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Thema: 1122 Krakatau
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erstellt am 02.06.17 18:35
Als erstes muss ich mich direkt empören. Über das Cover und den Hefttitel. Ich kann es absolut nicht leiden, wenn das nichts mit der Geschichte zu tun hat. Die Coverszene taucht so gar nicht im Heft auf. Und der Krakatau hat mit der Handlung der Woche nichts zu tun. Erst im Epilog wird ganz kurz darauf eingegangen. In einem winzigen Absatz. In wenigen Sätzen. Dabei wäre da sicher ein spannendes Folgeheft möglich gewesen.

Das soll aber nicht in die Wertung einfließen. Tatsächlich spielt Dylan hier eine größere Rolle. Dass er schon wieder eine Erinnerung verloren hat, um Teile der Ereignisse mysteriös im Dunkeln zu lassen hat mir nicht gefallen. Die eigentliche Vergangenheitshandlung konnte mich jedoch überzeugen. Der Kreis zu Arsenius Hall wird nach etlichen Jahren geschlossen. Gern mehr von den Geisterjägern des Empire in verschiedenen Epochen.

Und in der Gegenwart mehr vom bekannten Ärger mit den Regenbogenblumen. Die Sache wird in den Griff bekommen, für den Moment funktioniert das extravagante Transportmittel wieder. Aber ich bezweifle, dass das so bleibt. Solide Handlung.

Der erste Teil wurde konsequent fortgesetzt, meine Meinung bleibt daher im Kern die gleiche. Nur die positiven Dinge traten hier mehr in den Vordergrund. Hoffentlich kommt kein allmächtiges Aschewesen das zum Plotfinale mit irgendwelchen Autorentricks und extremen Glückszufällen besiegt werden kann. Wir werden sehen.

erstellt am 09.06.17 11:40
Handlung : Dank des Blasters gelingt es Onyx und Nicole , die Gefahr im Kuppelgewölbe zu bannen , und dem Angriff der Asche , in welche ,sich die gesamte Blumenerde verwandelte , abzuwehren. In einer Blitzaktion gelingt es den Dämonenjägern , die Blumenerde zu erneuern und die Regenbogenblumen zu retten.Bei Onyx geht ein Alarmruf aus seinem HQ ein.Dort wurde die von Ascheteilchen übersäte Leiche , des Vulkanologen Vethier angeliefert , der sich zuletzt in der Sundastraße am Anak Krakatau befunden und von dort Proben in Reagenzgläsern mitgebracht hatte. Zamorra erinnert sich das Dylan, mal vom Krakatau gesprochen hatte.Dylan hatte ihm allerdings per Telefon , jeglichen Kontakt untersagt. Er litt gerade unter Nadjas Tod , die ebenfalls Äons Reinigungsaktion zum Opfer gefallen war. Während Onyx auf herrkömmliche Art zum HQ nach Paris zurückfährt, testen Zamorra und Nicole erfolgreich den Blumenexpress. Sie kommen gerade rechtzetig um eine weitere Gefahr unschädlich zu machen. Wieder zurück, taucht Dylan doch nochi m Chateau auf.Gemeinsam machen sie sich daran , die letzten Rätsel des Falles zu lösen.

Meinung : Zweiter Teil des Romanes von Adrian Doyle alias Manfred Weinland , indem die Handlung spannend fortgesetzt wird. Dabei schließt sich die Lücke , der Geschichte um die Hüter Londons aus alter Zeit , von den Hawks zu Arsenius Hall , mit dem Adrian einst in seinem früheren Zweiteiler seinen Zyklus begonnen hatte. Auch hier hat mir die Handlung aus der Vergangenheit, in der auch Dylan aktiv mitwirkte, gut gefallen. Was das Cover betrifft : Es ist zwar schön zu betrachten , hat aber leider mit dem Roman überhaupt nichts zu tun. Auch der titelgebende Krakatau spielt eigentlich nur eine kleine Rolle. Hier kann man aber sagen , das der Titel dennoch seine Berechtigung hat, da ja die Asche , die zum Problem wird , ja zumindest aus der Region stammte. Eine Unstimmigkeit, gab es im Gespräch mit Dylan am Schluß , als Zamorra und Nicole davon sprechen , das der erste Test mit den Regenbogenblumen noch bevorstehen würde. Dabei hatte es diesen bereits gegeben , als sie nach Paris reisten. Insgesamt gut und spannend geschrieben , bleibe ich bei meiner Bewertung , Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze ) auch für den 2. Teil.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:41 Uhr bearbeitet)

