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Thema: 009 Die Bestie
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Antworten zu diesem Thema: 6

 
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erstellt am 15.02.17 20:05
Logan Dee

Der Sterbende zuckte noch. Dr. Shelley hatte dem auf die Liege gefesselten Delinquenten gerade erst die todbringende Substanz injiziert. Henry Quinn, der Vollmondmörder, hatte fünfzehn Morde begangen. Einen zu viel, denn der fünfzehnte hatte zu seinem Todesurteil geführt.
Dr. Shelley ließ sich von seiner Assistentin die Knochensäge reichen und setzte sie an der Stirn des Wehrlosen an.
„Sie wollen ihm doch nicht schon das Gehirn entnehmen, während er noch lebt?“, protestierte Lieutenant Bella Tosh.
„Aber natürlich. Nur dann kann ich sein Gehirn noch verwenden.“
In diesem Moment schlug der Sterbende die Augen auf ...

erstellt am 15.02.17 20:08
Ah, schon wieder ein Dee - das gefällt mir sehr.

Logans "Dark Land" Romane sind einfach richtig toll.

erstellt am 15.02.17 20:21
grins, das dachte ich auch... das Titelbild ist ja auch mal genial...

erstellt am 11.03.17 19:48
Oh je, der Mittelteil ist ja... Ich sollte wirklich aufpassen was ich schreibe. Aber nein, alles OK. Danke! Ich unterstell jetzt keine Absicht, aber so kann ich beim besten Willen erst mal keine Rezi schreiben. Haha...
Nur eins, das mit dem Tastenhocker ist wieder so eine geniale Idee. Highlight, klarer Fall! Nie wieder Ärger mit Pseudonymen. Freu mich schon auf das Heft von Bill Brody oder Eddrbrynn, grins... Ist das mit dem beim Licht über dem schreiben eingeschlafenen eine Anspielung auf einen bestimmten Schriftsteller?! Hoffentlich gibt es da keinen Ärger...
Jetzt fluche ich zum ersten mal über den roten Faden in der Story, in einem Einzelabenteuer wüsste ich jetzt schon wie es mit Norek und dem Gnom ausgeht. Ach man, mal sehen wann und wo und ob überhaupt das fortgesetzt wird... So viel wollt ich noch gar nicht schreiben, aber egal... die Wertung des ganzen Heftes folgt die nächsten Tage.

erstellt am 12.03.17 15:09
Einfach nur Großartig, wieder so ein kleines Meisterwerk! Erst dachte ich bei Dr. Shelley (och nö, Dr. Ewigkeit / Dr. Morton) nicht schon wieder, aber am Ende ist alles ganz anders… viel besser. Während es für Tosh und Kajahn im Heft nur um die Jagd nach dem Mörder Quinn geht, erfahren wir viel mehr… Eigentlich geht es ja auch um Yakup und seine Geschichte. Besonders die Story um Chen Lu fand ich genial, vor allem in dem Keller; hart… aber sonst wäre es ja kein Grusel. Wynn zerleg ich heut mal nicht, aber was Abby betrifft… (kopfschütteln, war ja so klar) jetzt verliebt sie sich… auch das noch
Das ist aber kein Grund für einen Punktabzug, 5/5.

erstellt am 13.03.17 15:30
Nun gut, Logan beweist bei DL einfach, dass er verdammt gut schreiben kann. Ich hoffe mal, dass sein nächster DL schnell erscheint. Meinetwegen könnte er die Serie auch alleine schreiben, so die nächsten 250 Bände, die dann wöchentlich kommen sollten.

Der Roman scheint auf den ersten Blick nichts mit dem großen Ganzen am Hut zu haben, was sich aber am Ende ändert, als Norek erfährt, warum sein Mithäftling ebenfalls im Haus Sir Rogers in dessen Kerkerräumen einsitzt: er wollte bei Sir Roger rumschnüffeln. Und wenn der Kerl schon deswegen ausrastet, dann muss er mehr als nur eine Leiche im Keller versteckt haben.

