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Thema: 01 Böses Erwachen
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erstellt am 15.11.16 19:14
Dark Land

Böses Erwachen - Folge 01
von Graham Grimm (22.11.2016)


Der Mörder durfte nicht entkommen!
Die Jagd führt durch ein magisches Tor in eine Stadt, die fremd und anders ist. Sie ist mit nichts zu vergleichen, was er je gesehen hat. Hier herrscht ewiges Zwielicht, alles erinnert an vergangene Zeiten, die er selbst nie erlebt hat, es scheint keine Grenzen zu geben. Und unter den Bewohnern sind Wesen, denen er in seiner Welt den Tod geschworen hat! Aber eins nach dem anderen ... Erst einmal sucht er nur ihn, den dämonischen Killer, der ihm sein Leben und Glück zerstört hat. Er muss ihn haben, um jeden Preis - denn er will Rache! Nur deshalb ist und bleibt er hier in diesem dunklen Land ...

erstellt am 21.11.16 18:04
ist nichts für mich.
Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
Johnny heißt jetzt Wynn, also nee, echt jetzt. sucht den mörder aber trauert kaum um seine mutter. von spin-off hab ich da echt nichts gemerkt. ist ne vollkommen andere serie. das mit dem spinoff wirkt total aufgesetzt. einfach nur schlecht.

interessant war die anderswelt auch nicht. les ich eher wie MX wie da weiter.

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
nee, und dann gibts auch sonst keine interessanten figuren. klar, kann noch kommen, aber wenns schon so anfängt ..


erstellt am 26.11.16 06:21
Hach ja, wo soll ich dieses mal anfangen? Wie immer bei der Handlung und direkt dem Grund, warum ich das Heft nur sehr widerwillig fertig gelesen habe, um auch gerechtfertigt meine Meinung beitragen zu können. Dark Land soll ein Spin-Off sein. Gewissermaßen wie Coco Zamis beim Dämonenkiller oder Das Volk der Tiefe bei MX. Die Sinclair Academy hat diesen Begriff nicht für sich in Anspruch genommen und trotzdem habe ich gemeckert, weil sie eigentlich nichts mit JS zu tun hat. Wie werde ich da wohl reagieren, wenn ein Spin-Off nichts mit der Hauptserie zu tun hat? Johnny verschlägt es nicht in eine bekannte Dimension, sondern in eine düstere Großstadt im Stile der 50er-Jahre. Er trifft dort abgesehen von den allgemeinen Vampiren auf keine bekannten Dämonenarten, sondern auf Wesen, die ich eher als Alien einordnen würde. Blaugeschuppte Wesen mit schwarzen Augen zum Beispiel. Naja, immerhin gibt es ja Johnny als bekanntes Element? Nur bedingt. Er nutzt sehr schnell den Deckname „Wynn“. Ergibt für mich wenig Sinn, da er an diesem Ort noch nie war und er bisher auch nur Kreaturen gesehen hat, die ihm unbekannt sind. Wirklich schlimm wird es, als er auch aus Erzählersicht so genannt wird. Kurz gesagt, würde man das Heft nach dem ersten Viertel lesen, deute nichts darauf hin, dass es irgendetwas mit JS zu tun hat. Es könnte eine beliebige Gruselserie sein.

Die allgemeine Handlung ist auch eher enttäuschend. Ich habe eine zielführende Geschichte mit der Jagd nach dem Schnabeldämon als roten Faden erwartet. So ziemlich alle Leser dürften von der JS-Jubiläumstrilogie hierher kommen. Es ist verständlich, dass Johnny sich in dieser fremden Welt erstmal zurecht finden muss. Doch irgendwie verliert er sein eigentliches Ziel bald aus den Augen. Stattdessen legt er sich mit einem vampirischen Drogenkartell an. Um den Schnabeldämon geht es erst im letzten Viertel wieder, weil er ihn zufällig auf einem Plakat sieht. Um präziser zu werden müsste ich die Story detaillierter spoilern. Zum Beispiel habe ich den zweiten Handlungsbogen um eine eifrige Polizistin und ihren Dämonenpartner gar nicht erwähnt. Darauf möchte ich auch nicht näher eingehen, hat ja eh nichts mit JS zu tun.



Zu den Punkten abseits der Handlung: Das Setting einer Großstadt ist mir nicht so lieb wie eine mystische, in der Heftserie vielleicht schonmal besuchten oder erwähnten Dimension. Es wurde aber mit Flair sehr bildhaft umgesetzt. Ich fühlte mich in Batmans Gotham der oder einen finsteren Noir-Krimi hineinversetzt. An Dark als Autor glaube ich auch nicht, dafür ist die Handlung zu gut geschrieben. Die Dialoge sind knackig, die Action auch. Selbst in seinen guten Tagen hätte Dark mehr Beschreibungen und langweiligere Fülldialoge verfasst.



