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Thema: Das Zamorra-Jahr 2016
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erstellt am 30.12.16 11:44
In unserer Realität mag 2016 für nicht wenige ein leider angsteinflößendes und trauriges Jahr gewesen sein, bei Zamorra war auch 2016 wieder ein herausragendes Jahr mit 26 meist hervorragenden Romanen (1086 bis 1111). Nur schade, dass sich Thilo Schwichtenberg, von dem der erste Roman des Jahres stammte, so rar gemacht hat...

Zur Statistik:
6 Doyle
3 Rückert (2 plus 2 "halbe" )
3 Klüver
2,5 Seidel (2 plus 1 "halber" )
2,5 Picard (2 plus 1 "halber" )
2 Breuer
2 Borner
2 Schwarz
1 Müller (= zwei "halbe" )
1 Balzer
1 Schwichtenberg

Der beste Roman war für mich 1103 "Die tickende Stadt" von Adrian Doyle alias Manfred Weinland, wie überhaupt seine Nostradamus-Trilogie (1096,1103,1104) DAS Heftroman-Highlight dieses Jahres war.

Das beste Titelbild? Bei dieser Vielzahl toller Cover nicht zu entscheiden: War es nun das für "Requiem" (1100), "Die tickende Stadt" (1103), "Der Ruf" (1086), "Gefangene der Anderswelt" (1097), "Angriff auf LEGION" (1106), "Das Voynich Manuskript" (1105)...?

Bleibt zu hoffen (und da bin ich sehr zuversichtlich), dass PROFESSOR ZAMORRA seine hohe Qualität und sein Alleinstellungsmerkmal auch in 2017 bewahrt (und immer mehr Leser davon überzeugen kann bzw. immer mehr Leser darauf aufmerksam werden)!

Und was unsere Realität für 2017 angeht, wünsche ich mir, dass in ZAMORRA weiterhin auf gesellschaftliche Probleme eingegangen bzw. diese angesprochen werden, damit die phantastische Welt einen direkten Bezug zu unserer leider oft tristen, aufgeregten, den Angstmachern anheim fallenden behält.
(Wie es ja schon manchmal verstörend war, wie die glücklicherweise noch wenigen Terroranschläge der Daesh in Deutschland in Öffentlichkeit und Medien behandelt wurden - nur im Vergleich gesehen zu den weitaus häufigeren Terroranschlägen von Terroristen (und Kriminellen) auf Flüchtlingsheime und Ausländerwohnungen in Deutschland. Ich weiß, welche Entwicklung mich mehr ängstigt.)

In der Hoffnung auf ein wieder komplexes, abwechslungsreiches Zamorra- und ein nachdenkliches, weniger hysterisches Deutschland-Jahr 2017.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:44 Uhr bearbeitet)

erstellt am 31.12.16 15:56
@Corto
Du hast im Kühlwalda-Thread gefragt, was für mich schlecht war im letzten Jahr. Das ist recht einfach zu beantworten und doch so schwer. Weil ich es nur schwer an einzelnem fest machen kann.

