Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 2027 Der Tod von La Martyre
| |

Antworten zu diesem Thema: 7

 
Zurück
Weiter
1


erstellt am 20.05.17 11:29
Auf wie viele verschiedene Arten kann Logan Dee eigentlich noch schreiben… Das ist wahrlich ein perfekter Sinclair für mich. Wahrheit (Geschichte) und Fiktion (Grusel) treffen hier auf eine unbeschreibliche Art und Weise aufeinander und schaffen den höchsten Lesegenus für mich. Hommage an Jason Dark sein Lebenswerk?! Unwillkürlich musste ich nach der Lektüre an das Lied von Udo Jürgens ,,Mein Bruder ist ein Maler” denken… Bin ich froh das gelesen zu haben, den genau dafür lese ich! Danke…

erstellt am 20.05.17 13:19
Mir hat der Roman gefallen. Schön zu lesen und auch atmosphärisch geschrieben. Nur eines habe ich nicht verstanden: wie kam Suko auf den Friedhof und dann wieder doch nicht? Und was ist aus Jean-Pierre geworden, nachdem er in das Grab gesprungen war und wieso war er am Ende tot? Das sind so ziemlich die einzigen Dinge, die ich nicht ganzt begreife.

erstellt am 20.05.17 16:04
Ich teile eure Meinung nicht. Bei Darkland lese ich Logans Romane sehr gerne. Dieser Band hier gefiel mir nicht. Wirkt so als hatte er hier keine Lust zu schreiben. Vieles kann ich nicht nachvollziehen und die Handlungen der Figuren wirken oft willkürlich und unpassend.

erstellt am 21.05.17 21:23
Meine Meinung liegt irgendwo dazwischen. Da ich nicht sonderlich frankophil bin, hatte es der Roman bei mir vielleicht von vornherein schwer:
Inhalt:
John wird von Godwin nach La Martyre, Frankreich, bestellt, wo ein Ankou sein Unwesen treiben soll. Als Godwin nicht auftaucht, fängt John alleine an zu ermitteln und trifft auf Jade, eine Dorfbewohnerin die ihm natürlich zufälligerweise über den Weg läuft und natürlich zufälligerweise genau die Richtige ist, um den Fall zu lösen und zu Ende zu bringen.
Meinung positiv:
Die Rückblenden am Anfang fand ich sehr schön. Hier erfährt man die Vorgeschichte zu unserem Ankou und Ally. Das immer im Wechsel mit den Ereignissen um Jean-Pierre und Jade in der Gegenwart hat mir gut gefallen. Hier, bis etwa zur Mitte, konnte der Roman bei mir punkten. Für mich auch der spannendste Teil des Hefts, u.a. als Jade zu ihrer Tante rast und in der Vergangenheit dem Großgrundbesitzer seine Tote Frau unter den Händen „wegfault“.
Meinung negativ:
Leider länger als die positive. Mein größter Kritikpunkt war Johns relative Gelassenheit und Gleichgültigkeit, als Godwin nicht auftaucht. Das hat, meiner Meinung nach, nicht zu ihm gepasst. Da hätte sonstwas passiert sein können, John hätte Himmel und Hölle in Bewegung setzen müssen, um Godwin zu finden. Stattdessen hofft er(S. 27), „dass es nichts war, worüber ich mir Sorgen machen musste“. Hm, na der kümmert sich ja um seine Freunde!
Auf S. 21 rasen Jade und Silvie zum Friedhof. Als sie den verschlossen vorfinden, ist Jade sich sicher, dass der Ankou ihre Tante geholt hat. Tja, da kann man außer aufgeben und mit dem Freund telefonieren wohl nichts mehr machen. (S22) Als nächstes ist von Jade die Rede, als sie auf John trifft, das muss aber später sein. (S.27) Sie kommt im schwarzen Kleid (Tauerkleidung???) vom Friedhof. Warum rasen die Damen zum Friedhof, um sich dann vom verschlossenen Tor aufhalten zu lassen? Warum trägt Jade hier ein schwarzes Kleid, als sie später am Abend auf John trifft aber eine weiße Bluse? Hat sie sich am selben Abend noch mal umgezogen?
Auch gerade im zweiten Teil wird es etwas lahm, viel weniger Tempo als im ersten Teil. John läuft etwas konzeptlos über den Friedhof. Ich hätte mir ein wenig mehr Action gewünscht. John darf kurz ein paar Zombies verprügeln, das war´s. Ansonsten Lichter, eine Zeitreise ins 7. oder 17. Jahrhundert, Nebel in grün und orange sowie allgemeine Verwirrung.
Und zu guter Letzt auf S. 63 (verstecke ich mal, bevor es wieder irgendwelches Spoiler-Geheule gibt):
Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
Rabiana? Ist die nicht tot? Wie passt die da rein? Wo kommt die her?? Folgt da noch irgendwas in einem anderen Heft oder hat LD diesen Namen einfach mal so in die Runde geworfen???

