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Thema: 1128 Kryostase
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erstellt am 23.08.17 18:38
Altlasten zu entsorgen begrüße ich bei einer überfüllten Serie wie PZ immer. Manfred lässt es hier etwas ruhiger angehen und kümmert sich in aller Ruhe und Sorgfalt um seinen Dylan Mc Mour. Im ersten Drittel des Abenteuers wird das Thema mit serienfremden Figuren aufgebaut. Sozusagen als sehr ausfüllender Prolog. Action gibt es erst am Ende dieses Kapitels, davor die bedrückende Geschichte einer krebskranken Frau und ihres Vaters. Viele Gedanken und Gefühle. Trauer und Zweifel an dem neuartigen Kryostase-Verfahren. Das hätte man auch auf zehn Seiten statt zwanzig abhandeln können, aber Manfred hat sich entschieden die Charaktere mit Leben zu füllen. Er wollte das eben nicht abhandeln, um schnell zu den eigentlichen Hauptfiguren zu kommen, sondern in ohne Eile als gleichwertigen Handlungsstrang erzählen. Das hat Vor- und Nachteile. Unbestritten ist es aber gut geschrieben. Wie bei Florians JS-Heften mag ich das im Zweifel lieber als wenn völlig übertrieben wird.

Im gleichen Tempo geht es dann weiter. Ausführlich wird das beschauliche Szenenbild beschrieben, mit dem man im Chateau einsteigt. Zamorra und Nicole beim sommerlichen Frühstück im Garten. Bis Dylan mit seinem Problem hinzu kommt und seine Sicht auf die Ereignisse überprüft werden muss. Als es dann endlich nach Kanada geht ist Seite 40 knapp überschritten.

20 Seiten nur, für die eigentlichen Nachforschungen an Ort und Stelle. Und erstmal passiert nichts. Die beiden Männer tappen im Dunkeln, kommen nicht hinter den magischen Vorhang zum vermeintlichen Ursprung der Vorfälle. Da muss gleich zwei mal der Zufall helfen. Es ist mehr Glück als Unglück, das Zamorra bei dem Amuletttest ohnmächtig wird und deshalb von Dylan zur Erholung in einem nahen Motel abgeladen wird. Dort gibt es dann neben der ersten echten Actionpassage für unsere Helden auch Antworten. Man hat jetzt das nötige Wissen, aber noch immer nicht die Fähigkeit, die magische Barriere zu überwinden. Wieder ist es unheimliches Glück, dass zwei Frauen vorbei kommen, die im Gegensatz zu Zamorra und Dylan von der Gegenseite erwartet werden. Als ihre Begleitung kommt man endlich an den passenden Ort für ein seltsames Finale.

Ich hätte mit vielem gerechnet, aber nicht mit dieser sehr klassischen Indianerfriedhof-Erklärung. Dazu noch diese Wurmwesen. Es scheint mir, dass der Autor bewusst einige der bekanntesten alten Gruselsettings in die Handlung verwoben hat.

Auch wenn Dylan meint, alle Antworten und Hintergründe erfasst zu haben, vieles bleibt unklar. Das gezielte Handeln der Geister. Wieso der Parasit einen so genialen Plan ausarbeiten und umsetzen konnte, wenn er doch nicht logisch denkt, sondern eher aus dunklen Emotionen besteht.

Am Ende hatte hat die Geschichte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nadja seit Jahren hoffnungslos verloren, ohne dass Dylan es wusste. Hätte er sich direkt an seinen Freund Zamorra und nicht an ein Unternehmen gewendet, es hätte alles anders kommen können. Eine falsche Entscheidung, mit dem er jetzt leben muss. Hoffentlich wird er jetzt nicht noch ein noch düsterer Charakter, als er eh schon ist.


Ein schöner Roman von Adrian. Eher in langsamen Erzähltempo, aber das trägt nur dazu bei, beim Leser die richtige Stimmung aufkommen zu lassen. Armer Dylan, arme andere Menschen die ihre Hoffnungen in CryoLife gesetzt haben. Es gibt auch niemandem, dem man die Schuld für all das geben kann. Die ursprünglichen Unternehmer wussten vermutlich nicht, wo sie ihren Firmensitz bauten und die Entität blieb nur ihrer düsteren Natur treu.

erstellt am 29.08.17 19:27
Toller Roman. Vom ersten Moment an eine bedrückende Stimmung. Sprachlich und auch von der Geschwindigkeit der Erzählung her gesehen ein Genuss. Ich kann dem Gleichgewicht nur zustimmen.

