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Thema: 2015 - Sturm auf den Schwarzen Dom
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erstellt am 20.02.17 15:35
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Myxin der Magier konzentrierte sich. Er fokussierte seine mentalen Energien und war bereit, all seine magischen Fähigkeiten auf einen Schlag zu entfesseln. Blitze ummantelten ihn, und seine Füsse lösten sich vom Boden. Es war ihm gelungen, Rabisana und dieses geflügelte Monstrum, in dem er sofort eine Harpyie erkannte, abzuschütteln. Alles andere in seiner Umgebung blendete er aus. Erdachte nicht mehr an Kara, die sich mit dem Goldenen Schwert gegen Phorkys' Gorillabestien verteidigte, dachte nicht an den Eisernen Engel, der gegen Lykaon zu unterliegen drohte. Auch an die sterbende Sedonia verschwendete er keinen Gedanken, ebenso wenig wie an ihren Mörder, der zusammengesunken im Zentrum der Schlacht kniete: Bill Conolly.


Nachdem die Schlacht nahe den Flammenden Steinen vorüber ist und Sedonia erst einmal zumindest auf ihr Leben hoffen darf, geht es rasant los:
John ist dem Täufer in die Hände gefallen und seine Freunde Myxin, Kara, Bill und Suko erbitten Unterstützung vom Spuk, die dieser schlussendlich auch gewährt, nachdem Kara ein paar kluge Worte gebraucht hat. Zusammen mit einem Heer des Spuks und begleitet von den 4 Horror-Reitern machen sich die 4 Freunde mit Hilfe des Spuks auf den Weg zum Dom, wo eine gewaltige Schlacht entbrennt, deren Ausgang ungewiss ist.

Wow. Einfach nur WOW! In diesem Roman geht Hill in die Vollen, aber wie! Die alten Waffen werden aus den Tresoren geholt (Handschuhe, Kusanagi-no-tsurugi, Krone der Ninja) und ab geht die Post. Die Beschreibung der Schlacht am Ende geht einem unter die Haut, super gemacht! Auch die Szenen im Reich des Spuks sind wunderbar geschrieben und verdeutlichen eindrucksvoll, was für eine Macht der Spuk innehat.
Dagegen geht das Drama um das Kloster St. Patrick und die entstehende Vampirplage ein wenig unter, obwohl es natürlich ebenso ein wichtiger Schauplatz ist.

Ich bin wirklich gespannt, wie das ganze gelöst werden soll und ob der Täufer entweder vernichtet oder zumindest heftig in seine Schranken gewiesen wird.

Gebe dem 4,5 von 5 Kreuzen, weil der Nebenschauplatz mit den Vampiren in Peelham vor dem Hintergrund des eigentlichen Geschehens einfach verblasst.

erstellt am 23.02.17 20:36
Gurkenmob schrieb:
Gebe dem 4,5 von 5 Kreuzen, weil der Nebenschauplatz mit den Vampiren in Peelham vor dem Hintergrund des eigentlichen Geschehens einfach verblasst.


ich will da jetzt mal nicht so sein und dafür was abziehen. ich geb 5 von 5 kreuzen. das mit den vampiren hab ich jetzt auch nicht so langweilig gefunden, wie den schluss, wo wieder so viel gekämpft wurde. wenn so das zigste monster niedergemetzelt wird, wirds halt langweilig. aber ich will mal nicht so sein, weil so der teil im reich vom spuk ziemlich gut war.

erstellt am 24.02.17 20:33
Bleiben wir einfach beim alten Muster? Alle finden den Roman spitze, ich muss ein wenig meckern? Eine Sache wenigstens muss ich loswerden. Ich mag keine epischen Schlachten zwischen Armeen bei JS. Wenn ich darüber nachdenke überhaupt nicht in Heftromanen. Egal welche Serie unter welchem Verlag. Eine Gemeinsamkeit des Mediums ist für mich der Fokus auf einzelne Charaktere und maximal kleine Gruppen. Natürlich verbünden sich mal mehrere Figuren, wie damals die Mordliga, aber das ist schon das Maximum. Es geht hier gegen einen Dauergegner, das habe ich schon verstanden. Doch wenn ich mich zurückerinnere kann ich mich an nichts vergleichbares in der Historie der Serie erinnern. Der Plot glich immer eher einem Agentenfilm. Die Helden stoßen in die Höhle des Löwen vor. Mit Glück, Schläue und der Hilfe starker Verbündeter können sie das Übel bezwingen.

