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Thema: 1108 Speer des Schicksals
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erstellt am 15.11.16 18:40
Nach Band 1095 (Die glücklichen Toten) endlich wieder ein Roman von Michael Breuer, der ja auch an JS mitschreibt (er war der erste sogenannte neue Fremdautor). Vielleicht ist es deshalb erst sein zweiter Zamorra-Beitrag in diesem Jahr (2015 waren es immerhin noch drei Heft-Zamorras von ihm).
Wir wir wissen, hat sich ja der Tunnel zwischen Erde und neuer Hölle trotz der gesammelten Artefakte nicht geöffnet. Mit einem war anscheinend etwas nicht in Ordnung und es wurde beim Versuch der Verbindungsherstellung zerstört. Wie soll es jetzt weitergehen, kann Sara Moon einen Ersatz finden?

Auf der LKS "Zamorra's (sic) Geisterstunde" gibt es diesmal keine Leserbriefe, sondern eine Kurzgeschichte über Pascal Lafitte: "Der Bibliothekar". Da Susie sonst nichts dazu schreibt, scheint sie von ihr selbst zu stammen?

erstellt am 15.11.16 21:20
Die Kurzgeschichte stammt von Michael Bensching. In der Originaldatei befindet sich Michaels Name unter der Geschichte. Keine Ahnung, weshalb er nicht namentlich genannt wird. Vielleicht – aber das ist nur eine haltlose Spekulation von mir – weil kein Platz vorhanden war.

Von Michael wurden auf mehreren Zamorra-Leserseiten Geschichten veröffentlicht, unter anderem:

PZ 1051 - ›Der Name des Dorfes‹
PZ 1059 - ›Zu Tisch bitte‹
PZ 1079 - ›Kollateralschaden‹
PZ 1088 - ›Ein schöner Tag zum Sterben‹

Die Geschichten ›Château im Regen‹ stammt ebenfalls von Michael. Pascal Lafittes Frage »Was kann ich für Sie tun, William? Wieder mal mit Ihnen hinaus in den Regen gehen?« bezieht sich übrigens auf die Story ›Château im Regen‹.

Nachzulesen sind ›Château im Regen‹ und ›Der Name des Dorfes‹ auch bei:

http://www.bastei.de/forum/thread.html?bwthreadid=2210&b...

erstellt am 18.11.16 15:23
also ich hat mir von dem roman ein bisschen mehr erwartet, wenns nach Australien geht. traumzeit ist ja schon interessant, aber da hat mir jetzt echt auch das typisch Australische und exotische gefehlt. klar, ein bisschen was war, aber zu wenig. könnt knapp werden mit 5 von 5 kreuzen.

was mir gut gefallen hat war dass Sara wieder sympathischer war. komisch natürlich auch wieder, dass Nicole mit den Dhyarra rumgemacht hat, wo doch Sara mit ihrem kristall ordnung 12 oder was genau so gut oder noch besser hätte alles machen können.

es wird zeit, dass das mal vernünftig gelöst wird. es kann nicht sein, dass so ein ding immer zuhause in der schublade liegt, bis hoffentlich keiner mehr weiß dass Sara so n kristall hat.

erstellt am 18.11.16 21:41
Eigentlich bevorzuge ich ja PZ-Romane, in denen der Professor selbst im Mittelpunkt steht. Und die an (real existierenden) Orten in Europa spielen (und dort vielleicht sogar verwurzelt sind. Durch ortsbezogene Mythen, Ereignisse in der Vergangenheit, etc.).
Eigentlich - denn ich bin froh doch gleich zu diesem gegriffen zu haben, der zum einen in Australien spielt, zum anderen den Meister des Übersinnlichen nur als Nebenfigur benutzt. Genaugenommen würde die Geschichte völlig ohne die Zamorra-Protagonisten funktionieren, als eigenständige Story um Aborigine Loongarra.

ACHTUNG SPOILER
Die Verbindung zum Zammyversum ergibt sich dadurch, dass der titelgebende Speer des Schicksals halt als weißmagisches Artefakt von Sara benötigt wird, um zur Öffnung des Tunnels zur Hölle beizutragen. (Der erste Versuch war ja gescheitert, ein Artefakt dabei zerstört worden.)

