 1925 vergleiche).

Das wir mit Abstand der schlechteste Jubiläumsband den ich jemals gelesen habe. Und ich dachte nach Jerry Cotton 3000 wäre eine Tiefpunkt erreicht.

Hätte ich wie geplant den Roman im Zeitschrifenladen gekauft, wäre es das für mich gewesen. Zum Glück habe ich nachbestellt und bei der Gelegenheit 2001 und 2002 auch gleich mitbestellt. Zumindest 2001 liest sich deutlich besser als 2000!

erstellt am 14.12.16 14:05
Anfortas schrieb:
Wieso sollte das unrealistisch sein? Wenn man mich freundlich fragt, mache ich auch etwas, sofern es meine Zeit erlaubt.

Ich sehe das so: Entweder bist du bezahlter Autor oder eben nicht. Du verkaufst ja dein geistiges Eigentum. Der Verlag will damit ja Geld erwirtschaften. Da muss klar geregelt sein, wer welche Rechte hat. Willst Du wirklich für lau arbeiten und der Verlag macht damit Umsätze? In welcher Höhe auch immer. Entweder du lässt dich anstellen oder auch nur für ein Projekt anheuern, oder du bist Leser und Fan.
Noch schwieriger wäre eine Gemeinschaftsarbeit nicht angestellter Autoren oder Fans. Wer will da noch nacher aufdröseln, wer welchen Anteil am Urheberrecht hat? Kann ja auch mal Zoff geben, da muss alles rechtlich wasserdicht geregelt sein. Gibt ja nicht umsonst Verlagsverträge und Urheberrechte. Alles andere wäre unproffessionell. Wie gesagt, ein Fan-Club könnte so was machen, wenn dann die Einnahmen auch wieder dem Fan-Club zugute kommen. Denke ich, ohne Fachanwalt für Urheberrecht zu sein.

erstellt am 14.12.16 16:23
Ich glaube, du verkomplizierst die Sache zu sehr. Auf den Leserseiten diverser Romanheftserien findest du Leserbriefe, Geschichten, Zeichnungen etc. Das alles machen Fans umsonst, weil sie sich freuen, ihre Sachen auch mal gedruckt zu sehen.
Was für Probleme sollte es also geben, wenn ich z.B. einen Artikel über Matthias verfasse und dieser dann in einer Jubliläumsausgabe, auf der Leserseite oder sonstwo veröffentlich wird?

erstellt am 15.12.16 09:25
Es soll sogar Fans gegen, die für ihre Romanheftserie ein eigenes Lexikon in Buchform herausbringen.

erstellt am 15.12.16 09:57
Es soll sogar Fans geben, die suchen nach Logik in Horror/Gruselromanen. Unfassbar.

erstellt am 15.12.16 21:30


(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:53 Uhr bearbeitet)

erstellt am 15.12.16 21:52
Anfortas schrieb:
Ich glaube, du verkomplizierst die Sache zu sehr. Auf den Leserseiten diverser Romanheftserien findest du Leserbriefe, Geschichten, Zeichnungen etc. Das alles machen Fans umsonst, weil sie sich freuen, ihre Sachen auch mal gedruckt zu sehen.
Was für Probleme sollte es also geben, wenn ich z.B. einen Artikel über Matthias verfasse und dieser dann in einer Jubliläumsausgabe, auf der Leserseite oder sonstwo veröffentlich wird?

Ja. das sind aber unaufgefordert eingesandte Texte, die nur Beiwerk zur eigentlichen Veröffentlichung sind, mit der der Umsatz generiert wird. Und ich verkompliziere das doch nicht! Ich habe mir doch Urheberrecht und Verlagsvertrag doch nicht ausgedacht, das sind doch bestandteile unseres Rechts. Und weil da ein Laie meistens nicht mehr durchblickt verdienen ganz viele Rechtsanwälte, die das jahrelang studiert haben, auch noch mit. Aber das ist einen andere Geschichte. Ich würde mich als Verlag immer absichern und immer bei jeder Veröffentlichung einen Verlagsvertrag abschließen. IMMER. Gerade im Bereich des Urheberrechts geht es häufig um sehr, sehr viel Geld.
Beispiel:
Eine Frau Rowling, alleinerziehend, finanziell am Ende, hat ein Kinderbuch über einen kleinen Zauberer geschrieben. Problem: Kein Verlag mag das veröffentlichen, bis sich nach langer Suche doch noch einen findet, der das Risiko eingeht und das Buch verlegt. Und Überraschung: Das Ding wird ein Hit! Wer hat das Recht die Filmrechte zu verkaufen? Verlag oder Rowling? Keine unbedeutende Frage, oder? Hat sie sich mit Abgabe von Band 1 verplichtet, auch Band 2-7 exklusiv an denselben Verlag zu verkaufen? Zu welchen Konditionen?
Ne Geschichte, wo es für den Urheber nicht so gut lief findest du hier:
http://www.imaging-resource.com/news/2013/06/06/the-extraord...
Spannende Sache, vielleicht für einen Matthias-Beitrag etwas hoch gegriffen, aber wenn du erst mal die Rechte für dein geistiges Eigentum aus Hand gegeben hast, kann man es nicht rückgängig machen und man weiß nie, wie die Dinge sich entwickeln.
Das muss alles klar geregelt sein.

erstellt am 15.12.16 21:54
Außerdem schweifen wir vom Thema ab. Also genug dazu.

erstellt am 15.12.16 23:23
Anfortas schrieb:
Das Gleichgewicht schrieb:
Myxin der Magier schrieb:
Kritisieren kann ich bei Missständen. Aber nicht bei Boni. Und so empfinde ich jede Zugabe.


Und da haben wir einfach verschiedene Standpunkte. Nennen wir es mal nicht kritisieren, sondern rezensieren.

Der Bonus ist Teil des Jubiläumsbandes. So wie nicht der Text, sondern auch das Cover kommentiert wird, gehört der Sonderteil zum Jubiläumsband. Es ist grundsätzlich erstmal schön, dass ein Extra drin ist. Ein Extra, für welches ich mehr bezahlen muss. Und selbst wenn es wirklich gratis drin wäre sollte man sich eine ehrliche Meinung nicht verkneifen, nur aus selbigem Grund.

Oder nennen wir es nicht, rezensieren, sondern anmerken. "Oh, der Sonderteil ist größtenteils nur ein bereits erschienener und etwas modernisierter Text." ist erstmal eine faktisch total richtige Beobachtung.

Ich gehe nicht in ein Forum, um Misstände aufzudecken. Ich gehe in ein Diskussionsforum, um auch mal Luxusprobleme aufzuzeigen. Wenn ich einem Heft 9/10 Punkte gebe, muss ich auch begründen wo der eine Punkt fehlt. Und da wird hier im Forum leider oft genug verständnis los geschaut, wie man an einem 9/10-Heft etwas auszusetzen hat. Natürlich habe ich das, bei einer 1- in der Schule ist ja auch irgendwas rot markiert.



Zum Thema: Ich finde durchaus, man hätte kompett neue Texte schreiben sollen. Justine Cavallo, Matthias, Assunga. Dafür Mallmann raus oder die Mordliga zu einem Text zusammenfassen. Und das ist jetzt aus meiner Sicht keine Luxuskritik, sondern ein durchaus "missständiger" Punkt.


Hätte man können. Aber: Das hätte auch erstmal jemand machen müssen. Und da stellt sich die Frage: Wer? Jason selber beweist nun oft genug, dass er keinen Überblick hat. Der zuständige Redakteur beschränkt sich offenbar darauf, die Rechtschreibfehler zu korrigieren.
Und die neue Redakteurin ist für die Hefte der neuen Autoren zuständig.
Florian hätte es z.B. machen können; allerdings weiß ich nicht, ob er Zeit und Lust gehabt hätte. Zudem hätte man ihn ja wiederum bezahlen müssen - womit wir wieder beim Thema "finanzielles Problem" wären.

Eine Alternative, auf die man nicht gekommen ist, wäre gewesen, z.B. mal hier im Forum nachzufragen, ob jemand bereit wäre, solche Texte zu verfassen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass sich jemand gefunden hätte, das ohne Bezahlung zu übernehmen.
Und wenn man die fertigen Texte hier im Forum hätte lesen und bei Bedarf korrigiern können, wären auch absolut wasserdichte Sachen dabei herausgekommen.
Generell macht sich der Verlag den Sachverstand seiner Leser kaum zunutze; man verschwendet da - wie ich finde - schon einiges an Potenzial.


Ich würde als Verlag ehrlich gesagt auch niemanden aus dem Forum hier um Hilfe bitten. Nach dem was schon alles "beleidigende" geschrieben wurde und auf vielem regelrecht rumgehackt wurde ( seis ein Autor oder auf dem Verlag generell ) , wäre so etwas das letzte, woran ich denken würde. Die Idee ist natürlich sehr schön, dass alle Hand in Hand arbeiten, aber ich glaube, nicht sehr realistisch.

erstellt am 16.12.16 11:02
Michl schrieb:
Es soll sogar Fans geben, die suchen nach Logik in Horror/Gruselromanen. Unfassbar.





Ach, lasst uns doch mal ein klein wenig abschweifen, über einen Monat nach Hefterscheinen.


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