Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 2007 Ein Hauch von Atlantis
| |

Antworten zu diesem Thema: 28

 
Zurück
1 2 3


erstellt am 02.01.17 18:22
Leider entpuppt sich der Atlantis-Teil der Geschichte wirklich nur als ein Hauch. Ich hatte mich auf ein typisches Atlantis-Fantasy-Abenteuer gefreut. Hatten wir lange nicht mehr, von den Co-Autoren noch gar nicht, glaube ich. Stattdessen setzt Jeremiah Flynn sein Morden in London fort. Ein Charakter, dem Eric Wolfe das Unsympathen-Bösewicht-Klischee ziemlich stark aufgedrückt hat. Genau so wie klischeehafte Polizisten, die aus dem Tatort stammen können. Der eine erfahren und übereifrig, der andere neu und zurückhaltend.

Handlungsentscheidende Zufälle gibt es auch wieder. Da rennt Jeremiah ausgerechnet einem Polizeiauto vor die Räder, was ein Pech aber auch. Oder wie der Autor hier Verschnaufpausen für das arme Geisterjäger-Duo vermeidet. Immer wenn sie an einem Schauplatz die Action abflacht gibt es einen Anruf und es geht direkt am nächsten Tatort weiter. Wer Action will ist bei Herrn Wolfe wie immer am richtigen Platz. Da gibt es mehr als genug. Toll geschrieben, wo der Logikfreund herum mäkelt, ist der Actionfreund hin und weg.

Der kurze Rückblick und Einblick zu den Dienern des Schwarzen Todes hat mir mit Abstand am besten gefallen. Leider war er wirklich sehr kurz. Und die Neuigkeiten gefallen mir auch nicht so. untergebene des Schwarzen Todes die verbannt wurden und nun befreit werden sollen. Simpel aber interessant. Reicht mir. Jetzt noch ein Rätselraten daraus zu machen, was es genau mit dem Sensendämon zu tun hat, ist nicht mein Fall.




Letztendlich ist wieder ein guter Roman dabei herausgekommen. Für einen Logikfreund wie mich wird es bei Eric Wolfe immer etwas zu meckern geben. Aber als Ausgleich ist die Action nicht übertrieben, die Ideen nicht zu ausgefallen. Ich kann mich damit anfreunden und unterhalten lassen.


PS. Da er in den Foren mitliest eine kleine Anregung: Warum nicht mal ein Metzelactionspektakel im Mittelalter oder antiken Vergangenheitsatlantis? Warum nur so wenige Seiten Vergangenheitstext? Sie haben sich sehr gut gelesen, da besteht Potential. Gern mehr davon.

erstellt am 02.01.17 19:33
Das Gleichgewicht schrieb:
Leider entpuppt sich der Atlantis-Teil der Geschichte wirklich nur als ein Hauch.


Tja, da siehst du mal, wie ich den Titel mit Bedacht gewählt habe.
Aber im Ernst: Ich bin absichtlich nicht nach Atlantis gegangen, weil ich als langjähriger Sinclair-Leser - hätte ich etwas von vier Dienern des Schwarzen Tods in Atlantis gelesen - sofort gedacht hätte: Ach, und warum haben wir von denen noch nie etwas gehört?

Klar, hätte man trotzdem machen können. Atlantis war groß und hat lange existiert. John kann unmöglich bereits alles davon wissen. Trotzdem erschien mir der Gedanke, es nicht in die atlantische Zeit zu verlegen, sinnvoller.

Und weißt du warum? Überraschung! Weil auch mir sehr an innerer Logik liegt. Was uns zum zweiten Punkt bringt:

Das Gleichgewicht schrieb:
Handlungsentscheidende Zufälle gibt es auch wieder. Da rennt Jeremiah ausgerechnet einem Polizeiauto vor die Räder, was ein Pech aber auch.


Das sehe ich gar nicht so als Zufall an. Sicher, er hätte nicht direkt vor das Auto laufen müssen. Trotzdem: Es wurde überall in der Stadt nach Flynn bzw. dem Körper, in dem er steckt, gefahndet. Mit Steckbrief, Polizeifoto und allem. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwer ihn sieht, ist also nicht gering. Und selbstverständlich erzähle ich nicht die Geschichten von den vielen, vielen Polizisten, die ihn nicht entdeckt haben, sondern die von denen, die - zu ihrem eigenen Unglück - auf ihn getroffen sind.

