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Thema: 1120 Leichenwürmer aus dem All
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erstellt am 05.05.17 18:05
Als ich bei PZ eingestiegen bin habe ich die SF-Romane grummelnd mitgenommen. Grusel und Fantasy waren eher die Themen, die mir wichtig waren. Vor allem dank der interessanten Figuren bin ich dann doch noch halbwegs warm mit den Weltraum-Abenteuern geworden. Nach dem Ende der Angst und Tan Morano war dieses Kapitel lange abgeschlossen. Seht lange. Zweieinhalb Jahre, wenn ich mich nicht irre.

Deshalb kann man durchaus sagen, dass ich mich sogar gefreut habe, wieder einen SF-Roman zu lesen. Leider ohne das Zamorra-Team oder andere bekannte Gesichter. Mer Cahot fällt für mich eher in die Kategorie „wiederkehrender Nebencharakter“. Ich hatte ihn schon wieder vergessen, während ich zum Beispiel in all den Jahren immer wieder an Bibleblack denken musste.

Auch die Handlung ist nichts besonderes. Ein unheimlicher Vorfall auf einer Raumstation, die plötzlich auf keine Funksprüche mehr reagiert. Ein kleiner Eingreiftrupp. Rätselhafte Tote. Und schließlich die obligatorischen Gehirnparasiten aus dem All. Die übernehmen ein paar Figuren. Man versucht zu überleben und zu verhindern, dass die Tierchen von der Raumstation abhauen können. Das scheint trotz einiger Opfer zu gelingen. Doch im Epilog deutet sich an, dass eine der Überlebenden doch befallen ist. Fortsetzung folgt, vielleicht. Dieser altbekannte Plot ist von Michael auch nicht so hervorragend geschrieben, dass man trotzdem begeistert dabei ist.

Von den Klischees abgesehen verstehe ich auch zwei Punkte nicht so ganz. Der Plan der Parasiten war es also, die ursprünglichen Wirte zu töten, damit man sich wundert und ein Team zur Untersuchung schickt. Dieses wollten sie dann infizieren. Wenn die „weißen Könige“ aber Kontrolle über ihre Wirte haben, warum sie dann töten und nicht lebendig dazu bringen, den Funkkontakt abzubrechen? Man hätte genau so ein Team geschickt, welches man aktiv hätte überwältigen und infizieren können. Oder besser: Wenn auf der Raumstation schon Schiffe sind, jeden Infizierten in eines setzen und verschiedene Kreuzer anfliegen lassen. Damit hätte man die Würmchen vielleicht wie ein Lauffeuer verbreiten können.

Und am Ende lässt man den Wissenschaftler Cahot mit einem ungefesselten Infizierten allein? Der ist zwar bewusstlos, aber natürlich erwacht er überraschend früh und kann ihn in seine Gewalt bringen. Hätte ja niemand erwartet.


Ein völlig solider Roman. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Das liegt aber vor allem an der Handlung. Wenn Michael sie ganz bewusst als Hommage an bekannte SF-Filme gewählt hat, hat er alles richtig gemacht.

erstellt am 05.05.17 22:22
Das war definitiv mehr SF-Trash (wie der Titel schon erahnen ließ :) als was man normalerweise von PZ erwartet. Ich hoffe aber mal, daß die Sache noch weiterverfolgt wird, es schafft auf jeden Fall eine interessante Ausgangssituation.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 22:22 Uhr bearbeitet)

erstellt am 08.05.17 16:59
Wird das der Start einer Subserie?
Ich kann mich nicht erinnern das es schon mal einen Zammy ganz ohne Zammy gab.

erstellt am 08.05.17 17:12
Ich glaube mich zu erinnern, daß es das in einigen der letzten Dynastie-Romanen schonmal gab.

Ich hoffe aber, daß Zamorra in die Handlung auch noch eingebunden wird.

erstellt am 08.05.17 23:03
Das Gleichgewicht schrieb:
Wenn Michael sie ganz bewusst als Hommage an bekannte SF-Filme gewählt hat, hat er alles richtig gemacht.