Ein Highlight der Serie !!!

erstellt am 30.08.17 07:34
Ein Genuss diesen Roman zu lesen.

erstellt am 04.09.17 17:44
Handlung : Während Nicole und Zamorra frühstücken , taucht verspätet ein angeschlagener Dylan Mc Mour auf , der behauptet Nadja wäre in seinem Zimmer erschienen und hätte ihn zu den Regenbogenblumen gelockt. Diesselbe Hadja , deren Leichnam er ,der in Kanada ansässigen Firma CryoLife anvertraut hat , damit sie eventuell in späteren Jahren wieder erweckt werden kann.Die Videoberwachung kann Dylans Erzählung nicht bestätigen. Lediglich die Regenbogenblumen bestätigen Nicole , das sie Nadjas Präsenz spürten. Zusammen mit Zamorra reist Dylan nach Kanada.Doch dort wo die Firma stehen sollte befindet sich nichts.Lediglich das Amulett erwärmt sich. Als Zamorra per Amulett der Sache nachgehen will , wird er bewußtlos. Er erwacht viele Stunden später in einem naheliegenden Motel , zudem Dylan ihn brachte. Hier stoßen sie auf ein grauenhaftes Geheimnis. Kaum die Bedrohung beseitigt , tauchen zwei alte Damen auf , die die Rechnung für das Einfrieren ihrer Schwester begleichen wollen. Zamorra und Dylan begleiten sie und tatsächlich , zeigt sich das Firmengebäude wieder. Doch als Dylan und Zamorra nach Nadja suchen , decken sie ein furchtbares Geheimnis auf.

Meinung : Erneut ein guter und spannender Roman von Adrian Doyle alias Manfred Weinland. Von Anfang an , ist der Leser in einer rätselhaften und beklemmenden Athmosphäre gefangen. Man hofft auf Besserung , doch am Schluß kommt alles noch viel schlimmer. So ist auch das Schicksal von Dylan , nicht einfacher geworden , ganz im Gegenteil. Die Aufklärung wirft noch ein paar Fragen auf. Etwas störend waren im letzten Romandrittel zahlreiche Druck - oder Rechtschreibfehler. Insgesamt gebe ich auch dieses Mal die Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 17:45 Uhr bearbeitet)

erstellt am 06.09.17 01:16
Ich bin sehr von diesem Heft begeistert! Wie bereits angemerkt hat Adrian Doyle Charaktere sehr schön skizziert und damit eine nachvollziehbar traurige und tragische Kulisse geschaffen, die dem durchaus ernsten Thema des "Kälteschlafs" gerecht wurde.

Die Geschichte um das Unternehmen CryoLife ist sehr spannend und als Leser wird man immer wieder zu Spekulationen angeregt. Die Auflösung ist absolut in Ordnung, aber ich hätte mir gerne noch mehr Details gewünscht, wie der Parasit da genau vorgegangen ist und was mit den eigentlichen Mitarbeitern passiert ist. Aber hey, das ist meckern auf astronomischen Niveau. Zusammen mit dem Vorgänger (Bestie von Valetta) sind in der Reihe zwei ganz ganz dicke Bretter erschienen, die mich vor allem eines sagen lassen: Respekt für die gute Arbeit!!!

Mal ganz ohne Schmu: Wenn man sich vor Augen hält, dass wir hier gerade über Pulp, also Groschenromane sprechen, muss man sagen: Hell, yeah! Leute, dass ist der Hammer! Welche andere Heftserie bietet im Bereich "Phantastik" Ähnliches?

Die nicht mehr ganz so jungen Leser kennen vielleicht noch "Twilight Zone" oder auch "Outer Limits". Das Lesen von Kryostase war so plastisch und spannend, dass es mir wirklich wie Kopfkino vorkam. Also: Mission accomplished!!!