Das Gleichgewicht schrieb:
Oder wie der Autor hier Verschnaufpausen für das arme Geisterjäger-Duo vermeidet. Immer wenn sie an einem Schauplatz die Action abflacht gibt es einen Anruf und es geht direkt am nächsten Tatort weiter.


Auch das hat nichts mit Zufall zu tun, sondern ist Flynns Handeln geschuldet. Und ganz gewiss hab ich damit keine "Verschnaufpausen" für die Geisterjäger vermeiden wollen. Denn die wären aus Autorensicht genauso leicht zu beschreiben gewesen. Ein paar Sätze darüber, dass sie im Büro vor sich hin ermitteln, wären ja kein Problem gewesen. Aber manchmal ist es eben so, dass einem das Leben keine Verschnaufpausen gewährt.

Das Gleichgewicht schrieb:
Der kurze Rückblick und Einblick zu den Dienern des Schwarzen Todes hat mir mit Abstand am besten gefallen. Leider war er wirklich sehr kurz. Und die Neuigkeiten gefallen mir auch nicht so. untergebene des Schwarzen Todes die verbannt wurden und nun befreit werden sollen. Simpel aber interessant. Reicht mir. Jetzt noch ein Rätselraten daraus zu machen, was es genau mit dem Sensendämon zu tun hat, ist nicht mein Fall.


Immerhin hat dir die Szene gefallen. Und wer weiß, vielleicht war es ja auch noch nicht die letzte ... Ich hab da so ein Gefühl.

Für meinen Geschmack gehört ein bisschen Rätselraten einfach dazu, weil ich so etwas selbst gerne lese. Aber Geschmäcker sind halt zum Glück verschieden. Aber keine Sorge, ich werde das Rätselspiel nicht übertreiben und ewig hinziehen.

Das Gleichgewicht schrieb:
PS. Da er in den Foren mitliest eine kleine Anregung: Warum nicht mal ein Metzelactionspektakel im Mittelalter oder antiken Vergangenheitsatlantis? Warum nur so wenige Seiten Vergangenheitstext? Sie haben sich sehr gut gelesen, da besteht Potential. Gern mehr davon.


Du wirst überrascht sein, das zu hören, aber ich bin eigentlich gar kein so großer Freund von Action. Ein Metzelactionspektakel ist also nicht unbedingt etwas, das ich schreiben wollen würde - egal ob im Mittelalter oder sonst wann. Aber was Vergangenheitstext angeht ... nun, wie gesagt: Ich hab da so ein Gefühl.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:35 Uhr bearbeitet)