Für mich ein ganz klares Fazit. Als Sinclair-Spin-Off durchgefallen. Als eigenständiges Gruselding gut. Wer die bedrückende Noir-Kulisse mag und kein JS erwartet erhält sogar meine klare Kaufempfehlung. Ich kann selbstverständlich nur für Band 1 reden, vielleicht kommt da noch was. Auf Versprechungen werde ich nichts geben. Die Sache hat schon den bitteren Beigeschmack, dass Bastei erneut mit dem Aushängeschild „Geisterjäger John Sinclair“ eine eigenständige Serie befeuern will. Das ist Schade, denn als solche hätte ich ihr sofort eine Chance gegeben.

erstellt am 26.11.16 22:56
Danke an das Gleichgewicht. und Ariane. Ich weiß nun, was ich nicht lesen werde. Und das hat zwei Gründe:

Zum einen die Titelbilder und die Titel selber - gut "Böses Erwachen" kann man noch durchgehen lassen, schlisslich begann Vampira auch mit "Das Erwachen".
Zum anderen ist es der Vergleich mit Gotham City - ich habe Batman nie gemocht, mir waren in meiner Jugend Supermann und Spiderman wesentlich lieber.

Unter der neuen Gruselserie von Bastei hatte ich mir tatsächlich etwas anderes vorgestellt, als einen einsamen Schnabeldämonjäger, der aus der JS-Welt ins Chicago der 50-ger Jahre versetzt wird, aber seinen Feind wahtscheinlich nie finden wird. Wenn das wirklich ein Sinclair-spin-off sein soll, müsste ja die Möglichkeit bestehen, zwischen den Welten zu wechseln. Was der Titel "Kein Zurück" aber eigentlich ausschliesst.

Wenn man Silber-Grusel-Krimi-Fan war, wie ich einer bin, ist das keine Serie nach meinem Geschmack. Und den mir inzwischen viel zu mythisch gewordenen John Sinclair habe ich auch schon lange ad acta gelegt. Wenn ich Fantasy lesen will, bleibe ich deutlich lieber bei Maddrax.

Ich glaube nicht, dass Dark Land ein langes Leben beschieden ist. Sorr<, aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 22:57 Uhr bearbeitet)

erstellt am 27.11.16 08:24
@Larry Brent
Mal ehrlich: Wegen anderthalb negativer Kritiken (und der Titel der Hefte) gibst Du der neuen Serie nicht mal eine Chance?
Wir wissen doch, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind!

erstellt am 27.11.16 11:17
...und er grinste, zufrieden und satt. Zum Kotzen selig!

Warum ich mit einem Zitat aus dem Heft beginne? Weil ich mich auf eine gewisse Art so fühle. Ich hab das Lesen nicht bereut, kann im Gegenteil kaum die Fortsetzung erwarten. Nun kann es auch sein da ich JS nur selten, PZ und Maddrax garnicht lese nicht so vorbelastet bin, oder aber die Thematik der neuen Serie sich eher wie ein JC spin-off in einer Welt voller Dämonen anfühlt. Sei es wie es sei, so richtig eine Meinung kann man wohl erst nach den nächsten Heften haben. Heft 1 hat die neue Welt ja nur angekratzt, selbst bei Wynn weiß man ja auch noch nicht in welche Richtung er sich entwickelt?! (Polizist/Privatdetektiv ) oder bleibt er auf dem Rachetrip... vielleicht haben die Autoren auch was ganz anderes vor?! Es bleibt erst mal spannend...

erstellt am 27.11.16 12:25
Sonderlich viel ist hier nicht los - und das bei einer neuen Serie!
Da schreibe ich doch einfach mal ein paar Zeilen.

Der Titel der Serie ist gut, das Titelbild ist ein typischer Würtz, für mich im Bereich befriedigend. Ansonsten ist die Aufmachung sehr schlicht; ich finde es ein bisschen schade, dass man den Rahmen neuerdings weglässt - so ist das schon ein bisschen dünn.

Zum Inhalt wurde ja schon einiges geschrieben, weshalb ich nicht näher darauf eingehe.

Der Roman ist gut geschrieben, keine Frage, der Autor versteht sein Handwerk. Das merkt man gleich am Anfang bei der Szene mit der U-Bahn, die Johnny fast überrollt. Hin und wieder gibt es zwar mal einen Stilbruch, aber das ist verschmerzbar.
Gefallen haben mir auch die überraschenden Wendungen (z.B. als Johnny entdeckt, dass es eine ganze Reihe von sehr ähnlichen Schnabeldämonen gibt).

Auf der einen Seite finde ich es sehr mutig von Bastei, eine solch eher ungewöhnliche Serie zu starten. Auf der anderen frage ich mich, ob es dafür wirklich genug Leser gibt. Für gestandene Sinclair-Leser, die ja direkt angesprochen werden, ist das sicher nichts, dazu ist die Handlung viel zu surreal; mit klassischem Horror hat das wenig zu tun.
Und potenzielle neue Leser werden sich vielleicht durch den Aufdruck "Spin-off" abschrecken lassen, da sie vermuten könnten, man müsste die Sinclair-Serie kennen. Außerdem steht Sinclair - sehen wir es wie es ist - nicht bei allen Heftroman-Lesern sonderlich hoch im Kurs.

Für mich persönlich ist das ehrlich gesagt nichts, mir ist das zu abgefahren, das Setting und die Figuren (z.B. die Porzellanpuppen) sind einfach nicht mein Ding. Insgesamt ist das für mich auch eher Science Fiction; vielleicht könnte man es auch als Cyber-Punk bezeichnen, aber da kenne ich mich nicht gut genug aus, um die Sache ganz präzise auf den Punkt zu bringen.
Für mich wirkt es so, als habe man diverse amerikanische Fernsehserien nachahmen wollen.

Ich werde mir wohl noch den nächsten Roman kaufen, damit wird es sich aber wahrscheinlich haben, da danach Logan Dee dran ist, den ich ohnehin nicht sonderlich schätze. Falls ich es doch tue, dann allein aus Sammlergründen, lesen werde ich die Romane aus den oben genannten Gründen aber wohl nicht.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:31 Uhr bearbeitet)

erstellt am 29.11.16 07:46
Ariane schrieb:
ist nichts für mich.
Johnny heißt jetzt Wynn, also nee, echt jetzt. sucht den mörder aber trauert kaum um seine mutter. ... ]


Nach wenigen gelesenen Seiten kann ich so viel sagen:

Dass Johnny sich nun Wynn nennt, wurde nachvollziehbar erklärt; sich in unbekannter Umgebung mit wahrem Namen erkennen zu geben, wäre mehr als leichtsinnig.

Wer mal um einen Elternteil getrauert hat, weiß, dass viel zu viel auf einen einströmt, als dass man sich sofort hinsetzen und drei Wochen weinen könnte, ohne dass man darauf achten muss, sich nicht allzu auffällig gegenüber Dämonen, Vampiren etc. zu benehmen...

Abschließend bewerten kann ich den Roman noch nicht; allein die Handy-Szenen lassen lassen mich mehr als zweifeln, dass J. D. der Autor sein könnte, zumal bisher alles eine innere Logik aufweist.

erstellt am 14.12.16 18:28
Diese Welt braucht einen Geisterjäger, denkt Johnny Conolly! John Gerald William Conolly, der sich jetzt Wynn Blakeston nennt - so heißen übrigens zwei Straßen, in Twilight City, die sich Johnny unbewusst gemerkt hat, bei seiner Ankunft in dieser düsteren, gigantischen Stadt, die sowohl von Menschen, als auch von Dämonen bewohnt wird. Eine Stadt, die mich ein wenig an Gotham City, die Heimat von Batmen erinnert. Eine neue Welt tut sich auf, geheimnisvoll und düster, in der Johnny herumirrt, um den Mörder seiner Mutter zu töten - so stelle ich mir eine moderne Fantasy/Horror Heftroman Serie vor, kein billiger John Sinclair Abklatsch, sondern eine neue Welt voller Geheimnisse! Es existiert im Hintergrund eine Person/Organisation (?), die über Silberkugeln Bescheid weiß, und umgehend von den Behörden darüber informiert werden will, wenn es Hinweise auf die entsprechenden Kugeln gibt - eine Verbindung zur unserer Welt?
Wynn wird am Ende des Romans eines Verbrechen beschuldigt und zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt, aber ein Unbekannter zahlt die Kaution, aber bevor Wynn diese Person kennenlernt, wird auf ihn ein Anschlag verübt!

WOW! Ich bin begeistert! Endlich frischer Wind in der angetaubten Heftroman Welt - keine der üblichen Horrorserien, wie man sie bisher gelesen hat. Nach den vielen negativen Kritiken, habe ich schon das schlimmste befürchtet, aber ich wurde positiv überrascht!!!




(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:41 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.12.16 20:16
Das mit den "vielen" negativen Kritiken ist nun leicht übertrieben.
Ich z.B. habe betont, dass die Romane gut sind, aber nicht meinem Geschmack entsprechen. Das ist ein Unterschied.

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