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Thema: 1115 Die ewig tote Stadt
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erstellt am 23.02.17 22:16
Anika war im letzten Jahr meine Lieblingsautorin in der Serie. Daher habe ich mich, mit hohen Erwartungen, auf den Abschluss der Trilogie gefreut. Nun muss ich ganz klar sagen, dass ich enttäuscht bin. Mehr als solide ist das Finale nicht und auch insgesamt sind mir die 6 Wochen „Fall der Woche“ den Aufschub wichtiger Haupthemen nicht wert gewesen.

Eine Sache die mich bei PZ stört ist der Fokus auf Nebencharaktere, die nur als Schlüsselfigur für die eine Geschichte gebraucht werden und die wir vermutlich nie mehr oder lange nicht mehr sehen werden. Bei nur um die 60 Seiten sind mir 19 davon um Kittys Vergangenheit schlicht zu viel. Sie geben der Figur mehr Tiefe, doch ich finde im Heftromansektor kann man sich dafür keine Zeit lassen. Auch in einem dicken Roman würde ich es kritisieren, wenn man knapp ein Drittel der Handlung für einen Charakter mit dieser Position aufwenden würde. Hätte man sie dem Leser erst in der Gegenwart vorgestellt und kurz indirekt ihre Vergangenheit erwähnt, es wäre kaum etwas an Authentizität verloren gegangen.

Bei der Handlungslogik muss ich ebenso meckern. Da hat Marco das große Heftromanglück ausgerechnet eine wichtige Vision von den kommenden Ereignissen zu haben. Eva und Carrie werden entführt. Und was macht man? Den Kindern sagen, nicht im Garten zu spielen. Aber die beiden Schlüsselfiguren nicht beobachten lassen oder anderweitig sicher gehen, dass sie ja nicht entführt werden. Natürlich schleichen sich ausgerechnet die beiden Mädchen in den Garten und werden entführt. Da kann sich das Zamorra-Team schön selbst an die Nase fassen.

Die Sache mit Zamorra in den Gedanken des Bösewichts soll mir auch mal jemand erklären. Furchtbar kompliziert. PZ spielt in einem Setting mit Magie, aber diese folgt Regeln. Marco hat eine Vision. Er sieht aus seiner Sicht Dinge die noch nicht geschehen sind. Diese Vision ist vergangen, sobald er aufwacht. Er hat nur noch Erinnerungen an diese Vision. Diese Erinnerungen wiederum kann Kitty anzapfen und an Zamorra weiterleiten. Soweit so gut. Zamorra befindet sich nun in einer Erinnerung und nicht in einer Vision. Warum findet er sich im Körper des Gegenspielers wieder und kann dessen Gedanken lesen? Das ergibt überhaupt-gar-keinerlei Sinn. Er hätte höchstens aus Markos Sicht Dinge erkennen können, die noch in dessen Gedächtnis sind, aber nur unterbewusst, weshalb er sich nicht spontan an sie erinnern kann.

Zur Mittelmäßigkeit trägt auch bei, dass ziemlich tief in den Topf der Zufälle und künstlicher Spannungen gegriffen wird. Was da alles gerade noch rechtzeitig, in letzter Sekunde, um wenige Zentimeter oder Haaresbreite passiert.


Kurzum: Nichts macht diesen dritten Teil schlecht. Schlechte Romane gibt es bei PZ sehr selten. Doch der Standard sind eigentlich gute bis sehr gute Romane. Weswegen ich über einen gut geschriebenen, der durch Kritikpunkte zum Mittelmaß verkommt durchaus enttäuscht bin. Vor allem bei Anika. Und kleine Sachen habe ich gar nicht erwähnt. Wie dass Anfangs von einem „Kochkurs“ die Rede war. Im Epilog klingt es aber so, als hätte Claire allein gekocht und allein Mysati sie dabei unterstützt. Bei einem „Kochkurs“ gehe ich davon aus, dass mehrere Bewohner des Klosters mitmachen.

erstellt am 01.03.17 22:16
Also, wie ich die Seite 3 gelesen hatte, dacht ich: nein, nicht schon wieder schwund. Das hat sich ja später relativiert. Schade das Eva scheinbar gar keine magischen Fähigkeiten mehr hat. Früher, als sie noch älter war, und ständig jünger wurde, konnte sie Magie aufnehmen wie ein Schwamm. Könnte sie Heute noch auf einem Einhorn reiten ? (wenn zufällig eins vorbeikommt). Die einzige erwähnte magische Fähigkeit ist das sprechen können mit Kühlwalda, und Saras kleine Schwester zu sein. Fast alle magischen aktionen gingen etweder von Zamorra/Nicole oder von den Britool-Fans aus.
Hat Sara demnächst wieder mehr Zeit für sie?

erstellt am 02.03.17 20:54
Ein netter Abschluss, aber auch der schwächste Teil des Dreiteilers.