erstellt am 02.01.17 20:40
Also, Herr Wolfe, bevor ich hier kritisiere möchte ich erst mal meine Gesantnote abgeben, nicht dass du denkst, ich wäre hier die alte Meckertante, die alles schlecht meckert. Insgesamt finde ich das Heft ganz gut, Note 2. So und jetzt zu meiner Kritik, also zum Meckern:
Die Szene, die Gleichgewicht so toll fand, fand ich nicht so gut, und zwar aus folgendem Grund: mir war zu wenig definiert, als was oder wie John und Co sich dort aufhalten. Alle drei fühlen sich komisch, John kennt manche Wörter oder Begriffe nicht, daraus hatte ich für mich geschlossen, dass sie in den Körper anderer, in der anderen Dimension realer Beobachter schlüpfen. Tun sie aber nicht, sie sind wohl immer noch John und Co. Aber warum fühlen sie sich dann so seltsam. Vorher (S.26) wird dazu nichts erklärt und nachher (S42) John spricht von einer "Vision", aber wieso kann eine Vision Lindinger so von den Socken hauen. Eine Vision ist ja nicht real?! Fragen über Fragen, ich fühlte mich also mit der Szene dann auch irgendwie ... äh, komisch.
Der nächste Punkt betrifft eine Sache, die sich auch schon Flo öfter von mir anhören musste. Macht die Story doch nicht so kompliziert. Größtenteils habe ich das Heft an Neujahr mit leichtem Kater im Bett gelesen, ich möchte nicht immer so viel nachdenken! Die magische Energie, die aus dem Buch hinaus fließt, aber nicht mehr rein, mehrere verschiedene Tötungsmethoden von Flynn, Altantis mit Schwarzem Tod (oder ist er es doch nicht), dann noch ein Schattenkrieger... Sicher, EW, du hast das alles logisch und nachvollziehbar erklärt, warum es so war, wie es war, das ist nicht der Punkt. Aber er hätte doch auch einfach mit seinen Fliegen weiter machen können. Die Idee war doch super und für mich längst noch nicht ausgelutscht. Eine Tötungsmethode hätte doch auch gereicht. Schattenkrieger finde ich auch gut, die Idee hätte doch im nächsten Heft kommen können. Ich als Lerserin musste ja schon genug mir Gedanken über das Buch und den Schwarzen Tod machen. Ich glaube als Autor hat man seine Geschichte im Kopf und die Handlung erscheint einem automatisch logisch, man hat sie ja auch schon vor der Niederschrift immer wieder nachvollzogen. Der Leser kommt mit der Geschichte zum ersten mal in Kontakt. Mir ist nicht automatisch klar wie Kloßbrühe, warum was wie ist. Ich muss das ja erst mir erlesen und nachvollziehen können.
Meine Lieblingsszene ist der Schattenkrieger im Kino. Und der arme Kerl, der dann dran glauben musste. So will ich meine Gruselromane. Das war schön. Nun gut, vielleicht das falsche Adjektiv, für eine Szene in der die Augen aufplatzen und "teerartige Schwärze" daraus hervor bricht. Für Gruselfans schön.
Und eine Mini-Sache will ich auch noch mal anmerken: Reeds Freund heißt Jasper Carltonard und unser armes Opfer auf der nächsten Seite Carlton. Hm, so ein Zufall...
Gut, Resumee habe ich ja oben schon abgegeben. Das wäre es von meiner Seite aus.

erstellt am 05.01.17 13:50
Da in dem anderen Forum, in dem ich nicht angemeldet bin, gerade über meine Ausdrucksweise gesprochen wird:

Es ist aber schon klar, dass das nicht die Ausdrucksweise des Autors ist, sondern die der Figur, aus deren Perspektive eine Szene erzählt wird, oder? Nun, offenbar nicht jedem.

Denn die dort (bei den Bänden 2006 und 2007) zitierten Stellen, lassen sich alle jeweils bestimmten Figuren zuordnen - und die ist nicht John Sinclair (okay, an einer Stelle vielleicht).

Das nur mal so zur Info.

erstellt am 05.01.17 20:16
Bin auch nur in diesem Forum. HAbe extra noch mal nachgelesen, was ich zur 2006 gepostet habe und Ausdruck wurde nicht kritisiert. Also wohl alles (für mich) okay. Ich glaube, niemand, auch ein Herr King oder Adler-Olsen, oder wie die ganzen Top-Verdiener heißen, wird jemals den perfekten Roman schreiben. Jeder Leser findet für sich irgendwas anderes blöd. Wie bei mir der Kokosduft. Nicht entmutigen lassen, ist doch alles gut. Bitte wie gewohnt weiter schreiben!

erstellt am 06.01.17 08:31
Ich mag auch kein Kokos.

erstellt am 06.01.17 16:16
Eric Wolfe schrieb:
Es ist aber schon klar, dass das nicht die Ausdrucksweise des Autors ist, sondern die der Figur, aus deren Perspektive eine Szene erzählt wird, oder? Nun, offenbar nicht jedem.


mir ist das egal, obs der autor ist oder die figur.
romane, wo gefühlt auf jeder 2. oder 3. seite "arsch" oder "scheiße" steht, mag ich nicht lesen.

mir wirds auch langsam zu viel mit dämonen und dimensionen an jeder ecke. überall tauchen neue auf oder alte, oder alte und neue, je mehr desto besser. wie soll man da noch ne übersicht haben? wie viel neue namen soll man sich jetzt schon wieder merken? 5 neue, hab ich echt keine lust.

echt alles, was Jason irgendwann mal erfunden und wieder vergessen hat wird wieder ausgegraben, aber auch nicht alles so, dass es wirklich interessant wär. wird schon auch langsam zum wettbewerb, wer die meisten fußnoten in seinem roman hat.

ich find den roman auch zu wirr. wars jetzt der schwarze tod, oder nicht? und wenn ers war, wars dann wirklich so interessant? was am schwarzen tod so besonders und interessant sein soll, weiß ich nämlich jetzt immer noch nicht.

und Myxin, sein lahmer auftritt, das kann sogar Jason besser.

ich geb mal 3 von 5 kreuzen.

erstellt am 06.01.17 20:10
Ariane schrieb:
Eric Wolfe schrieb:
Es ist aber schon klar, dass das nicht die Ausdrucksweise des Autors ist, sondern die der Figur, aus deren Perspektive eine Szene erzählt wird, oder? Nun, offenbar nicht jedem.


mir ist das egal, obs der autor ist oder die figur.
romane, wo gefühlt auf jeder 2. oder 3. seite "arsch" oder "scheiße" steht, mag ich nicht lesen.

Das sagt heutzutage doch jeder! Im Gegenteil, es wäre unrealistisch, wenn es nicht vorkäme!

erstellt am 06.01.17 20:49
leni schrieb:
Ariane schrieb:
Eric Wolfe schrieb:
Es ist aber schon klar, dass das nicht die Ausdrucksweise des Autors ist, sondern die der Figur, aus deren Perspektive eine Szene erzählt wird, oder? Nun, offenbar nicht jedem.


mir ist das egal, obs der autor ist oder die figur.
romane, wo gefühlt auf jeder 2. oder 3. seite "arsch" oder "scheiße" steht, mag ich nicht lesen.

Das sagt heutzutage doch jeder! Im Gegenteil, es wäre unrealistisch, wenn es nicht vorkäme!


wenn ichs realistisch haben will, les ich bestimmt nicht JS. da könnte man auch gleich noch alles im dialekt schreiben. und außerdem müsste sowieso alles auf englisch sein, weil John englisch spricht. das wär realistisch.

die anderen autoren brauchen das ordinäre aber auch nicht, um sehr gute romane zu schreiben.

mir ist 100 mal lieber wenn z.B. Florian sich gebildet ausdrückt und wörter wie larmoyant benutzt als von Oliver so ne ordinäre sprache zu lesen. da kann er sich noch so viel hinter seinen figuren verstecken.

auch wenns nur heftromane sind, wenn die sprachlich top sind, find ich das nur gut.

erstellt am 06.01.17 21:06
Ariane schrieb:
Eric Wolfe schrieb:
Es ist aber schon klar, dass das nicht die Ausdrucksweise des Autors ist, sondern die der Figur, aus deren Perspektive eine Szene erzählt wird, oder? Nun, offenbar nicht jedem.


mir ist das egal, obs der autor ist oder die figur.
romane, wo gefühlt auf jeder 2. oder 3. seite "arsch" oder "scheiße" steht, mag ich nicht lesen.

mir wirds auch langsam zu viel mit dämonen und dimensionen an jeder ecke. überall tauchen neue auf oder alte, oder alte und neue, je mehr desto besser. wie soll man da noch ne übersicht haben? wie viel neue namen soll man sich jetzt schon wieder merken? 5 neue, hab ich echt keine lust.

echt alles, was Jason irgendwann mal erfunden und wieder vergessen hat wird wieder ausgegraben, aber auch nicht alles so, dass es wirklich interessant wär. wird schon auch langsam zum wettbewerb, wer die meisten fußnoten in seinem roman hat.

ich find den roman auch zu wirr. wars jetzt der schwarze tod, oder nicht? und wenn ers war, wars dann wirklich so interessant? was am schwarzen tod so besonders und interessant sein soll, weiß ich nämlich jetzt immer noch nicht.

und Myxin, sein lahmer auftritt, das kann sogar Jason besser.

ich geb mal 3 von 5 kreuzen.


Zurück
1 2 3

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed