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Thema: G.F. Unger - Rezensionen
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erstellt am 07.04.17 21:21
"die chancenlosen"

ist tatsächlich ne rachegeschichte. aber schon ein bisschen komplizierter. der eine scout will ja auch irgendwie sehen, wie custer untergeht. und er hilft yates überall wo er kann, dass der auch ne stelle als scout kriegt.

custer war schon irgendwie im roman so, nicht grad sympathisch halt, keine ahnung wie der echte custer war. ist halt immer so ein problem, wenn man historische persönlichkeiten als figuren verwendet.

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
die frau konnte auch nicht so viel machen. als offizierswitwe teil von so ner kaste, muss sich an regeln halten, kriegt nur ne schmale witwenpension, heiratet dann den kapitän, yates fällt aus allen wolken, verkraftets aber doch gut. hat ja seine rache gekriegt. nur das gold ist futsch, aber das hat denen allen sowieso nicht gehört.



"die falle in der player's hall"

ben clayton, der beim poker ne menge geld gewonnen hat, trifft donna, ne frau, die ihm imponiert. er will ihr dann gegen so einen anderen typen, orwin otis in ophir, helfen, die player's hall zurückzugewinnen.

das pokerduell an sich war nicht so spannend, aber das drumherum mit dem messerwerfer, der alles unsicher macht. war schon auch wie ein krimi, besser als mancher JC.

und ben lernt auch ne andere frau kennen, bea, die rechtschaffen ist und ne schneiderei hat und ihn, ben auch immer wieder zusammenflickt. also er verfällt donna nicht total und macht sich auch sonst viel gedanken, aber trotzdem verhält er sich oft so, als ob er keine wahl hätte.

die entscheidende stelle ist die begegnung mit nem mexikanischen großgrundbesitzer, der auf ihn wie ein spanischer hidalgo wirkt und ihm auch imponiert. so was wie gegenseitiger tiefer respekt einer für den anderen entwickelt sich da.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:30 Uhr bearbeitet)

erstellt am 08.04.17 19:43
aktuell westernbestseller

2300 Big Trail - Big Man
2301 Mann ohne Freunde

sind vielleicht dann die nächsten 2 rezensionen.

erstellt am 09.04.17 14:15
"Die Chancenlosen", gelesen in der Heftausgabe 1900, original erschienen als TB 45242. Und damit erneut ein Beleg dafür, dass Unger auch in seinem sogenannten Spätwerk, zu dem manche ja sage und schreibe seine gesamten 25 letzten Schaffensjahre zählen, also fast die Hälfte seiner Tätigkeit, sehr gelungene Romane geschrieben hat. (Und dieser entstand ja wirklich spät, wohl ca. 4 Jahre vor seinem Tod.)
Durch Zufall trifft der Südstaatler Yates beim Pokerspiel auf einen der Männer, die seine Familie während des Krieges ermordet haben, und so kann er nach Jahren deren Spur wieder aufnehmen. Dieser folgt er in den Norden, wo er erfährt, dass die verbleibenden vier Mann nun in der Armee gegen die ihr Land verteidigenden Indianer eingesetzt werden. Nachdem sich Yates mit einer Offizierswitwe und einem Scout angefreundet hat, dient er sich selbst dieser Cavalry-Einheit als Hilfsscout an. Es ist die 7te. Unter General Custer...

Atmosphäre, Spannung, wie hier in die Szenen eingetaucht wird und die gelungene Einbindung eines historischen Ereignisses machen den Roman zu einem echten Highlight. Dabei wird sowohl in der Schreibe, als auch bei der Plotentwicklung bis zum Finale deutlich, was Unger öfters selbst betont hat: seine Nähe zur griechischen Tragödie. (Was bei ihm durch eine gewisse fatalistische Lakonie noch wirkungsvoller wird.)

Ein sehr lesenswerter Roman zum kleinen, runden Heftjubiläum der eigenen Reihe.

erstellt am 11.04.17 16:43
Hardy schrieb: am 11.4.17

Betr.: Der bessere Mann (Zauberkreis-Unger Nr. 357)

"(...) Dieser Roman bereitet wirklich keine Freude. Konfuser Handlungsablauf, mangelhafter Schreibstil, infantile Ausdrucksweise und ein abgehackter
Satzaufbau. Nichts wird ausführlich beleuchtet. Kein Innehalten,
um sich mit einem Detail näher zu beschäftigen. Die Wörter
werden maschinengewehrfeuerähnlich hintereinander
gereiht. Zack, zack, zack. Grausig.

Da "Wasser und Weide" und "Hölle im Leib" , beides Romane aus
dem gleichen Zeitraum, aus einem anderen Holz geschnitzt sind,
melde ich Zweifel an, ob dieser Roman überhaupt aus Ungers
Feder stammt.

