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Thema: 2019 Inugami - die Bestie
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Antworten zu diesem Thema: 6

 
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erstellt am 23.03.17 19:01
Erst kürzlich wurde Purdy entführt und jetzt hat sie schon wieder Probleme. Wie schön dass auf den letzten Fall eingegangen wurde, direkt mal ein Pluspunkt an das Autorenkollektiv. Sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber als Kontrast zu Dark-Geschichten kann man das mal erwähnen. Dabei ist beim Aufbau der Plots der Zufall stark involviert. Purdy ist Anwältin in dem Fall. Bei den Ermittlungen hat mal wieder ein Kollege Durchfall oder fühlt sich der Sache nicht gemessen, whatever. Freund Tanner darf einspringen. Und Powell kennt den Richter aus seinem Altherrenclub. Auch gestört hat mich folgende Aussage von John.

„Selbst wenn keine schwarzmagischen Kräfte involviert gewesen sein sollten, allein die Brutalität des Verbrechens war derart ungewöhnlich und menschenverachtend, dass wir uns darum kümmern mussten.“

Äm, nein! Egal wie brutal ein Mord ist. Solange es kein paranormaler Fall ist habt ihr Geisterjäger da nichts zu suchen! Den Blödsinn hätte man sich sparen können. Am Ende gibt es nämlich durch die ganzen Hinweise auf eine Bestie als Killer einen sehr guten Grund, warum das Sinclairteam sich das mal anschauen sollte.


Das war also das erste Viertel der Geschichte, an der Florian mich nicht total überzeugen konnte. Vor allem wegen Kleinigkeiten. Was folgt ist dann aber ein schöner Fall der Woche. Und wenn mal Logikfragen für mich aufkamen (Warum hat der Dämon den eigentlich unbeteiligten Philipp Preston angegriffen?) wurden diese vom Autor registriert und beantwortet. Wunderbar.

Nun ja, zum Ende hin gibt es doch noch zwei Dinge. Kusanagi-no-tsurugi wird mir inzwischen zu regelmäßig eingesetzt. Es sollte wie das Schwert des Salomo eine Ausnahme bleiben. Wenn Dark Artefakte vergisst und verstauben lässt ist das blöd. Sie zu oft einzusetzen nimmt ihnen aber auch den Reiz. Beim ganzen übersinnlichen Kram in der Serie dürfen die Helden sich auch gern mal selbst etwas basteln. Mit weißmagischen Runen versehene Steine die man auf Gegner werfen kann, Weihwasser-Phiolen, von Myxin ein paar Bannsprüche lernen, um Gegner zu schwächen. Ihr seid der Hoffnungsträger von JS, also lasst euch etwas fantasievolles einfallen.

Und warum wurde Carl Watson und sein Kollege getötet? Sir James hat der Angreifer auch schnell gebannt, bevor der zur Waffe greifen konnte, und leben gelassen. Beim ersten Wachschutz-Opfer sieht es ganz danach aus, als hätte der Dämon ihn aus dem Hinterhalt überrascht. Das passt nicht zusammen.



Bis auf ein paar nicht-lesespaßmindernde Punkte ein durchweg guter Fall der Woche. Ich könnte mich jetzt wiederholen und gegen Florian sticheln. Sagen wir einfach, er hat genau im richtigen Maß erzählt. Immer wenn er das tut werde ich prima unterhalten.

erstellt am 23.03.17 21:42
das titelbild ist mal was anderes. das mit den kürbissen passt aber gar nicht in die jahreszeit und die vampirgeschichte auf der leserseite hat keinen direkten bezug zu JS. so, freu mich aber auf den roman. scheint ja echt mal was anderes zu sein.

erstellt am 24.03.17 22:26
Das Gleichgewicht schrieb:
„Selbst wenn keine schwarzmagischen Kräfte involviert gewesen sein sollten, allein die Brutalität des Verbrechens war derart ungewöhnlich und menschenverachtend, dass wir uns darum kümmern mussten.“

Äm, nein! Egal wie brutal ein Mord ist. Solange es kein paranormaler Fall ist habt ihr Geisterjäger da nichts zu suchen! Den Blödsinn hätte man sich sparen können. Am Ende gibt es nämlich durch die ganzen Hinweise auf eine Bestie als Killer einen sehr guten Grund, warum das Sinclairteam sich das mal anschauen sollte.

Bin ja nicht so häufig mit dir einer Meinung, aber hier bin ich voll bei dir! Und ich kann mich noch an ganz viel Zuständigkeits-Gerangel erinnern, wenn John dachte, dass es vielleicht doch was für ihn sein könnte. Dieser Satz hat mich auch erstaunt. Das war auch mir neu!

Nun ja, zum Ende hin gibt es doch noch zwei Dinge. Kusanagi-no-tsurugi wird mir inzwischen zu regelmäßig eingesetzt. Es sollte wie das Schwert des Salomo eine Ausnahme bleiben. Wenn Dark Artefakte vergisst und verstauben lässt ist das blöd. Sie zu oft einzusetzen nimmt ihnen aber auch den Reiz. Beim ganzen übersinnlichen Kram in der Serie dürfen die Helden sich auch gern mal selbst etwas basteln. Mit weißmagischen Runen versehene Steine die man auf Gegner werfen kann, Weihwasser-Phiolen, von Myxin ein paar Bannsprüche lernen, um Gegner zu schwächen. Ihr seid der Hoffnungsträger von JS, also lasst euch etwas fantasievolles einfallen.

