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Thema: 2004 - Die Pest-Gerippe
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erstellt am 07.12.16 09:13
Es scheint ein ganz normaler Fall zu werden, archäologische Ausgrabungen in London. Dann tauchen unser zwei Vollpfosten aus Band 1999 auf. Ich mag die beiden irgendwie. Na ja, ich verrate sicherlich nicht zu viel, wenn ich sage, dass John und Suko an der Stätte auf die Pest-Gerippe treffen und mit ihren Silberkugeln rumballern, alles ganz “normal“. Um dem Spuk ein schnelles Ende zu bereiten kommt auch noch Johns Kreuz zum Einsatz. Nach 10 Seiten könnte diese Geschichte zu Ende sein.

Es kommt aber vollkommen anders. Herr Hill vermischt hier ein historisches Ereignis mit dem Sinclair-Universum und das auf geniale Weise. Die Geschichte nimmt “unheimlich“ Fahrt auf. Dazu diese düstere Atmosphäre. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass der Autor die Zeilen so schnell schreibt, wie ich sie lese. Mir lief es stellenweise eiskalt über den Rücken.

Herr Hill zeigt hier noch einmal, wie excellent er sich im Sinclair-Universum auskennt und bewegt. Es entwickelt sich eine rasante Fahrt, die uns mit Bildern aus einer längst vergangenen Zeit überflutet.
Ich stehe immer noch unter dem Eindruck dieser Geschichte und kann nur sagen, vielen Dank Herr Hill für diesen phantastischen Roman, mit Abstand das Beste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe.

Aber auf ein Wort, wie kommt man auf den Begriff „larmoyant“? Als ich das Wort nachgeschlagen hatte, musste ich schmunzeln. Es traf die Situation perfekt.

erstellt am 07.12.16 18:53
Cooles Cover, gefällt mir gut.

erstellt am 08.12.16 20:10
Ich bin wohl mittlerweile bei Florian verwöhnt. Denn anfangs hat mich das Heft nicht begeistert oder erfreut. Zwei der Dunklen Eminenzen. Untote. Johns Reise in die Vergangenheit. Unterhaltsam, aber nichts sehr interessantes. Besonders die Pest im Mittelalter ist eines der ausgelutschten Lieblingsthemen, wenn es in Gruselheftserien in die Vergangenheit geht. Worauf es hinaus läuft weiß man bereits aus dem Einleitungsabsatz.


Allerdings hätte ich es bei dem Autor besser wissen sollen. Natürlich lässt er sein Sinclairwissen spielen und große Namen auftrumpfen. Hier wirkt es nicht übertrieben, denn es passt in ein gemeinsames Themengebiet und hervorragend in den Serienkontext. Die Geschichte des Buches wurde stimmig und nachvollziehbar um ein weiteres Kapitel ergänzt. Der Schwarze Tod sendet seine Diener aus, um an das Artefakt zu kommen und erfreut sich an Kollateralschäden. Passt ins Bild.

Bei Metatron gibt es da einige Fragezeichen. Was wollte er in London ursprünglich erreichen? Und was ist in der ursprünglichen Zeitschleife ohne John passiert? Der „erste“ Metatron schickt John in der Zukunft in die Vergangenheit, damit er dem „zweiten“ Metatron das Buch abnimmt. Wer hat dies beim „ersten“ Metatron gemacht? Wurde John anfangs von einer anderen Kraft in die Vergangenheit geschickt? Zeitparadoxon, ick hör dir trapsen.

Für das Große Feuer in London ist also der Geisterjäger verantwortlich. Zum Glück, da hat Sir James schon Recht. Die magische Untotenplage hätte sich sonst über den ganzen Kontinent verbreitet.

Nun ist also auch der Möchtegern-Erzengel aus der Versenkung aufgetaucht. Es wäre schön, wenn die Gegnerzahl in der Serie wieder erhöht wird. Soll heißen, Megatron darf gern regelmäßig auftauchen. Wird er als Verbündeter der Eminenzen auch, wenn ich das richtig verstanden habe. Andererseits macht er ja allein sein Ding.

Glendas Fähigkeitsverlust wird viele Leser freuen. Ich hätte sie, unter Obhut der Co-Autoren, gern weiterhin mit Beamkräften gesehen. Vorsichtig und unter festen Regeln eingesetzt, könnte das ihren Charakter bereichern. Unter Dark war sie zu stark und ein reines Plotwerkzeug.


Eine Bestnote mag ich nicht vergeben, aber eine Sehr Gute Bewertung. Nach einem mittelmäßigen Start hat mich der Roman in mehreren Punkten positiv überrascht.

erstellt am 14.12.16 14:26
Das Gleichgewicht schrieb:
.... Zeitparadoxon, ick hör dir trapsen.

Du denkst zuviel....

Eine Bestnote mag ich nicht vergeben, aber eine Sehr Gute Bewertung. Nach einem mittelmäßigen Start hat mich der Roman in mehreren Punkten positiv überrascht.

Mit geht es mit der Bewertung ähnlich und möchte sie so zwischen 2+ und 1- ansiedeln. Mich konnte der Roman vorne in der Mitte und am Ende überzeugen.
Positiv möchte ich hervorheben, dass wieder sprachlich einige sehr schöne Passagen und Sätze dabei waren, die man echt mit Freuden liest. Außerdem schließt sich bei IRH am Ende doch irgendwie logisch der Kreis, wenn man zu Anfang noch rätselte, wie alles immer zusammen hängt. Ob mit oder ohne Zeitparadoxon. John hat ja mehrfach betont, dass er sich darüber keinen GEdanken macht, deshalb tue ich das auch mal nicht.
Meine Kritikpunkte liegen nicht wirklich in Flos Hand. Zum einen sollte der Mann mehr Zweiteiler schreiben. Kommt es mir nur so vor, oder war das Heft echt lang?? Kann mal jemand bitte die Wörter zählen? Mit ein paar Sätzen mehr und das ganze auf zwei Hefte aufgeteilt, hätte ich wenigstens zwei Wochen Zeit das zu lesen.
Zum anderen, waren wieder viele sinnentstellende Fehler drin. Z.B S. 43 oben rechts: " ..., und ich besaß immer noch ein Reservemagazin, sodass mir ingesamt noch 25 Schuß zur Verfügung standen und außerdem." Und außerdem was? War der Satz so lang und wurde beim Schreiben nochmal umgestellt, so dass Flo durcheinander kam und ihn so abgegeben hat. Oder ist da beim Satz was verloren gegangen?

erstellt am 14.12.16 14:53
Ach ja, die Verfolgungsjagd durch das mittelalterliche London hat mich irgendwie an den dritten Teil der "Tribute von Panem" erinnert. Wahrscheinlich Zufall.

erstellt am 14.12.16 20:35
leni schrieb:
Du denkst zuviel....



Dass ich sehr viel Wert auf Logik bei Literatur und anderen Unterhaltungsmedien lege, ist ja jetzt nichts neues.

Da ich hier aber immer wieder Serien bzw. Autoren finde, die mich voll zufrieden stellen soll jetzt niemand sagen "Dann bist du im Heftromansektor total falsch, geh' aufwändige Bestselleristik lesen." Alles schon erlebt. :P

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 20:35 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.12.16 21:49
leni schrieb:
Ach ja, die Verfolgungsjagd durch das mittelalterliche London hat mich irgendwie an den dritten Teil der "Tribute von Panem" erinnert. Wahrscheinlich Zufall.


Absolut, denn die Tribute von Panem habe ich nie gesehen.

erstellt am 15.12.16 21:57
Übrigens habe ich sie auch nicht gesehen, sondern GELESEN!
Soll ich dir wieder die Stelle posten?
Ich glaube, ich lese zu viel. Manchmal denke ich halt, ich hätte alles schon mal irgendwo gesehen oder gelesen

erstellt am 18.12.16 23:20
Ich bin nicht so der Freund von Mittelalter Geschichten, aber der Roman hatte trotzdem für mich viel spannende Momente, so daß ich 4 von 5 Kreuzen gebe.


@Florian
Mit Glendas Verlust ihrer Beam Fähigkeit und nach Sheilas Tod, gehe ich jetzt mal stark davon aus, daß es doch eine Zusammenarbeit zwischen den neuen Autoren und Jason Dark gibt - da würde es mich schon interessieren, wie das so abläuft, also gibt es auch Treffen zwischen Dark & und den neuen Autoren oder läuft das alles nur schriftlich ab - kann Jason Dark ein Veto einlegen (z. B. Glenda)

erstellt am 26.12.16 00:24
Der Roman bekommt von mir 5 Kreuze. Von Anfang an hat mich das Heft gefesselt. Man will wissen wie es weitergeht.....das schafft nicht jedes Heft. Schön das viele alte Bekannte mit an Bord sind. Wenn das so weiter geht bin ich wieder regelmäßig dabei. Weiter so. 2000-2002 waren super. 2003 leider langweilig und dieser Band wieder Top. Einzig das Titelbild war Grotte......was solls.......

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 00:25 Uhr bearbeitet)

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