(...), dass jemand das Buch besitzt und Unger
es sogar seinerzeit signiert hatte. Also...ich würde unter so
einer missglückten Arbeit nicht mein Namenszeichen setzen.

Jedenfalls ist es der erste Western, den ich nicht bis zum Schluss
lesen werde."


So gesehen wohl kein Wunder, dass Bastei diese gekürzte Heftversion des Goldring-LBs (Ungers erster längerer Roman?) nie nachgedruckt hat.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:46 Uhr bearbeitet)

erstellt am 12.04.17 17:10
"Mann ohne Freunde"

der auftritt am anfang hat mir schon mal gleich echt gut gefallen. und auch die namen. morgan sunbow wird sheriff in diamond. mit vollmacht des gouverneurs stellt er sich zwischen die rinderleute und die schafmenschen und siedler. als grenze wird ein creek festgelegt.

er ist halt so ein harter typ und kann sich am anfang ziemlich gut durchsetzen und viel eindruck schinden, grad auch bei zwei frauen, ysabel von den rinderleuten und jill von den schafmenschen. aber er ist halt eben nur ein mann ohne freunde, kaum jemand ist bereit ihm zu helfen, solang wie er sich unparteiisch und gesetzestreu verhält. und dann spitzt sich auch alles zu.

ohne die beiden frauen geht am ende gar nichts mehr, aber ich denk mal der roman ist einer von den frühen. ysabel und jill gelten als "mädchen" und tragen keine waffen. es sieht dann ziemlich schlecht aus für den sheriff und überhaupt, aber dann kommt unerwartet noch jemand ins spiel, der eine besondere rolle spielt, und auch so ein besonderer ort, ne art zuflucht, die longrider hole heißt.

hät mal gern gewusst, was das für ne grüne flüssigkeit ist, die der sheriff von dem indischen arzt zu trinken kriegt. der schluss war schon ein bisschen zu viel happyend für die geschichte.

erstellt am 14.04.17 22:39
gibt sogar unger sammelbände

davon 2 romane gelesen, der 3. ist kavallerie

"Der Falke"

kopfgeldjäger ty mcquade ist auf ein abgekartetes spiel reingefallen und hat den falschen ins gefängnis gebracht. den fehler will er wieder gut machen und er befreit adam breahit. die zwei verhauen sich erst mal gegenseitig, bis sie nicht mehr können, dann machen sie gemeinsame sache gegen den wahren schuldigen, flannaghan, der mit seinem mann fürs grobe, hogan sludy, eine stadt tyrannisiert.

zu zweit sind sie natürlich stark in der unterzahl, aber sie kriegen noch unterstützung von nem marshal, mit dem sie nicht gerechnet haben, und zum schluss sinds dann 3 gegen 13.

ist halt so das klassische: erst mal muss der mann fürs grobe für seinen chef noch mal den kopf hinhalten, bevors dem chef selbst an den kragen geht.

der kann noch mal entkommen, der roman steigert sich noch mal ein bisschen, kein vorzeitiges ende.

der roman ist ganz gut so. der schluss passt ziemlich genau, ist auch nicht melodramatisch oder so. ganz knapp und genau. sally king, breahits verlobte, entscheidet sich vorher schon für mcquade, weil er der mann ist, von dem sie gedacht hat, adam breahit wärs, aber wies wirklich kommt, bleibt offen.


"Zum Sterben bereit"

der roman war echt gut. 3 männer und 2 frauen, auf jeder seite passiert was neues. bal shamokin ist eigentlich ein revolverheld und einzelgänger, versucht aber ne rinderherde zu geld zu machen und was aufzubauen.

zuerst legt er sich mit katy brown an, die ihm rinder stehlen will, und ihm ne kugel ins bein verpasst. dann stellt sich raus, dass sie im saloon arbeitet und mit nem dicken pokerspieler auf der flucht ist. ist natürlich blond und superschön und so.

noch ne frau, der gehört das leider leere hotel, die heisst julia corbin, mehr so rote haare, fast so schön wie katy, gibt shamokin ein zimmer und ne ersatzhose, weil das blut nicht mehr rausgeht.

gibt dann im saloon ne schießerei gegen 3 leute von mendoza, shamokins erzfeind, mit ein paar echten überraschungen.

gut, die anderen 2 männer, die ne besondere rolle spielen sind sheybogan, shamokins vormann, und victor palacia, mendozas nr. 1 revolverheld, der schon julias mann auf dem gewissen hat und auch ihr droht.

julia spendiert sheybogan ne tasse kaffee und nen apfelkuchen, damit er victor in den rücken schießt. kommt natürlich immer anders als man denkt.

grad der schluss war anders wie ich gedacht hab.


so, das waren 2 romane im präsens. ich glaub, das gefällt mir besser wie die romane in ichform und vergangenheitsform.

war auch irgendwie lustig, wie unger als autor die leser plötzlich direkt anspricht: so liebe leser, romane über treibherdengeschichten hab ich schon genug geschrieben, sind auch irgendwie alle ähnlich, und eigentlich interessierts ja nur, ob der sein geld kriegt. das kürzen wir dann jetzt mal ab.

so was hab ich jetzt auch noch nicht in nem roman gesehen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 22:43 Uhr bearbeitet)

erstellt am 15.04.17 10:16
Bezgl.: Zum Sterben bereit

Wäre interessant zu erfahren, ob diese originelle Art der Abkürzung schon in der Buchfassung so vorhanden war - oder die einfache Art, den Roman auf Heftlänge zu kürzen.
(Oder hast Du, Ariane, einen Sammelband mit Unger SONDER-EDITION-Heften, die ja schon ungekürzt sind?) Danke auf jeden Fall für die Rezis!

erstellt am 15.04.17 11:06
nee, das sind westernbestseller im sammelband. ok, ich hab jetzt nicht aufgepasst, wie das mit der herausgabe von unger-romanen ist. muss mal fragen: unger hat nur taschenbücher geschrieben, und dann haben sie romanhefte draus gemacht? die westernbestseller sind gekürzt, die sonderedition ungekürzt? oder was ist da der unterschied?

erstellt am 15.04.17 16:50
"Der verlorene Haufen"

ein lt. frisch von west point hört nicht auf seinen erfahrenen sergeant und lässt seine patrouille einen haufen apachen angreifen, die ne postkutsche überfallen und einen hinterhalt gelegt haben. von den 15 soldaten gehen 9 bei dem angriff drauf, darunter auch der draufgängerische lt. so dass jetzt der sergeant das kommando hat.

sie finden 2 frauen und nen sterbenden, der was von gold faselt. die frauen, die eine heißt mary hopkins, die andere claire brown, verraten sich, dass sie auch wissen wie das gold zu finden ist, und schwupps müssen die frauen zuerst die uniformen von 2 toten soldaten anziehen und dann den 5 soldaten beim desertieren helfen, weil die das gold wollen.

jeder von den 5 hat seine geschichte, wie er zur armee gekommen ist, nicht wirklich freiwillig, mehr ne flucht und mangel aus alternativen. der einzige aufrechte ist der sergeant, aber der kann nichts machen. muss mitspielen, und die apachen sind auch noch da und wollen das gold und die frauen. mary ist ziemlich tüchtig, und kann schießen, claire ist eher labil, hat ein messer und droht allen damit, ihr nicht zu nahe zu kommen.

das gold ist in so ner verlassenen stadt versteckt, so ein nest irgendwo in der wüste in der nähe von nem verlassenen pueblo. der sergeant kämpft drum, sich seine position als anführer wieder zurückzuholen und außérdem freundet er sich mit mary an. claire brown mit nem ex-revolverhelden, ringo lane. der sergeant und der revolverheld können am besten kämpfen und haben die besten chancen, zu überleben und damit auch bei den frauen.

so einfach ist das alles mal wieder. wies ausgeht kann man sich denken.
Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
in letzter minute kommt die kavallerie. die beiden frauen als zeuginnen biegen es für den sergeant, der ja auch desertiert ist, aber das gold und die frauen gerettet hat, wieder hin. der sergeant und mary heiraten.

man kann sich den film dazu richtig gut vorstellen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:51 Uhr bearbeitet)

erstellt am 15.04.17 17:51
@Ariane
Unger hat nur einen einzigen Heftroman, wie wir ihn heute kennen, geschrieben, das war die "Skull Ranch" Nr. 1 (um damals den Verkauf dieser neuen Serie anzukurbeln.)

Alle anderen Romane von ihm sind erst als LEIHBÜCHER oder später dann erst als TASCHENBÜCHER erschienen. Die Heftromane sind gekürzte Ausgaben dieser Bücher.

Lediglich in der neueren Reihe (seit vier Jahren) G. F. UNGER SONDER-EDITION erscheinen diese Romane nun erstmals auch im Heft laut Verlagsangabe ungekürzt, sind ja ca. 16 Seiten mehr als in den anderen Heften.

(In den frühen 50er-Jahren erschienen noch Serien-HEFTCHEN in den Serien "Billy Jenkins", "Tom Prox" und "Pete" von Unger, nicht alle, aber die meisten unter Pseudonym - Broderick Old - geschrieben, diese waren aber nur 32 Seiten (und bei "Pete" noch weniger) lang und wurden von Bastei schon deshalb nie nachgedruckt. Und im Interview von Unger auch nicht zu seinen ROMANEN gezählt. (Anders als die längeren BÜCHER, die er ebenfalls zu den Serien Jenkins und Prox schrieb.)

Heute geht man von 722 Unger-Romanen plus 96 kurzen Serien-Heftchen Ungers aus.

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