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Thema: 1126 - Leviathan
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erstellt am 06.08.17 02:07
Meine Meinung zu Band 1126 von Thilo Schwichtenberg

Ach, was soll ich lange um den Brei herumreden? Ich bin verdammt gut unterhalten worden!

Durch teils kurze Abschnitte wurde die Geschichte für mich sehr rasant und gleichzeitig abwechslungsreich. Eine Prise Humor sorgte gelegentlich für etwas Leichtigkeit, z.B. wenn Zarkahr mit Madame Claire über die richtige Zubereitungsart von Seelen spricht...

Das Abenteuer an sich scheint der Startschuss für einen neuen Zyklus zu sein, auf dessen Fortsetzung ich mich wirklich freue. Ebenso scheint sich das Thema "Leviathan" auch nicht als "Monster der Woche" erledigt zu haben, was ich ebenfalls klasse finde - da ist bestimmt noch einiges an ideellen Potenzial im Hintergrund.
Zwischenzeitlich fühlte ich mich durch die Gecshehnisse auf der Brücke der Seastar an Episoden von Star Trek erinnert, aber DAS muss ja nun absolut nicht negativ sein! Das wirklich EINZIGE was mich in diesem Heft irritiert hat (was aber in sehr vielen anderen Heften bei anderen PZ Autoren ebenfalls so ist), sind die Namen von Charakteren. Herr Schwichtenberg hat sich eine "Multi Kulti"-Crew ausgewählt, die dann natürlich auch die jeweiligen Namen mit sich bringen. Natürlich kann nicht jede Figur Müller, Smith, Baker oder Sanchez heißen - aber MÜSSEN es immer so extreme Varianten sein? "Ran Munro", "Roshanara Tharavadu", "Bjern Gryms" sind Beispiel dafür. Ich verstehe durchaus, dass diese Figuren damit unverwechselbarer werden - mir als Leser bleiben die Namen aber wirklich unglaublich schwer im Kopf und behindern deshalb auch irgendwie den Lesefluss. Einfach bei neuen Figuren nochmal überlegen, ob es zwischen Lieschen Müller und Cara Delevingne Thornewood-Harrington nicht vielleicht einen Kompromiss geben könnte Milan Kostal war da schon völlig unproblematisch, genau wie Oleg Droski!

Ja, ABER - habe ich denn ansonsten gar nichts zu motzen? Nein, eigentlich nicht. Was ich als Kontra anzuführen habe, hat wenig bis gar nichts mit Herrn Schwichtenberg als Person zu tun. Anstelle dessen hat es mit der Neuausrichtung (?) der Serie, hin zu einer starken Zyklusbasis zu tun. Ich habe da rein gar nichts gegen, ganz im Gegenteil. Dadurch bieten sich sicher tolle erzählerische Möglichkeiten und gleichzeitig darf auch gerne wieder über mögliche Taschenbücher nachgedacht werden.

ABER: Neueinsteigern (wie ich einer bin) wird der Einstieg damit nicht leichtgemacht. Es sind einfach sehr sehr viele Personen und Ereignisse, die man parat haben muss. Ich bin jetzt sehr ehrgeizig und lese (zusätzlich zu den aktuellen Heften) auch regelmäßig alte Hefte. Den Rest reime ich mir mit Dr. Google zusammen. Kann man das aber als Voraussetzung zum Einstieg eines neuen Lesers in die Serie voraussetzen? Sollte man das? Ist das wirtschaftlich klug? Ich denke: 3x nein.

Das soll aber keine Schmähkritik sein, denn Professor Zamorra ist aufgrund unterschiedlicher Aspekte eine der Speerspitzen der deutschen Phantastik. Dahinter stehen Jahrzehnte qualitativer Arbeit, Leidenschaft und natürlich ein Verlag der das ermöglicht. Es soll aber noch mindestens 40 Jahre so weiter gehen, deshalb hätte ich einen Vorschlag, wie man neuen Lesern den Einstieg erleichtern kann und gleichzeitig die genannte Entwicklung zu Zyklen noch weiter forcieren kann, falls gewünscht:

Warum nicht einfach den Leser da abholen, wo er nun mal steht? Ich weiß leider nicht mehr wo ich das gesehen habe, aber in mindestens einer Serie (Perry? Abenteurer?) gab es kleine "Kästen" mit den absolut notwendigen Infos zur Vorgeschichte des jeweiligen Zyklus a`la "Was zuletzt geschah". Ja, das kostet natürlich etwas Platz, soll aber nur ein Minimum an Umfang haben und nicht zum Selbstzweck werden. Wenn dann noch konsequent Fußnoten zu den wichtigen Heften gesetzt werden, kann man auch neue Leser "ins Boot holen", bzw. diese einfach an Deck springen lassen. Im konkreten Beispiel (Leviathan) wäre da z.B. "Michael". Ich hatte bisher noch nicht von ihm gehört und würde mir durchaus die alten Hefte zulegen, um das besser nachvollziehen zu können - dazu brauche ich aber Fußnoten!

Zum Abschluss noch ein Kompliment: Der Druck der letzten Ausgaben ist qualitativ deutlich besser als vorher. Da macht das Lesen noch mehr Freude!

erstellt am 06.08.17 12:33
Endlich wieder ein Roman von Thilo, was habe ich mich gefreut. Leider war die Themenauswahl nicht mein Fall. Zarkahr. Nargol und die Seelensammlerei interessieren mich eher weniger. Auch wenn es da zum Ende hin spannender wurde. Mit Seelen magische Barrieren brechen klingt interessant. Agares und Astaroth sind hier sehr passiv, aber das passt zu ihnen als Denker und Planer. Und ich muss zugeben, für eine zweiwöchentliche Serie wo jeder Autor seine eigenen Plots hat komme ich langsam mit den Dämonen durcheinander.

Da kommen wir direkt zum nächsten Problem. Es wird wieder ein neues Thema eröffnet. Das Urwesen Leviathan wird zwar erstmal zurück in sein Gefängnis gedrängt, aber einer ihrer Brüder erwacht und will Schwesterchen befreien. Das könnte also der nächste rote Faden sein der nur drei mal im Jahr fortgesetzt wird. Autorenübergreifend mein Hauptkritikpunkt in der Serie. Außerdem wird eine Figur aus dem Hut gezaubert, die seit anderthalb Jahren nicht mehr mitgespielt hat und für Tod gehalten wurde. Mir wird Zamorra einfach zu komplex, ich muss mir Figuren und kleine Handlungsdetails zu lange merken. Bei Maddrax ist das kein Ding, aber mir sowas bei vielen der PZ-Autoren mehrere Jahre im Gedächtnis zu behalten bin ich einfach zu unfähig. Deshalb gibt es auch einen ganz kleinen Kreis an Figuren, die ich mag und an denen ich hänge, bei PZ muss man sich aus der großen Masse einzelne Highlights herauspicken.

Da wurde dieses mal eben eine Figurengruppe behandelt, die nicht zu meinen „Auserwählten“ gehörten. Und ein neues Thema, für das ich logischer Weise mein Herz auch noch nicht erwärmen konnte. Deshalb kann ich den Roman auch nur als ganz gut bewerten, trotz allem ist Thilo einer meiner Lieblingsautoren aktuell in der Serie.

erstellt am 08.08.17 09:17
Moin Moin,

es ist wie verhext. Immer wenn meine Romane dran sind, habe ich ein Zeitproblem.
Aber ab morgen bin ich im Urlaub und hoffe, dann auch hier ausführlicher schreiben zu können.

@Alban: Ich bin der Thilo. Herr Schwichtenberg klingt irgendwie ... alt.
Danke für dein ausführliches Feedback. Ran Munro und Bjern Grym - diese Namen stammen noch von Werner. Roshanara ist von mir. Ich finde den Namen einfach toll. Beim Schreiben gerate ich immer ins Schwärmen, dann gucke lächelnd im Zimmer umher. Irgendwann merke ich, dass ich doch wieder einmal weiterschreiben sollte.

Ups, Pause um.

Schönen Tag und Danke auch ans Gleichgewicht. Ich melde mich noch.

DWB

erstellt am 08.08.17 14:38
@Thilo Aber gerne. Der Roman hat mir wirklich Spaß gemacht. Bitte genau weiter so!

erstellt am 08.08.17 16:16
Handlung : April Hedgeson bittet Zamorra und Nicole um Hilfe. Sie befindet sich mit der Crew der SEASTAR IV derzeit im Atlantik , etwa 90 Kilometer vor der Küste Senegals. Hier treit ein Seeungheuer sein Unwesen , dem bereits zahlreiche Fischerboote zum Opfer gefallen sind. Außerdem sind sie noch auf eine Anomalie gestoßen , die ein Tor in eine unbekannte Welt bildet. Zamorra und Nicole reisen nach Dakar , wo sie sich auf der SEASTAR einschiffen. Erste Begegnungen mit dem Ungeheuer , einem biblischen Leviathan enden unentschieden. Da treffen sie plötzlich auf einen unerwarteten Helfer , den sie für tot hielten. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen den Liviathan auf , als dieser ein Kreuzfahrtschiff angreift. Können sie das Ungeheuer bannen ? Auch im Chateau müßen sich die dort zurückgebliebenen Bewohner , gegen den Angriff eines unerwarteten Geners zur Wehr setzen.

Meinung : Der neue Roman von Thilo Schwichtenberg hat mich auf jeden Fall gut und auch spannend unterhalten. Auch wenn der Spannungsborgen für meinen Geschmack zu früh ( Seite 60 ) abgebrochen wurde. Das ein Leviathan ein biblisches Mönster ist , war mir bislang nicht bekannt. Der Leviathan bietet für einen Roman auch gute Abwechslung. Was mir nicht so gefallen hat , war am Schluß die Ankündigung , das noch zwei weitere Monster dieser Art folgen sollen. Und natürlich wird uns als nächstes der männliche Leviathan begegnen um die Niederlage des weiblichen zu rächen. Der Plot kommt mir nur zu bekannt vor.Auch die Dschinnromane von Stephanie Seidel waren so aufgebaut , nur war dort der weibliche Dschinn der Rächer.Gefallen hat mir auf jeden Fall auch , Thilos besonderer Humor , der besonders in der Hölenhandlung zum Tragen kam. So wirkt der große Zarkahr , meistens eher unfreiwillig komisch , denn gefährlich. Besonders in seiner menschlichen trumpartigen Gestalt. Nicht so gefallen hat mir dagegen Nicole , die hier wieder in das alte einkaufssüchtige Dummchen - Image zurückfällt. Jedenfalls scheinen sie die Boutiquen der Umgebung , mehr als der Fall zu interessieren und auch die Zwickerei bei den anfänglichen Recherchen fande ich zu aufgesetzt und albern. Insgesamt gebe ich die Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:18 Uhr bearbeitet)

erstellt am 08.08.17 16:49
Sinclair schrieb:
Und natürlich wird uns als nächstes der männliche Leviathan begegnen um die Niederlage des weiblichen zu rächen.


Moin!

Fa halsch. ;-P

DWB

PS: Trotzdem Danke für deine Rezi.

erstellt am 11.08.17 09:22
Zum Anfang etwas verworren in den Handlungsebenen, dann kam das Schiff ins Fahrwasser und alles Entwickelte sich. Der ewige Runninggag von Zamorra auf dem Wasser und Admiral durfte natürlich nicht fehlen. Aber auch Gegenseite war nicht untätig geblieben und hatte ihre - noch unerkannt gebliebene Agenten - unter die Leute geschickt.
Bei dem was die SEASTAR III jetzt alles kann, erwarte ich, das das zukünftige Nachfolgeschiff dann auch die LEVITATION beherrscht.
Wer ist der Auftraggeber von Sabotageakten auf die SEASTAR ?
Was tut sich an der Höhle, in der sich Jahrelang Amun-Re versteckte?

erstellt am 11.08.17 11:54
UFO-Bote schrieb:
Zum Anfang etwas verworren in den Handlungsebenen, dann kam das Schiff ins Fahrwasser und alles Entwickelte sich. Der ewige Runninggag von Zamorra auf dem Wasser und Admiral durfte natürlich nicht fehlen. Aber auch Gegenseite war nicht untätig geblieben und hatte ihre - noch unerkannt gebliebene Agenten - unter die Leute geschickt.
Bei dem was die SEASTAR III jetzt alles kann, erwarte ich, das das zukünftige Nachfolgeschiff dann auch die LEVITATION beherrscht.
Wer ist der Auftraggeber von Sabotageakten auf die SEASTAR ?
Was tut sich an der Höhle, in der sich Jahrelang Amun-Re versteckte?


Da weiß ich wieder , welche Anmerkung ich in meiner Rezi vergessen habe. Die spannenste Frage wird bleiben : Wer ist der Verräter an Bord der SEASTAR und wer ist dessen Auftraggeber ? Bei letzterem glaube ich an Agares oder Astaroth.

erstellt am 14.08.17 14:05
Sinclair schrieb:
Da weiß ich wieder , welche Anmerkung ich in meiner Rezi vergessen habe. Die spannenste Frage wird bleiben : Wer ist der Verräter an Bord der SEASTAR und wer ist dessen Auftraggeber ? Bei letzterem glaube ich an Agares oder Astaroth.


Pst, mal aus dem Nähkästchen geplaudert.

Der ursprüngliche (angedachte) Auftraggeber hat sich zwischen der 1126 und der 1135 ... geändert.
Aber das weiß ja keiner, außer den beiden (und noch nicht mal die - gni hi hi).

PS: Ich habs im Urlaub natürlich nicht geschafft, hier rein zu schauen.
Aber mal ganz liebe Grüße an alle Leser aus Baden-Württemberg: Ihr habt ein so schönes Ländle! Und ganz spezielle Grüße an Angelbachtal! Super Event!

erstellt am 19.08.17 14:16
Dieser Roman hat wieder sehr viel Freude gemacht. Thilo hat mich mit seinem Leviatan sehr gut Unterhalten. Bin gespannt wie es weitergeht.

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