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Thema: 1119 Zombie-Terror aus dem Handy
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Antworten zu diesem Thema: 10

 
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erstellt am 20.04.17 13:20
Christian Schwarz liefert eine unterhaltsame, stringente kleine Gruselgeschichte, bei der es nicht um übergeordnete Dinge wie Hölle und Erzteufel geht, sondern um die Nöte eines kleinen Mörders und seiner Opfer. Gespickt mit modernen Zombies, Darknet und ein wenig Ring-Feeling. Und im Voranschreiten der Geschichte, lässt er in kurzen Abschnitten die Plots um LEGION, Asmodis und Vassago weiterlaufen, wirft ein Blitzlicht auf das Schicksal der Irrwische auf der Erde, bringt Kneipenatmosphäre im „Zum Teufel“ ins Spiel, vertieft das Wissen um deBlaussec und Professor Landru, feiert ein Wiedersehen mit Pierre Robin und seiner Frau Diana, die gleich ein neues Geheimnis bekommt, und beschert ein actionreiches Ende mit einem Überraschungsgast. Quasi ein Rundum-glücklich-Paket für alle Fans. Was will man mehr?

erstellt am 20.04.17 22:41
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erstellt am 21.04.17 08:26
In einem Rutsch durchgelesen, ich konnte einfach nicht mehr aufhören. Hat mir sehr gut gefallen.

erstellt am 25.04.17 18:18
Von Christian Schwarz kommt der nächste Fall der Woche, der nur sehr lose an den roten Faden um Vassagos Plan anknüpft. Schade, als der Dämon direkt auf den ersten Seiten einen kurzen Auftritt hatte, hoffte ich, dass er eine größere Rolle spielen wird. Aber erst auf der allerletzten Seite greift er wieder kurz ein. Immerhin steckte er nicht hinter der Zombie-Sache. Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dann wurde überraschend Stygia als Strippenzieherin enttarnt. Der Umgang mit modernen Medien passt auch besser zu ihr, nachdem sie sich schon als Angela Dean so modern gegeben hat.

Zur eigentlichen Handlung. Gut geschrieben, kaum Logikfehler, solider Handlungsablauf. Persönlich hat mir das Thema „Zombieauftragskiller die sich per Smartphonevideo und Alpträume ankündigen“ nicht gefallen. Einfach zu speziell für mich, obwohl das Thema gut umgesetzt wurde und der Autor sich glaubhaft mit der Materie beschäftigt hat. Eigentlich kann ich wirklich nicht meckern, sondern eher loben.

Der einzige Logikpunkt, der mir aufgefallen ist betrifft Jules Majonchi. Ganz klares Fehlerchen ist, dass er nach dem Besuch seiner Mutter das Zombievideo in der Galerie aufruft. Später, als Zamorra mit ihm spricht, behauptet er, das Video wäre irgendwie da, aber nicht in der Galerie aufzufinden. Was für mich auch nicht zusammen passt ist die Reihenfolge der Ereignisse. Es heißt, er habe seine Freundin nach dem Erhalten des Videos kennen gelernt, weil sie wie der unverwandelte Zombie aussah. Er habe sie auch direkt darauf angesprochen und sie ihm erzählt, dass sie früher mal dieses Video als Filmprojekt gedreht hat. Als er dann aber von ihr als Zombie träumt tut sie so, als wäre das Thema ganz neu. Zusammengefasst waren mir die Ereignisse nach dem Besuch der Mutter und der Bericht beim Besuch von Zamorra nicht gut genug logisch verzahnt.

Apropos verzahnt. Die Geschichten der einzelnen Autoren dürften gern verzahnter sein. Das schafft JS momentan bei den Co-Auotren wesentlich besser. Kürzlich gab es Ärger mit den Regenbogenblumen, beziehungsweise Nicole hatte eine Vision, dass diese zukünftig verdorben und unbrauchbar werden könnten. Jetzt reist man über die Blumen nach Lyon und es gibt von Nicole keinen kurzen Gedankengang dazu.

Zum Schluss ist mir noch das Verhalten des Amuletts seltsam vorgekommen. Ich sehe mich mittlerweile nicht mehr als Neuleser, aber auch nicht als alter Hase mit genug Expertenwissen, um das wirklich beurteilen zu können. Das Amulett kann also magische Beeinflussung an Personen sofort erkennen, diese gleichzeitig hypnotisieren und automatisch alle Hinweise analysieren? Und es reagiert auf eine von einem Dämon erstellte Website, aber auf einem fremden nicht dämonischen Rechner? Das kam mir in etwa so vor, als würde John sein Kreuz auf das harmlose Foto eines Werwolfs legen und es würde sich erwärmen. Wäre für mich auch unsinnig.


Das sind jetzt keine Punkte, wo ich knallhart mit dem Finger drauf zeige, weil sie die Geschichte kaputt machen. Ein guter Fall der Woche, dessen Thema mir persönlich nicht gefallen hat, wofür aber niemand etwas kann.




PS. https:// www.youtube.com/watch?v=FRR-bpGlyLM
Tja. Sollte Stygia in dem Business weiterhin arbeiten seid ihr jetzt alle am Arsch, wa?

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:18 Uhr bearbeitet)

erstellt am 05.05.17 14:34
Mein Feedback zu: Heft Nr. 1119 "Zombies-Terror aus dem Handy" von Christian Schwarz

Ich hatte definitiv meinen Spaß mit dem Heft und auch die Idee, aktuelle Themen wie das Darknet und das Medium "Smartphone" zu verwenden, hat mir durchaus gefallen.

Wer den Roman noch nicht gelesen hat, möge hie wegen der "Spoilergefahr" stoppen.
Ich meine, dass es da aber einen logischen Fehler gegeben hat: Ich spiele auf die "Hochzeitsszene" mit den Projektionen der Zombies an. Wenn nun (wie später erwähnt) nur Projektionen der Zombies in der Kirche waren, dann trifft das ja auch auf die Braut Zoe zu. Weiterhin wird gesagt, dass diese Projektionen niemanden "berühren" könnten...
Hmmmm... Als ich geheiratet habe, habe ich meine Braut geküsst (und sogar umarmt ). Jules Majonchi wird dies ja sicher auch getan haben... Spätestens hier wäre ihm doch auch der "Projektionscharakter" seiner Braut aufgefallen? Stichwort: Luftkuss...

Der Twist am Ende hat mir sehr gefallen, kam für meinen Geschmack aber zuuuu kompakt und hätte vielleicht etwas "softer" eingebettet werden können. Okay, klar der begrenzte Umfang setzt natürlich das Limit. Der Perspektive des Twists verspricht aber spannende weitere Entwicklungen - was will man als Leser mehr?

Nein, wieder ein guter Roman den ich sehr schnell weggelesen habe und kaum aus der Hand legen konnte. Neben dem erwähnten (möglichen) Logikfehler ist mir lediglich negativ aufgefallen, dass die "Action Szene" vor der Kirche nicht ganz so gut gelungen ist, was aber vielleicht auch mit dem Stil von Christian Schwarz zusammenhängen kann, der dafür um so besser die Inneren Aspekte der Figuren beleuchtet.

Also: Toller Roman, gerne weiter aktuelle Themen (Darknet etc.) miteinbeziehen. Dankeschön dafür!

erstellt am 09.05.17 14:30
Wozu alles doppelt schreiben?
Ich schließe mich Aistensos Meinung vorbehaltlos an.

erstellt am 17.05.17 07:28
Auch mir ging es (zunächst) wie siddemyus und Alban: ein packender Roman von Christian Schwarz, den man nicht aus der Hand legen konnte, geschickt gewoben und mit den von mir so geschätzten Anknüpfungen an unsere Realität.

(Den von Alban angesprochenen, "eventuellen Logikfehler" sehe ich nicht. Im Gegenteil, denn auf Seite 50 heißt es ausdrücklich: "Am Altar nahm Jules Majonchi seine Braut feierlich entgegen. Robin entging nicht, dass der Bräutigam kurz stutzte und die Stirn runzelte, als er sie berührte." Jules bemerkt es also, macht aber weiter, um Zamorras Plan nicht zu gefährden.)

Ja, Zamorras Plan. Und dieser bzw. dessen Folgen und vor allem der Umgang des Autors mit dessen Scheitern, waren ein Grund dafür, dass mir der Roman nur bis Seite 54 so 100-prozentig und uneingeschränkt wie Aistenso gefallen hat. Ja, hier hätte ich einiges mehr gewollt!

Denn Zamorra hätte die bedrohlichen Zombies ohne Schwierigkeiten vernichten können. Er tut dies nicht, um deren Hintermann bzw. -dämon zu entlarven. Dadurch setzt er Unbeteiligte einer Gefahr aus. Und tatsächlich, durch sein zu spätes Eingreifen finden mindestens zwei Menschen den Tod! Kein schönes Ergebnis: Einen Mann gerettet, dafür zwei Leben nicht nur aufs Spiel gesetzt, sondern vernichtet, den Dämon nicht gefasst. (Das erinnert im Resultat ein bisschen an alte Filme mit Piraten, wenn diese eher planlos die Festung attackieren, in der ihr Boss gefangen ist, und sich gefühlt fünfzig abschlachten lassen, um einen Mann zu befreien...)

Ok, shit happens, nicht jeder Plan kann aufgehen. Das Problem, das ich damit habe, liegt darin, wie der Autor unseren Zamorra mit diesem todbringenden Versagen umgehen lässt: "Mist", murmelte Zamorra und fühlte sich furchtbar in diesem Moment... (Seite 54) Um auf der nächsten Seite erfreut darüber zu sein, dass Pierre dabei ist, um die ganze Angelegenheit zu vertuschen. Statt nun Zamorras (hoffentlich vorhandene) Gewissensbisse, ein angebrachtes Hadern mit seiner falschen Entscheidung zu thematisieren, wird auf Seite 56 mit einem (in der Art unnötigen) Rückblick eher Werbung für Zamorra-Buch 50 des Autors gemacht...

Nein, hier hätte Zamorras Umgang mit seiner Fehlentscheidung, die Menschenleben gekostet hat, viel mehr Platz eingeräumt werden müssen! "Mist" ist i. E. eine etwas schwache Reaktion... (Auch da sein für Zivilisten viel ungefährlicherer Plan B dann ja prima funktioniert.)

Wie bei Christian Schwarz (aber auch seinen Kollegen) nicht zum ersten Mal, wirkt das Finale dann etwas überhastet, expose-artig. So bleibt "Zombie-Terror aus dem Handy" für mich bis Seite 55 ein echter knackiger Pageturner, der volle Punktzahl verdient hätte, dann leider deutlich verliert und final etwas zu abgehakt wirkt. 3,75 von 5 Amuletten.

(P.S.: Obwohl ich vielleicht bei Schwarz immer zu überkritisch wirke und scheint's ein Haar in der sonst prima mundenden Suppe finde, sind seine Werke oft die mit der größten Nachhaltigkeit. Die, an die ich mich noch lange - und dann besser/positiver als es hier vielleicht klingt - erinnere.)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 07:44 Uhr bearbeitet)

erstellt am 17.05.17 15:06
Handlung : Nicole wird einmal mehr zur de Blaussec - Stiftung gerufen. Dort präsentiert ihr Landru , die Witwe Madeleine Vianney. Ihr Mann Paul wurde Opfer eines schwarzmagischen Angriffs. Ermordet durch einen Zombie , der ihm zuvor , angeblich von einem Freund , als Schockvideo , auf sein Handy geschickt wurde. Zusammen mit Zamorra fährt Nicole nach Lyon. Dort unterstützt sie Pierre Robin , bei der Suche nach einem gewissen Jean- Luc Einaudi.Tatsächlich gibt Einaudi zu , über das Darknet den Mord am Bauunternehmer Vianney und dem Architekten Jules Majonchi bestellt zu haben , um den Tod seines Sohnes zu rächen. Da Majonchi noch lebt suchen die Dämonenjäger ihn unverzüglich auf. Dieser hat nicht nur ebenfalls ein Zombievideo erhalten , nein er ist sogar im Begriff die Frau die sich als Zombie präsentierte , Zoe , zu heiraten. Um an den Dämon , im Hintergrund zu kommen entwickelt Zamorra einen Plan. Doch als dieser durch einen unerwarteten Zufall fehlschlägt ist guter Rat teuer. Kann Zamorra trotzdem den Dämon im Hintergrund noch enttarnen und stellen ?

Meinung : Ein guter Roman von Christian Schwarz mit ungewöhnlichem Titel. Der Roman ist absolut gelungen und spannend zu lesen. Das Pierre Robin mal wieder eine größere Rolle spielte , hat mir gut gefallen. Durch den Zwischenfall mit Diana , gibt es nun ein neues Rätsel , das sicherlich noch Gegenstand weiterer Romane sein wird. Der Verweis auf das HC 50 , war keine unnötige Werbung. Ganz im Gegenteil , wurde doch Dianas Schicksal in diesem HC , noch einmal ausführlich zusammengefasst. Der Plot zu diesem Roman war sehr aktuell und für mich keinesfalls nur ein " Fall der Woche, " Es hat mir gut gefallen aktuelle reale Themen wie Z.B. Handyvideos und Darknet ,
für diesen Roman zu verwenden und ganz neue verbesserte Zombies zu präsentieren. Auch die Auflösung über den tatsächlichen Drahtzieher , war gelungen und vermochte mich zu überraschen. Ich hatte mit Asmodis oder Vassago gerechnet.Ich hatte nichts auszusetzen und gebe daher an Christian , die Note 1 = Sehr Gut ( 5 von 5 Kreuze ) Toller Einfall - tolle Geschichte.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 15:08 Uhr bearbeitet)

erstellt am 17.05.17 15:18
@Sinclair
Ich empfand den Rückblick IN DIESER ART speziell deshalb zu lang und unnötig (eben zu ausführlich), da man ihn einmal hätte kürzer fassen können (dem Autor lief ja zum Ende wohl etwas der Platz weg), zum anderen aber natürlich in Bezug auf die ja meiner Meinung nach viel zu kurz gehaltene (bzw. kaum vorhandene) Aufarbeitung von Zamorras fehlerhaftem Plan, der mindestens zwei Menschenleben forderte.

(Bezüglich Werbung: Es fällt schon auf, dass Christian gern Hinweise auf seine Bücher unterbringt...)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 15:23 Uhr bearbeitet)

erstellt am 19.05.17 17:00
corto feldese schrieb:
@Sinclair
Ich empfand den Rückblick IN DIESER ART speziell deshalb zu lang und unnötig (eben zu ausführlich), da man ihn einmal hätte kürzer fassen können (dem Autor lief ja zum Ende wohl etwas der Platz weg), zum anderen aber natürlich in Bezug auf die ja meiner Meinung nach viel zu kurz gehaltene (bzw. kaum vorhandene) Aufarbeitung von Zamorras fehlerhaftem Plan, der mindestens zwei Menschenleben forderte.

(Bezüglich Werbung: Es fällt schon auf, dass Christian gern Hinweise auf seine Bücher unterbringt...)


OK. Mich hat es nicht weiter gestört und ich fande es passend. Was den fehlgeschlagenen Plan betrifft : Das fande ich gut und realistisch. So ist Zamorra auch nur Mensch und nicht Superman , der zwar vieles im Voraus berechnen kann , aber manchmal auch nicht alles. Und das ist gut so.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 17:01 Uhr bearbeitet)

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