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Thema: 15 Arena der Monster
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erstellt am 09.06.17 18:29
Bei einem Zweiteiler kann man sich als Autor ruhig ein wenig mehr Zeit nehmen. Gleich vier verschiedene Handlungen einzubauen ist aber gewagt und hätte vielleicht besser in eine Trilogie gepasst. Dabei gibt es zwei wichtige Themen. Dr. Shelley und eine düstere Vergangenheit, die mit Wynn verknüpft sein könnte, obwohl er damals noch gar nicht hier war.

Dabei geht es wieder sehr exotisch und fantasievoll zur Sache. Treppenflüsterer, Bücherwürmer, Nekrodile und anderes Getier gibt es zu bestaunen. Sogar eine neue Organisation. Das Consortium sind die typischen Marionettenspieler im Hintergrund, der exklusive Club der mächtigsten Bewohner Twilight Cities. Da passt aber nicht, warum man bei dem ganzen Chaos der letzten Wochen und Monate nie etwas von ihnen gehört hat. Gerade bei Logan Dee sollte ich mich nicht beschweren, aber an einigen ganz wenigen Stellen hätte er einfallsreicher sein können. Es haben mal Indianer in Twiligh City gelebt? Und die werden auch genau so wie „unsere“ Indianer genannt? Ach, bitte.

Die Handlungen haben zwar alle ihren Sinn und sind sehr schön geschrieben, konnten mich aber nicht alle überzeugen. Wynn gerät bei der Suche nach der verschollenen Akte von Shelley an den Dunklen Archivar. Der gibt ihm die Akte, damit Wynn sie an Abby weiterleiten kann. Dann klaut der Archivar die Unterlagen wieder, damit Wynn ein weiteres mal bei ihm erscheinen muss. So zieht sich dieser Plot ein klein wenig. Eigentlich ist nur wichtig, dass Wynn eine rätselhafte Vergangenheitsvision erhält.

Diese handelt von einer Hexe. Hexenprozesse einer Inquisition mit Folter bis zum Geständnis. Das passt irgendwie nicht zu Twilight City. Hexerei ist in einer Stadt verboten und wird verfolgt, wo Dämonen auf offener Straße herumlaufen und exotische Magie gewirkt wird? Das muss man wohl so hinnehmen. Auch wenn die Grundlage bei mir nicht punkten konnte, die eigentliche Erzählung ist sehr düster und ungeschönt.

Dann gibt es da noch den Ganoven Corey, der Wettschulden zurück zahlen muss. In der titelgebenden Arena der Monster, in einem Kampf auf Leben und tot. Es dauert, bis die Verknüpfung zum Hauptplot deutlich wird. Er trifft nämlich auf Vicky Lindsay, die hier gefangen gehalten wird und kann sie am Ende befreien. Der rote Faden geht hier um mehrere Ecken, aber im Endeffekt ist Vicky wichtig für die Shelley-Handlung. Da muss ich mich beim Autor direkt mal bedanken. Er hat sich Gedanken über eine verzahnte Handlung gemacht, ohne dass es für den seichten Heftromanleser zu kompliziert wird. Das trifft genau meinen Nerv. So gefällt mir das!

Apropos Doc Shelley. Im ersten Teil eine eher untergeordnete Rolle spielt Abby, die zusammen mit dem geheimnisvollen Starreporter Nigel Night hinter ihm her ist. Die beiden sind jetzt auf dem Weg ins Moor, wo sie in 14 Tagen sicher auf Corey und Vicky treffen werden. Und wie geht es mit der Hexe Meryll weiter? Was den Spannungsbogen angeht finde ich an keiner Stelle einen Kritikpunkt. Perfekt aufgebaut, ohne zu fies zu sein.


Weil für mich einige Einfälle nicht wirklich in das Setting passten und gerade die Handlungen der beiden Hauptfiguren Wynn und Abby die schlechteren gegenüber denen der Nebenpersonen waren gibt es keine Bestnote. Aber ein Sehr Gut. Überaus erfreulich, dieses „an der Topnote kratzen“ gibt es bei DL und JS in letzter Zeit immer öfter.

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