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Thema: 2040 Tanz der Teufelsweiber
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Antworten zu diesem Thema: 23

 


erstellt am 29.08.17 11:34
Ketracel betonte ja schon richtigerweise, mit der Zeitebene war das bei Sinclair schon immer so eine Sache... (Weshalb man es nun ja trotzdem verbessern könnte. Theoretisch.)

Auch wenn Dexters Äußerung, die Co-Autoren lassen die Romane "in der Zukunft" spielen, einen falschen Eindruck erweckt - sie lassen sie sinnigerweise in der Zeit spielen, in der der aktuelle Leser es gerade liest, also in der LESERGEGENWART!, was grundsätzlich ja sehr schön ist - so hat er im Ansatz recht: Wenn man auf der einen Seite versucht (anders als bei "Cotton", "Lassiter"...) eine grundsätzliche Handlungschronologie aufzubauen, so dürfte man dort auch nicht hin und herspringen, sondern müsste sich dazu durchringen, am Besten die Darks durchs Lektorat anzupassen. (Oder, falls man dem Serienerfinder treu bleiben möchte, umgekehrt.)

Oder man hat endlich zwei Serien, einmal die mehr verknüpften Co-Autoren-Folgen, zum anderen die nicht so genau chronologisch eingebetteten Dark Folgen "Aus dem Tagebuch eines Geisterjägers"...

Oder man nimmt die Jahreszeitensprünge einfach hin!

(So wie man hinnimmt, dass es in der Sinclair-Welt Monstren, Mumien, Mutationen, also Höllenwesen etc. gibt - und trotz ihres ständigen Auftretens diese nach bald 50 Jahren noch immer nicht ins Bewusstsein der Öffentlichkeit vorgedrungen sind...

Aber da - bei den fast 50 Jahren - wäre man ja schon wieder - anders als beim alterslosen Zamorra - beim nächsten Chronologie-Problem Sinclairs: Wieviele Weihnachtsfeste feiert er noch, über wieviele Frühlinge kann er sich freuen - und bleibt trotzdem immer ein ca. Mitdreißiger...??? )

Also, bestimmte "Probleme" muß und sollte man nicht so wichtig nehmen, denn sonst bricht schnell alles zusammen.

erstellt am 29.08.17 13:45
Eben. Wenn mich die Jahreszeit stören würde, dann müsste ich mich auch über das Alter von John und Co aufregen. Deswegen nehme ich es mit dem Ablauf von Jahreszeiten nicht so ernst. Kann halt nicht jede Serie ne Tachyonenstrahlung oder ne Quelle des Lebens haben.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:46 Uhr bearbeitet)

erstellt am 29.08.17 14:46
Es stimmt tatsächlich, dass ich die Romane so schreibe, dass die Jahreszeit mit dem Erscheinungsdatum korreliert. Hat zumindest bei der Bestie von Budapest funktioniert. Die Romane spielen nicht in der Zukunft, sondern in der Gegenwart.
Werden von mir aber so gesehen natürlich für die Zukunft verfasst.
Wenn viele Leute an so seiner Serie mitschreiben kommt es immer wieder zu Diskrepanzen. Wir sind schließlich alle nur Menschen. Die Frage, die sich mir stellt ist natürlich: was resultiert daraus? Keine Verknüpfung der Romane mit Fußnoten? Schreiben in der Gegenwart, damit die Romane zeitlich hinterherhinken?
Fakt ist, dass man - wie ich - nicht mehr so aktuell auf Zeitgeschehen reagieren kann. Andererseits ist es doch auch schön, einen Roman in der Zeit lesen zu können, wenn er erscheint.
Unterm Strich kommt es doch darauf an, dass Ihr jede Woche einen Sinclair-Roman bekommt. Aber es ist auch ein Punkt, über den es sich lohnt nachtzudenken.

erstellt am 30.08.17 08:32
Florian schrieb:

Unterm Strich kommt es doch darauf an, dass Ihr jede Woche einen Sinclair-Roman bekommt.


So muss man das sehen. Also hau weiterhin fleißig in die Tasten

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 08:32 Uhr bearbeitet)

erstellt am 30.08.17 09:43
Das mit dem Leserstorys sehe ich auch so! Die Leserbriefe interessieren mich mehr, als irgendwelche Kurzgeschichten von Hobbyautoren.

erstellt am 30.08.17 09:58
In dem Fall würde ich vorschlagen, dass ihr tüchtig welche schreibt

erstellt am 31.08.17 09:43
Da in der 2042 (also zwei Wochen nach dem hier rezensierten Heft) ein langer (den Co-Autoren gegenüber sehr kritischer) Leserbrief abgedruckt wird, dessen Schreiber ebenfalls auf seine 34 Jahre Leseerfahrung verweist (wie auch auf die Jahreszeitsprünge), könnte dies der oben von Dexter angesprochene Leserbrief sein.
(Allerdings evtl. leicht gekürzt, denn die detailierten Hinweise auf die "falschen Übergänge" findet man nicht.)

Dort kündigt der Leser allerdings seinen Ausstieg an, weshalb er (wegen des Vorlaufs) schon die 2040 eigentlich nicht mehr gelesen haben könnte...

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 09:46 Uhr bearbeitet)

erstellt am 04.09.17 13:19
Einspruch, Euer Ehren!
Der Leserbrief aus Heft 2042 stammt nicht von mir! Meiner wurde bisher nicht abgedruckt, vielleicht zu lang, vielleicht interessiert meine Kritik die Verantwortlichen nicht, vielleicht wollen sie sie aussitzen - keine Ahnung! Ehrlich gesagt habe ich auch ein wenig "Angst", dass sie die Dinge nicht so sehen wie ich und meine detaillierte Beweisführung bezüglich fragwürdiger Chronologie kategorisch desavouieren nach dem Motto der drei berühmten Affen: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Wer weiß!
Meine Kritik bleibt besten. Unterschiedliche Zeitebenen zwischen JD und den Co-Autoren sind für mich wie gesagt kein Problem, nur sollten diese nicht krampfhaft miteinander verbunden werden, diesbezüglich habe ich eben schon Ungereimtheiten entdeckt, wobei ich mir die Haare raufte. Chronologie ist nun mal mein Steckenpferd (krampfhaft verbundene Cotton-Romane während der Peter-Thannisch-Ära haben mich damals genauso aufgeregt, ich entdeckte Ungereimtheiten, später stimmte Lektor Thannisch mir sogar zu), andere Leser scheinen ja die Dialogpassagen von JD zu sezieren bzw. sie regen sich dauernd drüber auf, auch über unlogische JD-Handlungen. Diese Kritikpunkte sehe ich wiederum nicht so eng wie andere, chronologische Ungereimtheiten machen mich nun mal fuchsteufelswild! Ich kann nur jedem Leser, der ALLE JS-Romane liest, nur raten, sich wie ich eine Checkliste bezüglich der im Roman erwähnten Handlungszeit, Jahreszeit, evtl. Monatsangabe usw. im Zusammenhang mit Fußnoten zu machen, nach mehreren Wochen müssten sich zumindest dann chronologische Unstimmigkeiten ergeben, wenn man so weiter macht wie bisher. Ich kann dem Lektorat und den Co-Autoren nur raten, die JD-Romane etwas "neben der Spur" laufen zu lassen und sie nicht zu sehr mit denen der Co-Autoren verbinden zu wollen. Mich persönlich würde das ganz und gar nicht stören, auch wenn der Vergleich hinken mag, "Jerry Cotton" erzählt seine Fälle ja auch nicht in chronologischer Reihenfolge, bei JS fände ich diese neue Vorgehensweise hochinteressant (!), aber damit alles trotzdem in sich stimmig bleibt - siehe oben! Was nicht zusammenpasst, sollte man nicht krampfhaft verbinden wollen - fertig!

