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Thema: 14 Der Tiefenmahr
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erstellt am 12.04.17 17:15
Alfred Bekker

Etwas lauerte in der Tiefe.Ein Wesen.Eine Macht.Sehr groß, sehr böse.Selbst die Dämonen in den engen Seitengassen der Stadt wagten es kaum, auch nur an diese Kreatur zu denken!Ein Wesen, das namenloses Grauen verkörperte.Der Tiefenmahr ... Allenfalls die Ältesten unter den Vampiren erinnerten sich an die grausamen Nächte, als er vor ein paar Jahrhunderten an die Oberfläche gelangt war, um sich seine Opfer zu erwählen, wie er es bisweilen zu tun pflegte.Der Legende nach hatte der Tiefenmahr die Macht,...

erstellt am 22.05.17 20:56
Knollo schrieb:
Alfred Bekker


ist nicht mein lieblingsautor, von den neuen JS-autoren der schlechteste, und Jessica Bannister gefällt mir auch nicht. die leserseite mit dem blöden porträt, was er alles geschrieben hat, hät man sich echt sparen können. aber sein roman mit dem tiefenmahr war nicht so schlecht. nur wieder komisch: das schiff interessiert keinen. das interessiert erst wieder jemanden, wenn marc freund an seinem ding weiterschreibt.

erstellt am 23.05.17 19:24
Ariane schrieb:
Knollo schrieb:
Alfred Bekker


ist nicht mein lieblingsautor, von den neuen JS-autoren der schlechteste, und Jessica Bannister gefällt mir auch nicht. die leserseite mit dem blöden porträt, was er alles geschrieben hat, hät man sich echt sparen können. aber sein roman mit dem tiefenmahr war nicht so schlecht. nur wieder komisch: das schiff interessiert keinen. das interessiert erst wieder jemanden, wenn marc freund an seinem ding weiterschreibt.


...inzwischen denke ich das in der Serie jeder Autor mehr oder weniger jedes Thema (Heft) hätte schreiben können. Universell einsetzbar, dem großen Thema untergeordnet... genau weis ich es natürlich auch nicht, hab ja keinen Überblick wer zum Beispiel die nächsten 5 bis 8 Hefte schreibt, welche Themen zur Sprache kommen und wie groß der Vorlauf überhaupt ist. Aber bezogen auf das neue Heft scheint es nicht auf einen Autor festgeschrieben zu sein das nur einer (hier das Schiff) einen bestimmten Plot schreiben darf... Auf jeden fall wird es im vorliegenden Fall echt spannend. Hat der A. Bekker schon mal nicht schlecht gemacht... aber dazu schreibe ich noch mal...
aber in einem Punkt gebe ich dir recht, die Leserseite...
Ansonsten, es geht einfach an die Substanz wenn man Heft um Heft eigentlich statt der Antworten immer mehr Fragen hat... Hier lerne ich wieder geduldig zu sein... das nächste Heft kommt, und wirklich schlecht war auch noch keins... und wenn ich schon mal dabei bin, natürlich hoffe ich auch irgendwann in der Vorschau IRH zu lesen...

erstellt am 24.05.17 17:39
Ein wirklich guter Roman, der weitere Fragen aufwirft.

So scheint der Tiefenmahr vor etwas Angst zu haben, aber wovor, wenn er doch ein fast allmächtiges Wesen zu sein scheint?

Nun gut, man wird sehen. Ich vergebe ein SEHR GUT!

erstellt am 24.05.17 18:30
Nun schreibt also auch Alfred Bekker für Dark Land. Und was macht ein frischer Autor in der Serie als erstes? Sich ein eigenes Stadtviertel ausdenken, inklusive übermächtigen Gegenspieler für die Helden. Unter Twilight City erstreckt sich nun also über mehrere Ebenen die sogenannte Tiefenstadt und mit den Gnomen gibt es eine neue Rasse, von der man zuvor noch nie gehört hat. Ausgerechnet jetzt - in TC passieren eigentlich jede Woche unerwartete Dinge außerplanmäßig „ausgerechnet jetzt“ - erwacht der Tiefenmahr verfrüht aus seinem Schlaf und wird zum Problem für die Stadt. Obwohl das alles sehr ausführlich und interessant erdacht ist, reizt es mich schon lange nicht mehr. Es ist im Grunde immer das gleiche Schema.



