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Thema: Die alten und der neue Film(e)
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Antworten zu diesem Thema: 30

 
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erstellt am 16.11.16 20:43
Wir kennen ja alle die JC-Filme mit Jerry Cotton, und auch wenn sie etwas Staub angesetz haben, so finde ich, dass sie die JC-Atmosphäre aus den Romanen auch heute noch ziemlich gut wiedergeben.
Aber dann kommt der FilmJerry Cotton von 2010 : Mit Christian Tramitz als Jerry Cotton und Christian Ulmen als dessen Partner Decker. Da hab ich mich drauf gefreut, zumal ich ihn auf franzöisch fand, so dass meine Freundin mitschauen knnte....aber nach 15 Minuten haben wir ausgeschaltet und ich ihr gesagt : Das ist nich Jerry Cotton !!!!!!
Was haltet ihr von diesem Film ? Soll das eine Parodie sein ??????? also "unser" Jerry ist es für mich auf keinen Fall, sondern blöder Klamauk !!!!

erstellt am 17.11.16 08:51
Als Krimiparodie fand ich ihn (abgesehen von der total überzogenen Heino Ferch (?) - meine Erinnerung ist da aber etwas kryptisch - Nummer) gar nicht schlecht. Speziell Tramitz als harte-Typ-Persiflage! Das hätte ich auch als passende Cotton-Parodie angesehen.

Aber, so gut ich Ulmen finde, sein Part hieß zwar Decker, hatte mit Decker aber nichts zu tun, war also auch keine Decker-Persiflage! Und das empfand ich dann unpassend (der echte Decker ist ja länger G-Man als Jerry!). Eine gelungene Persiflage persifliert die Gegebenheiten, ändert sie nicht!

Unterm Strich hätte ich den Film also eher goutiert, wenn man Ulmen als neue Figur mit neuem Namen in ein passendes, parodistisches Cotton-Universum geworfen hätte -dann hätte mir der Film vielleicht richtig Spaß ohne Beigeschmack gemacht. Wie gesagt, Tramitz als überzeichneten Cotton fand ich gut und witzig.

Ansonsten, wenn man straighte Heftromanverfilmungen macht (denen ja trotzdem - siehe KX - der Humor nicht fehlen muss), kommt es auf die treffende Wahl der Hauptdarsteller an. Diese sollten sowohl dem Leserbild nahekommen, aber natürlich gleichzeitig für die größere Kinobesucherzahl passend wirken. (Wie damals z.B. George Nader und Tony Kendall. Während ich mir Phil oder KXs Captain Rowland beim Lesen immer ziemlich anders vorgestellt hab, sie wurden dann durch die Filme erst zu Heinz Weiss und Brad Harris.)
Absolute Negativbeispiele sind die John-Sinclair-Verfilmungen, bei denen man bei der Protagonistenbesetzung voll ins Klo gegriffen hat (ohne die schauspielerische Qualität in Frage stellen zu wollen. Die Typisierung passte einfach nicht.)

erstellt am 17.11.16 13:04
Was mich am Meisten stört :

Ein solcher Film sollte eigentlich neue Leserschaft anziehen, ....tut das aber überhaupt nicht, weil er in absolutem Widerspruch zur Heftromanserie (oder TB) steht.

Da ixh im "richtigen" Leben Professor bin, sage ich glatt : Eine 6

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:05 Uhr bearbeitet)

erstellt am 17.11.16 13:38
Du darfst nicht vergessen: Ein solcher Film soll vor allem das Kinopublikum unterhalten und Geld für die Produzenten verdienen.

Wenn Cotton ca. 25 000 wöchentliche Leser hat (reine Mutmaßung um eine ca.-Zahl zu sagen), müssen rund zumindest 975 000 Nichtleser an der Kinokasse dazukommen, damit es ein netter Kinoerfolg wird. Da ist eher Kinoorginalität als Leserzufriedenheit gefragt...

erstellt am 17.11.16 13:38
Malko schrieb:
Wir kennen ja alle die JC-Filme mit Jerry Cotton, und auch wenn sie etwas Staub angesetz haben, so finde ich, dass sie die JC-Atmosphäre aus den Romanen auch heute noch ziemlich gut wiedergeben.
Aber dann kommt der FilmJerry Cotton von 2010 : Mit Christian Tramitz als Jerry Cotton und Christian Ulmen als dessen Partner Decker. Da hab ich mich drauf gefreut, zumal ich ihn auf franzöisch fand, so dass meine Freundin mitschauen knnte....aber nach 15 Minuten haben wir ausgeschaltet und ich ihr gesagt : Das ist nich Jerry Cotton !!!!!!
Was haltet ihr von diesem Film ? Soll das eine Parodie sein ??????? also "unser" Jerry ist es für mich auf keinen Fall, sondern blöder Klamauk !!!!

Also für mich haben die Filme aus den Sechzigern auch wenig mit JC zu tun. Mich faszinierte nur die Person von George Nader als JC. Obwohl er für die Rolle zu alt & klein war.
Zwischen Heinz Weiß (Decker) und Nader muß auch damals irgend was gravierendes vorgefallen sein. Weiß hat nach den Ende der Reihe nie wieder mit Nader gesprochen. Auch nicht als Nader mit 80 Jahren noch mal in Deutschland war. In seiner Biographie als Traumschiff Kapitän hat er wohl darüber was erwähnt.
Mit den Romanen hatten die Filme gar nichts zu tun. Aber sie haben den Verkauf auch nicht gestört.
Wie du es schon erwähnt hast. Der neue Film ist einfach nur Klamauk. Und ist nach seiner Aufführung in der Versenkung verschwunden. Wie die beiden Regisseure auch. Die mit diesen Müll etliche Millionen versenkt haben.

erstellt am 17.11.16 13:54
Ich habe zwar die Zahlen nicht parat, aber ich glaube zu erinnern, dass da finanziell nichts versenkt wurde. Der Film war zwar kein Hit, hat aber wohl die Produktionskosten eingespielt. (Und viele hatten Arbeit...)
Zumindest nach der DVD-Auswertung...

Und immerhin kam er mittelprächtig an... (Natürlich nicht bei Cotton-Puristen). Sollte halt auf der Wallace-Parodie-Schiene mitfahren, hatte aber das Manko, dass - während Wallace eine Zeitlang Kult war - Cotton für Jüngere keine Bedeutung hat. Und man kann natürlich nur erfolgreich etwas veralbern/ sich darüber lustig machen, was der Zuschauer auch kennt.

Und die wenigen, die Cotton noch wirklich kennen (inhaltlich), nehmens vielleicht zu ernst - und können mit einer Verarsche (ob nun gelungen oder nicht) ohnehin nichts anfangen...

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:08 Uhr bearbeitet)

erstellt am 17.11.16 13:57
Ach ja, das Regieteam hat übrigens seitdem weiterzusammengearbeitet. Und gut besetzte (TV)-Filme produziert.

erstellt am 17.11.16 15:22
corto feldese schrieb:
Ich habe zwar die Zahlen nicht parat, aber ich glaube zu erinnern, dass da finanziell nichts versenkt wurde. Der Film war zwar kein Hit, hat aber wohl die Produktionskosten eingespielt. (Und viele hatten Arbeit...)
Zumindest nach der DVD-Auswertung...

Kinozuschauer waren es wohl 35.000
Kann mir aber auch nicht vorstellen das dann plötzlich 100.000 Leute die DVD haben wollen.
Flop bleibt Flop. Zumal im Vorfeld damals noch verkündet wurde, man könne sich auch wieder eine Reihe vorstellen.
Zumal der Film technisch gut gemacht war. 95% sind in DE gedreht worden und nur ein paar Sachen in den USA. Aber der Schnitt war so geschickt das man da absolut nichts von gemerkt hat (95% DE)

erstellt am 17.11.16 16:34
@zeerokah
Da hast Du wohl eine 0 vegessen. Nach der Liste für 2010 waren es knapp 300000 zahlende Kino-Zuschauer! Nicht viel, aber damit erfolgreicher als viele ausländische Produktionen.

Es gibt ja unzählige Produktionen, die nur auf DVD rauskommen (ohne Kinoauswertung) und (verbunden mit den TV-Rechten) ihre Kosten einspielen.

Ältere Leute gehen doch in Deutschland (anders als in Frankreich) ohnehin nicht/kaum ins Kino.

Ich will den Film nicht gutreden, ich fand ihn so, wie er durchschnittlich bewertet wurde, ganz nett, unterhaltsam - aber außer Tramitz eben kein Jerry-Cotton-Film, keine Jerry-Cotton-Persiflage. Mich hat er nicht verärgert, ich bin auch nicht aus dem Kino gerannt.

Du hast ja mal geschrieben, dass Du - ganz undeutsch - nicht zwischen E und U unterscheidest. Was ich auch nicht mache, aber ich unterscheide schon zwischen "gefällt mir" und "gut". (In diesem Fall war er z.B. handwerklich gut. Schnitt und Kamera wurden zu recht ausgezeichnet. Aber inhaltlich etwas zwischen den Stühlen...)
Mir gefallen auch mal Sachen, die nicht wirklich gut sind, ich mag auch Trash. Auch echten Trash, nicht auf kultig trashig gemacht.

Apropos deutsche Krimikomödien: Wie fandest Du denn "Mord ist mein Geschäft, Liebling"?

erstellt am 17.11.16 17:22
corto feldese schrieb:
Apropos deutsche Krimikomödien: Wie fandest Du denn "Mord ist mein Geschäft, Liebling"?

Mir jetzt schnell den Trailer angeschaut damit ich weiß was das ist.
Kurz & schmerzlos - kenne ich nicht

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