Der Logan (kleine Anspielung auf Logan's Run oder Wolverine Logan?) genannte Patient Loongarra flüchtet, nachdem er seinen Pfleger verletzt hat, aus der geschlossenen Anstalt. Er war vor vier Jahren ohne Erinnerung, psychisch gestört in der Wüste gefunden worden. Jetzt, je näher er auf der Flucht dem Ort Glen Davis und dem Wollemi Nationalpark kommt, kehren seine Erinnerungen an die damaligen Ereignisse zurück.
In Rückblenden erfahren wir, dass er zusammen mit einem Jugendfreund in die Wohnung eines verstorbenen Aborigine eingebrochen war, um dessen Sammlung zu plündern - und auf einen kunstvoll verzierten Speer gestoßen war. Nach Berührung dieses begann sein Kumpel sich zu verändern...

In der aktuellen Zeit fallen Touristen, aber auch eingeborene Jäger nun einem scheinbar im Nationalpark herumwandernden Aborigine mit Speer zum Opfer. Und Sara Moon begibt sich nach Australien auf der Suche nach einem neuen Artefakt. Sie trifft auf Loongarra, der von der Polizei (u.a. Seagrove) inzwischen als Mörder gesucht wird...
Zur Verstärkung holt sie Nicole und Zamorra ebenfalls nach Australien.
ENDE SPOILER

Michael Breuer gelang ein packender, sehr dichter kleiner Roman, der durchweg das Interesse, den leichten "Sense of Wonder" aufrechthält, und immer nah an den Personen und ihren Empfindungen in den Szenen bleibt. Hier gibt es keine Längen oder Füllmomente, es gibt weder gezwungen wirkenden Humor, noch aus ihrem Charakter fallende Protagonisten (bzw. wenn, dann wird das thematisiert), hier wirkt nichts aufgesetzt oder konstruiert. (Das klappt so gut, dass einem Besonderheiten, die ich jetzt nicht als Unlogik oder Zufall bezeichnen will, wegen des Spannungsniveaus zunächst nicht auffallen. Erst im Nachhinein fragt man sich eventuell, wieso es gerade jetzt nach vier Jahren zu diesen Morden kam.)

Nur eines hat mir nicht ganz optimal gefallen, nämlich die finalen Ereignisse/Kämpfe in der Traumzeit, da hätte ich mir ein etwas originelleres Szenario gewünscht, wobei das gelungene finale Finale dort einen wieder entschädigt.
(Nebenbei bemerkt: Das Dhyarra erinnert mich hier in seiner Wirkung mal wieder an die Darstellung der Ringwirkung in alten Green Lantern Stories. Große - grüne - Faust... Wobei, dass - wie von Ariane angemerkt - Sara so schlecht gerüstet unterwegs ist, gern mal in einem Nebensatz begründet werden könnte. Dramaturgisch natürlich klar, man möchte das Zammy-Team nicht zu übermächtig ausstatten. Auch bei JS soll deshalb ja die Wirkung des Kreuzes in Zukunft wohl eingeschränkt werden...)

Ein runder Roman von Michael aus einer anderen Welt, keine pralle Fantasy(welt)explosion, kein Clash von Rätselhaftigkeit, dafür aber fehlerfrei eng gewoben. 4 von fünf Amuletten.

erstellt am 20.11.16 23:19
Merci :)

Stimmt, an die "Grüne Laterne" hab ich auch schon das ein oder andere Mal denken müssen, wenn ich die Dhyarras eingesetzt habe.

Bei einer Person von Saras Machtfülle halte ich es nebenbei nicht für soo ungewöhnlich, wenn sie den Klunker nicht permanent mit sich herumträgt. Konnte ja keiner ahnen, dass es sie in die Traumzeit verschlägt, wo ihre anderen Kräfte praktischerweise ausgehebelt waren

@Ariane: Keine Bange also, es ist sicherlich nicht so, dass wir den Klunker unter den Tisch fallen lassen, "bis sich hoffentlich keiner mehr daran erinnert".

erstellt am 21.11.16 08:18
Obwohl ich nicht so auf Traumzeit stehe hat mir der Roman doch sehr gut gefallen.Bei Zamorra gibt es halt nicht viel zu meckern und wenn dann auf hohem Niveau.Ich finde halt die Serie Professor Zamorra einfach SUPER.

erstellt am 21.11.16 09:19
siddemyus schrieb:
Ich finde halt die Serie Professor Zamorra einfach SUPER.