Wie ist es anders zu erwarten, Wynn ist persönlich vom Erwachen dieses Wesens betroffen, von dem er zuvor nie gehört hat. Erst einmal eine Bemerkung zur Hauptfigur. Sonst wurde immer gesagt, Wynn muss die Rache am Mörder seiner Mutter als Ziel haben. Sollte er Norek töten, wäre sein nächstes Ziel mit allen Mitteln zurück auf die Erde zu gelangen. Zu seinem Vater, der ihn dringend braucht. Zu seinen Freunden. In sein gewohntes Umfeld. Das war für mich ein nachvollziehbarer und einzig richtiger Gedankengang. Nun ist Norek scheinbar tot. Und Wynn? Der hat mit „seiner Vergangenheit“ abgeschlossen und glaubt, dass es „keine Rückkehr geben wird, niemals“. Was für ein Unfug! Dark Land hat sich mit dieser Werbeverknüpfung zu JS einen schönen Strick gebunden. So einfach lasse ich das den Autoren nicht durchgehen. Wenn man so eine Aktion startet, ist man auch daran gebunden und muss das durchziehen. Dann hätte man Wynn in Band 2 oder so lieber direkt eine Klischee-Amnesie für den Rest der Serie spendieren sollen.

Und es geht mit unglaubwürdigen Gedankengängen des jungen Mannes weiter. Abby ist wieder mal verschwunden. Wie fast immer. Sie unternimmt irgendetwas abenteuerliches ohne das Wissen ihres Vaters und der macht sich Sorgen. Gerade als Journalistin ist das aber auch nicht ungewöhnlich und ihr rebellisches Wesen trägt sein Übriges dazu bei. Ihr Vater ist aber felsenfest davon überzeugt, dass der gerade erwachte Tiefenmahr damit zu tun hat, obwohl es keinerlei Beweise oder Hinweise gibt. Dieses Hineinsteigern ohne Indizien kann ich Sir Roger noch durchgehen lassen. Abbys Mutter hatte ihrerzeit auch Probleme mit dem Vieh und er wird eh als sehr Überprotektiv charakterisiert. Wynn weiß jetzt also, dass seine beste und irgendwie auch einzige Freundin in dieser düsteren Welt vielleicht entführt wurde. Wie reagiert er? „Ach, die ist vermutlich eh schon tot. Und wenn nicht sicher bald. Kann man nichts machen, da ist jede Rettung zu spät.“ Wie Alfed Bekker diese Figur denken lässt ist einfach falsch. Ein großer Kritikpunkt für mich.
Zum Glück lässt er sich eher unwillig überreden, doch nach Abby zu suchen. Und so bestehen die nächsten Kapitel daraus, dass Wynn Orte aufsucht und mit Leuten redet. Bis er nach der Hälfte des Heftes endlich den fähigen Tiefenstadtsöldner Kelbadras findet, der ihn tief in den Untergrund führt.


Aber erstmal geht es mit den Ermittlungen um den Tiefenmahr weiter. Bella und Kajahn müssen ja auch ab und an ihre Auftritte bekommen. Ein Lieutenant Bondy wird von dem Wesen angegriffen und erhält durch dessen Saugnäpfe auf der Brust sein Mal. Zwei Anmerkungen dazu. Wenn das Mal von den Saugnäpfen der Tentakel kommt, müsste dann sein Shirt nicht an der Stelle zerrissen oder so sein und müsste Kahjahn dann nicht aufmerksam werden und das Mal vielleicht sogar entdecken? Außerdem schreibt Alfred erst, dass Infizierte nur den unwidersetzbaren Drang verspüren, in die Tiefe zu steigen und dem Überwesen als haltbare Nahrungsquelle zu dienen. Bondy kann aber plötzlich ganz gezielt formulierte Befehle erhalten und ausführen.



