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Thema: 2011 - Drei böse Geister
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Antworten zu diesem Thema: 12

 
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erstellt am 24.01.17 19:40
http://www.bastei.de/imgs/464912670_8af29e6191.jpg

Geschrieben von Rafael Marques

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
London, 1965

Ein gewaltiger Sturm tobte um die beiden Männer herum! Blitze zuckten durch den Raum, Entladungen der magischen Energien, die gerade aufeinandertrafen. Die drei Dämonen mit den schrecklichen Gesichtern brüllten, wurden zurückgeschleudert und griffen dennoch erneut an.
Immer wieder schrien die Männer laute Beschwörungsformeln, um den höllischen Kreaturen Einhalt zu gebieten. Doch sie spürten, dass ihre Kräfte schwächer wurden …


ich geb mal 4 von 5 kreuzen. war super, dass Shao ne größere rolle hatte, aber nicht groß genug. die neuen autoren sollten auch mal den mut haben, nen roman ganz ohne John zu schreiben. den hätts hier echt nicht gebraucht. Johns kreuz war total nutzlos und John selbst war auch total nutzlos.

nur Suko und Shao, das wär was tolles gewesen. und Shao nicht nur um zum schluss nur so als retterin in der not zu kommen.

was auch nicht gut war, die 3 geister, 3 oder 1, das war total egal. immer dasselbe, erst war der eine von den 3 geistern besessen, dann ne andere, dann wieder ein anderer, und jedes mal ein paar leichen mehr, die rumliegen.

okay, und Tanner, das soll jeder selbst lesen. ich find, das war noch mal ne extra geschichte in der geschichte, die in den roman nicht so richtig reingepasst hat.

die ganze vorgeschichte, was mit den 3 geistern überhaupt los war, und mit dem gold und so, da war ja so gut wie gar nichts im roman. und wieso hätten die 3 Susanoo gefährlich werden können? die haben doch 1965 gegen den auch nichts gekonnt.

erstellt am 24.01.17 22:12
Ariane schrieb:
ich geb mal 4 von 5 kreuzen. war super, dass Shao ne größere rolle hatte, aber nicht groß genug. die neuen autoren sollten auch mal den mut haben, nen roman ganz ohne John zu schreiben. den hätts hier echt nicht gebraucht. Johns kreuz war total nutzlos und John selbst war auch total nutzlos.

Immerhin hat er einen Yakuza-Typen k.o. gehauen.

erstellt am 25.01.17 19:38
Bin noch ganz am Anfang, aber prinzipiell finde ich einen JS ohne John immer doof. Ich brauche meinen Lieblingshelden.

erstellt am 26.01.17 15:01
Geht mir grundsätzlich genauso. Ich möchte ja auch keinen Bond-Film sehen, in dem nur Moneypenny ermittelt. Oder "Mit Schirm, Charme und Melone"-Folgen ohne Emma und Steed...

Bei einer häufig erscheinenden Serie darf es aber schon MAL eine Ausnahme geben, wenn es wirklich eine solche bleibt. (Ich erinnere mich noch an PR, als dies eigentlich nur noch der Name der Serie war, er aber als Protagonist kaum noch in Erscheinung trat... Soetwas möchte ich bei JS und PZ auf keinen Fall - trotz großer Schar von Freunden und Helfern.)

erstellt am 28.01.17 21:37
Also ich kann den Roman hier nur loben. Um ehrlich zu sein, habe ich nicht mehr alles so auf dem Schirm, was damals mit Japan und Ninjas und Shimada usw. so war. John hat Sukos Vater mit ner Harpune aufgespießt? Schön zu erfahren, hätte ich jetzt nicht gewusst. Entweder nicht gelesen oder vergessen. Solche "Erinnerungen" einzubauen, geben einer Serie ja erst eine Verbindung der Einzelhefte, kann also nur gut sein. Auch wenn es - und das ist bei mir auch der einzige Kritikpunkt - vielleicht schon fast ein wenig viel war. Ich habe selten so viele Fußnoten und Verweise auf alte Hefte gelesen, wie hier. Diese JS-Phase scheint RM ja nachhaltig beeindruckt zu haben.
Wofür RM nichts kann, was mir aber auffiehl: 2010 endet (fast) in einer Krypta unter einer Kirche, 2011 beginnt in einer Krypta unter einer Kirche. Joey läuft von den Geistern übernommen stundenlang willenlos durch London. Hatten wir das nicht gerade so ähnlich mit Jeremya Flynn? Ich hätte dieses Heft einfach mal noch ein bisschen liegen lassen und erst in 10 Wochen veröffentlicht, da wären Wiederholungen, die sich in einer Serie mit über 2000 Bänden nicht vermeiden lassen, nicht so aufgefallen.
Was die Entwicklung von Tanner betrifft, finde ich sie sehr gut. Endlich (!) dürfen sich unsere Haupt- und Nebencharaktere weiterentwickeln. Hatten wir uns genau das nicht schon seit Ewigkeiten gewünscht? Und das wurde mit dem Tod von Clyde verbunden, dessen Kurzauftritt wir ja eigentlich alle bedauert haben, weil wir ihn so sympathisch fanden. Warum also nicht den Tod dieser Figur, die gut ankam, rächen lassen. Hier also auch wieder die Einbindung einer Nebenhandlung in den eigentlichen roten Serien-Faden. Finde ich wunderbar.
John hatte hier vielleicht nicht die tragende Rolle. Fand ich jetzt aber nicht so schlimm. Hat ja doch versucht zu helfen, so weit er konnte.
Und Shao hat das Hausfrauen-Dasein satt und wird zum Phantom. Und genau so hatte ich auch Shao als Phantom in Erinnerung. Herrlich! Im Gewitter und Platzregen mit dem BMW durch London rasen? Kein Problem. Angst, sich durch den Regen die Frisur zu ruinieren? Von wegen! Skrupel, irgendwelche Yakuzas mit der Armbrust abzuballern, am besten den Pfeil direkt in die Stirn? Quark, solange es nicht zu viele sind. Shao macht in diesem Roman alles richtig, kein entführtes Opfer-Mäuschen, sondern ein in schwarzes Leder gehüllter Phantom-Vamp, der mitdenkt, kräftig aufräumt und den Jungs mit den Arsch rettet. Genauso will ich die JS-Damen erleben!!!!! Vielleicht nicht jedes Heft, aber gern immer öfter Da kann Suko aber mal richtig stolz auf sein Mädchen sein!
Fazit: Was wollen wir von einem JS-Roman mehr? Hat alles, was es braucht, um mich glücklich zu machen.
4,5 von 5 Ninja-Kronen

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:39 Uhr bearbeitet)

erstellt am 30.01.17 15:31
leni schrieb:
Auch wenn es - und das ist bei mir auch der einzige Kritikpunkt - vielleicht schon fast ein wenig viel war. Ich habe selten so viele Fußnoten und Verweise auf alte Hefte gelesen, wie hier. Diese JS-Phase scheint RM ja nachhaltig beeindruckt zu haben.

Es war auch wirklich etwas viel auf einmal. Andererseits erschien es mir auch schwierig, die ganzen Zusammenhänge ohne die Verweise zu erklären, schließlich liegen die Susanoo-Fälle schon eine ganze Weile zurück.

erstellt am 30.01.17 18:56
El Sargossa schrieb:
Ariane schrieb:
ich geb mal 4 von 5 kreuzen. war super, dass Shao ne größere rolle hatte, aber nicht groß genug. die neuen autoren sollten auch mal den mut haben, nen roman ganz ohne John zu schreiben. den hätts hier echt nicht gebraucht. Johns kreuz war total nutzlos und John selbst war auch total nutzlos.

Immerhin hat er einen Yakuza-Typen k.o. gehauen.


so gesehen stimmt das

leni schrieb:
Bin noch ganz am Anfang, aber prinzipiell finde ich einen JS ohne John immer doof. Ich brauche meinen Lieblingshelden.


dir ist auch nicht mehr zu helfen. du kannst dir auch die titelbilder wo er drauf ist, an die wand kleben

El Sargossa schrieb:
leni schrieb:
Auch wenn es - und das ist bei mir auch der einzige Kritikpunkt - vielleicht schon fast ein wenig viel war. Ich habe selten so viele Fußnoten und Verweise auf alte Hefte gelesen, wie hier. Diese JS-Phase scheint RM ja nachhaltig beeindruckt zu haben.

Es war auch wirklich etwas viel auf einmal. Andererseits erschien es mir auch schwierig, die ganzen Zusammenhänge ohne die Verweise zu erklären, schließlich liegen die Susanoo-Fälle schon eine ganze Weile zurück.


ich find das mit den verweisen auf frühere JS mit fußnoten ganz okay. (was ich nicht brauch, sind fußnoten für worterklärungen. im text ein fremdwort, unten in der fußnote ne übersetzung. )

erstellt am 30.01.17 19:00
Wo denn sonst?

erstellt am 01.02.17 18:28
Wieder einmal ist Rafael Marques ein Glanzstück gelungen. Ein wunderbarer Fall der Woche wie in alten Zeiten. Aber wie auch Florian muss er aufpassen nicht zu übertreiben und zu viele alte Themen und Gegenstände in ein Heft zu quetschen. Der Fokus auf Suko und seinen Vater oder auf Shao und Amaterasu hätten mir gereicht. Für jemanden der neu dabei ist sind das ziemlich viele unbekannte Begriffe. Als Alteser habe ich mich natürlich gefreut. Vor allem dass die Söhne Nippons endlich wieder aufgegriffen wurde und Shao die Krone der Ninja entstaubte.

Das Thema der drei abtrünnigen Diener Susanoos hätte auch einen sehr guten Zweiteiler ermöglicht. Nachdem das Trio besiegt wurde sind noch der Sturmdämon und sein Gefolge übrig. Der eine zieht sich aber friedlich zurück, von den anderen sind nach dem Kampf kaum noch welche übrig. Der Autor hat sich für einen Abschluss nach dem packenden Finale entschieden, auch gut. Abgesehen von einigen Kleinigkeiten kann ich mich hier nicht beschweren.

Dann gibt es da noch Tanners persönliche Probleme, die mich überrascht und sogar erschrocken haben. Ich hätte mit einer so konsequenten Fortsetzung der Ereignisse nicht gerechnet. Der alte Eisenfresser ganz als aufrichtiger Cop unter korrupten Kollegen. Erinnerte mich an die Serie „Gotham“ wo der junge Jim Gordon anfangs eine ähnliche Figur darstellt. Im Gegensatz zu dem Comic-Detective gibt Tanner am Ende seiner dunklen Seite nach und begeht einen eiskalten Mord. Oder doch nicht? Sowas würde ich Tanner nicht zumuten wollen und so sehe ich ihn auch nicht. Daher bleibt meine Hoffnung, dass Rafael den Leser nur auf eine falsche Fährte führen will. Wir bekommen nicht mit, was wirklich passiert ist. Vielleicht hat der Chiefinspektor seine Meinung rechtzeitig geändert und jemand anderes hat Bradley erschossen. Diese kleine Nebengeschichte ohne jeglichen Bezug zum Paranormalen ist auch für mich, als jemanden der keine Krimifälle bei JS mag, gelungen. Ich bin lediglich erstaunt, dass ein Co-Autor einen so tiefen Eingriff vornehmen darf. Ist das mit Dark abgesprochen? Wird er es berücksichtigen? Oder sind diese Dinge bei den Romanen des Altmeisters nie geschehen? Gut, die lese ich eh kaum mehr, trotzdem würde das die Aktion in ein sehr negatives Licht stellen.


Zum Schluss aus Prinzip noch eine Aufzählung der Kleinigkeiten für Logikfreunde. Takahashi ist bei der Yakuza und hat Einfluss. Doch reicht das, um die private Handynummer von Suko herauszufinden? Ich bin mir sicher, dass er sie in seiner vorsichtigen Art nur an wenige Vertraute weitergibt. Als nächstes ist das Grabmal an sich zwar magisch geschützt, aber die Villa und ihr Gelände nicht. Etwas unvorsichtig, ich hätte die Außenummauerung mit einigen Bannzeichen versehen. Das ist als würde Zamorra nur seine wichtigsten Zimmer und das Gewölbe mit Kreidezeichen versehen, nicht aber die Schlossmauern. Bei der Truhe zu Beginn haben die Schutzzeichen doch wunderbar funktioniert, bis sie manuell geöffnet wurde. Und zum Schluss wieder mal ein typischer Zufall, als Takahashis Tochter ausgerechnet in den fünf Minuten duschen geht und ihr Amulett ablegt, als die Geister frei in der Villa herumfliegen. Nichts davon zieht die Handlung für mich herunter, es ist mir nur aufgefallen.

Für diesen Autor war es „sehr gut abgeliefert wie gewohnt“. Ich bin positiv erfreut aber nicht überrascht.

erstellt am 01.02.17 18:30
leni schrieb:
Bin noch ganz am Anfang, aber prinzipiell finde ich einen JS ohne John immer doof. Ich brauche meinen Lieblingshelden.


Mir geht es da ganz anders. Soloabenteuer sehe ich immer gern. So unter 20 Heften dürfen gern 3 Soloabenteuer sein.

Am besten gefällt mir aber das ehemalige PZ-Konzept. Eine Hauptserie und dann Nebenprodukte mit Soloabenteuern von Nebenhelden. Von mir aus dürfte man gern die Taschenbücher wieder einführen und sowas wie die Hardcover von Zaubermond daraus machen.

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