Generell kann ich sagen: die ersten Zwei Teile waren sehr gut zu lesen, aber alles in seinem weitergebracht hat es die Serienhandlung nicht. Ein Fortschritt ist nach diesem Dreiteiler leider nicht ansatzweise erkennbar, was schade ist.

Ich hoffe mal, dass die Bücher ENDLICH fortgesetzt werden, und solche guten, aber auch belanglosen Geschichten, dann dort erzählt werden. So schwer kann es doch nicht sein, dass die Bücher bei Bastei, der Romantruhe oder des Teufels Großmutter erscheinen.

erstellt am 06.03.17 08:55
Also ich lese diese Romane lieber preiswert im Heftformat als überteuert im Paperback. (Und das ging wohl vielen so, sonst wären die Bücher wohl nicht - wegen mangelnder Nachfrage? - eingestellt worden...)

erstellt am 06.03.17 21:34
Loxagon schrieb:
Ein netter Abschluss, aber auch der schwächste Teil des Dreiteilers.

Generell kann ich sagen: die ersten Zwei Teile waren sehr gut zu lesen, aber alles in seinem weitergebracht hat es die Serienhandlung nicht. Ein Fortschritt ist nach diesem Dreiteiler leider nicht ansatzweise erkennbar, was schade ist.

Ich hoffe mal, dass die Bücher ENDLICH fortgesetzt werden, und solche guten, aber auch belanglosen Geschichten, dann dort erzählt werden. So schwer kann es doch nicht sein, dass die Bücher bei Bastei, der Romantruhe oder des Teufels Großmutter erscheinen.


Na ich weis nicht. Wenn die Bücher bei des Teufels Großmutter erscheinen, wird es schwierig. Der Teufel = Asmodis. Aber wer ist seine Großmutter? Nach dieser doofen Schöpfungsgeschichte, gibt es die doch gar nicht. Also ist es kein Wunder, wenn sie nie erscheinen.

erstellt am 13.03.17 14:08
Handlung : Marco offenbart im Collegio, Parisi und den Dämonenjägern , das er eine neue Vision gahabt hatte , in der Carrie und Eva , bei einem Ritual der Totenschädelwesen geopfert werden. Diese haben also trotz des Todes , ihres Anführers , nicht ihren Plan aufgegeben , um den Dämon Bristool zu erwecken. Durch eine Recherche Teds wissen alle , das für die Erweckung eine unschuldige, magisch begabte Person geopfert werden muß. Trotz aller Vorsichtsmaßnahem , werden Carrie und Eva tatsächlich , aus dem Collegio entführt. Um mehr von Marco zu erfahren , hilft ihnen mit Kitty , eine junge Frau , die in der Lage ist , bei Berührung die Gedanken eines Menschen zu lesen. Zamorra wagt das Experiment , welches ihm Eindrücke gibt , die er nie zuvor erlebt hat. Aber er erfährt, das sie in eine Kirche , auf dem höchsten , der sieben Hügel , auf denen Rom erbaut wurde , müssen. Überraschenderweise lüftet Parisi sein Geheimnis und schließt sich Zamorra und Nicole an. Wird es ihnen gelingen , Carrie und Eva rechtzeitig zu retten ?

Meinung : Den Abschlußteil der Romtrilogie hat Anika Klüver geschrieben. Meiner Meinung nach ist es ihr sehr gut gelungen , die Geschichte zu Ende zu bringen und mit dem Schicksal Kittys , neue Aspekte in die Geschichte einzubringen. Am Ende laufen die Handlungsfäden , die scheinbar zunächst nichts miteinander zu tun haben , dann geschickt zusammen. Mir hat es besonders gut gefallen , das diese Trilogie , ohne Probleme , in der Buchreihe hätte erscheinen können , da sie, für sich alleine funktioniert , ohne das man die Zusammenhänge der zahlreichen Fortsetzungegeschichten in der Serie kennen muß. Jedenfalls habe ich diese Trilogie sehr genossen und gebe an Anika , die Note 1 = Sehr Gut ( 5 von 5 Kreuze )

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:09 Uhr bearbeitet)

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