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Thema: G.F. Barner
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erstellt am 11.06.17 14:00
Ich mache mal einen eigenen Thread auf.

Hier noch einmal Cortos Beitrag:

"Gerhard Friedrich M. BASNER *1928
Im Umfang seines Gesamtwerkes gesehen, ist Gerhard Friedrich
Basner, der sowohl Leihbücher als auch Taschenbücher und
Romanhefte schrieb, seit den späten Fünfzigerjahren einer der
produktivsten deutschen Westernautoren überhaupt.
Pseudonyme: G.F. Barner, Ward Bros [VP], Ded Derrick, Howard
Duff [Hallberg/Schälter, VP], G.F. Frederick, Gerald Frederick, A.F.
Peters jr. [VP], Claus Peters, Jonny Ringo, G.F. Waco, G.F. Wego,
F.A. Wolf, Frank York" (Zitat Ende)

Sowie das Zitat aus dem Spiegel 43/1988:

" "Hier ist ein Mann einfach ein Mann", sagt Gerhard Friedrich Basner und meint das sehr ernst, "das ist etwas, was wir im Zeichen der sogenannten idiotischen Emanzipation brauchen."
Er muß das nicht weiter ausführen, denn seine Heftromane, "G.F. Barner" und "G.F. Waco", sind ein Erfolg, und zwar seit Jahrzehnten. Sie heißen "Das schwarze Biest von Deadwood" oder "Bis zum letzten Mann", und für diese Idiotie ist darin kein Platz. "Du bist eine Frau", stellt einer klar, "du handelst nach deinem Gefühl, aber ich muß meinen Verstand gebrauchen." " (Zitat Ende)

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13531707.html

erstellt am 11.06.17 14:01
Ich hätte noch ein paar Infos zu G.F. Barner. Sie stammen von der Rückseite des Taschenbuchs "Kelter-Western" Nr. 578:

- Seine Verwandtschaft väterlicherseits lebt seit 1821 großteils in den USA.
- Er wuchs in einer Hansestadt auf (soweit ich weiß Bremen).
- Er verfasste zunächst Kurzgeschichten und schrieb mit 16 Jahren seinen ersten Roman.
- Er ist Mitglied mehrerer Western-Clubs und historischer Gesellschaften in den USA.
- Er beseitzt die größte private Landkartensammlung über den Westen Nordamerikas, darunter seltene Armeekarten.

Laut einer Werbung des Kelter-Verlags hat er über 1000 Romane geschrieben.

erstellt am 11.06.17 16:44
Über den Umweg WESTERN hab ich jetzt bei Wikipedia noch Folgendes über Basner/Barner gefunden:

"Gerhard Friedrich M. Basner (* 10. Januar 1928 in Rummelsburg/Pommern; † 13. November 2002) war ein deutscher Schriftsteller von Wildwestromanen.

Im Jahre 1928 in Pommern geboren, wurde seine Schulausbildung, die er in Danzig absolvierte, von einem Einsatz als Soldat von 1944 bis 1945 unterbrochen. Danach war er selbstständig in der Holzindustrie auf Rügen tätig, wurde jedoch 1949 enteignet und floh nach Detmold. Dort arbeitete er zunächst als Angestellter in einer Möbelfabrik. Ab 1958 war der dann in Detmold als freier Schriftsteller tätig. Er verstarb 2002.

Basner, dessen Romane als Leihbücher, Taschenbücher und Romanhefte erschienen, gehörte seit den 1950er Jahren zu den produktivsten deutschen Westernautoren.

Er verwendete mehr als ein Dutzend verschiedener Pseudonyme, zu den Bekanntesten gehörten Ded Derrick, G.F. Waco, Gerald Frederick, G.F. Barner, Howard Duff, Johnny Ringo, Claus Peters, Clint Morgen.

Basner arbeitete u. a. an den Romanserien „Silber-Wildwest“, „Roland-Wildwest“, „Rodeo-Western“, „Westman“, „Kelter-Western“ und „Jericho-Western“ mit." (Zitat Ende)

Quelle: de.m.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Friedrich_Basner

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:53 Uhr bearbeitet)

erstellt am 11.06.17 17:07
Folgt man dem Link auf dieser Seite, so erhält man im "Lexikon westfälischer Autoren" folgende Informationen:

Gerhard Basner

Geboren am 10. Januar 1928 in Rummelsburg/Pommern als Sohn eines Predigers und Arztes. Oberrealgymnasium Tiegenhof (Danzig). 1944 bis 1945 Soldat. 1945 Fortsetzung der Schulausbildung. Unternehmer und Tätigkeit in der Holzbe- und -verarbeitung in Sellin/Rügen bis zur Enteignung 1949. Flucht nach Detmold. Anstellung in einer Möbelfabrik. Seit 1958 freier Schriftsteller. Lebt in Detmold.

Pseudonyme: Ded Derrick, G.F. Waco, Gerald Frederick, G.F. Barner, G.F. Waco, Howard Duff, Johnny Ringo, Claus Peters.

Selbständige Veröffentlichungen: Seit 1955 über 700 Romane in Buch- und Heftform, überwiegend Western und Kriminalromane in den Verlagen Hönne (Balve); Bastei (Bergisch Gladbach); Kelter (Hamburg); Saba, (später: Schälter, Hemer-Sundwig, Deilinghofen); Heros (Eschwege); Astoria (Düsseldorf); Bach (Düsseldorf); Bewin Winterbach (Menden/Sauerland); u.a.: Camp der Verlorenen. 1955 – Coyote-Canyon. 1955 – Der eiserne Doriogan. 1955 – Die Fracht des Teufels. 1955 – In den Staub geschrieben. 1955 – Mit Blut bezahlt. 1955 – Schüsse aus dem Hinterhalt. 1955 – Wenn der stirbt. 1955 – Es begann in Yuma. 1955 – Auf die der Tod wartet. 1955 – Drei Freunde. 1955 – Drei-Dollar-Herde. 1955 – Du hängst in Deadwood. 1955 – Er starb am Black Mountain. 1955 – Die Feuerprobe. 1955 – Für eine Handvoll Nuggets. 1955 – Heißer Sattel, kaltes Blut. 1955 – Der Kopfpreis. 1955 – Ladd soll hängen! 1955 – Land der Desperados. 1955 [...] David kann’s nicht lassen. 1984 – Jericho unter Geiern. 1985 – Bragg, der Schweiger. 1986 – Hoogan, der Kopfgeldjäger. 1987 – Topwestern. Romanserie 1998ff.

Mitarbeit an Reihen: Silber-Wildwest – Roland-Wildwest – Rodeo-Western – Westman – Kelter-Western – Jericho-Western.

Übersetzungen: niederl., tschech., dän., schwed. Übersetzungen.

Nachschlagewerke: Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1963-1998 – Who’s Who in Literature? Bd. 1, 1978/79 – Lipp. Bibliogr., Bd. 2, 1982 – Lipp. Autorenlex., Bd. 1, 1985 – Kosch, Erg. Bd. 1, 1994 – Dt. Bibliothek.

erstellt am 11.06.17 17:09
erstellt am 11.06.17 17:13
Zum 10. Todestag des Erfolgsautors gaben seine Frau Renate und seine Töchter Ragna, Eleonore und Andrea eine Trauer/Erinnerungsanzeige folgende Inhalts in der Lippischen Landes-Zeitung auf:

"Und überall sind Spuren Deines Fleißes und künstlerischen Schaffens.
Sie sind wie ein Fenster, durch das wir Dich sehen können, wann immer wir wollen."

Tatsächlich sind diese Spuren weit gestreut. Ob in Antiquariaten, Sammlerecken oder auch aktuellen Veröffentlichungen (besonders bei Kelter), der Fleiß Basners (vor allem als G. F. Barner und G. F. Waco) ist nicht zu übersehen. Ein großes Gesamtwerk!

(Da haben wir uns durch das lahme Netz hier überlappt.)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 17:15 Uhr bearbeitet)

erstellt am 13.06.17 07:18
Alfred Wallon beantwortete am 19.03.09 13:59 hier im Bastei-Forum (unter G. F. Unger-Bibliographie) eine Frage zu G. F. Basner:

" (...) G.F.Barner bzw. G.F.Waco bzw. G.F.Wego, sowie Jonny Ringo und Howard Duff sind alles Pseudonyme eines einzigen Autors: nämlich G.F.Basner, der schon vor einigen Jahren verstorben ist. Sein Stil ist eigentlich völlig anders als der von G.F.Unger – und teilweise so grausam, dass man diesen Autor meiner Meinung nach nicht lesen kann. Ungers Stil ist wesentlich einfacher und präziser, man kann auch ihn natürlich erkennen. Aber mit Basner würde ich ihn nicht vergleichen wollen." (Zitat Ende)

erstellt am 13.06.17 07:32
Laredo, dessen Frage Alfred beantwortet hatte, erwiderte am 19.03.09 22:52:

"G.F.Barner ist grausam?
Hm, das kann ich eigentlich nicht so finden.
Ich lese grade diese Reihe u.a., obwohl mein Favorit G.F.Unger bleibt.

Bei einigen Romanen jedoch hatte ich den Eindruck, dass ich Unger lesen würde, so, das ich irritiert war und fast glaubte, es wäre eines seiner vielen Pseudonyme gewesen im Laufe der Zeit und in der Zeit, als er für diesen Verlag schrieb.

Dann aber habe ich auch festgestellt, dass die Anfänge dieser Barner - Western ganz anders sind, als bei Unger. Bei Unger ist man gleich im Western dabei, während man bei Barner am Anfang Mühe hat, den Faden zu finden.

Mich irritierte auch die Gleichheit der Autorennamen und glaubte daher auch an den Hinweis, das es sich um den gleichen Autor handeln könnte.

G.F.Uvalde, G.F.Barner, G.F. Waco, usw. und frage mich, ob das nicht eine Absicht der Verlage gewesen sein könnte, somit bestimmte Western an den Mann bringen zu können." (Zitat Ende)


(P. S.: G. F. Uvalde war weder ein Pseudonym Basners (noch Ungers), sondern wie Alfred erklärt hatte "ein Pseudonym des Zauberkreis-Verlages, aber es wurde für mehrere Autoren verwendet. Zum einen für Übersetzungen aus dem Amerikanischen, und zum anderen für neue deutsche Autoren."

erstellt am 13.06.17 16:33
Basner muss recht beliebt gewesen sein; viele Jahre lang sind bei Kelter wöchentlich die Reihen G.F. Waco und G.F. Barner parallel erschienen - also 8 Hefte im Monat.
Ich habe einige seiner Romane gelesen; manche fand ich recht gut, andere fand ich wirklich schwer zu lesen (und habe es dann auch gelassen).
Von epischer Breite scheint er wenig gehalten zu haben; ich fand seine Romane immer sehr (mitunter auch zu) komprimiert, also mit sehr viel Handlung.

erstellt am 14.06.17 18:56
In der Tat!
Von 1977 bis 2002 lief die Reihe "G. F. Barner" bei Kelter mit 1121 Bänden!

Von 1979 bis 1996 lief parallel die "G. F. Waco"-Reihe mit 632 Heften.

Spätere Versuche waren dann weniger erfolgreich. Eine "G. F. Barner Erstausgabe" lief 1997/98 mit nur 17 Bänden (was aber auch nicht mangelndem Erfolg, sondern dem Alter des Autoren geschuldet sein kann).
Von 2008 bis 2009 lief eine weitere "G. F. Barner"-Reihe mit 60 Bänden.

Eine "G. F. Wego Sonderausgabe" brachte es 2009 bis 2010 immerhin auf 76 (normal dicke) Heftausgaben, während die erste "G. F. Wego"-Reihe 1998 schon nach 21 Heften eingestellt wurde.

(Und zur Zeit läuft eine "G. F. Barner Collection" - entsprechend der "R. F. Garner"-Collection - mit jeweils drei Romanen im Band bei Kelter und hat mancherorts die Nummer 10 erreicht. Mancherorts, da Kelter ja noch immer nicht alle Regionen zeitgleich beliefert.)

Mit den 1121 Bänden gelang Basner also die langlebigste Autorenreihe nach G. F. Unger (und nach Jason Dark, denn dessen "Sinclair" war ja auch über Jahrzehnte nicht nur eine One-Autor-Show, sondern bestand anders als bei Unger und Barner zudem durchgängig noch aus neuen Romanen).

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