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Thema: 12 Priester der Verwesung
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Antworten zu diesem Thema: 8

 
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erstellt am 16.03.17 20:33
Michael Breuer

Als der Körper des Gangsters die Rechtsmedizin verließ und zur Bestattung freigegeben wurde, beging man einen grausigen Fehler. Schon bald erhob sich der Tote nämlich wieder. Er war dabei, sich auf unheimliche Weise zu verändern.

Die Redaktion des Twilight Evening Star hörte von den Vorgängen auf dem Friedhof. Man ahnte jedoch noch nicht, dass dort eine unheimliche Macht damit befasst war, sich um den Auferstandenen zu kümmern.

Die Wächter des Friedhofs duldeten keine Fehler und schon gar nicht ihr Oberhaupt, der Priester der Verwesung ...

erstellt am 16.03.17 21:16
Ah, das Breuerlein darf auch mal ran - gefällt mir.

erstellt am 17.03.17 07:51
Einen Daniel Stulgies könnte ich mir hier auch gut vorstellen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 07:52 Uhr bearbeitet)

erstellt am 22.04.17 15:48
...mein lieber Schwan
Auch Michael kann man den Schwarzen Peter nicht zuschieben! Echt unterhaltsam, der Knüller schlechthin; geradezu infernalisch...
Gibt 5/5, und eh ich Schmerz und Pein erliege...
Es ist nie zu spät um verschüttete Milch zu beweinen!
Danke, mehr davon, vor allem schneller...
(und wieder 14 Tage warten; Verdammt)

erstellt am 24.04.17 20:00
Knollo schrieb:
Gibt 5/5, und eh ich Schmerz und Pein erliege...


haha, schmerz und pein ist ne anspielung auf den roman. die 2 schlägertypen, die kein wort sagen. 5/5 weiß ich nicht. schlecht eingebaut in den roman war das reporterpärchen, johnny und abby.

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
der roman hät auch ghouls in twilight city heißen können. man hät jetzt auch denken können, der roman ist so ne geschichte, wo einer von den toten zurückkehrt um rache zu nehmen, aber nee, der wird bloß aus dem leichenschauhaus an die ghouls auf dem friedhof weitergereicht und wird dort größenwahnsinnig. keine rache mehr, aber riesenkampf gegen die ghouls.


erstellt am 24.04.17 20:51
@ Ariane;
Johnny und Ghouls im Zusammenhang mit Sinclair, da hätteste recht... ich dachte auch beim lesen; wieso hat er keine Beretta mit Silberkugeln, schon wäre das Thema erledigt. Aber... hier sind wir in der Anderswelt und die Ghouls (hier als Narden) sind ein Volk mit einer Geschichte und einer Aufgabe in dieser Welt wenn eben auch der Lebensraum auf die Friedhöfe bezogen ist. So wie auch Wynn selbst sich eingestand das er noch viel zu wenig darüber weiß und sich nun endlich mal schlauer machen sollte. Deswegen bin ich von Michael seiner Auslegung der Geschichte auch so begeistert. Klasse Grusel...

erstellt am 27.04.17 19:49
Eigentlich wollte ich ja mit der Serie aufhören, wenn es mit der Haupthandlung nicht langsam mal voran geht. Dass Michael Breuer für seinen Einstieg einen Einzelfall wählt ist aber nachvollziehbar und legitim. Ein unglückliches Missgeschick, ein mächtiger Untoter und eine Abwandlung der bekannten Ghouls. Mehr braucht es nicht. Die Haupthelden sind zwar auch dabei aber kämpfen kein einziges mal. Man hätte Wynn und Abby auch direkt weglassen können, zwar fungieren sie als Augenzeugen, aber am Ende willigen sie ein, über den brisanten Fall zu schweigen. Selbst in ihrer Reportertätigkeit war das also vertane Zeit. Dark Land als Plattform für eigene Gruselgeschichten, komplett ohne Zwang einer Haupthandlung und festen Hauptfiguren, würde sicher gut funktionieren.


