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Thema: 2033 Im Dartmoor geht das Grauen um
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Antworten zu diesem Thema: 34

 
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erstellt am 29.06.17 18:34
Ich bin kein Freund der Einzelfälle von Timothy Stahl. Die Geschichten, die er erzählt gefallen mir in ihrer Art einfach nicht. Diese reiht sich wunderbar ein. Ich musste mich durchbeißen. Es war eher Arbeit als Lesespaß bei dem man die Seiten vergisst. Und vor dem Finale musste ich erstmal abbrechen und eine längere Pause machen.

Bei den Gegnern beziehungsweise Themen bin ich einfach völlig überfordert. Es gibt den Geist einer bösen Druidin in einem Dolch. Diese steht irgendwie in Konkurrenz zu drei Geistern. Ein Serienmörder wird von diesen drei Geistern kontrolliert, mag das aber nicht und würde sie gern wieder loswerden, weil er lieber dem Druidinnen-Dolch dienen würde. Die Geister wiederum sind keine normalen Geister. Da gibt es den Geistergeist eines der ersten Insassen von Dartmoor aus napoleonischer Zeit. Den Werwolfsgeist eines Wikingers. Und einen klassischen Vampirgeist. Die drei hängen im Körper des Mörders zusammen ab, mögen sich aber untereinander nicht und streiten um die alleinige Kontrolle des Wirtskörpers. Noch weniger mögen sie aber die Druidin und wollen nicht, dass ihr Wirt sich dieser unterwirft. Oder so, mir war das einfach zu verworren. Dazu kommt dass die Geister dem Mörder ihre ursprüngliche Form geben können. Er kann sich in einen Werwolf verwandeln und den Werwolfskeim verbreiten. Er kann sich in einen Vampir verwandeln und neue Vampire erschaffen. Und er kann sich in einen Geist verwandeln, um Wände zu durchdringen. Ach und dann gibt es noch ein satanistisches Buch, das auch irgendwie lebt und böse beißen kann.



Diese Vorlagen lassen die Handlung verschiedene Muster durchlaufen, statt sich auf eines festzulegen. Der Autor bedient sich hier verschiedener klassischer Gruselerzählungen.

Angefangen wird mit einer satanischen Beschwörung. Es folgen mysteriöse Vorgänge im Zuchthaus. Unheimlicher Spuk im nebeligen Dartmoor. Eine hörige Vampirbraut und ihr Meister. Und natürlich der langjährige Kollege und Freund der sich plötzlich in einen monströsen Werwolf verwandelt.

Warum gerade klassisch? Im Dartmoor gibt es wie bei einer alten Detektivgeschichte schaurige Bedrohungen die sich als Nichts herausstellen. Erst sieht man den Killer, der sich aber nur als Nebelschwade entpuppt. Eine große Hundebestie fällt Michi an, der ist aber nur das friedliche Tier eines Wanderers das Michi über das Gesicht leckt. Das grausige Stöhnen im Nebel kommt nur von Michis Freundin, die sich gestürzt ist und sich verletzt hat. Oder wurde sie angegriffen? Pippa ist nämlich vorher spurlos im dichten Nebel verschwunden. Aber am Ende ist alles gut.

Eben diese Pippa wurde tatsächlich angefallen, vom Dartmoor-Killer in seiner Vampirform. Später verwandelt sie sich. Es folgen Szenen wie aus Dracula. Der „Meister“ schleicht sich nachts unter ihr Fenster, sie erwacht und ist ihm hörig. Er entführt sie aber Bill Conolly eilt zur Verfolgung. Pippa als Lucy Westenra, Michi als ihre beste Freundin Mina Murray und Bill als van Helsing. Es passt perfekt.

Ich möchte gar nicht weiter auf klassische Werwolfsgeschichten und Gespensterspuk eingehen. Sondern darauf, dass Bill und John getrennt am selben Fall im selben Gebiet dem selben Mörder hinterher ermitteln. Ohne sich über den Weg zu laufen. Das darf erst zum Finale passieren. Erinnert mich auch an irgendeinen alten Grusel-Kulfilm,ich komme aber nicht darauf.


Kleine Detailfragen sind mir selbstredend auch aufgekommen. Zum Beispiel sperrt Chuck seinen wölfischen Kollegen Flynn im Gefängnis in eine Zelle, bis John eintrifft. Ich habe mal recherchiert. Das sind knapp 5 Stunden Fahrt von London nach Dartmoor. In den 5 Stunden fragt der Gefängnisdirektor nicht nach, wo Flynn eigentlich abbleibt?




Die Schreibe ist ja in Ordnung. Aber die Handlung war mir viel zu vollgestopft. Ich hatte wirklich keinen Lesefluss während der Geschichte und musste mich durchackern. Wäre das kein Heft einer Serie, die ich möglichst lückenlos verfolge, ich hätte es abgebrochen und beiseite gelegt. Ich sage nicht, dass Timothy schlecht schreibt. Sein Stil ist einfach überhaupt nicht mein Fall. Der Autor schwankt bei mir immer zwischen einer soliden überdurchschnittlichen und einer soliden unterdurchschnittlichen Wertung, je nachdem wie ausgefallen seine Ideen sind. Da die Idee hier sehr ausgefallen war gibt es von mir eine leicht schlechte Wertung.

erstellt am 01.07.17 13:32
Ist der Titel eigentlich grammatikalisch richtig ?
Müßte es nicht heißen : In Dartmoor geht.... ?

erstellt am 01.07.17 18:13
Kommt darauf an.
"In" Dartmoor würde einen Ort namens "Dartmoor" bezeichnen.
"Im Dartmoor" würde ein Moor mit eben jenem Namen bezeichnen.

erstellt am 01.07.17 19:19
Sinclair schrieb:
Ist der Titel eigentlich grammatikalisch richtig ?
Müßte es nicht heißen : In Dartmoor geht.... ?


Der Titel ist grammatikalisch richtig. Dartmoor ist keine Stadt, kein Dorf, sondern eine Landschaft, eine Gegend. Es heißt ja auch nicht nicht "In Schwarzwald gibt es Kuckucksuhren", sondern "Im Schwarzwald gibt es Kuckucksuhren".

Falsch sind Titel wie "Das Wirtshaus von Dartmoor" und "Der Unheimliche von Dartmoor".

erstellt am 01.07.17 19:50
Anfortas schrieb:
Kommt darauf an.
"In" Dartmoor würde einen Ort namens "Dartmoor" bezeichnen.
"Im Dartmoor" würde ein Moor mit eben jenem Namen bezeichnen.


Nur dass es echt keinen Ort namens Dartmoor gibt. Es gibt nur den Nationalpark, der so heißt.

erstellt am 01.07.17 19:55
Die Annahme, dass es "in Dartmoor" heißen müsste, beruht wohl auf der irrigen Annahme, dass der Begriff häufig als Synonym für das Gefängnis verwendet wird. Von daher wäre "Der Unheimliche von Dartmoor" sogar richtig, so wie beispielsweise "Der Unheimliche von Alcatraz" oder "Der Unheimliche von Singsing".

erstellt am 01.07.17 20:22
Florian schrieb:
Die Annahme, dass es "in Dartmoor" heißen müsste, beruht wohl auf der irrigen Annahme, dass der Begriff häufig als Synonym für das Gefängnis verwendet wird. Von daher wäre "Der Unheimliche von Dartmoor" sogar richtig, so wie beispielsweise "Der Unheimliche von Alcatraz" oder "Der Unheimliche von Singsing".


Da haste natürlich recht, mit dem "Unheimlichen". So hatte ich das noch gar nicht gesehen.

erstellt am 01.07.17 21:46
Staehlerner schrieb:
Dartmoor ist keine Stadt, kein Dorf,...

Im JS-Lexikon steht folgendes:
"Dartmoor - kleiner Ort am Rande eines Sumpfgebietes in England ..."
Es scheint Dartmoor sowohl als Ort als auch als Landschaft zu geben.

erstellt am 01.07.17 22:16
Der Seher schrieb:
Staehlerner schrieb:
Dartmoor ist keine Stadt, kein Dorf,...

Im JS-Lexikon steht folgendes:
"Dartmoor - kleiner Ort am Rande eines Sumpfgebietes in England ..."
Es scheint Dartmoor sowohl als Ort als auch als Landschaft zu geben.


Nein, gibt es nicht, jedenfalls nicht in unserer Welt; in der Sinclair-Welt und anderen Serienuniversen gibt es aber natürlich zig fiktive Orte.
Ebenso wenig stimmt übrigens die Angabe im Lexikon, dass das Gefängnis ausgedient habe und heute nur noch ein "Touristenobjekt" sei.

erstellt am 02.07.17 02:05
Sinclair schrieb:
Ist der Titel eigentlich grammatikalisch richtig ?
Müßte es nicht heißen : In Dartmoor geht.... ?


Richtig wäre: Auf Schalke...

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