Immerhin bringen solche gut geschriebenen Handlungen meine Synapsen zum glühen und lassen mir spontane Ideen kommen, wie ich persönlich das lieber gelöst gelesen hätte. Der Dom an sich ist doch eh magisch abgesichert, gegen jegliches Dämonenzeug. Gegen Sterbliche nicht, vermutlich weil Luzifer nie damit gerechnet hätte, dass ein Menschlein dorthin vordringen kann. Vielleicht hätten sich die nichtmagischen Charaktere hineinschleichen können und eventuell durch ein Ritual den Schutzzauber bannen können. Aber dass der Spuk sie jetzt mitten in der großen Schlacht verheizt und den Tod seiner einzigen Joker in Kauf nimmt ist nicht gerade geschickt. Echsenwesen kann er wie Kanonenfutter in den Kampf werfen und die Horror-Reiter notfalls zu opfern dürfte für ihn auch kein Problem darstellen.

Zugegeben, es handelt sich um einen Unterhaltungsroman und keinen Taktik-Leitfaden für Große Alte. Als solcher kann der zweite Teil punkten. Bei mir besser als der Einstieg. Es gibt mit den Illusionssequenzen im Reich des Spuks und dem Vampirproblem in Peelham durchaus nebensächliche Passagen, die aber trotzdem Spaß machen. Die Audienz beim Spuk ist allein deshalb für mich ein Highlight, weil Bill jetzt endlich seine Erinnerung wieder hat. Zur Schlacht am Ende habe ich mich schon geäußert, von der Kritik abgesehen hält sie aber das schriftstellerische Level. Der Autor beherrscht epische Szenen mit viel Kawumm einfach.

Wieder keine Topnote von mir. Vor einem halben Jahr hätte das noch anders ausgesehen, aber dank der Co-Autoren ist JS mittlerweile auf Zamorra-Niveau angelangt und da bin ich bei der Höchstwertung einfach strenger. 98% ist nunmal keine 100%.

erstellt am 26.02.17 12:31
Mir geht es da eher wie Gurkenmob, auch ich fand das HEft super. Aber vielleicht nicht ganz "WOW". Aber toll auf jeden Fall. Auch mir hat es gefallen, dass das Lager im Yard mal ausgeräumt wurde. Als her mit dem Zeug, wozu liegt es denn sonst da?
Ich muss mich auch hier wiederholen, weil ich beim Vorgänger-Heft ähnliches geschrieben habe, aber ich fand es beeindruckend, dass Flo sowohl die leise dramatische Emotion beherrscht, als auch das große Action-Gemetzel. Wirklich sehr, sehr gut. Die Szene, in der Bill im Thronsaal den Spuk bedroht, wird mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.
Gegen große Schlachten habe ich nichts, solange sie ihre Daseins-Berechtigung haben und nicht zu oft vorkommen. Will sagen, hier hat sie im Gesamtplot ihre Berechtigung, wenn John in einem normalen, zusammenhanglosen Heft plötzlich gegen eine Armee von Myriaden Zombies kämpft finde ich´s doof. Aber der Täufer war so stark aufgebaut worden, den kann man jetzt nicht einfach mit einer Silberkugel abknallen. Da muss was "großes" her. Und dank der Diversität der Eminenzen sind ja auch die Gegner der Schlacht sehr different.* Raptoren, super Idee. Mantikore, nicht neu, aber auch super.
Aber für eine Sache muss es dann doch (zumindest für mich) einen Punktabzug geben: Was macht John eigentlich die ganze Zeit? Ihr wisst, dass ich einen JS ohne John nicht mag. Zugegebenermaßen fällt es hier kaum auf (vielleicht hat´s ja außer mir keiner gemerkt), weil es sehr flott, kurzweilig und actionreich geschrieben ist. Aber einen kurzen Schwenk auf John hätte ich mir doch gewünscht.
Nach dem absoluten Cliffhanger am Ende, zähle ich die Stunden bis Dienstag. Ich habe (Faschings-)Urlaub und werde extra in die Stadt fahren, um mir mein Heft zu kaufen, auch wenn mein Mann dann wieder mit den Augen rollt. Ich hoffe doch, dass auch von den Eminenzen ein paar überleben. Oder weiter existieren dürfen, je nachdem wie rum man das sieht. Manche, vor allem Phorkys, sind mir echt ans Herz gewachsen und haben meiner Meinung nach noch viel Potential.
So gibt es bei mir 4,5 von fünf Schwertern, wie auch immer sie heißen.