Möchte mich hier nicht beschweren, Flo und Kollegen würden sich nichts einfallen lassen und Bann-Sprüche von Myxin fände ich auch doof, aber im Grunde sehe ich das ähnlich. Lassen sich nicht Zombies durch fließendes Gewässer "töten"? Da gab es doch mal was in der Art. Solche Sachen, so angewandtes Geisterjäger-Grundwissen, könnte mal wieder dran kommen. Das Schwert finde ich einfach unpraktisch.

erstellt am 24.03.17 22:28
Ariane schrieb:
und die vampirgeschichte auf der leserseite hat keinen direkten bezug zu JS.

Hat dich das gestört? Das war doch bisher nie Vorraussetzung für ne Kurzgeschichte auf der LKS.

erstellt am 25.03.17 16:40
ich finds nicht so schlimm, dass schon wieder das japanische schwert und die ninjakrone eingesetzt wurden, weils in dem roman ja gepasst hat. aber es nutzt sich schon irgendwie ab. das gefühl, dass jetzt irgendwas besonders ist, hab ich nicht mehr. das war mal. Shaos einsatz, das hat auch gepasst, aber es war auch nichts besonderes mehr.

das monster der woche, inugami, war mal was anderes, ok. hat jetzt aber auch nicht wirklich ne persönlichkeit gehabt. ich find der roman war nicht so gut wie der von letzter woche. ob ich dann wirklich noch 4 von 5 kreuzen geben soll, weiß ich nicht.

leni schrieb:
Ariane schrieb:
und die vampirgeschichte auf der leserseite hat keinen direkten bezug zu JS.

Hat dich das gestört? Das war doch bisher nie Vorraussetzung für ne Kurzgeschichte auf der LKS.


interessiert mich dann halt nicht so.

erstellt am 28.03.17 13:28
Für mich war das schon Hardcore-Horror. Erinnerte mich an den Roman Amoklauf von Neal Davenport aus dem VHR, der indiziert wurde.
Bis auf DG’s Einwand zur Zuständigkeit, die ich teile, hab ich nichts zu meckern. Wenn asiatische Magie eine Rolle spielt, dann erwarte ich auch nicht das christliche Waffen helfen. Der Einsatz des Schwertes war passend.
Eine spannende Geschichte mit Gruselfaktor und ausnahmsweise verständlich ohne Humor. Hier gab es wirklich nichts zu lachen.

erstellt am 29.03.17 21:14
Inhalt:
Auf bestialische Weise werden in London grausame Morde begangen. Gemeinsam hatten die Opfer, dass sie an einem Prozess gegen drei Jugendliche beteiligt waren, die in der Gerichtsverhandlung vom Vorwurf der Vergewaltigung einer jungen Japanerin schließlich frei gesprochen wurden. Ein Racheakt? Können John und Suko die Bestie stoppen? Und was ist das für ein Vieh – ein Geist, ein Werwolf oder doch etwas ganz anders??
Meinung negativ:
Das ist wieder ein Flo-Roman, an dem es nicht viel zu meckern gibt. Deshalb jammere ich auch hier wieder auf hohem Niveau. Zwei Sätze sind mir aber doch aufgefallen und haben mich zu einem Grinsen beim Lesen verleitet, obwohl sie so wohl eigentlich gar nicht gedacht waren. Aber Florians Affinität zu Fremdwörtern ist nach wie vor sehr markant. Zum einen bemerkt Suko auf S. 49 „Die Terminologie weist auf einen Geist oder Dämon hin.“ Soso, tut sie das, die Terminologie?!?! Mensch, was kann sich unser Suko im allergrößten Stress und Sorge um Chiko aber heute wieder gewählt ausdrücken. Toll!
Und John kann aus dem Augenwinkel heraus psycho-analytische Diagnosen mit korrekten Fachausdrücken stellen und sieht sofort, dass Felix auf S. 37 in einem „dissioziativen Schockzustand“ ist. Na klar kann er das. Hat ja auch mal Psychologie studiert.
Bei AEBA habe ich mich nicht beschwert, dafür waren die Sätze noch zu verständlich, In meinem Kopf-Kino reden die beiden nicht so.
Eine weitere, letzte Sache: John wird als Leibwächter zu Felix geschickt, doch statt seinem Schützling nicht von der Seite zu weichen, plaudert er ein wenig mit den Security-Leuten und dreht dann netterweise noch ne Runde ums Grundstück. Das muss ja schief gehen. Das hat mich stark an JD erinnert. Da wurde auch öfter mal das Fenster geöffnet, um zu sehen ob die Gefahr noch da ist.
Meinung positiv:
Ich habe noch nie etwas von einem Inugami gehört und habe es aus Neugier gegoogelt. Und – wie bei Flo nicht anders zu erwarten- : es gibt diese Viecher wirklich in der japanischen Mythologie. Selbst ein einfaches MDW ist bei Flo korrekt dargestellt und top recherchiert! Griechische Mythologie hatten wir ja schon, jetzt beweist er, dass er sich auch in Japan auskennt. Und ich bin mir sicher, der kennt noch viel mehr! Das lässt doch für die Zukunft hoffen!
Fazit: Alles gut, gute JS-Unterhaltung, gut zu lesen. Punktabzug gibt es von mir weniger wegen der Fremdwörter, sondern mehr, weil es ein ganz normaler Roman ohne weitergehende Verbindung zu irgendeinem tieferen Handlungsstrang war. Das ist jetzt nicht unbedingt negativ zu verstehen, aber fesselnder war natürlich die Trilogie. So gibt es hier von mir „nur“ 4 von 5 Buffet-Platten. Guten Appetit.

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