Erstmal das obligatorische Abarbeiten der Logikfehler beziehungsweise Kritikpunkte, bevor ich allgemeiner zu der Handlung komme. Viele Fragezeichen wurden von Michael im Laufe des Abenteuers sehr gut und schlüssig beantwortet und was übrig bleibt sind lediglich kleinere Anmerkungen.

Woraus bezieht Williams seine Kräfte? Auf der einen Seite ist ganz klar, dass es der Friedhof beziehungsweise seine mystischen Kräfte sind, auf dem er irrtümlich bestattet wurde. Andererseits behauptet Williams, er würde aus Prinzip jedes mal an Macht gewinnen, wenn ihm jemand eine eigentlich tödliche Wunde zufügt.

Im Handlungsverlauf mutiert der Kerl mir zu stark zu einer Art Mr. Silver. Er hat unglaubliche Selbstheilungskräfte, in Ordnung. Er wird gegen Auswirkungen von Verletzungen immun. Erst wird er von einem Messer in den Schädel bewusstlos, später kratzt ihn eine Kugel in den Kopf gar nicht mehr. Passt. Seine Körperkraft steigt enorm an, so dass er Handschellen sprengen kann. Bis hierhin passt alles noch zu seiner Gabe. Dann kann er aber seine Umgebung scannen und Lebewesen in der Nähe wahrnehmen. Und Energieblitze aus seinen Fingern schießen lassen. Wo lässt sich das mit dämonisch beschleunigter Zellregeneration vereinbaren?

Im Kampf gegen Williams verflüssigt sich Nakamura und greift ihn in dieser Schleimform an. Warum hat das keiner der anderen Narden gemacht, als Williams erwachte und Amok lief?

Nakamura kann von Glück sagen, dass Williams sich dem Kampf stellte. Er soll den Untoten finden und versuchen, ihn zu vernichten. Dabei trifft er auf Wynn und Abby. Mit den beiden hält er ein nettes Pläuschen und klärt sie auf. In der Zeit hätte Williams locker abhauen können.

Bleibt eine riesige Frage für mich. Denn die gesamte Handlung ist unlogisch, wenn man meinem Gedankengang folgt. Menschen und Dämonen werden in Twilight City bestattet. Getrennt voneinander. Es ist furchtbar extrem arg wichtig, dass nicht ausversehen Verstorbene mit dämonischen Genen auf Menschen-Friedhöfen beerdigt werden. Das weiß jeder in der Stadt. Dämonisches kann über einen simplen Bluttest nachgewiesen werden. Warum gibt es keine Routineüberprüfung von toten Menschen auf Dämonen-Blutpartikel? Egal ob sie gewaltsam oder an Altersschwäche verstorben sind? Es reicht offenbar ein kleiner Anteil schwarzen Blutes, um eine Katastrophe herauf zu beschwören. Wenn jemand stirbt der auf den ersten Blick ein Mensch ist, kann er trotzdem ein „Mischling“ sein, der sein Dämonenblut nur nie bemerkt hat. Wie Williams. Bei ihm wird fälschlicher Weise auf einen Bluttest verzichtet. Der wäre aber nicht aus Prinzip fällig gewesen, sondern weil er gewaltsam getötet wurde und man ihn routinemäßig auf Vergiftungen untersuchen hätte müssen. Dazu kommt die Fahrlässigkeit der Narden. Wenigstens sie scheinen aus Prinzip jeden zu überprüfen, der auf einem Menschenfriedhof landet. Gerade bei Williams vergessen sie es aber? Ich glaube auch nicht, dass die Behörden TCs sich darauf verlassen, dass die Leichenfresser fehlerfrei ihren Job machen.



Lesespaß hatte ich trotzdem. Schaue ich auf die Geschichte bin ich trotz kleineren Mängeln rundum zufrieden. Der Einstieg ist Michael wunderbar gelungen, das Abenteuer hat mir wesentlich besser gefallen als sein Sinclair-Zweiteiler. Besonders die Darstellung dieser „Ghouls“ möchte ich loben. Eine frische Idee, mit guten Abweichungen, die nicht übertrieben ist. Spannend erzählt, mit stimmigen Beschreibungen. Ich schwanke zwischen einer Guten und Sehr Guten Bewertung. Je nachdem, ob man das Heft allgemein als Beitrag zum Spin Off sieht, oder wie gut es als Michaels Einstieg gelungen ist. Von mir gibt es eine ganz knappe Sehr Gute Note. Die Geschichte war rund und ich mag es, wenn ein Autor sich die Mühe macht, gewisse Vorgänge dem Leser nochmal logisch zu erklären statt die Hintergründe offen zu lassen.

erstellt am 27.04.17 20:27
Das Gleichgewicht schrieb:
Warum gibt es keine Routineüberprüfung von toten Menschen auf Dämonen-Blutpartikel?


passiert vielleicht selten, dass jemand so was im blut hat, und dann schlamperei halt. der hat die untersuchung doch einen anderen machen lassen und sich auf den verlassen.

jetzt sind die garantiert vorsichtiger

erstellt am 06.05.17 23:22
Der kleinkriminelle Dexter Williams, der in den schäbigen Vierteln von TC groß geworden war und sich mit Einbrüchen und Raubüberfällen sein Leben gesichert hatte, wollte über einen Rauschgift Deal mit der Krolovkin Familie (dreiäugige nichtmenschliche Rasse) endlich ans große Geld. Für Dexter endete das Tot auf einer Bahre in der Gerichtsmedizin. Neal Martens und sein Vorgesetzter Rechtsmediziner Sam Nakamura sollten die angeordnete Untersuchung durchführen. Nakamura, ein Narde (Dämonenrasse, Ghoulähnlich) hatte aber noch eine Verabredung, weswegen er Martens die Untersuchung überließ… Dieser gab die vermeintliche Leiche nach kurzer Autopsie für den Friedhof ,,Warbling Fields” frei. Dexter war aber nicht Tot, er trug schwarzes Blut in sich was ihn zum Dämonen werden ließ. Abby hörte über Polizeifunk von einem ungewöhnlichem Fall auf dem Friedhof und wollte als Reporterin dabeisein. Also machte sie sich in einem Taxi mit Wynn auf den Weg. Inzwischen hatte auch Nakamura nach seinem erfolglosen Date und nachdem er wieder in der Gerichtsmedizin war und den Fall zu Ende bringen wollte, gemerkt das er die Blutuntersuchung bei Dexter vergessen hatte. Nachdem er feststellte das es sich um Dämonenblut handelte, machte er sich auch zum Friedhof auf. Dort wurde er vom Priester seiner Rasse schon erwartet und gemaßregelt. Im Großangelegten Showdown wurde Dexter vernichtet.

Für mich ein klasse Gruselkrimi… Die hier so gezeigte (menschliche) Seite von Nakamura hat es mir besonders angetan. Obwohl es ein sehr eigenständiger Plot war fand ich die Einbindung der ganzen Geschichte ins ,,TC Universum” sehr stimmig.
Allerdings fragte ich mich gleich am Anfang, was eigentlich mit Dexter los war?! Denn da umklammerte seine Hand eine Pistole…(als einzige Lebensversicherung dargestellt). Diese Waffe spielte aber nur eine Seite weiter keine Rolle mehr, denn er ergab sich gegenüber den Krolovkins kampflos! Obwohl da ganz klar stand das er die Pistole benutzen würde?! Immerhin konnte er da ja noch nicht wissen das er eigentlich unsterblich ist.
Wie auch schon bei Heft 11 war auch hier das Ende klasse, die Geschichte hat ein rundes Finale, findige Leser können sich aber durchaus eine Fortsetzung vorstellen… Fettes Lob an die Autoren…
An den 5/5 gibt es nichts zu rütteln… und ich hoffe das wir von den Narden noch mal hören, selbstredend dürfen auch gern die Dreiäugigen Fieslinge eine größere Rolle spielen.

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