Dazu gabs die Story um den Frauenkiller, die immer tragischer wurde. Gegen Dr. Shelly ist ja selbst Dr. Morton noch ein Engel. Der hat immerhin nie zwei halbe Hirne in EINEN Kopf gesetzt und dann gejammert: "Ja, sorry, tut mir leid, dass es schief ging". Glenn stand immerhin dann dazu, wobei man vielen seiner Opfer das eh gegönnt hat. Könnte es sein, dass Shelly eine kleine Hommage an Glenn Morton darstellen soll? Kam mir irgendwie so vor.

Ich kann nur sagen: weiter so, aber bitte wöchentlich!
Und mehr Dee.

Ich vergebe ein TOP!

erstellt am 03.04.17 18:34
Ein verurteilter Frauenschänder entkommt der Todesstrafe. So beginnt der Roman. Doch erst viel später geht es mit der Handlung weiter. Dafür lernen wir in der Vergangenheit die Geschichte von Yakup kennen. Wie er aus dem Gefängnis ausbricht und nach Sinatown flüchtet. Wie er dort als Schutzgelderpresser und Killer arbeitet, bis er nach einer verhängnisvollen Affäre mit der Frau des Bosses auch von dort fliehen muss. Wie er schließlich Hilfe von Dr. Shelly erhält, der sein Bewusstsein in einen anderen Körper transferiert. Einem stärkeren, kräftigeren Körper. Wie er mit diesem seine neue Bestimmung bei illegalen Kämpfen findet, am Ende aber hereingelegt und fast zu Tode geprügelt wird. Und wie er schlussendlich wieder bei Dr. Shelly landet, der ihn nur gerettet hat, um weiter mit ihm zu experimentieren. Ein zweites Bewusstsein wird in den Wirtskörper gequetscht, das eines Mannes der fast bei einem Autounfall gestorben wäre. Womit der Frauenschänder aus dem Prolog geboren wurde. Die titelgebende Bestie. Es ist verwunderlich, warum in all den Jahren niemand den Untergrundkämpfer wiedererkennt, der angeblich tot ist. Ein Logikfehler im Hintergrund. Ansonsten aber eine runde Geschichte, die mir Spaß gemacht hat. Der gequälte Seelen-Mix darf dann noch Rache an Shelly nehmen, bevor der „Gegner der Woche“ durch das bekannte Ermittlerduo sein Ende findet. Alles prima, trotzdem gibt es einen rießigen Kritikpunkt von meiner Seite. Tosh und Kajahn tauchen am Ende und ganz zum Schluss auf. Abby und Wynn haben ihr eigenes kleines Problem mit dem fiesen Streich eines Arbeitskollegen der im Großbrand des Archivs des Twilight Evening Star endet. Der Schnabeldämon Norek lernt in seiner Gefangenschaft einen Gnom kennen und versucht vergeblich zu fliehen. Das sind aber nur kurze Handlungen, die Logan Dee abarbeiten muss, damit alle Hauptfiguren im Heft vorkommen, hat man das Gefühl.

Die eigentliche Hauptstory dreht sich um Yakup. Der am Ende erledigt ist. An keiner Stelle wird der rote Faden fortgesetzt. Naja, Wynn vermutet nun, dass im Keller des Anwesens Dinge vor sich gehen und irgendwie der Schnabeldämon damit zu tun haben könnte. Dies wird aber in einem Satz abgehandelt. Eigentlich erzählt der Autor eine eigene abgeschlossene Geschichte mit eigenen Charakteren. Schade dass es die Horror Factory nicht mehr gibt.

Trotzdem war ich zufrieden und kann an keiner Stelle ein schlechtes Wort über Logan Dee als Autor verlieren. Gewisse Eigenarten und Erdzählvorlieben sind klar zu erkennen, aber das zieht die Textqualität nirgends herunter.

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