Fazit:
Konnte man mal lesen. Keine Zeitverschwendung aber auch keine Begeisterung. 3 von 5 Andreas-Kreuzen.

erstellt am 21.05.17 21:40
Gurkenmob schrieb:
Mir hat der Roman gefallen. Schön zu lesen und auch atmosphärisch geschrieben. Nur eines habe ich nicht verstanden: wie kam Suko auf den Friedhof und dann wieder doch nicht?

Der war nie auf dem Friedhof. Alles nur ein Albtraum/Illusion vom Ankou.

Und was ist aus Jean-Pierre geworden, nachdem er in das Grab gesprungen war...

Vielleicht hat Jean-Pierre als Helferlein eine Ausnahme von der Grabsprung-Regelung bekommen? Auf S. 31 erzählt Jade, dass Anne-Marie an einem Herzschlag starb... vielleicht hat sie sich einfach zu Tode gefürchtet und Jean-Pierre ist wieder aus dem Grab rausgekrabbelt, weil er einfach die besseren Nerven hat?

...und wieso war er am Ende tot? Das sind so ziemlich die einzigen Dinge, die ich nicht ganz begreife.

Das hat mich jetzt nicht gestört. Vielleicht vor Gram und Grusel. Vielleicht stand er auch mit dem Meriadec in irgendeiner Verbindung und starb dann, als J+J ihn in der Vergangenheit auch ungewollt erledigt haben? Dazu würde ja der See passen. Aber darüber würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Starb halt.

erstellt am 25.05.17 00:27
@Gleichgewicht
Noch nicht gelesen? Brenne darauf was du zum Roman zu schreiben hast.

erstellt am 25.05.17 09:26
Während ich bei Dark Land noch versuche mein Gleichgewicht wieder zu finden, kann ich ja hier erst mal mein Loblied auf Logan Dee fortsetzen… oder besser gesagt ins rechte Licht rücken. Wo andere so einen Text nehmen und daraus Ein Buch oder gar Zwei Bücher machen um dem schnöden Mammon zu frönen… presst er den Inhalt in geballter Form in dieses Format. Es passiert so herrlich viel. Einfach nur Perfekt für mich, trotz der kürze des Heftes kann ich den Inhalt immer wieder durchspielen, aus verschiedenen Blickwinkeln zerpflücken oder querlesen… es gibt immer wieder was zu entdecken. Futter fürs Gehirn… und dann ist da noch die Verbindung zum eigenen Leben… ein nicht unwesentlicher Baustein… ich fühle mich einfach angesprochen, es hilft mir ein wenig Ordnung ins persönliche Chaos zu bringen… Das schaffen teilweise auch die anderen Autoren, aber gefühlt fehlt da irgendwas. So, Gut jetzt!

Antoine und Melisande… Schaurig schön, mein Highlight! Balsam für die Seele.
Suko und John… wahre Freunde, da kann man sich so eine Verbindung und das sie der Ankou ausnutzen will verstehen.
John und das kleine Mädchen… das es hier um ein Kind geht wird wunderbar rübergebracht… die Einbindung der Vergangenheitspassagen passen und die Einbindung der Geschichte ins Sinclair Universum ist stimmig. Zumindest was mir das nach dem Lesen von ein paar dutzend Sinclair Heften sagt…
Da ist ja nicht nur Rabisana´s Erwähnung sondern vor allem auch als John auf Seite62 an sein Schicksal und seine Bestimmung denkt. Das zieht einen schon mal runter…
Deswegen finde ich ja auch seine hier angesprochene Gelassenheit und Gleichgültigkeit völlig in Ordnung… es ist wie im wahren Leben, nach so vielen Jahrzehnten der Arbeit macht man eben an manchen Tagen nur noch seinen Job. Die einen mehr und die anderen weniger… dann rafft man sich wieder auf und weiter geht´s… passt schon 5/5

erstellt am 25.05.17 12:26
Vikki schrieb:
@Gleichgewicht
Noch nicht gelesen? Brenne darauf was du zum Roman zu schreiben hast.


Nein, der wird aus Gründen erstmal übersprungen. Aber spätestens nach dem verlängerten Brückentagswochenende ist dann der neue von Hilleberg dran.

Zurück
Weiter
1

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed