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Thema: 2008 - Das Spukhaus-Kind
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Antworten zu diesem Thema: 11

 
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erstellt am 05.01.17 13:49
Ein Dämon mit menschlichem Körper und einem Krokodilskopf sowie der Geist eines kleinen Mädchens treiben ihr Unwesen in einem Haus.

Bevor John eher zufällig in diesen neuen Fall stolpert sind bereits ca. 20 Seiten mit den Dark typischen Beschreibungen und Dialogen vergangen.

Auf dem Weg nach Hause macht sich Johns Kreuz bemerkbar. Er stoppt und sucht den Auslöser. Dieser scheint sich in einem Haus in der Nähe zu befinden. Er muss durch ein Fenster einbrechen um eine Frau vor gefräßigen Würmern zu retten. Beide machen sich auf die Tochter der Frau im Haus zu suchen. Diese wurde inzwischen von dem Geist eines Mädchens in Sicherheit gebracht. In eine andere Dimension, die sich hinter den Wänden befindet. John gelingt es zu den beiden vorzudringen. Während er dann mit der Tochter auf dem Rückweg in die reale Welt ist, wird die Mutter von dem Dämon angegriffen. John schafft es gerade noch rechtzeitig zurück und kann den Dämon mit seinem Kreuz vernichten, wodurch der Geist des Mädchens ebenfalls seine Ruhe findet und das Haus seinen Schrecken verliert.

Fazit: Er kann‘s nicht lassen

Guter Ansatz, mit einigen interessanten Ideen. Die Geschichte leidet allerdings an der Erzählweise des Autors. Man kämpft sich regelrecht von Seite zu Seite und hat den Eindruck kaum einen Millimeter voranzukommen. Die ständigen Wiederholungen und sinnentfremdetet Dialogen machen den Roman zu einer sehr zähen Angelegenheit.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:56 Uhr bearbeitet)

erstellt am 05.01.17 15:13
Ich hab´s auch aufgegeben nach den ersten 10-15 Seiten. Dachte, das ihm die Pause gut getan hat, aber nein. Stillstand. Der gleiche zähe Brei wie die letzten JD Bände. Er hätte echt mit Band 2000 in den Ruhestand gehen sollen und diesen auf der Convention auch verkünden und den Staffelstab an die "neuen" Autoren weiter geben sollen.

Chance vertan. So bleibt die Serie leider wie bisher unrund. Schade. Für mich war es das endgültig mit Sinclairs von JD.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 15:16 Uhr bearbeitet)

erstellt am 05.01.17 17:56
Tja, es fällt wirklich immer schwerer, die Romane von JD bis zum Schluss zu lesen bzw. durchzustehen. Auch ich hatte mich gefreut, mal wieder etwas von ihm zu lesen und zwar in der (leider enttäuschten) Hoffnung, dass seiner Schreibe die Pause gutgetan hätte. Ich lese seine Romane seit Ewigkeiten mit einer Unterbrechung in den 90ern und kann wirklich mit Fug und Recht behaupten, dass mich Jason Dark inspiriert und in gewisser Weise auch meinen beruflichen Weg geprägt hat. Doch was ist davon übrig geblieben? Der vorliegende Band ist erschreckend schwach und zeigt erneut, dass der Autor ohne Konzept und offenbar sogar ohne Stichwort- oder Erinnerungszettel nur noch "herunterschreibt", geschweige denn nachliest oder korrigiert. Anders ist es nicht zu erklären, dass es so unglaubwürdige und abstruse Handlungen und Dialoge der Akteure gibt, wie z.B. jenen, in dem John Sinclair zufällig Pamela, die Mutter, aus lebensbedrohlicher Gefahr aus einem Spukhaus rettet, sich diese dann aber erst gut 4 Seiten später an ihre Tochter erinnert, die nur eine Etage höher auf sich allein gestellt ist. Selbst jetzt hakt es noch, denn Pamela beschreibt nur ihre Wohnsituation, dass sie mit ihrer Tochter allein lebt. Worauf Sinclair nur sinngemäß die Gegenfrage stellt, ob das Alleinleben denn so ohne weiteres gehe. Und es wird noch wirrer. Jason Dark scheint tatsächlich erneut die Tochter vergessen zu haben. Wiederum erst später fällt Pamela erneut ein, dass sie ja nicht allein im Haus lebt und Sinclair fragt allen Ernstes, ob sie ihre Tochter denn heute noch gesehen habe. Es ist wirklich schaurig, aber eigentlich erwarten wir das ja auch von einem Gruselheft. Dieses ist nur ein Beispiel von unzähligen in diesem Heft. Aber ernsthaft, kann ein Autor so tiefgreifend seine Fähigkeiten verlieren? Schleichend seit über 10 Jahren? Konzeptfrei mit dem Monster der Woche und dabei zufrieden sein?

erstellt am 05.01.17 18:47
Ich vermute mal stark, dass Jason immer noch der Spitzenverdiener bei der "John Sinclair-Serie" ist. Er hatte in einigen Interviews ja mal das Honorar von 1300 Euro (für jeden abgelieferten Roman) geaüssert. Man sollte beim Verlag jetzt mal langsam die Reißleine ziehen und die "Mücken" unter den anderen Autoren aufteilen. Das solche konfusen Romane überhaupt noch die Druckerei erreichen ist absolut nicht mehr nachzuvollziehen. Wie lange soll diese Farce eigentlich noch gehen ?.
P.S.: Oute mich als "Alt-Fan", der die Serie nicht nur komplett besitzt, sondern auch Dark's Romane bis vor kurzem noch die Treue gehalten hatte. *Jetzt habe ich fertig*.

erstellt am 06.01.17 01:57
Sohn der Finsternis schrieb:
Ich vermute mal stark, dass Jason immer noch der Spitzenverdiener bei der "John Sinclair-Serie" ist. Er hatte in einigen Interviews ja mal das Honorar von 1300 Euro (für jeden abgelieferten Roman) geaüssert. Man sollte beim Verlag jetzt mal langsam die Reißleine ziehen und die "Mücken" unter den anderen Autoren aufteilen. Das solche konfusen Romane überhaupt noch die Druckerei erreichen ist absolut nicht mehr nachzuvollziehen. Wie lange soll diese Farce eigentlich noch gehen ?.
P.S.: Oute mich als "Alt-Fan", der die Serie nicht nur komplett besitzt, sondern auch Dark's Romane bis vor kurzem noch die Treue gehalten hatte. *Jetzt habe ich fertig*.


Naja. Das ist deine Sichtweise und wohl die einiger User hier. Aber ( für mich ) zum Glück nicht die Meinung aller...
Nein, ich habe diesen Band bisher noch nicht gelesen und Ja, ich habe auch schon langweilige Romane von Jason Dark gelesen. Aber für mich ist sein Stil nach wie vor etwas Besonderes und ich liebe ihn.

erstellt am 06.01.17 08:30
Wie der Verlag sein Geld ausgibt, das sollte nicht unsere Sorge sein. Vor allem wird kein anderer Autor einen Euro weniger verdienen, wenn JD einen mehr bekommt. Es wird ja auch keiner gezwungen JS zu schreiben. Es könnte ja auch jeder einen Megabestseller schreiben, das bringt noch fünf Euro mehr ein.

erstellt am 06.01.17 19:17
Möppi schrieb:
Fazit: Er kann‘s nicht lassen

Guter Ansatz, mit einigen interessanten Ideen. Die Geschichte leidet allerdings an der Erzählweise des Autors. Man kämpft sich regelrecht von Seite zu Seite und hat den Eindruck kaum einen Millimeter voranzukommen. Die ständigen Wiederholungen und sinnentfremdetet Dialogen machen den Roman zu einer sehr zähen Angelegenheit.


extrem zäh. ich geb 0 von 5 kreuzen. hab ich mich geärgert, mir für das geld nicht ne tafel schokolade gekauft zu haben.

für 1,80 kriegste schon was.

ok ich hat auch gehofft, es wär jetzt irgendwie besser. aber bleibt echt nichts anderes als romane von Jason nicht mehr zu kaufen.

erstellt am 06.01.17 23:07
Ariane schrieb:
Möppi schrieb:
Fazit: Er kann‘s nicht lassen

Guter Ansatz, mit einigen interessanten Ideen. Die Geschichte leidet allerdings an der Erzählweise des Autors. Man kämpft sich regelrecht von Seite zu Seite und hat den Eindruck kaum einen Millimeter voranzukommen. Die ständigen Wiederholungen und sinnentfremdetet Dialogen machen den Roman zu einer sehr zähen Angelegenheit.


extrem zäh. ich geb 0 von 5 kreuzen. hab ich mich geärgert, mir für das geld nicht ne tafel schokolade gekauft zu haben.

für 1,80 kriegste schon was.

ok ich hat auch gehofft, es wär jetzt irgendwie besser. aber bleibt echt nichts anderes als romane von Jason nicht mehr zu kaufen.


Deine Posts finde ich teilweise echt klasse, sie bringen mich öfter zum lachen. Kein auslachen, sondern ein echtes lachen. ( Der Vergleich mit der Tafel Schoggi! )

erstellt am 20.06.17 19:37
Ich war so naiv und habe mich wegen der durchaus ansprechenden Einleitung auf einen soliden Roman gefreut. Mutter und Tochter in einem Spukhaus, die seit Jahren in Symbiose mit einem harmlosen Geist leben und plötzlich wird dort eine Kreatur der Finsternis aktiv. Dabei hätte ich es besser wissen sollen. Bei einer Geschichte, die den Fokus auf die beiden Hauptfiguren und nicht die Action legt. Das heißt von den Dialogen sehr viele und von den Beschreibungen sehr viele. Zumal die Tochter erst zwölf ist und damit von Anfang an klar war, dass sie überlebt. Dem Kind die Mutter zu nehmen habe ich Dark auch nicht zugetraut. Da man die Geschichte bei einem knackigeren Schreibstil locker auch auf 30-40 Seiten hätte erzählen können, habe ich wenigstens nicht so viel zu schreiben.

John wird durch puren Zufall in den Fall hineingezogen. Bei der ersten „Attacke“ der Gegenseite fährt er in der Nähe herum und sein Kreuz meldet sich. So befragt er schnell den nächstbesten Nachbarn und lügt dabei aus irgendeinem Grund, er hätte einen Frauenschrei gehört. Na ein Glück, dass in dem Haus kein Vater mit seinem Sohn leben, dann hätte der Nachbar John garantiert nicht dorthin verwiesen. So kommt er aber gerade rechtzeitig an, um die Mutter zu retten. Durch ein Fenster im Erdgeschoss sieht er, wie die Frau von Würmern bedrängt wird. Die Tür ist verschlossen, also hat sie sich auf einen Tisch gerettet, als die Tierchen aus den Ritzen gekrochen kamen. Es sind übrigens nur viele normale Würmer, ohne scharfe Reißzähne oder Säure spuckend. Echte Bedrohung sieht anders aus. John schlägt das Fenster ein und rettet die holde Maid. Aber warum hat die nicht selbst versucht, aus dem Fenster zu flüchten? Wenn ich im Erdgeschoss bin und die Tür magisch verschlossen ist denke ich doch als normaler Mensch direkt als nächstes an die Fenster, glaube ich.

Egal, gleichzeitig wird die Tochter von der Kreatur der Finsternis bedroht. Über mehrere Abschnitte. Sie will die Kleine jetzt direkt vor Ort töten. Unnötig ausschweifend bereitet sie sich seitenlang darauf vor, so soll beim Leser anscheinend Angst aufkommen. Und als es dann endlich soweit ist, will das Monster sie erst kommende Nacht töten und verschwindet. Ohne Änderung der Meinung, Dark hat wieder vergessen, was er zuvor geschrieben hat. Das Geistermädchen nimmt die Tochter dann zur Sicherheit mit in eine graue Geisterwelt.

Als der aufkommende kleine Wutanfall und die Idee, das Heft hier zu beenden, erfolgreich zurückgedrängt wurde, geht es wieder quälend langsam mit der Handlung weiter. Dazu häufen sich weitere Widersprüche. Erst ist das Geistermädchen neu für die Familie, dann wissen sie schon länger davon. Erst konnte das Geistermädchen dem Monster damals entkommen und will jetzt weiteren Opfern helfen, dann wurde es damals von ihm hier im Haus getötet.

Beim letzten Drittel kann ich keine sicheren Aussagen mehr zu Handlungsdetails tätigen, weil es mir zu schlimm wurde. Ich habe die Seiten nur noch überflogen. Massig Dialoge und Erklärungen, der Plot kommt so gut wie gar nicht mehr voran. Zusammengefasst: Mutter und John suchen die Tochter. Es öffnet sich in der Wand der obligatorische Dimensionsspiegel. John durchschreitet ihn um die Tochter zurück zu holen und mit dem Geist zu labern. Kommt aber nicht wieder zurück. Unterdessen greift die Kreatur der Finsternis die Mutter an. John aktiviert das Kreuz um zurück zu kommen und das Biest zu vertreiben. Er nimmt die Verfolgung auf. Hier noch eine erwähnenswerte Szene. Die Kreatur flüchtet in ein Auto und versucht John zu überfahren. Scheinbar sind Reptiliendämonen aber keine guten Autofahrer, John kann ausweichen und das Monster brettert gegen die Hauswand. Was für eine lächerlich geschriebene Szene, wie von einem Jugendlichen der eine „supercoole“ Idee hatte und sie unbedingt in seiner Amateurkurzgeschichte unterbringen musste. Jedenfalls erwischt der Geisterjäger seinen Gegner dann noch und wirft ihm das Kreuz in den Rachen. Ende.

Sowas ist ein klassischer sehr schlechter Dark.





Dialog der Woche, einfach lustlos unter unzähligen Kandidaten dieses Niveaus herausgepickt:

„Du kannst mich Teufel nennen.“
„Unsinn. Nein, nicht Teufel, denn der sieht anders aus. Der hat Hörner an der Stirn.“
„Aha, du bist also schlau.“
„Keine Ahnung.“

Aber da kann ich wenigstens noch hinzufügen, dass Dark die Zwölfjährige wie immer eher als eine Sechsjährige schreibt.

erstellt am 20.06.17 19:40
Dunkelprinz schrieb:
Nein, ich habe diesen Band bisher noch nicht gelesen und Ja, ich habe auch schon langweilige Romane von Jason Dark gelesen. Aber für mich ist sein Stil nach wie vor etwas Besonderes und ich liebe ihn.


Und? Den Roman schon gelesen, jetzt?

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