Kühlwalda ist also eine normale Kröte, es wurde nur etwas in sie hinein geheimnisst. Das ist für mich schon mal sehr enttäuschend, weil man einfach hoffte, dass sie noch etwas mit Merlin zu tun hat. Und nein. Ich bin mit dessen Tod noch immer nicht versöhnt. Genausowenig, wie die idiotische Herkunftsgeschichte der Brüder. Sie ist total unlogisch, denn sie erklärt in keinster Weise, wieso Merlin dann überhaupt ein Druide sein konnte. Oder Sara eine Druidin ist. Angefangen hat meine Unzufriedenheit mit der Schöpfungsgeschichte. Logischerweise schaukelt sie sich jetzt immer weiter hoch, was klar ist. Denn es baut sich ja alles auf diesem Blödsinn auf. (sorry für dieses Wort, was natürlich nur meine Meinung ist)
Darum können mich weite Teile der Geschichten dieses Jahres nicht mehr fesseln. Eden und Co waren für mich nur endlos langweilig. Zum Glück ist diese unendliche Geschichte nun abgeschlossen. Dass dabei Paul und Nele starben konnte mich nicht schocken. Ich konnte eh nichts mit ihnen anfangen.
Dann Legion. Ich mag keine Gegner, die als allmächtig beschrieben werden. Denn dann ist es umso unlogischer, wenn sie dennoch Zamorra und Co leben lassen und nicht einfach mit einem Augenzwinkern aus der Geschichte kicken.
Oder die andere große Enttäuschung ist meine einstige Lieblingsfigur Vassago. Die ganzen Geschichten um ihn haben mir nur vor Augen geführt, dass er mehr als verkorkst wurde. Man erkannte ihn in den Stories gar nicht wieder.
Die einzige Figur, die mich noch ein wenig interessiert nachdem es ja jetzt nach der Antwort von Manfredo, dass Kühlwalda eine einfache Kröte ist, überhaupt noch andeutungsweise interessiert, ist Robert Tendyke. Wobei ich hoffe, dass er nicht zu menschlich wird.

Mein Fazit? Diese PZ-Serie ist nicht mehr die Serie, die ich Jahrzehnte lang geliebt habe. Sie ist nur noch ein trauriger Abklatsch für mich. Ich hätte nie geglaubt, dass ich das mal schreiben würde. Aber selbst die John Sinclair Serie und ihr Sidekick Dämonen-Land gefallen mir um Längen besser als PZ.

erstellt am 31.12.16 18:41
Aber Du liest trotzdem ja immer noch weiter, also irgendetwas muss die Serie Dir doch noch geben? (Ok, es ist natürlich noch Treue und Nostalgie - und, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, ohnehin immens schwer auf eine alte Serie, die einen Jahre begleitet hat, zu verzichten. Oft selbst, wenn man die Hefte gar nicht mehr liest, nur noch überfliegt. War bei mir und PR ewig so...)

Auf der anderen Seite ist es nur natürlich: man entwickelt sich weiter, eine 40jährige Serie entwickelt sich weiter, da driftet man evtl. auseinander. Das heißt ja nicht, dass eins von beiden schlecht geworden ist. Nur anders...

Ich würde allerdings nie nach dem gehen, was nur hier im Forum gesagt wird - selbst wenn es von einem Altmeister stammt. So lange nicht in einem Roman selbst klar und deutlich betont wird, dass die Kröte "nur" eine normale Kröte ist (und auf keinen Fall eventuell noch etwas anderes), kann doch jeder Leser es so sehen wie er möchte...
So lange etwas nicht festgeschrieben ist, ist es doch unsere eigene Phantasie, die die tolle Serie, den gedruckten Buchstaben im Heft mit Leben (und Vorstellungen) füllt...

erstellt am 31.12.16 21:44
Ach weist du., wenn es ein Autor eben dieser Serie sagt, ist das etwas anderes, als wenn es irgend ein anderer sagt. Also gehe ich davon aus, dass Kühlwalda eben tatsächlich nur eine Kröte ist. Aber selbst wenn sie etwas anderes wäre, ändert das fast gar nichts an meinem Fazit für die Serie. Und nein. Meist überfliege ich nicht mal die Romane. Mir reichen eure Zusammenfassungen im Forum. Nur, wenn es etwas gibt, was mich besonders interessiert, lese ich den Roman überhaupt noch. Die letzten Monate ist das allerdings nicht mehr vorgekommen.
Und meine Fantasie? Sorry. Aber diese Fantasie hängt in der Serie vor der komischen Schöpfungsgeschichte und dem Tod von Merlin. Sie hängt in der ursprünglichen Höllen-Hirachie,. In meiner Fantasie hat es nie einen Untergang der Hölle gegeben,
Und das kann ich nicht mit dem verknüpfen, was momentan läuft. Darum schreibe ich, dass es für mich eine Serie von früher gab. Das PZ, hinter dem ich stehen konnte. Da war auch für meinen Geschmack nicht alles perfekt. Aber das kann ja nie sein. Doch damals hat es mir eben im Großen und Ganzen gefallen.
Und eine PZ-Serie von danach. Und die ist für mich nicht wirklich existent. Denn sie reizt meine Fantasie Null bis gar nicht.

erstellt am 01.01.17 08:00
Auch von mir mal ein kurzer Rückblick. Dass nur um die 25 Hefte im Jahr erscheinen ist bei der Autorenanzahl für mich weiterhin Schade. Gerade bei so einer tollen Serie.

Was ist 2016 passiert?

Von LEGION hat man nur selten etwas gehört. Als mächtigster Gegenspieler hat er bis jetzt keinen bemerkenswerten Angriff gestartet. 3/5 Punkte, ich hatte mir mehr erhofft.

Die Artefaktsammelei ging weiter. Als endlich alle Artefakte zusammen waren wurde der Plot trotzdem nicht beendet, weil das Ritual in allen 2 Ritualen nicht funktionierte. 3/5 Punkte, die Artefaktromane lieferten immer solide Handlungen die schön zu lesen waren.

Manfred W's Plot um immer mächtigere Wesen die sich selbst übertrumpfen, weil er immer eine noch möchtigere Endität aus dem Hut zaubert. Da ich Anfangs sehr an der Eden-Handlung hing war ich hier persönlich sehr enttäuscht und möchte keine Punkte vergeben.

Die Charaktere des anderen Manfreds haben mich wie schon 2015 nicht interessiert. Aber es sind in seinen Heften wichtige Dinge geschehen, man denke nur an den Silbermond. 2/5 Punkte und einen Bonus für das gute Ende eines sehr alten Themas.

Für mich punkteten vor allem Anika mit ihren kleinen exotischen Abenteuern. Der Rom-Zweiteiler oder der Abstecher in die Anderswelt. Wird mir in Erinnerung bleiben. 5/5 Punkte.



Von den Handlungen reichte auch dieses/letztes Jahr nichts an die 900er-Tränensuche heran. Ein einziges großes Thema, das alle Autoren mit ihren eigenen Baustallen verband. Sowas fehlt mir enorm. Es gibt zwar die Artefaktsammelei, aber die fand ich eher durchschnittlich.

Auch bei den Charakteren 2016 nichts überragendes. Da konnte die Jahre zuvor Finn Craston punkten.



Mal schauen was 2017 passiert. Wenn Manfreds Plot wie versprochen beendet ist und man die Artefakthandlung beendet kann sich mehr auf LEGION konzentriert werden. Es könnte ein gutes Jahr für PZ werden.

erstellt am 01.01.17 11:53
Dass ich das anders sehe, wundert wahrscheinlich niemanden. Für mich ist ZAMORRA spätestens vor zwei Jahren ganz oben im Heftroman-Zenith angekommen - und hat sich dort gehalten. Wenn der Zenith nicht schon ganz oben wäre, hätte ich sogar geschrieben, hat sich von dort in weitere Höhen aufgeschwungen...
Abwechslungsreich, toll geschrieben, für Überraschungen gut:
Dieser Serie kann derzeit keine andere das Wasser, den Zauberstab, das Amulett oder Kreuz reichen...

erstellt am 01.01.17 11:56
2016 war zwar ganz okay, aber leider wurden einige gute Charaktere wie Finn, Laertes & Co gar nicht mehr erwähnt. Oder gar Starless.
Die Sache mit der Schöpferei mag ich immer noch nicht, weil das ganze einfach vorne und hinten keinerlei Sinn ergibt.

Mehr Romane wären auf alle Fälle toll, dazu bräuchte es aber halt neue Taschenbücher.

Zu den Highlights zähle ich ganz klar Anikas Rom-Zweiteiler.

Dennoch, an frühere Giesa-Zeiten reicht auch 2016 nicht ran. Zwar ist PZ immer noch ganz gut, aber eben meilenweit vom alten "Spitzenklasse" entfernt. Und das hat nichts damit zu tun, dass vieles geändert wurde, sondern vor allem dass nie etwas erklärt wird. Vassago zB dümpelt seit ewigen Zeiten vor sich her, in der neuen Hölle passiert weniger als gar nichts. Bei Sara passiert jetzt immer irgendetwas, damit der Tunnel nicht erscheint ...