Bis zum Finale hatte der Roman einige mehr oder minder schlimme Widersprüche, spannungsleere Stellen und „mehr vom gleichen DL-Muster“. Aber er war nett geschrieben und hatte auch seine Höhepunkte. Ab der Ankunft in der Speisekammer des Tiefenmahrs versagt die Geschichte für mich leider. Das Hauptproblem gab es schon bei Rafaels Richter-Monster. Wenn man ein so mächtiges Wesen einführt kann man es nicht voll einsetzen, sondern muss es irgendwie einschränken. Sonst wäre das der sichere Tod für die Hauptfiguren. Das ist eine Herausforderung, hier muss man sich etwas glaubhaftes einfallen lassen. Wenn man das nicht tut, bleiben Fragen offen. Man spaziert nun also in die Speisekammer des Übels. Der Tiefenmahr kann mit seinen unzähligen und riesigen Tentakeln Erde wie Stein aufbrechen und theoretisch überall an der Oberfläche zuschlagen. Statt sein Fresschen jetzt mit allen Mitteln zu beschützen und sie aufzuhalten lässt er Wynn und Kelbadras aber machen und hetzt ihnen nur seine zombieartigen Gefangenen auf den Hals. Das ist wie als wäre ich Schäfer und würde bei einem Wolfsangriff meine Schafe auf den Wolf hetzen, damit sie ihn tothammeln, statt Isegrim selbst mit meinem Schäferstab zu verkloppen. Trotzdem könnte das ein zäher Kampf für die beiden werden. Aber ausgerechnet jetzt kommen ihnen unter einer ausführlich aber fadenscheinig begründeten Erklärung die Gnome zu Hilfe. Weil sie einen feindlichen Gnomenstamm abgewehrt haben werden sie nun „als Helden verehrt“ oder so. Außerdem sind diese Gnome ein Kult des Tiefenmahrs, oder so ,und wissen, wie man ihn wieder zur Ruhe betten kann. Man muss ihn einfach nur mit Vampirblut in Berührung bringen. Zufällig hat Kelbadras welches bei sich. Also fix mit einem Gnomenritual einen der Tentakel beschwören, mit einem in Vampirblut überzogenen Dolch ritzen und fertig. Wieder muss ich nachhaken? In all den Jahrhunderten hat der Tiefenmahr doch sicher an der Oberfläche den ein oder anderen Vampir angegriffen. Und dabei ist nie Vampirblut geflossen, das den Tentakel berührt hat? Würde ja schon reichen, wenn ein Blutsauger ihn im Todeskampf mit einem blutigen Finger kratzt.


Mit dem Einschlummern des Wesens erwachen nun auch alle seine hypnotisierten Gefangenen wieder. Also nicht nur Abby – die war natürlich tatsächlich hier – sondern auch alle anderen in der Speisekammer. Eigentlich. Auf die wird gar nicht erst eingegangen, sind ja auch nur namenlose Statisten. Wird dem Groschenheftchenleser eh nicht auffallen. Wenn der Tiefenmahr im Schlaf keine Kontrolle mehr über sein Lebendfutter hat, müsste das doch in früheren Zyklen schon aufgefallen sein. Dann gäbe es Zeugen. Offenbar weiß man ja auch, wo das Monster seine Speisekammer hat. Kelbadras führt Wynn zielgerichtet dorthin. Ich könnte mir über dies und andere Ungereimtheiten weitere Gedanken machen, aber es führt zu nichts. Für mich war das alles total unüberlegt. Alfred musste die Helden irgendwie überleben und Abby erwachen lassen und hat sich halt in seiner Not etwas zurechtgedichtet, das einer genaueren Betrachtung nicht stand hält. Wie gesagt, das Problem mit übertriebenen Gegnern für einen kleinen Fall der Woche. Dass ein berühmter, mächtiger und sehr erfahrener Söldner der Tiefenstadt dann zum Schluss nochmal einfach so überrumpelt und getötet wird ist dann auch nicht mehr der Rede wert.



Man merkt es vielleicht schon. Je länger der Text von mir, desto schlechter üblicherweise die Bewertung. Und hier hatte ich viel zu schreiben.

Eine schlechte Note habe ich in DL lange nicht mehr vergeben. Das hat seinen Grund. Die Serie hat wegen seinem Setting einen konstanten Pluspunkt. Wenn es bei JS solche Mängel in der Geschichte gibt, kann das nur mäßig übertüncht werden. DL gelingt das sehr gut. Die ausgefallenen und fantasievollen Beschreibungen der Tiefenstadt und ihrer Bewohner, die markanten Figuren mit kernigen Sprüchen, das macht trotz allem Spaß. Wieder hat mich das Kino im Kopf gepackt und es gibt deshalb „nur“ eine schlechte Note.

erstellt am 27.05.17 16:45
Hier ist er also, der Tiefenmahr (in Heft 5 als riesiger Krake eingeführt, oder?). Eigentlich ein liebenswertes Knuddelmonster was gerne Jahrhunderte schläft und dabei träumt. Auch von der Zukunft, aber nicht nur von einer… sondern von vielen Möglichkeiten, Realitäten. (dabei musste ich an die Serie ,,Flash” denken?!) Durch das Schiff im Hafen sieht er die Gefahr für sich und will deshalb die Wege ausschließen die in sein Unglück führen. Im Grunde wird hier der von Marc Freund begonnene Plot um den Hafen (Dimensionsportal/Schiff) erweitert… und zwar um die Tiefenstadt, was auch der Lebensraum der Gnome ist. Diese Gnome wissen um die Möglichkeit den Tiefenmahr mit Vampirblut zum sofortigen einschlafen zu zwingen…

Ich finde das Alfred Bekker hier einen wunderbaren Erstling abgeliefert hat. Das Kelbadras das nicht überlebt ist eigentlich mein einziger negativer Aspekt. Wäre ein weiterer interessanter Charakter gewesen… Aber dafür gibt es ein tröstliches Highlight, die Legende die besagt das Wynn nicht der erste ist. Der Gnom sagte: Vor langer Zeit… Schon einmal war einer wie du hier.
Wieder Fragen, immer nur Fragen…
Klasse, genau wie… Es müssen nicht alle Geheimnisse an einem Tag gelüftet werden. 5/5

erstellt am 04.06.17 20:44
Liebe JS und DL Fangemeinde,

Ich sehe vieles wie Kritiker.
Die Möglichkeit der Rückkehr muß bleiben, denn daraus könnten beide Serien ihre Spannung ziehen, zumindest teilweise.
Kritiker hat Recht. Man hat durch Norek und Rückkehr die Dinge verknüpft. Und Bill braucht Johnny.

Aber ich sehe auch noch andere Verknüpfungspunkte zu JS.

Beispielsweise die Vamps, die sich verwandeln können wie vorher Dracula II, durch den Blutstein von Dracula.
Die Zombie Puppen kamen auch im Dreiteiler um Sinistero vor.
Und Dr.Shelley ist für meine Begriffe niemand anders, als Nikos Kunajasanov, besser bekannt als Dr. Satanos. (gehörte zum Kreis um Orgow und war Mentor von Mondo)

Auch er nutzte die entnommenen Gehirne lebender Menschen, um sie zu manipulieren, sie den hingerichteten Toten wieder einzusetzen und sie unter seinem Befehl zu haben.
(Sinclair Classis und JS- Bd.3.
Soweit ich weiß hatte John im Kampf gegen ihn das Kreuz noch nicht und ihn mit einer Siberkugel abgeschossen.
Abgesehen davon hat es für mich mehr Reiz, wenn der Horror nicht in einer abgeschlossenen Dimension ist, sondern in unsere heutige moderne Welt eindringt.

Mit gruseligen Sinclair- Grüßen

Konni

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