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Thema: 2040 Tanz der Teufelsweiber
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erstellt am 11.09.17 10:10
Natürlich ist das "Nichtaltern" ohne Begründung bei jahrzehntelang benutzten Serienhelden zwar eine oft benutzte "Gewohnheit". Nicht wirklich logisch, speziell wenn man auf der anderen Seite unbedingte Chronologie einfordert, bleibt es natürlich trotzdem.
Und es gibt ja auch Ausnahmen wie Perry Rhodan oder Professor Zamorra.

Bei anderen, speziell langjährigen Serienhelden ist es natürlich so. Cotton oder Sinclair spielen halt irgendwie immer "Jetzt".
Und da kann man dann auch die Jahreszeit ignorien (ist es die zur Schreib- oder Lesezeit.) Wenn ich auch Florians Einstellung besser finde! Damit wird das "Jetzt" für den aktuellen Leser noch mehr zu seinem Jetzt.
(Auch da es, wie oben schon von Ketracel ausgeführt, bei Dark ja nie richtig zusammenpasste.)

erstellt am 11.09.17 10:25
Dexter schrieb:
Das Nichtälterwerden von John & Co unlogisch zu nennen, zeugt von wenig Kenntnis der Materie.

Unlogisch finde ich es sich über Chronologie zu beschweren aber beim Alter der Figuren ein Auge zu zudrücken. Deswegen habe ich es erwähnt und nicht weil ich mich darüber beschwere. Mir ist auch klar das solange Serien da nicht drauf achten können.

erstellt am 13.09.17 19:44
Liebe JS-Fangemeinde,

Ich habe im Gruselroman-Forum auch Kritiken gelesen und viele verstehen nicht, warum JD Bill bezüglich seiner Familie, im Gegensatz zu den Co-Autoren immer noch hoffen läßt.
Habe das bisher auch nicht verstanden, auch wenn das Argument mit dem besonderen Schutz der Conollys durch Avalon besteht.
Allerdings ist Nadine Berger in Avalon.

In der TZ -München ist jeden Tag auf Seite 26 die Rubrik "Namenstag" und vorgestern war das Nadine, aus dem russischen Nadja.

Der Name bedeutet Hoffnung.

Also eine mythologische Sache.

Mit gruseligen Sinclair -Grüßen

Konni

erstellt am 13.09.17 23:23
Kommentar zu Ketracel vom 25.08 .- sorry, weil so spät.
Deinen Einwand verstehe ich nicht. Mir "früher" meinst Du die Zeit, als Jason Dark noch alleine geschrieben hat? Was war in der Zeit chronologisch unlogisch (wenn man nur die Hefte betrachtet, Taschenbücher außen vor gelassen)? Nichts meiner Meinung nach. Jason Dark hat die Texte immer zu der Zeit spielen lassen, in der er sie auch geschrieben hat, obwohl nicht in jedem Roman eine Monatsangabe des Handlungsgeschehens vorhanden war. Durchschnittlich hatte John fünf Fälle pro Monat zu beackern (4 Hefte, 1 Tb), ich habe jahrelang Checkliste geführt, so wie ich das heute seit dem Einstieg der Co-Autoren wieder tue (jedenfalls habe seit Band 2000 alle Hefte gelesen, davor größtenteils nur die von JD). Unter der Alleinherrschaft von JD habe ich keine chronologischen Ungereimtheiten, was die aufeinanderfolgenden Hefte angeht (das Zusammenspiel mit den Tb´s ist ein anderes Ding), feststellen können - ansonsten weiß ich nicht, wie ich Deinen Einwand verstehen soll. Seit immer mehr Co-Autoren-Romane erscheinen und man diese durch Fußnoten mit JD-Romanen zu verbinden versucht, habe ich einige Ungereimtheiten entdeckt, die mich nun mal aufregen; so wie andere JD-Hasser beispielsweise dessen zugegebenermaßen deutlichen schwächeren Schreibstil als vor 20 - 30 Jahren vernichtend kritisieren, habe ich eben andere Punkte, an denen ich mich reibe.

erstellt am 01.12.17 17:52
Dies ist also der Hexenroman, in dem Asmodis seinen Keim in Bill einpflanzt. Das scheint einen Großteil der Geschichte zu passen und sogar einige Logikfehler von Dark rückblickend zu relativieren. Dann offenbart sich dem Leser etwas, das diesen Gedanken zunichte macht.

Aber von vorn. Die Dialoge sind wie erwartet typischer Dark. Gesprächsthemen werden wiederholt und drehen sich im Kreis. Die Figuren sprechen wie immer. Dafür ist die Handlung überraschend in Ordnung. Vor allem der Beginn.

Natürlich ist es seltsam, dass die Hexen sich den Piloten erst zeigen und sie dann einfach ziehen lassen, nur um später zu bemerken, dass Zeugen doch nicht so dufte sind. Da ist es zu spät und der Geisterjäger ist auf dem Weg.

Einer der Piloten also tot, den anderen kann man noch retten. Was nicht heißt, dass er aus der Schusslinie ist. Wenn die Hexen merken, dass die Attentäterin nicht zurück kommt oder sich meldet, werden sie doch sicher eine weitere Hexe schicken, die nachschaut. John und Bill haben hier eine schwere Entscheidung zu treffen. Sich aufteilen, damit einer von ihnen bei Dan Harwood bleibt oder ihn vielleicht mit auf die Insel nehmen? Wie so oft bei Dark wird der Zivilist im Fadenkreuz einfach schutzlos allein zurück gelassen. Ohne sich großartig Gedanken zu der Sache zu machen.

Dafür wird die Hexenleiche mit auf die Insel geschleppt. Ein eigenartiges Vorgehen. Was soll das bringen? Sie hält die Geisterjäger nur auf und könnte Aufmerksamkeit erregen. Wenn die Hexen Asmodis dienen wird ihnen ihre tote Schwester egal sein.


Bis zur Ankunft auf der Hexeninsel habe ich nur diese Kritikpunkte. Die Grundidee und grobe Handlungsabfolge ist dem Altmeister dieses mal gut gelungen.



Auf der Insel stört mich vor allem eines. Die Hexen verhalten sich extrem harmlos und dumm. Trotz mehrerer Attacken zieht sich der Plot, oder gerade deswegen. Schon die Bootsfahrt zur Insel verläuft sehr ruhig, die Hexen lassen die Chance auf einen ersten Angriff verpuffen. Dann erwarten sie die Geisterjäger, holen aber nur ihre tote Hexenschwester ab und verduften dann wieder. Später schicken sie eine einzelne Hexe los. Nach kurzem Ausweichen und Zielschießen ist sie hinüber. Dabei müsste doch eigentlich eine fliegende Hexe auf dem Ast sehr beweglich sein. Es ist sehr nett, dass sämtliche Hexen bis zum Ende ihr Fluggerät auf der Stelle schweben lassen und langsam zielen, damit man gut auf sie anlegen kann. Nicht auszudenken, wenn sie alle gleichzeitig angreifen und im Flug ihre Pfeile hinabsausen lassen würden.

Nach dem einzelnen Hexchen kommt die ganze Truppe angeschwebt. Es greift aber nur eine von ihnen an, die ebenso erschossen wird. Die anderen ziehen wieder ab. Ist ein gleichzeitiger gezielter Pfeilhagel wirklich zu kompliziert?

So kann man erst einmal in Ruhe zu den Häusern latschen und sich weiter unterhalten. Klar, das bei der Durchsuchung der Gebäude Bill von einem Pfeil im Rücken getroffen wird und scheinbar tot ist, das rechne ich Dark hoch an. Bei den Hexen geht es aber lahm weiter. John nimmt Elvira als Geisel, was den restlichen Hexen relativ egal ist. Diese Aktion fand ich von Dark schlecht durchdacht und erklärt. Hier hätte mehr passieren müssen! Die Hexen sind zu zimperlich.


Also wird Bills Leiche von Elvira aufs Boot gebracht. Dabei offenbart sich der Dämon im Hintergrund. Es ist wider erwarten nicht Asmodis. Leider. Dann hätte nämlich so einiges Sinn gemacht. Der Teufel lässt die Piloten leben, um John und Bill auf die Insel zu locken. Er trägt den Hexen auf, John gar nicht zu töten und Bill erst später zu erschießen. Weil Asmodis von Anfang an geplant hat, Bill hier zu übernehmen. Dass er die Invasion Avalalons schon lange plant würde zu ihm passen. Aber es ist eben nicht Asmodis, der die Hexen kontrolliert. Also keine Anweisung, sondern wirklich Unfähigkeit, die Geisterjäger auszuschalten.


Das setzt sich fort. Als John bei Bill den Kreuztest macht (warum nicht direkt sondern erst jetzt?) ist er abgelenkt und hätte von den anderen Hexen problemlos erschossen werden können. Aber sie bleiben Beobachter und lassen ihn machen. Erst als das Ermittlerduo auf dem Boot die Rückreise antritt und ihr Meister inzwischen vernichtet wurde, starten sie eine letzte Attacke. Wieder nicht gleichzeitig, sondern nacheinander.


Die dämlichen Ollen hatten gut eine Hand voll Chancen. Sie hätten einfach nur gleichzeitig Pfeile abschießen müssen. Nicht nur einmal, sondern immer wieder, wenn John und Bill ausweichen. Am besten während des Fluges, um kein so leichtes Ziel zu bieten. Aber auch, wenn sie in der Luft verharren, sie sind den Männern um ein Dreifaches oder Vierfaches überlegen. Es hätte ein paar von ihnen erwischt, aber das Duo garantiert auch. Was der Autor hätte verhindern müssen, logisch. Aber nicht auf Kosten der Glaubwürdigkeit, sondern mit geschickten Einfällen wie die Co-Autoren.


Trotzdem einer der besten Darks, die ich seit der 2000 gelesen habe. Ein knappes Gut kann man da schon geben.

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