... die EWIGEN waren auch ewig kein Thema mehr - nehmen die den neuen, deutlich friedlicheren Fürsten, einfach so hin? Gibt's da nun Ringelpitz mit Anfassen, statt Massenmorde? Scheint so.

Und es sollte ENDLICH mehr auf Kühlwalda eingegangen werden. Die Kröte kam kurz nach Band 900 in die Serie, also lang genug, um endlich was zu enthüllen! Zumal Susie doch versprach, dass es nicht mehr wie unter Werner werden soll - was das negative angeht. Sprich: Jahrzehntelange Storystränge, vergessene Storystränge ...

Aber nun ja, was sind schon 8 Jahre ... ...

erstellt am 01.01.17 14:27
Ein Grund dafür warum es bei PZ so viele Unsterbliche und Langlebige gibt.
Das sind alles Mehrgenerationen-Rätsel und Themen.
Ich mit meinen 54 Jahren habe mich damit abgefunden die Auflösung vieler Themen gar nicht mehr zu erleben.
Vielleicht meine Kinder oder Enkel :)

Jetzt mal ernst.

ZUVIELE gleichzeitig offene Themen bei nur 26 Heften im Jahr.
Jeder Autor kocht sein eigenes Gericht.
Der rote Faden besteht nur noch im gemeinsamen Teller auf dem es serviert wird.
Leider schlägt es einem auf den Magen wenn nach der halb aufgegessenen Pizza, Bratwurst und Kraut serviert wird. Und zwei Wochen später eine Currywurst obwohl man mit den Bratwürsten noch gar nicht fertig war.
Mit der neuen Schöpfungsgeschichte kann ich mich auch nicht anfreunden aber evtl. arrangieren.
Die Erklärung zur zurückgeträumten Erde ist für mich keine. Punkt.
PZ sollte viel zyklenhafter werden.
EIN Autor schreibt sein Ding. Dann folgen fünf bis sechs Einzelabenteuer von verschiedenen Autoren mit maximal einem Zweiteiler dabei.
Dann folgt ein neuer Zyklus von einem anderen Autor.
Die Zyklen sollten minimal vier und maximal acht Hefte lang sein.
Zehn Hefte als Ausnahme und absolute Obergrenze.

erstellt am 01.01.17 18:53
@Lox
Du hörst Dich hier so negativ an! (Was mich schon überrascht hat!) Wenn ich so die Einzelkritiken des vergangenen Jahres von Dir lese, warst Du oft am Jubeln. Z.B. über Adrian Doyles Romane. Das kann man hier ja auch mal erwähnen...

Welche aktuellen Cover fandest Du am besten?

Ansonsten: Ich finde dieses Einfachstrukturiertere, das sich Einzelne immer wieder wünschen, für PZ wirklich nicht erstrebenswert. Davon gibt/gab es doch gerade in diesem Genre wirklich genug Serien. PZ sollte genauso bleiben wie die letzten Jahre: komplex und abwechslungsreich. Eher ein Mosaik als ein Tampen.

(Und wenn bestimmte Giesa-Themen nicht mehr angesprochen werden, damit sollten auch Ältere sich endlich abfinden. Giesa selbst hat ja vieles halt nicht weiterverfolgt, nicht weiter verfolgen wollen. Ist halt so, man erfährt eben nicht alles aus dem Zamorra-Universum von annodunnemal. Es geht um die Gegenwart! Und eine tolle Zukunft!)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:02 Uhr bearbeitet)

erstellt am 01.01.17 20:45
Es sind eben ehr einzelne Romane die mir noch richtig gefallen, oder eben die Eden-Handlung.

Cover, schwer zu sagen, da muss ich die Hefte nochmal anschauen. Aber dass ich jetzt spontan eines nennen könnte - nö.

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