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Thema: 2029 Die Mutter der Monster
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erstellt am 05.06.17 17:12
Also gut, es geht weiter im alten Steinzeit-Atlantis. Auch wenn wir gesellschaftlich durch das Auftauchen der Dorf-Menschen einen großen Sprung nach vorne gemacht haben. Teil zwei hat mir schon mal besser gefallen, als der erste, auch wenn ich hier immer noch einige Kritikpunkte habe. Aber da ich hier sehr gut abgrenzen kann, was mir gut gefallen hat und was nicht, möchte ich das auch tun. Ich hoffe nur, ich löse nicht wieder ähnliche Reaktionen wie das letzte Mal aus, das täte mir leid und ist nicht meine Absicht.

Inhalt:
Während des Überfalls auf das Dorf am Ende von Band 1 werden die ultrahübsche, bezierzende Nixe Marna und zwei ihrer Töchter von geflügelten Sirenen und Harpyien entführt. Johns Geist kann ihnen in die Berge folgen. Auf die atemberaubende Erläuterung, weshalb das möglich ist, möchte ich aufgrund einer Spoilergefahr verzichten. Das müsst ihr dann doch selbst lesen! Aber ich schweife ab! Also: Die müssen natürlich gerettet werden, weshalb eine Steinzeitjäger-Truppe um John aufbricht und sich wieder in die verdammt gefährliche, von Mantikoren und anderem dämonischen Gekreuch nur so wimmelnde alt-atlantische Landschaft begibt. Marna und Töchter werden tatsächlich gefunden. Trotzdem fällt das Ende des Romans deprimierend für unseren Helden aus.

Meinung positiv:
Wie gesagt, kann ich in diesem Roman sehr genau abgrenzen, was ich gut und was ich doof fand. Super fand ich die Eingangsszene mit Johns schwebenden Geist. Super fand ich auch den Harpyien-Angriff auf das Lager der Helden ab S. 32 aus Harpyien-Perspektive. Das war mal was anderes. Ebenfalls super fand ich das Ende in der Höhle, so ca. ab dem Eintreten der Retter ins das Höhlenlabyrinth S. 43 bis zum Schluss. Geil, das Phorkys drin vorkommt!
Sorry, ich muss später weiter machen….

erstellt am 06.06.17 22:19
So, wo war ich stehen geblieben…
Ach ja, Meinung negativ:
Auch ich würde mir wünschen, sie würde kürzer ausfallen.
Wie bereits erwähnt, ist es seehhhr gefährlich im alten-alten-Atlantis. Von S. 9-S. 43 (mit Unterbrechungen von Marna und dem Angriff auf das Dorf) sind die Gefährten diesen Gefahren auf ihrer Reise ausgesetzt und natürlich kommt auch alles dran, was man auch von Band 1 erwarten konnte. Letzte Woche habe ich ja noch geschrieben, dass die „Reise-Gegner“ für mich austauschbar wären und noch auch noch ein Wertiger oder Höhlenbär kommen könnte. Sah wohl Herr H. auch so, zu dem üblichen Kram (Mantikore, Harpyien, Sirenen) kommen noch eine Anakonda und ein Dinosaurier-Mensch. Und mit jedem Angriff gibt es einen oder mehrere neue(n) Tote(n). Und genau dort liegt einer meiner Hauptkritikpunkte für dieses Heft. Zig Personen werden eingeführt, zig neue Namen tauchen auf. Leider bleiben diese für mich nur Kanonen- bzw. Mantikorfutter. Oder kann etwa noch jemand ohne nachzudenken beantworten wer z. B. „Lark“ oder „Tarbo“ waren? Ich war auch echt kurzzeitig irritiert, als ich auf S. 32, dann noch von „Aello“ las, dachte zuerst an einen neuen Krieger, bis ich merkte, dass dies der Name der Harpyie ist, den wir erfahren, weil der Angriff aus ihrer Perspektive geschrieben ist. (Was ich ja als Idee geil fand, siehe oben!). Was die Sache auch nicht einfacher macht, ist das die steinzeitlichen Namen für mich nicht per se männlich oder weiblich klingen. John ist mit denen ja inzwischen tagelang unterwegs, ich hätte mir ein tiefgründigeres Gespräch am Lagerfeuer oder sonstwo gewünscht, um den Personen mehr Profil zu geben. Ansatzweise gibt es das ab S. 22, wenn Belos meint „wir nicht richtig hier, John!“, kann man aber auch nicht wirklich längeren Dialog nennen. Das ist vielleicht auch nicht so einfach, weil ja trotz Übersetzungsstein die Steinzeittruppe viele Begriffe nicht kennt, aber hey – ich habe mit dem Blödsinn ja nicht angefangen!
Nicht gebraucht hätte ich die Nixen-Fehlgeburt.
Ebenfalls nicht gebraucht hätte ich, die Flügel-Sirenen-Geburt. Warum unterstützt Phorkys die Harpyien bei der Fortpflanzung? Der kann doch alles erschaffen, was er will. Warum umständlich Sirenen-Atem sammeln und an Harpyien abgeben?
Aber gut, die letzten beiden Punkte, mögen andere anders sehen.
Fazit:
Geil: Anfang mit John´s Geist, Harpyien-Perspektive, Endkampf in der Höhle
Blöd: Angriff auf Angriff mit bodycount, dämonische Fortpflanzungsproblematik
Achtung Spoiler:
Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?