Aber, ich finde ja jedes Haar in der Suppe. Es ist da zu einem kleinen, durchaus witzigen Fehler gekommen: Auf Seite 19 wird über Kurt Barclay und seine Wohnung in einem Hochhaus berichtet. Dabei wird gesagt, dass er das Penthouse über seinem "gegoogelt" hätte und das es einem "reichen Saudi" gehöre. Guuut..... Das Problem dabei ist nur, dass die Szene in den späten Sechzigern spielt Google gab es da ja noch gar nicht, geschweige denn das Internet usw. Ebenso ist es fraglich ob reiche Saudis schon so sehr an der Tasgesordnung wie heute waren.

Kurz und gut: Ein toller Roman und ich freue mich auf noch mehr von Adrian Doyle, z.B. den heute erschienenen Band "Stadt unter dem Friedhof"!

erstellt am 06.09.17 06:14
Alban de Bayard schrieb:
Aber, ich finde ja jedes Haar in der Suppe. Es ist da zu einem kleinen, durchaus witzigen Fehler gekommen: Auf Seite 19 wird über Kurt Barclay und seine Wohnung in einem Hochhaus berichtet. Dabei wird gesagt, dass er das Penthouse über seinem "gegoogelt" hätte und das es einem "reichen Saudi" gehöre. Guuut..... Das Problem dabei ist nur, dass die Szene in den späten Sechzigern spielt Google gab es da ja noch gar nicht, geschweige denn das Internet usw. Ebenso ist es fraglich ob reiche Saudis schon so sehr an der Tasgesordnung wie heute waren.


Hallo Alban, du hast natürlich vollkommen Recht. Ursprüngtlich sollte die Handlung komplett in der Gegenwart spielen. Ich habe mich dann beim Schreiben umentschieden. Nur sind mir leider die von dir erkannten Punkte beim Durchsehen durch die Lappen gegangen. Genau wie ein Verweis auf einen Thai-Lieferservice zu Romanbeginn; den hat es so bestimmt auch noch nicht gegeben.
Danke, dass du den Roman dafür nicht komplett abgestraft hast. Gruß, Manfred

erstellt am 06.09.17 13:59
Hallo Manfred,

sowas in der Art hatte ich vermutet. Wo Menschen arbeiten, passieren gelegentlich Fehler. Es hat der Spannung keinen Abbruch getan und ist kein wirklicher Makel.

Ganz im Gegenteil: Das Endergebnis hat richtig Spaß gemacht!

erstellt am 06.09.17 17:19
Manfred Weinland schrieb:
Alban de Bayard schrieb:
Aber, ich finde ja jedes Haar in der Suppe. Es ist da zu einem kleinen, durchaus witzigen Fehler gekommen: Auf Seite 19 wird über Kurt Barclay und seine Wohnung in einem Hochhaus berichtet. Dabei wird gesagt, dass er das Penthouse über seinem "gegoogelt" hätte und das es einem "reichen Saudi" gehöre. Guuut..... Das Problem dabei ist nur, dass die Szene in den späten Sechzigern spielt Google gab es da ja noch gar nicht, geschweige denn das Internet usw. Ebenso ist es fraglich ob reiche Saudis schon so sehr an der Tasgesordnung wie heute waren.


Hallo Alban, du hast natürlich vollkommen Recht. Ursprüngtlich sollte die Handlung komplett in der Gegenwart spielen. Ich habe mich dann beim Schreiben umentschieden. Nur sind mir leider die von dir erkannten Punkte beim Durchsehen durch die Lappen gegangen. Genau wie ein Verweis auf einen Thai-Lieferservice zu Romanbeginn; den hat es so bestimmt auch noch nicht gegeben.
Danke, dass du den Roman dafür nicht komplett abgestraft hast. Gruß, Manfred


Das stimmt. Den Fehler habe ich auch bemerkt , anschliessend durch den fesselnden Roman ,aber wieder vergessen , da ich es mir nicht notiert hatte. So weit waren die Sechziger noch nicht.

erstellt am 07.09.17 22:31
Nur Götter machen keine Fehler

erstellt am 08.09.17 11:28
UFO-Bote schrieb:
Nur Götter machen keine Fehler


Schau dir die altertümlichen Mythologiewelten an. Da sind schon einige Gestalten dabei. :P

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