So wars gedacht, jau

Ketracel White schrieb:
Ich hoffe aber mal, daß die Sache noch weiterverfolgt wird, es schafft auf jeden Fall eine interessante Ausgangssituation.

Natürlich wird sie das. Das solls ja noch nicht gewesen sein.

UFO-Bote schrieb:
Wird das der Start einer Subserie?
Ich kann mich nicht erinnern das es schon mal einen Zammy ganz ohne Zammy gab.

Nein, wird es nicht Und Romane ganz ohne den Professor gibt es in der Tat immer mal wieder, z. B. wie schon von Ketracel erwähnt bei einigen der vorangegangenen DYNASTIE-Romanen oder einer meiner letzten Sara-Moon-Storys. Das ist jetzt nicht soo neu. Aber zur allgemeinen Beruhigung, der Prof. wird auch noch in die wurmige Angelegenheit verwickelt.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:04 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.05.17 15:15
Ein guter Roman, auch wenn das Cover nicht wirklich passt, denn Würmer sind die netten Leute da ja doch nicht. Ich vergebe ein SEHR GUT.

erstellt am 11.05.17 13:39
Ich gehe mal davon aus, dass der Roman ursprünglich nicht für Professor Zamorra sondern eine andere Veröffentlichung konzipiert war. Das hat nicht geklappt, dann wurde er eben umgeschrieben. Aus den Raumfahrern mussten jetzt halt Ewige werden. Blöd nur, dass es bei denen keine Leichen gibt. Die erklären wir kurzerhand durch die Hirnwürmer. Aber warum liegt der vom Keniden getötete Ewige als Leiche rum? („Obwohl er wusste, dass Kanul längst tot war, ging er neben dem Körper in die Knie.)
Überhaupt strotzt der Roman vor Logikfehlern, auch ohne Bezug auf die Ewigen. Niemand setzt seinen Dhyarra ein. Nicht einmal der Chefwissenschaftler der Dynastie bringt einen Man in Black als Leibwache mit. Die Würmer in Gronks Kopf kennen den Schließmechanismus einer Gefängnistür. (Wieso lässt die sich überhaupt von innen öffnen?) Die Würmer wollen sich ausbreiten, aber Rafen Nurt und Gronk töten lieber alle Ewigen. (Hat ja auch Das Gleichgewicht bereits angemerkt.) Selbst als Mer Cahot der Verdacht eines Parasitenbefalls kommt, werden keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Mer Cahot hat einen Raumanzug in seiner Hornisse, zieht ihn aber nicht einmal an, als er fast an Rauchvergiftung stirbt.
Die Reihe lässt sich noch lange fortsetzen, aber ich will hier nicht alles bekritteln.
Wenn eine „Hommage an Trash-Filme“ bedeutet, dass die handelnden Figuren alles falsch machen und nicht nachdenken und die ganze Story keinen Sinn ergibt, dann hat Michael Breuer tatsächlich wohl wirklich alles richtig gemacht.
Mir gefällt das aber nicht. Ich erwarte ein wenig mehr für mein Geld.

erstellt am 11.05.17 15:38
Aistenso schrieb:
Ich gehe mal davon aus, dass der Roman ursprünglich nicht für Professor Zamorra sondern eine andere Veröffentlichung konzipiert war. Das hat nicht geklappt, dann wurde er eben umgeschrieben.

Da liegst du kolossal falsch.

erstellt am 13.05.17 20:35
Michael Breuer schrieb:
Aistenso schrieb:
Ich gehe mal davon aus, dass der Roman ursprünglich nicht für Professor Zamorra sondern eine andere Veröffentlichung konzipiert war. Das hat nicht geklappt, dann wurde er eben umgeschrieben.

Da liegst du kolossal falsch.

Umso schlimmer.

erstellt am 14.05.17 11:00
Aistenso schrieb:
Michael Breuer schrieb:
Aistenso schrieb:
Ich gehe mal davon aus, dass der Roman ursprünglich nicht für Professor Zamorra sondern eine andere Veröffentlichung konzipiert war. Das hat nicht geklappt, dann wurde er eben umgeschrieben.

Da liegst du kolossal falsch.

Umso schlimmer.

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