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Thema: 2016 - Wo die Hoffnung stirbt …
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Antworten zu diesem Thema: 13

 
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erstellt am 24.02.17 17:18
Geschrieben von Ian Rolf Hill

das titelbild gefällt mir gar nicht. schöner werkstattbericht von florian. hab erst mal überlegen müssen, was er mit button meint. nee, der giftgrüne button gefällt mir auch nicht.

dem roman, der ganzen trilogie, geb ich 5 von 5 kreuzen. florian hat sich wirklich voll ins zeug gelegt. ganz großes kino. für die, die sich in der serie besser auskennen, ist es wahrscheinlich noch größer. florian oder wer sonst noch mitgedacht hat, hat sich echt da viel überlegt.

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
die 3 dunklen eminenzen, so wies jetzt im roman steht, ist es schon glaubwürdig, aber halt auch nicht so ne tolle geschichte, wies vielleicht hät sein können. kurz und "schmerzlos" halt.


erstellt am 28.02.17 18:57
Es gibt für jeden Menschen Sachen die er mag oder nicht. Die man auch nicht ändern kann und wo die Qualität irrelevant ist. Ausgerechnet bei dieser Trilogie kommen davon einige zusammen, auch jetzt beim Abschluss. Wie in meiner Meinung zum zweiten Teil geschrieben, ich mag bei JS keine Massenschlachten zwischen Armeen lesen. Egal wie gut sie geschrieben sind. Florian hatte richtig Spaß beim Entwerfen der Texte, das merkt man sofort. Eine epische Idee jagt die nächste, die Gegner und Bedrohungen für die kämpfenden Charaktere werden von Seite zu Seite schlimmer. Das bezwingen dieser wird immer knapper und ist mit immer mehr Glück verbunden. Da bin ich so blasphemisch und muss ganz ehrlich schreiben, dass es für mich immer langweiliger und uninteressanter wurde. Wie schon als der Autor damals bei Corinfelia eine ganze Insel versinken lassen hat.

Den Sinn der Aktion verstehe ich noch immer nicht. Johns Freunde sind die einzigen, die den Dom betreten können. Ihre Kräfte und Munition in einer großen Schlacht zu verschwenden ist nicht sehr intelligent. Dem Täufer ist egal, ob er den Kampf gewinnt. Er wirft ihnen nur Welle um Welle an Monstern vor die Füße, um Zeit zu gewinnen. Selbst wenn man die gegnerischen Truppen geschlagen hätte, wäre dies kein Sieg gewesen. Natürlich schaffen es die Helden auf den letzten Seiten doch noch in den Dom, um den Tag zu retten. Weil es bei Heftromanen nun einmal keine totale Niederlage geben darf, das geht nur in abgeschlossenen Büchern ohne Fortsetzung. Dort mag ich solche Sachen auch, denn dort ist es theoretisch möglich dass alle guten Figuren sterben und das Böse am Schluss gewinnt.



Die zweite große Handlung findet unterdessen im Inneren des Domes statt. Und auch hier hatte ich keinen grandiosen Lesespaß, auch wenn ich damit sicher allein da stehe. Es ist nicht schlimm, dass eigentlich nur Gelabert wird. Ich fand das aber alles belanglos. Denn ich kann dem Täufer kein Wort glauben und John sollte es ebenso gehen. Was hält den Kerl davon ab, zu lügen wie Münchhausen? John ist aber ernsthaft verwirrt, wenn der Täufer wieder seine Gestalt wechselt. Ist es der Seher? Ist es Belial? Mein Gott, ist es nicht vielleicht möglich, dass der Dämon einfach nur seine Gestalt und Stimme wechseln kann? Egal ob das am Ende wirklich so ist, aber die Idee müsste John doch kommen. Sowas hat er in seiner Geisterjägerlaufbahn oft genug erlebt.

Dafür werden viele Dinge enthüllt. Was ich davon halten soll weiß ich auch nicht. Ich dachte, die Co-Autoren schreiben ausgehend von Jasons jahrzehntefüllenden Ideen die Zukunft der Serie. Aber sie greifen nun ziemlich stark in die Vergangenheit ein. Das mag ich einfach nicht. Und Florian baut eine Menge ein. Verknüpfungen, Erwähnungen von alten Figuren, Waffen und Ereignissen. Für mich zu viel. Wie bei die dem Kampf vor dem Dom. Alle paar Seiten taucht ein neuer Begriff auf, immer größere Überraschungen sollen den Leser schocken. Die Co-Autoren sollen nicht die Serie von Dark neu entwerfen, sondern bitte nur verbessern. Bildlich gesprochen hat die wunderbare Sinclair-Statue über die letzten Jahrzehnte Moos angesetzt und ist stellenweise korrodiert. Die Co-Autoren dürfen sie sehr gern reinigen und Details, die sie für wichtig halten, neu herausarbeiten. Was sie nicht sollen ist, sie nach Gutdünken umzumeißeln.



Ich weiß noch wie ich bei Florians erstem Roman mit den Werwölfen mehr als begeistert war. Ein Glanzstück, ein Hoffnungsträger. Sofort erwachte mein Fanboyherz. Aber je mehr er sich zutraut. Je mehr er sich frei auslässt und seine Ideen umsetzt. Desto weniger mag ich das. Inzwischen stehe ich ihm skeptisch gegenüber und freue mich nicht mehr blind, wenn ich seinen Name in der Romanvorschau lese. Der Schreibstil ist unverändert geblieben. Florian schreibt erstklassigen Heftromanstoff. Wie der Inhalt ankommt hängt sehr von den Vorlieben und Abneigungen des Lesers ab. Womit wir den Kreis zu meinem ersten Satz schließen. Er wird nicht ändern können, was mir nicht gefällt. Dass ich diesen dritten Teil als schwächsten der Trilogie empfinde ist leider so. Für mich ist aktuell Rafael Marques der Name, auf den ich mich in den Vorschauen am meisten freue. Die gleichen Leserkenntisse, aber er übertreibt nicht so furchtbar.


Ich kann keine sehr gute Wertung wie für die anderen beiden Hefte mehr geben. Nur noch ein gutes Heft. Top geschrieben, aber inhaltlich nicht meins. Ein paar Details (die der Hauptautor hoffentlich mitbekommt und künftig berücksichtigt) wie die Zerstörung des Schwertes des Salomo, die Rückerlangung des Bumerang oder die Rede zu Sheila sind makellos. Aber das reicht nicht, um einen gesamten Roman wett zu machen.



PS. Wenn ich jetzt direkt vergleiche: Die Trilogie um den Schwarzen Tod oder um Asmodina fand ich deutlich besser erzählt. Dafür schlechter geschrieben.

erstellt am 28.02.17 19:46
diese großen schlachten les ich auch nicht so gern, und ich denk auch, dass florian aufpassen muss, dass ers nicht übertreibt mit allem.

aber ich denk, die trilogie war jetzt mal was besonderes, ich geb auch 5 von 5 kreuzen. und das war jetzt auch erst mal n abschluss.

der täufer ist weg, der seher ist weg, das schwert des salomo ist weg, die goldene pistole ist leergeschossen, drei von den eminenzen sind weg, übrig sind nur noch lykaon, ian, sarket und phorky. ich denk mal, dass die jetzt wieder alle einzeln für sich kämpfen und so ne trilogie wie die hier, mit extra-button, nicht so schnell wieder kommt.

buch der grausamen träume, trank des vergessens, würfel des unheils, hat jetzt alles der spuk. irgendwann, hoffentlich nicht ganz so schnell, wirds vielleicht mal ne spuk-trilogie geben.

jason hat ewig die chance gehabt, aus allem etwas zu machen, jetzt sind halt mal andere am zug. da gibts für die neuen autoren noch viel zu tun, um mal was zum abschluss zu bringen. ne matthias-trilogie, ne cavallo-trilogie, und danach sind die alle weg.

okay, und ich hab noch nen vorschlag: carlotta könnt, so wies graham grimm in dl 8, angedeutet hat, zu dark land nach twilight city rüber wechseln.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:48 Uhr bearbeitet)

erstellt am 28.02.17 21:30
Aber meine Frage vom Band zuvor bleibt bestehen. Wie kann Myxin in den dunklen Dom, wenn er doch ein Dämon ist? Der Spuk konnte ja nur hinein, weil er einen menschlichen Körper besetzt hatte. Nämlich Suko. Aber Myxin hatte keine Probleme gehabt.
Wobei mich auch im Text gewundert hat, dass Myxin menschlicher geworden wäre. Wie sollte das wohl möglich sein? Gefühlsmäßig mag er menschlicher denken, als früher, aber sein Körper hat nichts mit einem Menschen gemeinsam. Seine Mutter eine Dämonin, sein Vater.........ja, wer sein Vater war, weis man immer noch nicht. Aber ein Mensch war er bestimmt nicht.
Alles in allem hat mir der Roman sehr gut gefallen. Wenn mir auch mal wieder alles zu groß war. Das Manko habe ich in der ganzen Triologie gehabt. Ich mag einfach keine zu groß aufgezogenen Feinde. Und die Auflösung, wer der Täufer ist, war mir zu groß. Nur gut, dass er nicht mehr existiert. Dafür taucht jetzt wohl METATRON hin und wieder mal auf. Hoffentlich nicht zu oft, denn er ist nicht wirklich jemand, der mir liegt.

erstellt am 01.03.17 18:16
Das Gleichgewicht schrieb:
PS. Wenn ich jetzt direkt vergleiche: Die Trilogie um den Schwarzen Tod oder um Asmodina fand ich deutlich besser erzählt. Dafür schlechter geschrieben.



@Gleichgewicht
Wenn ich Dich richtig verstehe, soll das heißen: Bei den genannten alten Trilogien war der Inhalt / die Handlung / der Plot deutlich besser, nur der Stil / die Sprache schlechter???

erstellt am 01.03.17 22:39
So würde ich das verstehen. Ich hab´s gelesen, ich war begeistert. Aber ich bin jetzt zu müde für einen ausführlicheren Bericht. Sorry. Folgt.

erstellt am 03.03.17 16:08
Also:
Ich will mal gleich mit einer Bewertung anfangen. Ich gebe die volle Punktzahl: 5 von 5 Haut-Kutten. Ich fand es einfach nur genial. Und ich bin froh, dass ich bei den Vorgänger-Bänden nur 4,5 von 5 Gummipunkten vergeben habe, weil das fand ich noch einen goßen Zacken besser. Passiert auch eigentlich nie, dass ich das Heft an einem Dienstag schon ausgelesen habe. Schon das sagt einiges, finde ich.
Gut, der Täufer hat ein wenig Blubberwasser getrunken. Wollte wohl sicher gehen, dass John auch wirklich alle Zusammenhänge kapiert. Aber lasst ihn doch blubbern. Nach einem ungeschriebenen JS-Gesetz steigt die Wahrscheinlichkeit vernichtet zu werden im Verhältnis zu vorherigen Gelaber potentiell an.
Soll ich Euch sagen, was ich besonders toll fand? Schlachtenbeschreibung, Emotionen, Action, kenne ich inzwischen von Flo in dieser Qualtität, was mit aber an diesem Heft besonders aufgefallen ist, war der Humor! Der Täufer bezeichnet die Vernichtung des Drachen als Kollateralschaden und John meint nur ganz trocken "Frag mal Phorkys". Und das gefesselt auf einem Opferstein. Wenn das mal nicht cool ist, weiß ich auch nicht. Und das noch mit zerissenem Shirt!!!! Wer nach der Szene kein John-Fan ist, dem ist nicht mehr zu helfen!
Wunderbar fand ich auch, dass der Spuk die Macht hat, John vergessen zu lassen, wo er denn den Bumerang hat. Ach ja? Gar nicht konstruiert, oder? Aber hei, wir lesen hier einen Gruselroman, und manchmal finde ich es völlig legitim sich da halt mal was auszudenken, damit es am Ende passt. Irgendwoher musste der Bumerang ja wieder auftauchen, also entweder so oder John findet ihn beim Frühjahrsputz hinter dem Regal mit den Putzsachen. Was nicht so spannend wäre. "Gefühlte Jahrzehnte" war der Bumerang weg, jetzt ist die silbernen Banane wieder da. Ach, ich schwelge jetzt also jede Woche in Erinnerungen....
Dieser Roman hat genau die richtige Mischung aus allem, was für mich einen guten JS ausmacht. Spannung, Action, Humor, Gefühl (was JD ja immer als "menschlich" beschrieb). Es wird geheult, gelacht, geschwitzt und gekämpft. Genau so will ich das.
Und meinen Senf zum Inhalt verstecke ich mal, nicht, dass sich wieder irgendwer beschwert, ich würde spoilern....
Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?

Also: neue Ausgangslage: Wir haben das Schwert des Salomo gegen den altbekannten Bumerang eingetauscht. Rabisana, Okypete und Shador sind Geschichte. Shador fand ich eigentlich als Gestaltwandler ganz cool, die anderen sind für mich verzichtbare "Kollateralschäden". Phokys hat´s gepackt, muss aber umziehen, sein Drachen-Caravan ging drauf. Lykaon noch da, dass Flo den nicht draufgehen lässt, war ja wohl klar. Sarket kann immer noch "Dienerkreatur" mit ganz rollendem "R" murmeln. Ian McCoy auch noch da. Auf den hätte ich verzichten können, seine Visionen finde ich immer so verwirrend.
Und Metatron wird wohl zukünftig eine größere Rolle spielen. Bin ja mal gespannt. Bisher kann ich noch nicht viel mit ihm anfangen. Was macht den besonders? Was kann der, was andere nicht können?
Die Leser und Bill bekommen endlich die Sheila-Beerdigungs-Szene, deren bisheriges Fehlen ja von uns moniert wurde.
Irgendwelche groben Fakten vergessen?

Für mich war das ganz großes (Kopf)-Kino. Als so weiter bitte. Großartig!

erstellt am 04.03.17 04:22
leni schrieb:
Und das noch mit zerissenem Shirt!!!! Wer nach der Szene kein John-Fan ist, dem ist nicht mehr zu helfen!


Obwohl ich Deine Meinung zu Flo teile, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du in diesem Fall nicht mehr zu einer objektiven Beurteilung in der Lage warst.
Spätestens Mittwoch Morgen muss Dein Mann allerbester Laune gewesen sein ...

erstellt am 04.03.17 11:51
corto feldese schrieb:
Das Gleichgewicht schrieb:
PS. Wenn ich jetzt direkt vergleiche: Die Trilogie um den Schwarzen Tod oder um Asmodina fand ich deutlich besser erzählt. Dafür schlechter geschrieben.



@Gleichgewicht
Wenn ich Dich richtig verstehe, soll das heißen: Bei den genannten alten Trilogien war der Inhalt / die Handlung / der Plot deutlich besser, nur der Stil / die Sprache schlechter???


Das soll es heißen.

erstellt am 04.03.17 20:09
Wolf schrieb:
leni schrieb:
Und das noch mit zerissenem Shirt!!!! Wer nach der Szene kein John-Fan ist, dem ist nicht mehr zu helfen!


Obwohl ich Deine Meinung zu Flo teile, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du in diesem Fall nicht mehr zu einer objektiven Beurteilung in der Lage warst.
Spätestens Mittwoch Morgen muss Dein Mann allerbester Laune gewesen sein ...

Och,tja, naja, nun, äh,.... was soll ich denn dazu sagen.... Wieso? Objektiv war das Shirt definitv zerissen, siehe Titel. Ich kommentiere hier nur, geschrieben hat´s ein anderer

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