Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 2039 Aufstand der Werwölfe
| |

Antworten zu diesem Thema: 9

 
Zurück
Weiter
1


erstellt am 12.08.17 12:04
Noch keiner zur 2039? Na gut, dann mache ich den Anfang. Könnt Euch ja dann anschließen und dann nicht nur Heft, sondern auch meinen Kommentar kommentieren. Wird nämlich heftig diese Woche, aber nun gut, Flo schwebt ja noch irgendwo von meiner Rezi von letzter Woche, dann ziehe ich ihn mal langsam wieder Richtung Boden.
Inhalt:
Wir erfahren die Geschichte einer Meuterei auf Morganas Walfänger-Schiff während deren Abwesenheit wegen 37/38. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus Werwölfen, Berserkern und einem Menschlein namens Michail. Das musste ja schief gehen. Vom Endergebnis stehen wir nicht viel anders da, als vorher. Ein paar Verluste (bissi Schwund ist immer), deren bedeutendster wohl der der Berserker-Schamanin Irmina ist. War mir bisher sympathisch, hat ihr aber nicht die Existenz gerettet.
Meinung negativ:
Ich habe hier mehrere Punkte, die ersten sind rein persönlich und werden andere Leser anders sehen.
1. Kein John. Muss ich nichts mehr zu sagen
2. Ich mag diese Armee-Sache nicht. Das ist einfach nicht mein Ding.
3. Dass Flo Action schreiben kann, ist ja unbestritten. Hier wird es mir fast ein bisschen viel. Gibt es eine Gruppe, die in diesen ein bis zwei Tagen mal nicht draufgehauen hat? Werwolf-Kerle gegen Dara, Michail gegen Kapitän und mit Dara später gegen Werwölfe, Werwölfe gegen Armee, Werwölfe gegen Berserker, Werwölfe gegeneinander. Habe ich irgendwas vergessen?
Und jetzt meine eigentlich wirkliche Kritik, weil sie nämlich ins Grundsätzliche geht. Deswegen muss ich jetzt genau überlegen, wie ich das formuliere und ein wenig ausholen: In der ganzen Lykaon/Fenris Problematik geht es doch eigentlich darum, dass es auf unserem Planeten zwei verschiedene Sippen/Gruppen gibt, deren charismatische, arrogante Anführer aber der Meinung sind, dass die Erde nur Platz für eine Gruppe bietet. Natürlich die in deren Augen bessere, eigene. Warum besser? Jede Sippe hat ihre eigenen Merkmale, die sie deutlich von den anderen unterscheidet. Gruppe A Fenris: Schmerzhafte Verwandlung bei Vollmond. Keimübertragung per Biss. Gruppe B Lykaon: blitzschnelle Verwandlung wann immer „wolf“ das möchte. Vorteil gegenüber A! Allerdings Keimübertragung nur per zweigeschlechtlicher Zeugung. Dass Fenris sich immer verwandeln kann: Aber hallo! Werwolf-Gott! Dass Morgana dass immer kann, auch partiell: Aber hallo! Schließlich Königin! Jetzt kommen aber lauter „vierschrötige“ dahergelaufene Werwolf-Kerle daher und können das auch. Am Ende, so scheint es mir, die komplette Schiffsbesatzung. Oh. Begründung auf S.58, die Jungs sind halt einfach böse, schlechte Kerle und freuen sich Werwölfe zu sein und als solche mal kräftig ihre Boshaftigkeit rauslassen zu können. Aha. Andererseits kann Dara, wir erinnern uns, eine Baranov und somit Werwolf-Klasse B, sich nicht in einen Wolf verwandeln, wenn sie von vier vierschrötigen, bösen Jungs angegriffen wird. Ja, Michail macht sich sogar Sorgen um sie, als sie es am Ende dann doch tut! Entschuldigung, aber mein Werwolf-JS-Lykaon-Fenris-Weltbild wir gerade auf den Kopf gestellt. Was ist denn hier los?!!??! Irgendwann soll, muss und wird es wohl zu einem gewaltigen Endkampf zwischen den beiden Sippen kommen und es wäre doch echt schön, wenn die Eigenschaften sich bis dahin sich nicht so sehr ähneln, dass man noch ganz klare Grenzen ziehen kann. Ich hätte gerne eine klare Ausdifferenzierung. In der rechten Ecke A, in der linken Ecke B. So können sich Lykaon und Fenris auch gerne auf ein Bier treffen, sich die Hand geben und gemeinsam gegen die Menschheit vorgehen. Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.
Sorry, dass ich hier nochmal auf halbnackte Mädels eingehen muss, aber Daras Verhalten trieb mir echt ein Grinsen ins Gesicht. Wir schippern vor Alaska, wo es auch im Sommer nur so 15 Grad sind. (Genauerer Wetterangabe im Heft, suche ich jetzt nicht.) Die – natürlich bildhübsche – Dara ist fast die einzige Frau auf dem Walfänger, mit lauter gierig-geifernden Werwölfen, und wäre auch schon um ein Haar von den Kerlen vergewaltigt worden. Zu welcher Bekleidung greift man da wohl??? S.41. Dazu sag ich jetzt nichts mehr!!!
Meinung positiv:
Ich stehe auf abgetrennte Arme und Köpfe. Angekokelter Werwolf- sehr schön. Berserker auch cool. Gibt viele schöne Szenen in dem ganzen Kampfgetümmel.
Fazit:
Leider überwiegt bei mir die Verwirrung. Da hat es das Feuerchen auch nicht mehr rausgehauen. Überlege zwischen 3,5 und 4 Punkten. Nagut, 4.

erstellt am 12.08.17 15:28
Autsch, wie soll man das gerade gelesene nur in geordnete Bahnen lenken? Was passiert hier gerade eigentlich? Ist IRH auf einem Trip oder Feldzug oder gefällt ihm die Thematik das er gar nicht aufhören kann zu schreiben. Oder ist das alles nur ein Testballon von Bastei um JS für die Zukunft zu rüsten oder umzuschreiben (Sinclair ohne Sinclair) oder, ach was weis ich… Eigentlich bin ich ja einfach nur begeistert, und kann nicht wirklich böse sein über die Entwicklung die sich hier auftut…

Nachdem ja nun bekannt war das die 3 Hefte 37, 38 und 39 auch für sich alleine stehen können und ich nach der 2032 vorsichtiger an IRH seine Werke herangehe, da sie offensichtlich bei mir einen Nerv treffen und mich sehr leicht die Fassung verlieren lassen, war es aber heut morgen soweit… 6 Uhr ,frischer Kaffee und es kam wie es kommen musste… noch vor 8 Uhr war ich durch mit der 2037… gegen 9 Uhr noch schnell die 2039 am Kiosk geholt… ,ca. 12 Uhr war die Neugier befriedigt und meine ganz persönliche Sinclair Welt in Ordnung…

Inhaltsangabe siehe @ Leni (Danke)

Unfassbar wie mich diese Geschichte in den Bann zog, auch ohne die 2038! Das finde ich ja diesmal so ein wenig irritierend und eigenartig und auch irgendwie trotzdem klasse, den Sinclair -Teil brauche ich nicht!


Einen hab ich aber; Robben fangen geht also… (ja ich weis, Werwolffutter)…

Für diese Fette Werwolfstory gibt es von mir auch ein sehr gut! Klare Leseempfehlung…
(Im Grunde läuft dieser Plot ja nun schon mindestens seit M. Breuer seiner 1894!)

PS.: Das bringt mich auch zu einer Idee, wäre doch herrlich wenn MB bei DL den nächsten mit Nakamura so schreibt, das IRH gar nicht anders kann als auch ein Heft für DL zu schreiben und zu schreiben und zu schreiben…

erstellt am 12.08.17 22:02
Knollo schrieb:
Das bringt mich auch zu einer Idee, wäre doch herrlich wenn MB bei DL den nächsten mit Nakamura so schreibt, das IRH gar nicht anders kann als auch ein Heft für DL zu schreiben und zu schreiben und zu schreiben…

Ich bin sicher, wenn IHR Zeit und Lust hat, einen DL zu schreiben, braucht er dafür keine Steigbügelhilfe von MB. Das kriegt der ganz alleine hin

erstellt am 13.08.17 01:23
Also, mit Spannung gelesen aber nicht mit allem glücklich.

1.) Mich stört, das jetzt in dritten Band schonwieder Werwölfe über Frauen herfallen müssen. Mag manche nicht stören; mich schon.

2.) Ich habe ja echt nix gegen Aktion bei Sinclair. Gerade Florian ist da gut drin. Das Erste mal hatte ich genug von Werwolfaction das ich im letzten Drittel, Abschnitt übersprungen habe.


Fazit der drei Bände:
Florian wollte mal etwas neues ausprobieren so mein Eindruck. Ein Band mit Prolog; dann der Hauptteil und der letzte Band der Epilog. Dann lieber wieder durchgehende Dreiteiler. Hier ging mit Band 3 etwas die Grusel-Atmosphäre verloren. Vielleicht ist es doch nicht so gut wenn man Sinclair Roman ohne irgendeinen aus dem Sinclairteam schreibt. Habe ich in der Form hier noch nicht gelesen. Solobände von Suko mag ich eigentlich auch nicht so sehr. Lasse ich oft aus.

Hier gebe ich mal wieder 3 von 5 Nackedeis.

erstellt am 13.08.17 10:39
Ach Vikki,....
vielleicht ist es einfach ein Unteschied, ob es männliche oder weibliche Leser sind. Mir kam das eher als ein Roman für Männer vor. Den Jungs hats bestimmt besser gefallen.

erstellt am 13.08.17 13:32
leni schrieb:
Ach Vikki,....
vielleicht ist es einfach ein Unteschied, ob es männliche oder weibliche Leser sind. Mir kam das eher als ein Roman für Männer vor. Den Jungs hats bestimmt besser gefallen.

Ok. Kann sein. WIE Florian das Thema Vergewaltigung behandelt hat war auch ok. Nur das Thema an sich lese ich nicht gerne. Liegt daran, daß eine nahestehende Verwandte sowas erleben musste...

Was schöne Frauen und "Männerthemen" betrifft habe ich ja nicht mal etwas dagegen. Ich kann Frauen genauso Sexy finden wie Männer. Gehört auch zu der Serie und ich kann da schmunzeln. Es ist auch wieder klasse das wir in den drei Bänden lauter Frauen haben, die nicht als hilfloses, schwaches Geschlecht dargestellt wurden.

Jetzt habe ich nochmal darüber Nachgedacht und korrigiere von 3 auf 4 von 5 Nackedeis.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:32 Uhr bearbeitet)

erstellt am 14.08.17 18:40
Der Roman beginnt direkt mit einer Beinahe-Vergewaltigung, um den Leser in die richtige unangenehme Stimmung zu versetzen. Ohne Morgana brodelt es zwischen den Parteien an Bord ihrer schwimmenden Basis. Die erste Hälfte wird genutzt, um die Bedrohung weiter aufzubauen. Und dann wird man auch noch in amerikanischen Gewässern von der Küstenwache erwischt. Gerade als man darüber spricht, dass es ziemlich doof wäre, wenn man jetzt von der Küstenwache erwischt wird. Eine gute Gelegenheit, die Werwolfs-Reihen zu verstärken. Dass beide Ereignisse ausgerechnet jetzt passieren ist ein typischer Heftromanzufall. Als hätte die Revolte nicht an sich nicht für eine vollgepackte Handlung gereicht.

Als die Morganazweifler los legen ist Florian wieder in seinem Element. Da wird sich stumm zugenickt, Leute fliegen von Pranken erfasst über Tische und gegen Möbel und Werwölfe wanken von irgendwas getroffen zurück. Es sind die klassischen Kampfbeschreibungen, die sich bei diesem Ausmaß auch im Kern wiederholen. Am Ende werden sämtliche aufsässigen Wölfe getötet, aber auch unter den „guten“ gibt es Opfer. Oder besser gesagt, es gibt ein wichtigeres Opfer.


Die Idee für den „dritten“ Teil der Werwolfsgeschichte ist wirklich gut. Zeitgleich zu Morganas Angriff auf das Frauenhaus den Blick auf die restlichen Personen an Bord ihres Schiffes zu lenken. Spannungen zwischen den Anwesenden sind bei so unterschiedlichen Positionen unvermeidbar. Dass es aber unbedingt so krachen muss. Typisch Florian. Da macht man sich auch Gedanken zu Morgana. Sie war sich sicher, dass sowas passiert. Warum rekrutiert sie überhaupt solche Trottel? Sie hat doch genug Auswahl. Ich hätte eigentlich gedacht, dass Morgana jeglichen Keim einer Meuterei im Keim ersticken würde, als emanzipiertes Alphaweibchen. Und nicht bewusst die Bombe platzen lässt. Das hätte auch ganz anders ausgehen können, im schlimmsten Fall würde sie jetzt ohne Schiff und Truppen dastehen. Da muss ich ganz klar sagen, ein dämliches Verhalten. Gibt es bei JS keinen einzigen Gegenspieler, der richtig etwas im Köpfchen hat? Der immer mehrere Schritte voraus plant und keine Fehler macht? Ob Matthias, Justine oder jetzt Morgana. Selbst Asmodis stellt sich nach über 2000 Heften noch so an, als wären seine Gegner neu für ihn.

Mit der Action war ich auch nicht ganz zufrieden. Ja, Darks Romane sind teilweise todeslangweilig und es passiert einfach nichts. Mir gefallen die Autoren, die als Ausgleich versuchen die goldene Mitte zu treffen und nicht das andere Extrem. Hier konnte ich immerhin noch mitfiebern, wie der Aufstand ausgeht. Bei Florian muss man immer damit rechnen, dass eine sympathische Figur stirbt. Genug Nebencharaktere für „ein bisschen Schwund ist immer“ hat er ja eingeführt.

Eben so Florian-Typisch ist das umschreiben beziehungsweise modernisieren von JS-Fakten. Seine Werwölfe weichen mir zu stark davon ab, wie ich sie mag. Lykaons Wölfe können sich jederzeit verwandeln, das ist ihre Besonderheit. Wenn Morganas Wölfe das jetzt auch können, finde ich das bescheiden. Menschen die böse sind und die Bestie in sich willkommen heißen können sich jetzt also auch unabhängig von der Mondphase verwandeln? Und allgemein sind normale Werwölfe plötzlich nur noch mit Silber zu töten? Genick brechen oder Gehirn mit Kugeln durchsieben regenerieren sie einfach? Kann man die jetzt auch nicht mehr köpfen, wenn es kein Silberschwert ist?

Wieder bin ich bei dem Autor zwiegespalten. Einerseits schreibt er flotte Romane und bringt neue Ideen ein. Das wollte ich vor den Co-Autoren immer, das hat mir bei Dark gefehlt. Aber er übertreibt. Ich bin tolerant und kein Dark-Purist. Aber das ist teilweise echt nicht mehr meine JS-Serie. Wenn Bastei sein Sortiment ausbauen will, kann man Florian nicht eine komplett neue Gruselserie mit einem eigenen Helden geben? Er hat einen wunderbaren Schreibstil und gegen die Action und moderne Gegnerdarstellung habe ich grundsätzlich auch nichts. Es passt einfach nicht in das gefestigte Bild von JS.

Jetzt bereue ich es, dem letzten Heft keine mittlere Bewertung gegeben zu haben. Dann hätte ich diesem hier eine gute gegeben und mit der sehr guten Wertung des ersten Teils hätte das meine Meinung zu den einzelnen Heften gut dargelegt. Florian schreibt einfach toll, aber wenn es rein nach meinem Lesespaß geht ist es wieder nur eine gute Note an der Grenze nach oben. Ich habe bei den Kämpfen wieder mehrmals auf die Seiten geschaut und gehofft, dass es bald vorbei ist.

erstellt am 14.08.17 18:46
leni schrieb:
Ach Vikki,....
vielleicht ist es einfach ein Unteschied, ob es männliche oder weibliche Leser sind. Mir kam das eher als ein Roman für Männer vor. Den Jungs hats bestimmt besser gefallen.


Mir nicht.

Dieses "Anmachen" (zu einer Vergewaltigung kommt es dank der Helden ja eigentlich nie) ist ein beliebtes Mittel, um den Leser mitfiebern zu lassen und den Gegenspieler unsympatisch zu machen. Bereits im vorherigen Heft Lykaon, jetzt die Werwölfe. Das war mir zu viel.

erstellt am 14.08.17 20:15
Gleichgewicht und ich wieder einer Meinung naja, so vom Grundtenor.
Was ist denn aus unseren grundsätzlich unterschiedlichen Auffassungen geworden??

erstellt am 15.08.17 19:26
Michael Breuer schrieb:
Knollo schrieb:
Das bringt mich auch zu einer Idee, wäre doch herrlich wenn MB bei DL den nächsten mit Nakamura so schreibt, das IRH gar nicht anders kann als auch ein Heft für DL zu schreiben und zu schreiben und zu schreiben…

Ich bin sicher, wenn IHR Zeit und Lust hat, einen DL zu schreiben, braucht er dafür keine Steigbügelhilfe von MB. Das kriegt der ganz alleine hin


Ok, ok... hab meinen Hengst Ungeduld wieder in den Stall geschafft und trabe mit dem Pony Geduld vom Hof...

Zurück
Weiter
1

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed