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Thema: 2010 - Der Runenstein
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Antworten zu diesem Thema: 8

 
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erstellt am 16.01.17 19:10
http://www.bastei.de/imgs/463857469_85e01f8b6d.jpg

Der Runenstein
Geschrieben von Alfred Bekker

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
„Sie müssen entschuldigen. Der Garten sieht etwas verwildert aus, der Gärtner liegt im Krankenhaus. Aber die Villa ist in einem Top-Zustand! Die Lage ist natürlich auch erstklassig. Und der Blick auf die Themse ist unverbaubar.“ Heather Cromer vom Londoner Makler-Büro Dalehouse & Partners führte ihre Kundin auf den Eingang der verwinkelten Villa im viktorianischen Stil zu.
Sie stutzte. An den Wänden waren dunkle Runen zu sehen. Gestern, beim letzten Besichtigungstermin, waren diese Zeichen noch nicht da gewesen.
Ein beklemmendes Gefühl erfasste sie. Irgendetwas war hier nicht, wie es hätte sein sollen. Es war, als ob sich in diesem Moment eine eiskalte Hand auf Heather Cromers Schulter legte und sie bis ins Mark frösteln ließ …


das titelbild gefällt mir jetzt nicht so, auch wenns nicht von Timo Wuerz ist. der roman auch nicht. vom stil hab ich gedacht, der roman hät auch von Jason sein können. viel wiederholungen, immer wieder dasselbe. vor allem so erklärungen. so langweilig.

und viele nicht korrigierte tippfehler, z.B. Davos statt Davis, kannste verstehen, wegen dem o neben i auf der tastatur und so, aber man häts ja doch mal korrigieren können. und eine reliquie, der knochen von Jakobus, ist doch kein artefakt. ein artefakt ist doch ein von menschen hergestellter oder bearbeiteter gegenstand.

die gegner mit denen John zu tun hat, haben überhaupt keine persönlichkeit. absolut null. war auch total langweilig.

und warum ruft er immer wieder die erzengel an? wird das kreuz nicht auch anders aktiviert? mit der anderen formel?

es gibt ein autorenporträt auf der leserseite, ne langweilige aufzählung, auch null persönliches. echt nichts, wie AB dazu gekommen ist, für JS zu schreiben oder dass überhaupt irgendein bezug zu JS da ist.

erstellt am 19.01.17 18:44
Erwartungsgemäß liefert Alfed Bekker einen Roman voller Actiongewitter ab. Das Wichtigste kann man schnell umreißen. Die Verlegung eines Runensteines bricht einen Bannzauber und ermöglicht es dämonischen Nordmännern in die Gegenwart zu kommen. John und Suko reisen von Schauplatz zu Schauplatz. John aktiviert sein Kreuz und vernichtet die Krieger. Bekker muss unbedingt lernen, dass man die Erzengel nicht gefühlt alle halbe Stunde anrufen kann. Das ist nicht die normale Funktionsweise des Kreuzes. Früher war es etwas besonderes, die Erzengel sind bei ihrer Anrufung oft persönlich erschienen und haben das Böse gebannt.

Dazu gibt es einen Professor Simpson der sich mit nordischer Mythologie auskennt und die Runenschrift lesen kann. Er ermittelt lieber auf eigene Faust, will mit der Polizei nicht zusammen arbeiten. In der ersten Hälfte gibt es zu oft Szenen in denen Suko und John über ihn palavern und wie man eine Zusammenarbeit ermöglichen kann. Sogar sein Handy lassen sie orten, um ihn jederzeit abpassen zu können. Warum? Was hat er schlimmes getan außer eine freiwillige Zusammenarbeit mit dem Yard abzulehnen? Natürlich stellt er sich als Schlüssel heraus, kann er John doch die Bannformel für den Runenstein verraten. In einem episch anmutenden Endkampf bei Sonnenfinsternis und magischem Unwetter kann der Bannzauber schließlich erneuert werden. Schon etwas übertrieben, aber Bekker mag es so.

Ich bin zwiegespalten. Ein typischer Bekker, ich bin keineswegs über den Stil überrascht. Aber vor allem die erste Hälfte hätte doch etwas abwechslungsreicher sein können. Mit der Magie hätte er sich hingegen zurück halten dürfen. Was da alles aufblitzt, explodiert und kracht. Er sollte Drehbücher für diese Autobahnpolizei auf RTL schreiben.


So reicht es für eine solide Bewertung, mehr nicht.

erstellt am 21.01.17 01:14
Mich hat an dem Roman ebenso gestört, dass John die ganze von Suko als seinem Kollegen gesprochen und gedacht hat und nicht als seinem Freund.

erstellt am 25.01.17 19:34
Leute, Leute, Leute, ich muss jetzt genau überlegen, wie ich meine Kritik formuliere, ich will ja hier keinen persönlich vergrämen. Ich probier es mal so:
Alfred Bekkers Romane werden ins Vietnamesiche übersetzt? Ich bin nachhaltig beeindruckt. Mach ihn das automatisch zu einem guten JS-Autor? Leider nein. Ich wiederhole mich hier, ich glaube, beim letzten AB-Roman habe ich ähnlich argumentiert: Die Story war doch in Ordnung! Gut, manchem mag sie mehr oder weniger gefallen haben, Artefakt oder Reliquie, zuviel Action oder zu wenig, das ist Geschmackssache. Darum geht es mir hier nicht! Ich konnte sie flott hintereinanderweg lesen. AB ist derjenige Autor, der sich mit JS und seinem "Kosmos" noch am allerwenigsten auskennt. Ich mache niemanden einen Vorwurf, etwas nicht zu wissen, aber man kann ja mal fragen. Die Autoren kennen sich doch alle. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Flo, RM oder auch OF/EW völlig erbost sind, wenn AB anruft oder mailt und fragt, wie die Kreuzformel ging. Das dürfte doch im 21.Jhd kein Problem sein. Sorry, das wäre ein guter Roman gewesen, würden die Ghostbuster Tim Robertson und Ho Chi Min heißen und hätten eigene Waffen und eigene Regeln. Aber für einen JS stört mich das. So ein wenig Kontinuität innerhalb der Serie wäre schon gut. Das kann man doch auch mal auf so einem onimösem Meeting besprechen. Man geht das zusammen durch und einigt sich auf ein paar Fakten. Die schriftlich festgehalten werden als Leitfaden. Es ist doch nicht ABs erster JS-Roman. Ich hoffe hier echt auf Besserung, es wäre schade, wenn ein ansonsten talentierter Autor dadurch immer wieder negativ auffällt. Und irgendwie ist das doch im Sinne aller: AB, Verlag und Leser.
Ich hoffe, ich habe hier niemanden zu sehr angegriffen aber manches kann ich hier echt nicht verstehen.
Leider nur 2 von 5 Jakobs-Knochen. Für die Story.

erstellt am 26.01.17 18:49
Was genau hat er denn falsch gemacht?

erstellt am 27.01.17 12:32
Hast Du ihn denn nicht gelesen?
Am Anfang, als John in die Vergangenheit reist und an der Schlacht zwischen Sachsen und Wikingern teilnimmt, aktiviert er mehrfach sein Kreuz, indem er die Erzengel anruft. Hier wäre eine Kreuzaktivierung mit "terra..." besser gewesen. Ständig Erzengel anrufen, passt nicht. Am Ende aktiviert er sein Kreuz, AB formuliert das aber ( ich meine 2x) indirekt ("ich aktivierte mein Kreuz mit der Formel...", so daß sich bei mir der Verdacht einschleicht, dass AB zwar wusste, dass man das Kreuz mit einer Formel aktiviert, aber ihm der genaue Wortlaut in diesem Moment nicht bekannt war. Liest sich zumindest für mich so. Wie gesagt, will ich hier niemandem etwas unterstellen. Die Kreuzverwendung fiehl mir aber negativ auf.
Sorry, habe das Heft gerade nicht vorliegen, so dass ich ausnahmsweise mal keine Seitenangaben mache.

erstellt am 27.01.17 20:12
Ich finde es nicht besonders schlimm, wenn ein Autor sich mit den Details nicht so auskennnt, aber das mit der Kreuzformel sollte man schon hinbekommen.
Außerdem gibt es da ja noch ein Lektorat; die Anrufung der Erzengel durch die Kreuzformel zu ersetzen, sollte ja eigentlich nicht allzu viel Arbeit machen.

erstellt am 30.01.17 19:58
Anfortas schrieb:
Ich finde es nicht besonders schlimm, wenn ein Autor sich mit den Details nicht so auskennnt, aber das mit der Kreuzformel sollte man schon hinbekommen.
Außerdem gibt es da ja noch ein Lektorat; die Anrufung der Erzengel durch die Kreuzformel zu ersetzen, sollte ja eigentlich nicht allzu viel Arbeit machen.


ja, sollte keine arbeit machen. aber es fällt trotzdem unangenehm auf, dass AB sich überhaupt nicht richtig in der serie auskennt. ein paar von den neuen autoren haben sich ja als fans der serie gezeigt, bei AB lieste auf der leserseite in der ziemlich nüchtern geschäftsmäßigen vorstellung nichts in die richtung. AB ist ein fremdautor und das merkste dann auch ziemlich heftig an so stellen.

erstellt am 02.02.17 22:28
Ich wiederhole mich hier, aber ich glaube nicht, dass man unbedingt der allergrößte Fan sein muss, um gute JS-Romane zu schreiben. Die Story an sich ist doch in Ordnung, was mich stört, ist die seltsame Beschreibung der Kreuz-Anwendung. Und dem kann doch relativ einfach Abhilfe geschaffen werden, oder nicht? Hier handelt es sich einfach um fehlende Absprachen, - und das macht die Sache für mich umso tragischer! Der "Fehler" könnte doch ganz einfach behoben werden! Wäre echt schade, wenn AB keinen JS mehr schreibt, das möchte ich nicht.

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