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Thema: 1118: Die Martyrien des Emeric Rifaud
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erstellt am 03.04.17 17:46
Auch dieser Roman lies mich vor Freude jauchzen. Warum ich den Roman an meinem Kiosk jetzt immer vier Tage vor der angekündigten Veröffentlichung kaufen kann weiss ich nicht, macht aber auch nichts. Wenigstens sind da die Schweizer einmal schneller. Das passiert auch nicht oft :-)).

erstellt am 06.04.17 15:40
Ein toller Roman, in dem zwar nicht viel passiert, an sich sogar sehr wenig, aber dennoch ist dieser Roman ein kleines Meisterwerk, mit dem es Manfred Weinland gelang, wieder einmal den Leser zu fesseln.

Wir erfahren einige Dinge über Emeric Rifaud, wobei man sich lange fragt, wieso das den Leser interessieren soll, auch wenn man natürlich ahnt, dass es mit einem der Doyle-Charaktere zu tun haben muss.

Hier erfahren wir die tragische Vergangenheit (zumindest einen Teil) von Onyx. Hier sind natürlich noch reichlich Fragen offen, ebenso wie bei Carrie.

Was ich mir wirklich sehr wünsche, wäre dass auch andere Autoren mit den Charakteren agieren aber irgendwie ... bleiben Weinlands Charaktere stets bei ihm alleine. Und das ist nicht gut. So wirkt das ganze nicht eine Serie.

Ich gebe dem Roman ein SEHR GUT

... und wann gibt's endlich wieder BÜCHER? Alleine zu Nele & Co könnte man da noch tausende Seiten erzählen.

erstellt am 06.04.17 21:49
Loxagon schrieb:

... und wann gibt's endlich wieder BÜCHER? Alleine zu Nele & Co könnte man da noch tausende Seiten erzählen.


wenn es dich so nach neuen Büchern giert, warum schreibst du es nicht selbst ??CHER? Alleine zu Nele

erstellt am 08.04.17 18:41
Weil es da ein kleines Problem gibt und das heißt Copyright.

erstellt am 14.04.17 14:13
Endlich ist die episch ausufernde Eden-Handlung, die jahrelang Manfreds Baustelle war, beendet. Also auf zu neuen Ufern! Noch kann man nicht viel sagen, aber es schaut prinzipiell schonmal ganz gut aus. Zum einen gibt es ein Abenteuer der Woche, zum anderen tun sich längerfristige neue Probleme als roter Faden auf. Während mich der Waisenhaus-Fall gerade beim Finale nicht überzeugen konnte, hat mir die angedeutete Carrie-Handlung gerade im Epilog gefallen.

Die Kleine hat also ihre Teleportfähigkeit verloren. Tragisch, aber dass die einzigartigen Kräfte irgendeines Charakters spinnen geschieht bei PZ alle paar Wochen. Die Regenbogenblumen könnten erneut verdorben werden. Interessant, aber das bekommen die Helden am Ende eines harten Kampfes über viele Hefte sicher gelöst. Ich würde mich freuen, wenn ich mich irre und das Autorenkollektiv wirklich zulässt, dass alle Regenbogenkolonien wenigstens temporär unbrauchbar werden. Wäre ein ziemlich großer Einschnitt in die Serie, ob man sich das traut? Ich fand diese Entwicklungen nett, mehr nicht. Carrie dann aber in eine bisher unbekannte Vergangenheit zu transportieren könnte sich als Glücksgriff herausstellen. Das gleiche ist damals Dylan passiert und auch nichts neues. Aber Manfreds Stärke sind in meinen Augen einfach die historischen Handlungen. Vielleicht spinnt Carries Fähigkeit so, dass sie jetzt unkontrolliert immer in andere Epochen springt. Das wären dann aber Soloabenteuer ohne Zamorra und ein heikles Thema in der Leserschaft.

Vergangenheitsabsätze gibt es auch bei den Geschehnissen um Emeric Rifaud. Leider ohne Bezüge zu irgendwelchen historischen Ereignissen oder Figuren. Schade. Trotzdem ist die gut unterteilte Geschichte interessant zu lesen. Was steckt hinter den Beschwörungen, was hat es mit dem Waisenhaus auf sich, kann Emeric dem Treiben irgendwie entkommen? Als Hundefreund hat man schon genug zu leiden, da hat der Autor einige fiese Szenen eingebaut. Die Auflösung konnte mich dann vor allem bei einem Punkt nicht überzeugen, den ich extrem unlogisch fand. Emeric konnte dem Waisenhaus damals also tatsächlich knapp entkommen, die anderen Kinder wurden aber geopfert und die Beschwörung ist weiterhin in der Schwebe. Aus ihm wird Agent Onyx. Eigentlich ein guter Twist. Aber wenn aus dem kleinen Emeric von damals der Agent einer paranormalen Organisation wurde. Warum wartet er dann ab, bis rein zufällig ein Mord im ehemaligen Waisenhaus geschieht? Warum hat er diese grausame Dämonenbeschwörung von damals nicht im Kopf und schickt bei Gelegenheit einen Säuberungstrupp dorthin, um sicher zu gehen, dass dieses sehr persönliche Kapitel für ihn abgeschlossen ist. Wie sich ja heraus stellt ist es das nicht, hätte er eher agiert wäre Claudette noch am Leben. Und die Idee eines Autos das Geister einsaugen und lagern kann war mir zu abgedreht. Das Teil donnert am Ende durch einen Fernbedienungsknopf gesteuert ins Waisenhaus und staubsaugt die dämonische Entität in sich hinein. Oder so.



Das Finale hat mir wirklich überhaupt nicht gefallen. Der Rest schon, also kann ich trotz viel Augenverdrehen nicht den ganzen Roman abstrafen, das wäre unfair. Ein gutes Heft. Ich drücke mir selbst die Daumen, dass sich der Carrie-Plot in eine für mich gute Richtung entwickelt.

erstellt am 29.04.17 11:39
Wieder ein fesselnder "Zamorra" von Adrian Doyle alias Manfred Weinland, diesmal auf drei Handlungsebenen und in zwei Zeitebenen erzählt (die z.T. im grandiosen Finale zusammengeführt werden.)
Wobei für mich die titelgebenden "Martyrien des Emeric Rifaud" in der Vergangenheit den mitreißenden Faden dieses Heftes bildeten. Ein Faden, der mich zunächst an Michael Breuers "Der Speer des Schicksals" erinnerte, in dem Sinne, dass er eine packende Story, die auch völlig außerhalb des Zammyversums funktionieren würde, darstellt.

ACHTUNG SPOILER
Was sich am Ende dann jedoch als Irrtum erweist, da wir es hier mit einer Origin zu tun haben.
Während wir erfahren, was 1976 (und in den Jahren darauf) der kleine Emeric erdulden musste, wird in der Gegenwart Zamorra gebeten, Onyx bei der Klärung eines Ritualmordes zu helfen. Nicole kümmert sich indes um Carrie, die völlig verstört ist, da sie ihre Teleporter-Fähigkeiten zu verlieren scheint. Hängt dies mit den Regenbogenblumen zusammen? Bei einer mentalen Kontaktaufnahme mit diesen geraten Nicole und Carrie in Lebensgefahr...
ENDE SPOILER

Manfred Weinland schafft es wieder auf seine unvergleichliche Art, Atmosphäre zu erzeugen. Dass er dabei einmal die Spannungsschraube überdreht, liegt weniger an dem Kapitel um Ausstellungsbesucherin Claudette (und ihren Hund) selbst, als an der vorgeschalteten Rota-Seite, die hier die Überraschung nimmt. (Zwar entsteht Suspense auch durch das Wissen des Zuschauers/Lesers über das des Protagonisten hinaus, doch wenn man das Ende kennt und der Weg dahin nicht zu Potte kommt... Hier hätte einfach auf Seite 3 der Name weggelassen werden können, man hätte mehr geahnt als gewusst, was von Vorteil gewesen wäre.)