Da kann man sich nur anschließen!

erstellt am 21.11.16 17:59
Michael Breuer schrieb:
Bei einer Person von Saras Machtfülle halte ich es nebenbei nicht für soo ungewöhnlich, wenn sie den Klunker nicht permanent mit sich herumträgt.


wär ja schon mal ne idee, dass sie ihn nicht mit sich tragen will

hat vielleicht angst ihn zu verlieren oder dass sie zu abhängig davon wird, oder dass der kristall sie korrumpieren könnt.

erstellt am 24.11.16 20:39
Beim Artefaktplot sind nun endlich alle Gegenstände gesammelt und das Tor zur Hölle kann geöffnet werden. Doch die Autoren wollen diese Handlung noch etwas ziehen. Was macht man da? Irgendwas schief gehen lassen. „Irgendetwas“ ist hier das richtige Wort, Sara Moon hat selbst keine Ahnung, warum der Übergang nicht geöffnet wurde und stattdessen eines der Artefakte explodiert ist. Sie kann nur versuchen, Ersatz zu finden und die Sache weiter zu untersuchen. Dementsprechend kann man die Artefakthandlung so lange ziehen, wie man möchte.

Positiv gesehen ermöglicht das einen weiteren der netten Australien-Romane von Michael Breuer. Ein weiterer Artefaktfall der Woche, mit Fokus auf Sara und Traumwelt-Mythologie. Zamorra und Nicole werden erst in der zweiten Hälfte des Abenteuers recht lieblos herbeigezaubert. Sara denkt sich, dass sie Verstärkung benötigt und teleportiert das Duo fix nach Australien. Wir bekommen nicht einmal eine der charmanten Schloss-Szenen spendiert, wo die beiden von Sara überrumpelt werden. Sie verschwindet, kommt eine Sekunde später mit Nicole wieder, ist dann wieder weg und bringt noch Zamorra mit. Ich hätte wirklich nichts gegen ein Abenteuer ohne den Titelhelden gehabt.

Bezug genommen wird auf ein Abenteuer aus dem Jahre 2012, dessen Vermächtnis fortgesetzt wird. Logisch und sehr glaubhaft. Ich bin nicht Zamorraexperte genug, um mich noch an das Heft zu erinnern. Die Geschichte hätte auch so funktioniert, aber der Autor wollte sicher ein Schmankerl für die Hardcore-Leser einbinden. Wirklich gestört hat es nicht.


Die Artefakthandlung ist für die Serie sehr wichtig, ein Übergang zwischen Erde und Hölle muss sein, damit die Seelen ordnungsgemäß an ihren Bestimmungsort transportiert werden können. Aus einem anderen Blickwinkel dient sie sehr gut als Fassade für Fälle der Woche. Wieder ein Artefakt beschafft, obwohl die Sache eigentlich schon abgeschlossen war. Langsam wird es öde. Sara findet hoffentlich schnell einen spannenden Grund, warum ihre Aufgabe fehlgeschlagen ist, und sucht nicht die nächsten Jahre weiter nach Artefakten.

Wenn ich nur das Heft für sich betrachte ist es ein typischer Breuer. Gut geschrieben, gute Handlung. Nett. Für PZ Durchschnitt. Was ist eigentlich mit Vassago? Breuer darf seinem Baby gern einen neuen Roman spendieren.


PS. Ich weiß noch wie ich mich damals zu Saras (Wieder-)Einführung beschwert habe, dass mir Neuleser der Charakter egal ist. Das hat sich inzwischen stark geändert. Es hat etwas gedauert, bei Robert ging das wesentlich schneller. Dennoch freue ich mich, dass es zwischen uns beiden doch noch gefunkt hat. Mal schauen ob es mit Teri irgendwann auch noch klappt.

erstellt am 27.11.16 23:46
Der Roman war an sich ganz gut, aber irgendwie relativ zäh geschrieben. Es ist schwer zu sagen, woran es lag. Die Story war gut, aber irgendwie ...

Ich gebe dem Roman ein "Mittel bis gut"

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