Zu guter Letzt haben wir in der Gegenwart ein neues Monster, das ja sicher noch eine Rolle spielen wird, sonst hätte es ja in der Vergangenheit bleiben können. Für Sedonia und den Eisernen Engel gab es leider nix. Ausgangssituation also verschlechtert statt verbessert. Dumm gelaufen. Aber: Da gibt es ja dann wieder neues Potential für den Sedonia/Eisernen Engel-Plot und einen nigelnagelneuen Carnegra-Handlungsstrang. Für John doof, für die Leser gut.

Hat mit besser gefallen als Teil 1, trotzdem reicht es für mich nicht für 4 Mantikor-Dornen. Sagen wir mal 3,8.

Ach ja, P.S.: mein Cover zeigt auf keinen Fall John! Das müssen Belos, Karim und ein gewisser Mister X sein. Mein John würde niemals in Lendenschurz und albernen Helm vor die Haustür treten. Auch nicht vor die steinzeitliche....

erstellt am 07.06.17 23:46
Es ist schon erstaunlich. Gerade als John auf der Insel ankommt startet Phorkys einen Großangriff, bei dem der Geisterjäger schwer verwundet wird. Natürlich überlebt er als Hauptfigur, aber einige Nixen wurden bei dem Überfall entführt. Also Kommando zurück. Teil 1 war der Weg zur Insel, Teil 2 ist der Weg von der Insel weg. Wieder unterbrochen von Kämpfen gegen Monster, um die Truppe auszudünnen. Dieses mal sind unter anderem Chiimal und seine Sauriermenschen mit dabei. Florian versucht wie gewohnt so viele Verweise auf alte Geschichten wie möglich unterzubringen. Sehr oft wird hier und da ein informativer Nebensatz eingeworfen. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es hier noch zwei Nebenschauplätze. Die Verbliebenen Insulaner bekommen auch nur eine Kampfpassage spendiert. Die Tragödie von Marna und ihren Kindern hat mir viel besser gefallen. Es sind gerade die Szenen abseits des Gekloppes, die mich unterhalten haben.

Schließlich kommt man in Phorkys' Versteck an. Es kommt zum erwarteten Finalkampf, bei dem außer weiteren Opfern auf beiden Seiten nichts überraschendes passiert. John überlebt weil er muss, Phorkys überlebt weil er muss, der Sirenen-Lebensatem wird beschafft weil es für den Hauptplot gebraucht wird. Leider muss er auf der Insel verbleiben, um die aufkeimende Atlantis-Zivilisation zu sichern. Der Geisterjäger schließt seine Vergangenheitsreise ab und kehrt in die Gegenwart zurück. Hier konnte mich Florian auf den letzten Seiten schocken, gerade weil das Finale mich in Sicherheit gewiegt hat. Nicht nur ist man am Ende also doch nicht im Besitz des Lebensatems, man hat auch eine mächtige Feindin mitgebracht. Das gefällt mir, Rückschläge für die Guten. Wenn Sedonia nun sterben sollte finde ich das sehr viel besser als bei Sheila damals. Es wäre nicht nur ein billiger Schockmoment, sondern ein sorgsam aufgebauter und realistischer Zug. Man darf gespannt sein.


Weil die Faszination etwas verflogen war gefiel mir der Abschluss der Geschichte weniger gut als der erste Teil. Das überraschende Ende hat es dann aber wieder aufgewogen. Noch immer keine Topnote, aber ein sehr gutes Heft.

erstellt am 08.06.17 17:37
na siehste, diesmal habe ich angefangen und du durftest dann das "Gegenteil" schreiben.

erstellt am 25.07.18 15:24
Handlung : Mit Hilfe der Nixen , die ein Floß zur Verfügung stellten und sie führten , gelangten John sowie Belos und Mia mit den Überlebenden ihres Stammes , auf die Insel der Sirenen. Hier gibt es eine erste menschliche Ansiedlung , die von Roga , geführt wird. Ein Gebiet welches durch Nixenmagie und die Flammenden Steine geschützt wird. Doch dann gibt es plötzlich einen Angriff der Dämonen , welcher durch eine Wisentstampede unterstützt wird. Der Angrif fordert zahlreiche Opfer , selbst John wird tödlich verletzt. Durch seinen Geistkörper , beobachtet er , wie Rogas Nixenfrau Marna und zwei ihrer Kinder , in das Refugium der Dämonen , in den Bergen , entführt werden. Johns Verletzungen werden von der Nixe Nirga geheilt. Danach bricht John mit Roga , Belos und ein paar Kriegern auf , um Rogas Frau und Kinder zu befreien. Es wird ein Himmelfahrtskommando , dem nach zahlreichen Kämpfen , auch die Nixe Nirga, zum Opfer fällt , die im Augenblick ihres Todes , John ihren Lebensatem überläßt.
Es folgen weitere Kämpfe mit verschiedenen Monstern, unter anderem mit Chiimal und seinen Dienern , bis sie endlich die Höhle des Löwen erreichen. Hier stehen John und seine Freunde , dann plötzlich einer Übermacht von Gegnern gegenüber , die von Phorkys und seiner Tochter Carnegra , der Mutter der Monster , geführt werden. Wird es gelingen Marna und ihre Töchter zu befreien ? Wird John es schaffen , mit dem Lebensatem in seine Zeit zurückzukehren um Sedonia und den Eisernen Engel zu retten ?

Meinung : Zweiter Teil des Zweiteilers von Ian Rolf Hill. Wieder ein guter und spannender Roman , wenn auch kein Sehr Guter. Der Höllentrip in die tiefe Vergangenheit ist weiterhin gut geschildert , dabei werden auch weitere Rätsel aus der atlantischen Geschichte aufgelöst.In diesem Roman , wird fast nur gekämpft , was auf die Dauer etwas ermüdend auf den Leser wirkt. Dafür entschädigt dann wieder ein Schluß ,der dem Leser ein Wechselbad der Gefühle bereitet , mit einem erst einmal tragischen Ende. Es bleibt also unklar , was aus Sedonia und dem Eisernen Engel wird. Verwirrend hat Ian , den Status von Phorkys geschildert. Ich glaube es war auf Seite 59, steht geschrieben das Phorkys , nach dem Kampf mit dem Täufer , vernichtet wäre. Auf Seite 65 , ist sich John dann nicht mehr so sicher. Tatsache aber bleibt , das Phorkys Tochter Carnegra , der Weg in die Gegenwart gelungen ist. Von ihr wird man also noch hören.Sehr schönes Revival war , das Chiimal , der Gigant von Atlantis , hier einen weiteren Auftritt hatte. Insgesamt bleibe ich , bei der Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

erstellt am 26.07.18 11:24
Als Leser geht man ja oft mit bestimmten Erwartungen an einen Roman heran. Hier hatte ich auf jeden Fall erwartet , das mit diesem Zweiteiler Sedonia und der Eiserne Engel gerettet werden. Am Ende kam dann alles anders.Und das hat mir gut gefallen. Romanserien sind immer dann am besten , wenn eben nicht das passiert , was der Leser vorher erwartet. Damit noch ein zusätzliches Lob an Ian Rolf Hill.

erstellt am 26.07.18 11:41
Vielen Dank, lieber Sinclair.
Auch für die Mühe, die du dir jedes Mal mit deinen Rezensionen machst
Allzu lange musst du ja nicht mehr warten, bis der unklare Status von Phorkys und Carnegra aufgeklärt wird. Aber die scheinbare Diskrepanz was den Vater der Ungeheuer betrifft, ergibt sich aus Johns Wissensstand. Er geht davon aus, dass Phorkys beim Untergang des Schwarzen Doms vernichtet wurde. Er hat im vorliegenden Roman also lediglich mit einer früheren Version des Monstermachers zu tun. Aber natürlich kann er sich nicht sicher sein, ob es Phorkys, Lykaon, Ian McCoy und Sarket wirklich erwischt hat. Sicher ist er sich nur bei Okypete, Rabisana und Shador. Aber selbst was Rabisana angeht, scheint deren Schicksal fraglich zu sein (siehe Band 2027).

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:42 Uhr bearbeitet)

erstellt am 26.07.18 22:06
Sinclair schrieb:
Meinung : Zweiter Teil des Zweiteilers von Ian Rolf Hill. Wieder ein guter und spannender Roman , wenn auch kein Sehr Guter. Der Höllentrip in die tiefe Vergangenheit ist weiterhin gut geschildert , dabei werden auch weitere Rätsel aus der atlantischen Geschichte aufgelöst.In diesem Roman , wird fast nur gekämpft , was auf die Dauer etwas ermüdend auf den Leser wirkt. Dafür entschädigt dann wieder ein Schluß ,der dem Leser ein Wechselbad der Gefühle bereitet , mit einem erst einmal tragischen Ende. Es bleibt also unklar , was aus Sedonia und dem Eisernen Engel wird. Verwirrend hat Ian , den Status von Phorkys geschildert. Ich glaube es war auf Seite 59, steht geschrieben das Phorkys , nach dem Kampf mit dem Täufer , vernichtet wäre. Auf Seite 65 , ist sich John dann nicht mehr so sicher. Tatsache aber bleibt , das Phorkys Tochter Carnegra , der Weg in die Gegenwart gelungen ist. Von ihr wird man also noch hören.Sehr schönes Revival war , das Chiimal , der Gigant von Atlantis , hier einen weiteren Auftritt hatte. Insgesamt bleibe ich , bei der Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

Ach kuck mal einer an, gar nicht mal so unterschiedlich zu mir. Gut, ich hatte nur 3,8, aber der Grundtenor...

erstellt am 31.07.18 16:58
Florian schrieb:
Vielen Dank, lieber Sinclair.
Auch für die Mühe, die du dir jedes Mal mit deinen Rezensionen machst
Allzu lange musst du ja nicht mehr warten, bis der unklare Status von Phorkys und Carnegra aufgeklärt wird. Aber die scheinbare Diskrepanz was den Vater der Ungeheuer betrifft, ergibt sich aus Johns Wissensstand. Er geht davon aus, dass Phorkys beim Untergang des Schwarzen Doms vernichtet wurde. Er hat im vorliegenden Roman also lediglich mit einer früheren Version des Monstermachers zu tun. Aber natürlich kann er sich nicht sicher sein, ob es Phorkys, Lykaon, Ian McCoy und Sarket wirklich erwischt hat. Sicher ist er sich nur bei Okypete, Rabisana und Shador. Aber selbst was Rabisana angeht, scheint deren Schicksal fraglich zu sein (siehe Band 2027).


Danke schön für deine Antwort Florian. Ja für den armen John , bleibt die Lage unübersichtlich. Was Rabisana betrifft , hatte ich bis ich Band 2027 gelesen habe , eigentlich keine Zweifel , das sie vernichtet wurde. Das ist nun ein wenig anders.

erstellt am 01.08.18 10:10
leni schrieb:
Sinclair schrieb:
Meinung : Zweiter Teil des Zweiteilers von Ian Rolf Hill. Wieder ein guter und spannender Roman , wenn auch kein Sehr Guter. Der Höllentrip in die tiefe Vergangenheit ist weiterhin gut geschildert , dabei werden auch weitere Rätsel aus der atlantischen Geschichte aufgelöst.In diesem Roman , wird fast nur gekämpft , was auf die Dauer etwas ermüdend auf den Leser wirkt. Dafür entschädigt dann wieder ein Schluß ,der dem Leser ein Wechselbad der Gefühle bereitet , mit einem erst einmal tragischen Ende. Es bleibt also unklar , was aus Sedonia und dem Eisernen Engel wird. Verwirrend hat Ian , den Status von Phorkys geschildert. Ich glaube es war auf Seite 59, steht geschrieben das Phorkys , nach dem Kampf mit dem Täufer , vernichtet wäre. Auf Seite 65 , ist sich John dann nicht mehr so sicher. Tatsache aber bleibt , das Phorkys Tochter Carnegra , der Weg in die Gegenwart gelungen ist. Von ihr wird man also noch hören.Sehr schönes Revival war , das Chiimal , der Gigant von Atlantis , hier einen weiteren Auftritt hatte. Insgesamt bleibe ich , bei der Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

Ach kuck mal einer an, gar nicht mal so unterschiedlich zu mir. Gut, ich hatte nur 3,8, aber der Grundtenor...


Das zeigt Leni , das wir zwar auch durchaus unterschiedlicher Meinung sein können , aber dann doch durchaus auch öfter , der gleichen Meinung sind.

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