Schön finde ich solche Details, wie die real existierende Herge-Ausstellung in Paris (nicht nur, da ich sie selbst besucht habe, sondern grundsätzlich). Wie schon öfter betont, finde ich es klasse, wenn Zamorras phantastische Welt in unserer Realität mit aktuellen Bezügen, Anspielungen etc. deutlich verankert ist. (Wobei sich hier Manfred einen kleinen Trick erlaubt hat, um die Serienchronologie - es ist März - einzuhalten, meines Wissens wurde die Exposition im Grand Palais nicht so lange verlängert...)

Nicht teilen kann ich die geäußerte Kritik, dass und warum Onyx das verfallene Anwesen nicht schon früher untersucht habe. Denn das wissen wir gar nicht, vielleicht verlief eine Untersuchung dort nur so, wie die des Spurensicherungsteams, das jetzt vor Zamorra und Onyx dort war. Ergebnislos.

Einen Fehler gibt es jedoch noch anzusprechen (und dies nicht zum ersten Mal): Nordflügel, Südflügel, Nordturm, Südturm. Was steht nun eigentlich leer, langsam komme ich da selbst durcheinander - wie auch Manfred und Susie scheint's auf Seite 42. (Oder steht der Südturm gar am Nordflügel...)
Was mich wieder zu der wiederholten Bitte um eine schöne Schlossrisszeichnung bringt.

Zwar verschmelzen die drei Handlungsteile nicht so genial wie in manchem anderen Doyle-Zamorra zu einer dramaturgischen Einheit, doch schon wegen des tollen Emeric-Stranges wieder mindestens vier von fünf Amuletten. Und wegen der Origin eines Protagonisten natürlich ein Sammlermuss selbst für den nur sporadischen (gibt es so etwas) Zamorra-Leser.

erstellt am 09.05.17 14:58
Bis auf das Vorwerk-Ghostbuster- Bond Vehikel hat mir der Roman gut gefallen.
Allerdings hatte ich trotz der Länge des Textes das Gefühl , das Manfred Weinland gerne noch ein paar weitere Seiten zur Verfügung gehabt hätte.

erstellt am 16.05.17 15:57
Handlung : Onyx bittet Zamorra einmal mehr , ihn bei einem Fall zu unterstützen. In einem einsam gelegenen ehemaligen Waisenhaus , wurden die Leiche einer jungen Frau und der Kadaver ihres Hundes gefunden. Während Zamorra , Onyx begleitet , bleibt Nicole zurück. Bei ihr meldet sich kurz darauf Carrie , die ihre besonderen Fähigkeiten verloren hat. Nicole nimmt mit den Regenbogenblumen Kontakt auf , um von ihnen mehr zu erfahren. Dabei erhält sie beunruhigende Neuigkeiten.Derweil nehmen Zamorra und Onyx , das ehemalige Waisenhaus in Augenschein. Onyx teilt Zamorra mit , das einst ein gewisser Emeric Rifaud , in seiner Kindheit , mit seinen Leidensgenossen , hier Furchtbares erlebt hat. Kann Zamorra das Rästel des Hauses lösen , das scheinbar auch etwas mit Onyxes Vergangenheit zu tun hat ?

Meinung : Ein richtig guter und spannender Roman von Adrian Doyle alias Manfred Weinland. Der Roman ist ziemlich klein gedruckt und auch etwas lang geraten , aber spannend von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich würde sagen Gothic - Horror in bestem Stil. Dabei hat mich am Schluß , die Auflösung über das Schicksal von Onyx , nicht nur überrascht , sondern auch sehr gut gefallen. Was Carrie und die Regenbogenblumen betrifft , hat es hier den Zamorratypischen Cliffhanger gegeben , mit dem sich künftige Romane noch beschäftigen werden. Ein kleiner Fehler ist Adrian , dann aber doch noch unterlaufen , was den bewohnten und den leeren Teil des Chateaus betrifft. Auf Seite 42 rechte Spalte , steht zunächst , das der Nordflügel bewohnt ist und der Südflügel leer steht. Etwa auf der Mitte der rechten Spalte , ist dann aber plötzlich der Nordflügel leer und der Südteil bewohnt.
Insgesamt ist es kein Actionroman , aber ein Roman der aufgrund des eleganten Schreibstils stets den Leser zu fesseln vermag. Daher gebe ich insgesamt die Note 1 = Sehr Gut ( 5 von 5 Kreuze )

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