erstellt am 06.09.17 09:52
@Dexter
Sorry, dass ich dich wegen der Parallelen mit Herrn Bentus in einen Topf geworfen hab.
In einem würde ich dir zustimmen: Ich würde auch die Romane von Dark "neben der Spur" laufen lassen, nicht versuchen, sie krampfhaft einzubetten.
Allerdings stören mich hier die angesprochenen seitenlangen Nonsens-Dialoge wesentlich mehr als eventuelle Chronologie-Ungereimtheiten.

erstellt am 11.09.17 01:15
So hat eben jeder Leser sein spezielles Hauptaugenmerk. Dass die Romane der Co-Autoren spätestens ab Band 2001 in der "Lesergegenwart" angesiedelt sind, finde ich zwar nicht schlimm, aber unnötig. Darks Romane hängen (jahres)zeitlich hinterher, anderswo im Forum las ich "hinterherhinken", was ich aber so nicht unterstreichen kann,
denn so hat Jason immer geschrieben, die Handlung spielte drei bis fünf Monate vorm
offiziellen Erscheinungsdatum, darüber hat sich damals nie einer aufgeregt. Völlig zu recht. Jetzt läuft es halt ein wenig anders, ist auch okay, aber "gefährlich" wegen eventueller chronologischer Ungereimtheiten, auf denen ich aber nun nicht länger herumhacken will, ich hoffe einfach auf Besserung. Das Nichtälterwerden von John & Co
unlogisch zu nennen, zeugt von wenig Kenntnis der Materie. A.F. Morland sagte mal auf einer Tony-Ballard-Leserseite, dass die Hauptpersonen nicht altern wie reale Menschen, sei eine "Gesetzesmäßigkeit" im Heftromangenre, da stimme ich ihm voll zu. Fiktive Serenhelden in der Literatur altern nicht (oder nur "zwischen den Zeilen", damit hatte ich nie ein Problem, im Gegenteil. Habe auch viele "Mister Dynamit"-Taschenbücher gelesen - dieser BND-Agent Robert Urban alterte von ca. !966 bis ca. !992 nur um weniger als zehn Jahre. Fand ich toll so. "Malko"-Taschenbücher habe ich auch einige gelesen, dieser freiberufliche CIA-Agent agierte von 1966 bis in die weit Ende der 90er, als die Serie hierzulande leider eingestellt wurde mit Band 138, in Frankreich bis Band 200 fortgesetzt wurde. Einmal wurde sein Profil beschrieben und als Alter 38 genannt, bis zum Schluss stand er im besten Saft, also offensichtlich in all den 30 Jahren Handlungszeit nicht wesentlich gealtert. "Jerry Cotton" ist immer noch ca. 35 seit Ende der 50er Jahre - faszinierend. Die Filmfigur "James Bond 007" befindet sich seit fünf Jahrzehnten im Alter zwischen 40 und 50 bei stetigem Auf und Ab, geschuldet den wechselnden Hauptdarstellern. Meine Lieblings-Comicfiguren "Die Simpsons" altern ebenso wenig, haben mit den o. g. Personen also einiges gemein.
Wenn ich mich recht entsinne, gab es vor einigen Wochen ein JS-Co-Autoren-Roman, in dem über Johns Alter geschrieben wurde, ohne eine Zahl zu nennen, aber man konnte sich ausrechnen, dass ein Alter von etwa 45 gemeint ist. Bin ich mit einverstanden! Da fällt mir gerade ein, habe die ersten Zeilen vom Classics-Heft "Die Nacht des Hexers" überflogen, beim ersten Auftritt von John Sinclair habe sie sein Alter von "fünfunddreißig", wie es damals im "Gespenster-Krimi" hieß, einfach rausgestrichen bzw. ersatzlos gestrichen. Finde ich richtig so! Ewigjungbleiben der Protagonisten ist für mich eine Notwendigkeit und hat nichts mit Unlogik zu tun. Schwierig wird es nur, wenn einer aus der Reihe tanzt - also Johnny Conolly. Der dürfte inzwischen mindestens Mitte 20 sein, da kann es nicht sein, dass John immer noch 35 ist, das wäre schwachsinnig. 45 ginge da ja noch... Auf diese Problematik habe ich JD mal in einem Leserbrief hingewiesen, machte ihm gleichzeitig folgenden Lösungsvorschlag: Justin Cavallo will in ihrer Blutgier einen Mann aussaugen, der sich als "hohes Tier" noch über Sir James entpuppt. Der Regierungsbeamte kann knapp entkommen, wendet sich an Sir James, der eingestehen muss, dass Sinclair eine Vampirin in seinem Umfeld duldet (Cavallo damals noch bei Jane Collins wohnend). Riesenärger für John! Er bekommt den Tötungsbefehl für Cavallo, folgt ihm zähneknirschend, versagt aber, Justin entkommt, rächt sich grausam - und macht Johnny zum Vampir! Unlogisches Altern von Johnny gelöst mittels Unsterblichkeit, ein "Superpaar" als neue "Supergegner" für John Sinclair, dass John und Johhnny irgendwann "gleich alt" sind, kann nun nicht mehr passieren - puh! Möglichkeiten für Jason Dark, Bill in massive Depressionen zu stürzen, Sheila in die Alkoholabhängigkeit oder in die Fänge einer Satanssekte - Stoff ohne Ende hätte Johnnys Vampirwerdung zur Folge! Aber Jason Dark desavouierte meinen Vorschlag kategorisch, inspirierte ihn aber, glaube ich, zum Roman "Angst um Johnny C.", in dem Johnny wohl von der Cavallo entführt wurde (?), weiß ich aber nicht genau, habe ich noch nicht gelesen. Könnte mir aber vorstellen, dass die Grundidee auf meinem Mist gewachsen ist... Sollte "Dark Land" (lese ich aus Zeitgründen nicht, sammle die Hefte aber) floppen und Johnny zurückkehren, ewig wird er nicht verschollen bleiben, könnte man irgendwas machen bezüglich der unrealistischen Altersannäherung zwischen ihm und dem Rest der nicht (wesentlich) alternden Hauptpersonen.
Grundsätzlich finde ich die Co-Autoren-Texte viel besser als die von Jason Dark, wegen der Neuzugänge bin ich ja wieder eingestiegen, aber mit Hauptaugenmerk auf JD- Texte, wegen chronologischen Fragen, ihr wisst schon... "Monster of the Week"-Szenarien sind mir aber lieber als epische Zyklen. Ich schätze Florian Hillebergs Schreibstil sehr, nach seinen vernichtenden Rezensionen von JD-Texten damals auf "Gruselromane.de" hat dieser freche Neuling es tatsächlich geschafft, professionelle und spannende Texte abzuliefern! Hut ab, Florian! Nur Höllenszenarien wie in der Täufer-Trilogie, tausend Dämonen prügeln auf tausend andere Kreaturen ein, Mantikore en masse - nein, danke! Nicht mein Geschmack! Ähnlich wie bei mind. einem schrecklichen PZ-Roman von Thilo Schwichtenberg, ähnliches ätzendes Gedöns, so einen Quälkram tue ich mir nicht mehr an! Florians Einzelthemen wie "Die Bestie von Budapest", "Angriff aus der Tiefe", "Der Höllenclown", "In den Fängen eines Satans", "Inugami - die Bestie" etc. finde ich besser als diesen Höllen-Humbug.
Florians zahlreiche Werwolf-Romane vor Band 2000 muss ich aber noch nachholen, habe auch noch andere Baustellen im Leben zu beackern - MX, bei PZ bin ich seit ca. 10 Romanen aus Zeitgründen (vorläufig?) raus, bin zudem berufstätig (38,5 Std.), gehe häufig ins Kino, gucke DVD-Premieren und Srien sowohl im TV als auch über Amazon-Prime und Netflix, muss Radeln und Schwimmen, um nicht wieder zu fett zu werden - Hilfe, ich brauche mehrere Leben gleichzeitig! Immer was zu tun, nie Langeweile! Entschuldigt die Themenvielfalt dieses Postings und abrupte Übergänge, bin jetzt echt müde - melde mich (vorerst!) ab! Gruß, Jörg .... äh Dexter.


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