* und diesen Satz meiner Kritik widme ich mit einem Augenzwinkern dem gütigen Herrn Autor. Auf dass noch Äonen lang Myriaden Hefte folgen! Und von allen anderen natürlich auch.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:34 Uhr bearbeitet)

erstellt am 26.02.17 23:34
Der Roman ist super. Hat mir sehr gut gefallen, Nur eines verstehe ich nicht. Der Spuk hat Myxin darauf hingewiesen, dass er immer noch ein Dämon ist. Dass er ihm zufallen wird, wenn er stirbt. Dann kommt die Aussage, dass Dämonen nicht in den Dom können. Menschen aber sehr wohl. Wie kommt er dann auf den Gedanken, dass Myxin in den Dom kann? Entweder kann er in den Dom. Dann ist er kein Dämon mehr. Oder er kann nicht in den Dom. Beides zusammen geht ja wohl nicht.

erstellt am 26.02.17 23:37
ZiaThepin schrieb:
Der Roman ist super. Hat mir sehr gut gefallen, Nur eines verstehe ich nicht. Der Spuk hat Myxin darauf hingewiesen, dass er immer noch ein Dämon ist. Dass er ihm zufallen wird, wenn er stirbt. Dann kommt die Aussage, dass Dämonen nicht in den Dom können. Menschen aber sehr wohl. Wie kommt er dann auf den Gedanken, dass Myxin in den Dom kann? Entweder kann er in den Dom. Dann ist er kein Dämon mehr. Oder er kann nicht in den Dom. Beides zusammen geht ja wohl nicht.


Möglicherweise ist sich selbst der Spuk dahingehend nicht ganz sicher und will die Probe auf's Exempel machen. Seine Bemerkung, dass Myxin in sein Reich eingehen wird, könnte reiner Psychoterror gewesen sein. Wer kann das schon so genau sagen, bei einem Wesen wie dem Spuk?

erstellt am 26.02.17 23:44
Florian schrieb:
ZiaThepin schrieb:
Der Roman ist super. Hat mir sehr gut gefallen, Nur eines verstehe ich nicht. Der Spuk hat Myxin darauf hingewiesen, dass er immer noch ein Dämon ist. Dass er ihm zufallen wird, wenn er stirbt. Dann kommt die Aussage, dass Dämonen nicht in den Dom können. Menschen aber sehr wohl. Wie kommt er dann auf den Gedanken, dass Myxin in den Dom kann? Entweder kann er in den Dom. Dann ist er kein Dämon mehr. Oder er kann nicht in den Dom. Beides zusammen geht ja wohl nicht.


Möglicherweise ist sich selbst der Spuk dahingehend nicht ganz sicher und will die Probe auf's Exempel machen. Seine Bemerkung, dass Myxin in sein Reich eingehen wird, könnte reiner Psychoterror gewesen sein. Wer kann das schon so genau sagen, bei einem Wesen wie dem Spuk?


Tja, wenn er nicht hinein kann, sagt das aber immer noch nicht aus, was mit Myxin nach seinem Tod passiert. Denn egal, was er jetzt ist, ein Mensch ist er auf keinen Fall. Und der Spuk hat nicht gesagt, dass andere Wesen, die keine Dämonen sind, in den Dom können.

erstellt am 28.02.17 20:08
zum leserbrief von "sheila" : ich kann das total verstehen wenn jemand so an nem seriencharakter hängt, dens schon ewig. war auch eigentlich nicht nötig, dass sheila so stirbt.

erstellt am 01.03.17 22:50
Verstehen kann ich die Dame auch. Wir sind doch alle ein bisschen Sinclair-verrückt, oder?Trotzdem, - das Leben, bzw. hier die fiktive Serie, geht immer irgendwie weiter. Auch für Bill, auch für Alt-Fan Michaela. Auch ohne Sheila. Es ist wie im normalen Leben. Der Tod gehört zum Leben dazu.

erstellt am 02.03.17 06:49
Natürlich kann ich sie auch verstehen. Nur zu gut. Ähnlich ist es mir bei PZ gegangen. Wobei ich schon mehrere Charakter hatte, die mich über Jahrzehnte in der Serie gehalten haben. Der Wegfall eines einzelnen wäre zu verkraften gewesen. Aber sie wurden geradezu demontiert. Man hätte glauben können, Werner und die anderen Autoren arbeiten genau meine Lieblingsliste ab und killen genau diejenigen, die ich mochte. Und die wenigen, die übrig geblieben sind wie Sid Amos oder Vassago wurden dermaßen dargestellt, dass ich sie von selbst aus meiner Liste gestrichen habe. Dann noch ein paar Wendungen der Handlung, die mir nicht gefallen haben und so wurde ich zur Ex-Leserin.
Bei JS ist es eher so, dass ich nach mehreren Jahrzehnten überhaupt wieder mit der Serie angefangen habe, wegen den Gastautoren. Lieblingsfiguren habe ich da auch nur wenige. Myxin natürlich. Kara ebenfalls. Sonst fällt mir keiner ein. Bei der Handlung habe ich allerdings das Gefühl in über 1000 Bänden überhaupt nichts verpasst zu haben. Irgendwie gab es da nicht wirklich viel Handlung. Die Serie stand lange still. Das hat sich wohl erst durch die neuen Autoren verändert. Mal sehen, wie es weiter geht.

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