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Thema: PZ 1121 - Der Gott der Asche
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erstellt am 22.05.17 21:01
Geschrieben von Adrian Doyle

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1816 ist „das Jahr ohne Sommer“. Auch England wird von Kälteeinbrüchen, Missernten und Hungersnöten heimgesucht. Die Bevölkerung leidet – und ahnt nicht, dass ihr noch weit Schlimmeres als die Folgen der Wetterkapriolen droht ...
Und so wird Albert Hawk bei Hofe einbestellt. Hawk ist ein Mann mit besonderen Fähigkeiten: Er kann in Toten lesen - und genau so einen Mann braucht die Krone in jenen schicksalhaften Augusttagen dringend.
Der Nekromant nimmt die Fährte eines Feindes auf, der auf Gedeih und Verderb versucht, sich Menschen untertan zu machen.
Ein Überwesen, das Myriaden winzige, fast unsichtbare Diener hat: DER GOTT DER ASCHE


auf der leserseite ist ne kurzgeschichte. ok, ich hab nichts gegen kurzgeschichten auf der leserseite, wenns ne geschichte zur serie ist, also wenns ne zamorra-geschichte ist, halt was aus dem zammyversum. das ist ja dann auch echt okay.

erstellt am 23.05.17 19:43
Endlich wieder eine historische Geschichte aus der Feder Weinlands. Neben berühmten Persönlichkeiten wie Georg III und seinem Sohn erfährt man auch nette Details zum „wahren“ Zweck des Millbank Prison. Eine nette Verknüpfung zu den guten alten Zeiten mit Arsenius Hall, acht Jahre ist das schon her. Wegen einem paranormalen Vorfall wird der jüngste Spross einer Okkultistenfamilie im Dienste des Königshauses vorgeladen. Doch dieses mal ist er überfordert und gegen Ende des ersten Teils muss ein alter Bekannter übernehmen. Der war ja in der Vergangenheit gefangen. Es passt, dass er hier mitspielt. Hoffentlich steht er, als einer meiner Lieblingscharaktere, im Fokus der Fortsetzung. Wie es meistens ist, an der obligatorischen Vergangenheitsgeschichte gibt es nichts zu meckern. Ich wurde prima unterhalten.

Beim allgemeinen Plot stört mich nur der Hinweis darauf, dass vielleicht wieder ein mächtiges Götterwesen hinter allem steckt. Das ist doch nicht zwingend notwendig, auch kleinere Übel können mächtiges Chaos anrichten.

In der Gegenwart überzeugt mich das Problem mit den Regenblumen nicht. Dass sie Probleme machen und vielleicht eine der wichtigsten Transportmöglichkeiten wegfällt haben wir in größeren Abständen immer wieder. Um Dylan muss man sich eh keine Sorgen machen. Man weiß ja, dass er seine Reise unbeschadet überstanden hat und wäre etwas wirklich krass schlimmes passiert, hätte er es doch sicher erwähnt. Es sei denn, durch Carries Vergangenheitsteleport hätte sich die Zeitlinie geändert. Das hätte aber direkte Auswirkungen auf die Gegenwart, so dass es niemandem auffallen würde. Hach, das liebe Zeitreisethema. Ich will da gar nicht zu lange nachdenken, immerhin ist ja noch nichts entgültiges passiert.


Fast jedes mal, wenn ich einen Roman von Manfred lese weint mein Herz den Zaubermond-Hardcovern hinterher. Würde er ein reines Zamorra-Vergangenheitsabenteuer als ebook herausbringen, ich würde es direkt kaufen. Die solide Gegenwartshandlung hier habe ich nur mitgenommen und mich gefreut, sobald das historische Kapitel fortgesetzt wurde.

Was schreibe ich hier lang und breit das gleiche wie immer, kurz gesagt ein guter Roman. Wenn der Autor beim großen Gegenspieler und dem Plot nicht übertreibt könnte mir diese Handlung wieder richtig viel Spaß machen.

erstellt am 24.05.17 17:41
Ein ganz netter Roman, der aber alles in einem ehr ...langweilig war. Begeistert hat mich nichts an ihm. Man merkte zwar, dass es ein Roman von Manfred Weinland ist, aber es war eindeutig kein guter Roman. Hier hatte er wohl einen sehr schlechten Tag beim Schreiben.

Ich vergebe ein MITTEL. Mehr ist nicht drin.

erstellt am 25.05.17 01:06
Meine Meinung zum "Gott der Asche".

In letzter Zeit wird ja sehr kritisch geurteilt. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, da ich parallel alte UND neue Romane aus PZ lese. Der hier vorliegende Roman von Adrian Doyle ist meiner Meinung nach erneut wirklich Spitzenklasse!

Es ist da: Mystery, historische Bezüge, "Monster"-Horror, Querbezüge zu anderen Figuren (Dylan). Dazu: Wenige Längen, wenig Füllmaterial.

Da es ein Mehrteiler ist, dürfen die Stränge meiner Ansicht nach auch unterschiedlich schnell entwickelt werden. Für mich war diese Art des storytellings sogar zusätzlich spannend.

Ich gebe satte 4/5 und kann es kaum bis nächste Woche aushalten.

erstellt am 08.06.17 11:45
Handlung : Während Onyx zu Besuch im Chateau weilt , schlägt plötzlich Nicole Alarm , als sie das Zimmer der verschwundenen Carrie besucht. Auch Onyx und Zamorra blicken überrascht auf die schwarze Regenbogenblume die sich dort materialisiert hatte. Als Zamorra einen Bannkreis um sie zeichnet , verschwindet sie , um kurz darauf beim verblüfften Gärtner wieder aufzutauchen.Doch die Auswertung von Onyx Handyfotos , beweist, das es verschiedene Nachtblumen waren.Im Topf der Letzten , ist ein Hilferuf von Dylan Mc Mour eingeritzt. Plötzlich schlägt William Alarm. Die Regenbogenblumenkolonie im Keller wird durch eine weitere Nachtblume in ihrer Mitte bedroht , die von den Dämonenjägern unverzüglich entfernt wird. Dabei werden sie von Aschepartikeln aus dem Blumentopf angegriffen , die sogar ihre Körper nachbilden , bis es Zamorra gelingt die Aschepartikel weit genug auseinanderzureißen. Was bedeutet die Vision von einem ascheüberzogenem Buddha , die Zamorra dabei erhält ? Allerdings sieht die Kolonie schwer beschädigt aus.Nicole versucht geschützt durch Onyx , Verbindung zu den Blumen aufzunehmen. Dabei erleben sie eine böse Überraschung. Auch Zamorra , der per Telefon den Zustand anderer bekannter Blumenkolonien erfragen will, erhält einen denkwürdigen Anruf.


Meinung : Wieder einmal ein gut geschriebener und fesselnder Roman von Adrian Doyle alias Manfred Weinland. Bei diesem Roman , handelt es sich um den ersten Teil eines Zweiteilers. Ich habe mich bei der Inhaltsangabe auf die Handlung in der Gegenwart beschränkt , aber auch die um Albert Hawk in der Vergangenheit des Jahres 1816 ist toll geschrieben und hat es in sich. Sie hat mir auf jeden Fall gut gefallen , besonders da Adrian , einmal mehr den Ton der damaligen Zeit gut getroffen hat. Auch das Thema , was wäre wenn die Regenbogenblumen angegriffen würden , hat mir gut gefallen , genauso wie die Verbindung zu Dylan Mc Mour , von dem man lange nichts mehr gehört hatte. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und gebe für den ersten Teil ein GUT. ( 4 von 5 Kreuze )

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:46 Uhr bearbeitet)

erstellt am 28.06.17 23:41
Was das Heft betrifft, so werde ich ein Gesamturteil abgeben sobald ich den zweiten Teil gelesen habe.
Hier an dieser Stelle möchte ich aber etwas zu der Kurzgeschichte auf der Leserseite sagen.

Sollte es jemals so etwas wie ein Zamorra Lexikon geben, dann müssen Geschichten wie diese unbedingt darin aufgenommen werden.
Eine simple Auflistung der Charaktere, insbesondere wenn es sich um Nebenfiguren handelt, kommt auch bei guter Beschreibung immer etwas steril herüber.
Aber in so einer Geschichte leben diese Figuren, haben eine Seele.
Man taucht ein in ihren Alltag, spürt ihren Lebensrhythmus und bekommt Einblick in ihre Denkweise.
Auch wenn diese Randfiguren meist nur wenig Einfluss auf die jeweiligen
Haupthandlungen der Serie haben, so sind sie doch das Salz in der Suppe des Zammyversums.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:42 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.09.17 09:08
Es ist klasse, wenn man seine Zamorra-"Sommer"pause, in der man im Wilden Westen weilte, Abenteuer mit malayischen Piraten erlebte und karibischen Korsaren folgte, beendet - und mit solch fantastischem fantastischem Roman ins Zammyversum zurückkehren kann.

Auch im Vergleich zur Unterhaltungsliteratur anderer Zeiten und anderer Genres: Adrian Doyle alias Manfred Weinland bleibt ein Ausnahmeautor. Auch bei "Der Gott der Asche" schafft er es mit seiner atmosphärischen und packenden Schilderung der Geschehnisse (und seiner schönen Sprache) mühelos, den Leser ins London des Jahres 1816 zu beamen, um - nicht weniger gekonnt - parallel von den heutigen Vorgängen im Chateau bei Zamorra, Nicole und ihrem Gast Onyx zu berichten.

Während in der Vergangenheit seltsame Aschehaufen Menschen kopieren, durchdringen, übernehmen (?), verwelken in der Gegenwart durch den Kontakt mit schwarzen Exemplaren ihrer Art die Regenbogenblumen im Schloss. Eine Verbindung beider Ereignisse scheint in der Person Dylans zu liegen. Und dann taucht auch in der Gegenwart die "Asche" auf...

Wieder variiert Doyle gekonnt den Ton in den zwei Zeitebenen des Romans.
(Es gibt nur einen kleinen Fehler, wurde hier das Manuskript gekürzt? Auf Seite 14 unten links begibt sich Nicole in die Küche, steht dann aber in Carries Zimmer...)
Die Schnittstellen zwischen den beiden Handlungsströmen sind geschickt gewählt, der Lesefluss bricht nie ab, wahrlich ein Pageturner, den man - wenn man die Zeit hat - von Anfang bis Ende nicht aus der Hand legt.

Mindestens 4,5 von 5 Amuletten (nur damit es für Teil 2 noch etwas Bewertungsluft nach oben gibt). Und das Schöne ist, durch das Zamorra-Horten muss ich jetzt nicht zwei Wochen auf diesen zweiten Teil warten, sondern kann gleich weiterschmökern.
Ach, es ist toll, wieder im Zammyversum zu sein!

erstellt am 15.09.17 08:47
Welcome back, Corto! Und: Gracias!! :)

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