erstellt am 11.06.17 02:11
Hier hat mich der gute Herr Doyle etwas enttäuscht. Ich jammere aber auf hohen Niveau, denn Band 2 ist eine würdige Fortsetzung vom "Gott der Asche".
Was mir nicht soooo gut gefallen hat, ist die Überbetonung des "Historischen" Teils. Der Teil war gut, keine Frage. Das Heft war allerdings meine erste Begegnung mit Dylan und ich kann mir immer noch nicht so eine gute Vorstellung von diesem sicherlich interessanten Charakter machen. Ebenso hätte ich gerne MEHR über die Hintergrunde des "Aschegottes" erfahren. Wie hier einer der Vorrezensenten angedeutet hat, könnte dieses Thematik aber noch einmal in einem weiteren Heft thematisiert werden - ich fände das nicht uninteressant.

Doch, der Roman hat mir gefallen. Ich vergebe ein Befriedigend+ aufgrund der genannten Kritikpunkt. Anständige Unterhaltung, aber nicht so rund wie Band 1.

Was das Cover angeht: Nun, ja dann müsste man ja auch den Buddha kritisieren, der Band 1 geziert hat - der hatte nun wirklich keine Rolle, außer eine winzige Vision. Deshalb: Mir haben beide Cover sehr gut gefallen. Sehen sehr Edel aus!

erstellt am 18.06.17 17:52
Ich vergebe ein MITTEL, da mir der Roman wie schon der erste Teil nicht wirklich gefallen hat. Ich empfand ihn als zäh und in meinen Augen ist auch nichts passiert. Zudem ist der Titel meilenweit am Inhalt vorbei.

erstellt am 19.07.17 00:07
Es ist immer wieder erstaunlich wie gut Manfred Weinland Brücken zu seinen früheren Romanen schlägt und offene Kreise schließt.
Und wie immer bei seinen Romanen kam mir dieser, für mich sehr gute, Zweiteiler vor wie ein Teil eines wohldurchdachten Ganzen.

Würde man jemandem der die Serie nicht kennt, nur Manfred Weinlands Romane lesen lassen, er würde kaum merken das da noch andere Autoren mitschreiben.

Es kocht zwar jeder Autor an seiner eigenen Suppe, aber bei Manfred Weinland ist das noch ein wenig spezieller.
Ob das gut oder schlecht ist will ich hier nicht diskutieren.
Mir persönlich würde es gefallen wenn von jedem Autor drei bis fünf Romane hintereinander erscheinen würden.

Mit Dylan MacMour hat Manfred jetzt eine Figur in der Handlung, die nicht aus seiner Feder stammt.
Trotzdem wurde der Charakter meines Erachtens nach hervorragend in Szene gesetzt.
Was auch kein Wunder ist, passt die momentan düstere, melancholische Art des Schotten besser zu Manfreds Stil als MacMours früheres, lustiges Wesen.

Das es den Regenbogenblumen mal an den Kragen ging gefiel mir gut. Sie sind schon ( zu ) lange in der Serie.
Durch sie wird vieles zu einfach.
Zu viele Standorte machen Zamorra einfach zu omnipräsent.
Das sollte eingeschränkt werden.

erstellt am 16.09.17 15:17
Direkt im Anschluss an den packenden "Der Gott der Asche" gelesen, geht es auch direkt weiter mit dem "Pageturnen". Adrian Doyle alias Manfred Weinland zieht einen so stark in die Handlung des zweiten Teils wie der Ascheklumpen andere Ascheteilchen anzieht. Grandios.

Vor dem Lesebeginn steht natürlich das (hier zuvor kritisierte) Cover, das ich nicht nur optisch sehr gelungen, sondern auch passend finde. Es illustriert halt wie alles begann.

Besonders hervorzuheben ist wieder Adrian Doyles Einfühlungsvermögen in das Empfinden seiner Protagonisten. Wie bewegend er z. B. (nur ein Beispiel!) Dylans Trauer zu schildern vermag! (Ein Einfühlungsvermögen, das leider bei anderen Autoren schon mal zu kurz kommt. Bei Adrian Doyle dagegen ist davon auszugehen, dass sein Zamorra es nicht mit einem kurzen "Mist" abtun würde, wenn durch eine Fehleinschätzung seinerseits Menschen getötet worden wären...)
Diese Menschlichkeit und Tiefe schätze ich sehr. Und auch das Grauen bekommt dadurch eine andere Dimension.

Zwei Flüchtigkeitsfehler zeigen diesmal, dass der Autor natürlich nicht im selben Zeitrahmen, in dem man das Heft verschlingt, es zu schreiben vermag (und deshalb schon mal etwas übersehen oder missverständlich formulieren kann), und dass auch Susies in der Regel sorgsamer Lektoratsarbeit mal etwas entgeht:
Als der Vulkanforscher Vethier seine Wohnung betritt (Seite 11), gibt die Flurlampe ihren Geist auf. Da er sie nicht repariert, sondern sich dem Wodka hingibt, verwundert es natürlich, dass er sie auf Seite 13 anklicken kann. (Das fällt einem natürlich besonders auf, da man in einem fantastischem Roman nun erwartet, dass dies ein Hinweis auf ein besonderes Vorkommen ist, welches dies bewirkt hat... Unheimlich...)
Die zweite Flüchtigkeit betrifft, wie schon von Sinclair erwähnt, die Genesung der Regenbogenblumen, die sich bereits auf Seite 37 zu "früherer Pracht entwickelt" hatten (und ja auch getestet wurden), und trotzdem zwanzig Seiten später noch "stündlich an Farbe und Vitalität" gewinnen (und es klingt, als stünde ein Test grundsätzlich noch aus).

Für mich wirkte das Finale etwas zu überhastet und beiläufig ("Die Kraft der Hawks strahlte selbst bis zum Sitz des Königs und befreite dort Vater und Sohn vom Joch der Asche." ) Da hätte ich mir einen größeren Detailreichtum erhofft.
Wie ich mir angesichts des mitreißenden, prima ausgebauten Plots ohnehin einen dritten Teil gewünscht hätte (Teil zwei hätte in dem Aschehaus mit dem bedrohten Dylan und einem Cliffhanger enden können), in dem dann auch ausführlich die Reise zum Anak Krakatau geschildert worden wäre.
Dennoch ein gelungener, sehr spannender zweiter Teil, vier von fünf Amuletten. Überhaupt ein Zweiteiler, nachdem man erstmal durchatmen muss. Nicht nur da auch wir in unserer Realität dieses Jahr passenderweise (fast) ein Jahr ohne Sommer hatten...

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 15:33 Uhr bearbeitet)

erstellt am 23.09.17 22:19
ich geb dem zweiteiler 5 von 5 kreuzen.

corto feldese schrieb:
Zwei Flüchtigkeitsfehler zeigen diesmal, dass der Autor natürlich nicht im selben Zeitrahmen, in dem man das Heft verschlingt, es zu schreiben vermag (und deshalb schon mal etwas übersehen oder missverständlich formulieren kann), und dass auch Susies in der Regel sorgsamer Lektoratsarbeit mal etwas entgeht:


ich glaub, da entgeht so einiges.

s.53 "das Weiß der Iris verschwand". die iris ist die regenbogenhaut, die ist nicht weiß, die hat durch pigmente ne färbung. das weiße ist die weiße augenhaut, und die heißt nicht iris, sondern sclera.

das hat mich schon in nem roman vorher gestört, PZ 1118, wos heißt, Carrie hät jetzt ne normale weiße iris. so was wie ne weiße iris, wüsst ich nicht, dass es das gibt. bei albinos fehlen die pigmente, aber dann sind die augen rötlich. weiß nicht, was das sein soll, ne weiße iris.

erstellt am 24.09.17 11:56
Stimmt, die Iris ist ja der Bereich um die Pupille, der unsere "Augenfarbe" ausmacht.
Hab ich völlig überlesen...
Auf der anderen Seite: Vielleicht war die bei Carrie tatsächlich (wenn es auch bei normalen Menschen nie so ist) magisch weiß???

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