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Thema: 2014 - Jagd auf Bill Conolly
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Antworten zu diesem Thema: 25

 
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erstellt am 17.02.17 18:55
Band 2014

Jagd auf Bill Conolly
Ian Rolf Hill

Etwas war geschehen!
Myxin, der Magier, hatte Kara, den Eisernen Engel und Sedonia zu sich gerufen.
Kara nickte den beiden Vogelmenschen nur kurz zur Begrüßung zu, ehe sie ihre Aufmerksamkeit auf Myxin richtete, der im Schneidersitz vor ihnen saß.
Als der Schatten der Schönen aus dem Totenreich über die Gestalt des hageren, kleinen Magiers fiel, öffnete dieser langsam die Augen und blickte Kara von unten her ins Gesicht.
„Der Angriff steht kurz bevor!“

erstellt am 18.02.17 13:38
Mir hat der Roman Spass gemacht. War rasant und flott zu lesen. Dem armen Bill bleibt auch nichts aber auch gar nichts erspart. Erst verliert er seine Familie und dann, nachdem er sich halbwegs wieder gefangen hat, passiert sowas, knallt einfach einen seiner Verbündeten über den Haufen. Wow.
So, der Name des Täufers ist also Abraxas? Aber...wieso kann er dann die Eminenzen gegen das Kreuz immunisieren? Er ist doch auch nur ein Dämon, wenn auch ein sehr mächtiger? Und dann auch noch gegen die Macht der Erzengel (wenn das ganze wirklich ein weissmagischer Rückschlag war)? Fragen über Fragen.

Ich seh den Roman ziemlich positiv, gröbere Fehler konnte ich nicht entdecken. Bin wirklich gespannt, wie es weitergeht.

erstellt am 18.02.17 18:39
Auf der Leserseite gibt es einen Text, den man nur mit äußerstem Wohlwollen als "Gedicht" bezeichnen kann. Dieser hätte aber eigentlich auf die Lersereite von Jason gehört, finde ich.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Jason keine Lust mehr hat, eine Leserseite zu machen. Das sähe ihm mal wieder ähnlich, sich einfach ohne Sang und Klang aus dem Staub zu machen.

erstellt am 18.02.17 18:42
Wieso sieht ihm das ähnlich?

erstellt am 18.02.17 21:08
Weil er schon öfters über Dinge, die die Fans sicher interessiert hätten, auf der Leserseite kein Wort verloren hat.

erstellt am 21.02.17 22:13
Bei den ganzen Topwertungen muss ich leider den Spielverderber spielen. Denn einige Dinge haben mir hier einfach nicht gefallen. So sehr, dass ich sie nicht unter den Tisch fallen lassen kann.

Bills Gedächtnisverlust ist einfach nichts für mich. Ich wollte es eigentlich so gut es geht ignorieren und mir eher vorstellen, dass er auf spirituelle Wanderschaft geht, um mit dem plötzlichen Verlust seiner zwei wichtigsten Menschen fertig zu werden. In dem Roman tritt das aber so dermaßen in den Vordergrund, dass ich es hinnehmen muss. Mir gefällt diese Entscheidung weiterhin nicht. Naja, wer zur Jubliäumsgeschichte so krass aufräumt muss damit rechnen, dass mit verschiedenen Dingen einige wenige Leser nicht zufrieden sind.

Womit ich mich ebenso wenig anfreunden kann ist die Beleuchtung der höllischen Historie. Luzifers Höllensturz, seine Erzdämonen. All das hat Rellergerd immer ziemlich offen gelassen. Asmodis, Lilith, Baphomet und Co sind eben böse Dämonen und fertig. Einzig zum Schwarze Tod wurde sehr viel erklärt, aber der ist auch ein verhältnismäßig junger Dämon. Ich finde es nicht schön, dass die Co-Autoren den nächsten großen Schritt in der Serie tun und einiges zu den Big Bad Dauergegnern bestimmen.

Wo ich schon dabei bin möchte ich wenigstens in einem Satz kurz erwähnen, dass die Kreuzformel mal wieder recht schnell und einfach gerufen wird. Bei Dark war es wenigstens immer zum Finale und nicht schon mitten im Heft. Mittlerweile ist der Reiz völlig verflogen. Auch wenn jetzt wichtige Gegner immun sind ist das für mich ein kleiner Kritikpunkt.



Drei Kritikpunkte allgemein zu JS also, die nicht direkt nur diese Geschichte betreffen. Der Plot an sich ist sowohl Top erzählt als auch Top geschrieben. Vor allem der Flugzeugabsturz und das Chaos danach an der Absturzstelle.


Besonders dass Sedonia wieder mal mitspielt. Aktiv als Kriegerin, nicht als Maid in Nöten. Sehr lange her. Hoffentlich überlebt sie, noch ein so großer Einschnitt würde mich mehr stören als unterhalten. Man muss Charaktere nicht direkt töten, wenn man etwas Bewegung unter den Protagonisten haben will. Zum Beispiel kann man ihre Seelen an einen magischen Ort schicken von denen sie zurück kehren können. Das wäre tatsächlich eine nicht erzwungene Erklärung die total Sinn ergibt und authentisch umgesetzt werden kann.

Trotzdem muss ich Abstriche machen und kann nur eine sehr gute Wertung statt einer unübertrefflichen Topwertung geben.

erstellt am 22.02.17 10:25
@Gleichgewicht: Wäre es in Ordnung, wenn wir deine Rezension mit einer Antwort von Florian auf der Leserseite abdrucken?

erstellt am 22.02.17 21:21
Ich brauchte mir nur das Cover anzuschauen, um mich auf den Roman zu freuen, wie eine sechsjährige auf Weihnachten und Ostern an einem Tag! Bill ist wieder da! Unser Bill! Geht´s ihm gut?! Täufer-Trilogie! Ja, will ich haben, will ich lesen!
Inhalt: Bill bricht aus seiner Pension auf und besucht das Kloster St. Patrick. Und (endlich) kehrt seine Erinnerung zurück. Er beschließt, Nadine in Avalon um Hilfe bei der Suche nach Johnny zu bitten. Um dorthin zu gelangen, trampt er zum Flughafen, um den nächsten Flieger nach Bristol zu nehmen. Aber Überraschung: Nadine ist auch Passagier und setzt sich neben ihn. Wenn der Pilot allerdings Ian McCoy heißt, ist davon auszugehen, dass der Flug 1. wohl nicht gut ausgeht und 2. nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
John hat währendessen Visionen über Luzifers Höllensturz und wird vom Seher gewarnt und telepatisch zur Absturzstelle manövriert. Dort ist schon eine regelrechte Schlacht entfacht. Dunkle Eminenzen gegen Bill, Atlanter, Myxin und Co, in die er eingreift.
Meinung: Mir hat es sehr gut gefallen und die Erwartungen, die das Cover erweckt hat, wurden voll erfüllt. Flo hat hier bewiesen, dass er beides kann: Gefühlvoll-empathisch schreiben (Bill bricht unter der Dusche zusammen) als auch Action (Endschlacht). Ich fand allerdings die Luzifer-Visionen zu lang. Das sind ganz ruhige Passagen (die Akteure stehen eigentlich nur rum und Luzifer labert), die den flotten Plot meiner Meinung nach immer wieder ausgebremst haben. Statt der Rückblenden, was vor Jahrmilllionen war, wollte ich doch lesen, was jetzt aktuell mit Bill ist. Das hätte mir wesentlich kürzer gereicht.
Mein Lieblingssatz in diesem Heft: (S.17 unten links) "Als Mann ohne Vergangenheit,... fühlte er sich nicht nur einsam und verloren, sondern auch oberflächlich und sonderbar zweidimensional. Wie einen Figur aus einem Groschenroman des letzten Jahrtausends" Herrlich! Flo trau sich ja was, dann haucht Bill doch bitte wieder die dritte Dimension in diesem Jahrtausend ein, liebe Autoren!
Der furchtbarste Satz: (S.23 oben rechts): "Er spürte Ihre Qualen körperlich, während die Finsternis ihre Leiber zusammenpresste, nur um ein Äon darauf mit Myrianden winziger Nadeln ihre Physis zu penetrieren." ?????ÄH. Welches Studium muss ich abgeschlossen haben, um den Satz ohne Nachzudenken zu verstehen? Physik? Germanistik? Wie lange ist denn bitte ein "Äon"? "Myriaden" habe ich ausgegoogelt bedeutet "unzählbare Menge". Können Erzdämonen überhaupt Schmerzen empfingen oder sind die einfach genervt von dem ganzen gepiekse der Myriaden Nadeln.
Aprospos Zeit: Ein Ausdruck den auch JD sehr gern benutzt, den ich aber super-doof finde: "..., die vierte Morgenstunde noch nicht einmal begonnen hatte" (S.14). Diese Redewendung würde ich echt nur super-vorsichtig einsetzen. Die erste Morgenstunde beginnt um Mitternacht, 0.00 Uhr, ergo die 4. Morgenstunde um 3 Uhr. Wenn diese noch nicht begonnen hat, ist es also ca. 2.45 Uhr. Mitten in der Nacht. Und John backt sich erst mal Eier. Schreibt doch einfach: "Vorsichtig blinzelte ich und schielte dabei auf meinen Radiowecker. 2.45 Uhr leuchtete es schwach in roten Ziffern in die Dunkelheit meines Schlafzimmers." Aber Ihr/ Du Flo seid bist die/ der Autor(en), formuliert es, wie ihr wollt. Ich werde es weiterhin doof finden. Gibt ja aber noch andere Leser, die sich daran nicht stören.
Fazit: Alles in allem ein wunderbarer Roman, der sich flott lesen lässt, spannend ist und einen großen "roten Faden" weiterspinnt. Endlich geht der Bill-Handlungstrang weiter. Verwoben mit dem Täufer-Handlungstrang. Und - was ich ja bei Flo auch schon öfter mal kritisiert hatte - nicht zu kompliziert geschrieben mit zu vielen Verschachtelungen.
Personen/ Akteure kommen zwar massig auf beiden Seiten vor, sind aber alle bekannt und deshalb beim Lesen gut einzuordnen.
Von mir bekommt der Roman 4,5 von 5 Gummipunkten.
P.S.: Sollte es irgendeiner vergessen haben: Nadine war mal Schauspielerin...

erstellt am 23.02.17 09:43
Terminatrix schrieb:
@Gleichgewicht: Wäre es in Ordnung, wenn wir deine Rezension mit einer Antwort von Florian auf der Leserseite abdrucken?


Sehr gerne :)

erstellt am 23.02.17 20:29
leni schrieb:
Der furchtbarste Satz: (S.23 oben rechts): "Er spürte Ihre Qualen körperlich, während die Finsternis ihre Leiber zusammenpresste, nur um ein Äon darauf mit Myrianden winziger Nadeln ihre Physis zu penetrieren." ?????ÄH. Welches Studium muss ich abgeschlossen haben, um den Satz ohne Nachzudenken zu verstehen? Physik? Germanistik? Wie lange ist denn bitte ein "Äon"? "Myriaden" habe ich ausgegoogelt bedeutet "unzählbare Menge".


ich denk, wenn jemand viel liest, ganz normal bücher und so, gehts auch ohne studium. durch lesen vergrößert sich der wortschatz mit der zeit. florian hat auch nicht physik oder germanistik studiert. ist krankenpfleger oder so.

ich geb dem roman 5 von 5 kreuzen. dem wo danach kommt, auch. ich wart halt mal noch, wies ausgeht. aber es könnte ne super trilogie werden. besser wie jeder 3.teiler von JD, den ich kenn.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 20:30 Uhr bearbeitet)

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