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Thema: 2041 Flucht aus der Seelengruft
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Antworten zu diesem Thema: 2

 
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erstellt am 30.08.17 12:52
Das war doch ganz ordentlich. Ich habe eigentlich nicht großartig was zu meckern. Besonders gefreut habe ich mich über die ersten beiden Wörter: Jeremiah Flynn! Also: Werwolf-Plot in eine Gedanken-Kiste packen und irgendwo hinten rechts verstauen. (Aber nicht zu weit weg!) Flynn-Plot hervorkramen und abstauben. Irgendwie konnte ich mich nur noch an Fliegen erinnern. Aber netterweise wird in der Eröffnungsszene auch für die Leser mit schlechtem Gedächtnis alles nochmal zusammengefasst. Autoren-Team bitte verbessern, wenn ich den Inhalt irgendwie falsch zusammenfasse:
Inhalt:
Unser sympathischer Hexer-Looser will immer noch Barantar, dessen Brüder und Kerrendes am besten gleich mit, wiedererwecken. Leider kann er die Informationen, wie er das bewerkstelligen kann, nicht (mehr) aus dem Kompendium, das inzwischen mit ihm verschmolzen ist, abrufen (S. 5 links unten). Dafür muss er sich seit Kurzem mit dem Vorbesitzer seines derzeitigen Körpers herumschlagen, der ihm telepathisch auf den Geist geht. Flynn möchte in einem Seelenruf gleich diejenige rufen, die das Kompendium verfasst hat und somit hoffentlich noch die Fehlenden Informationen kennt. (S. 7). Und obwohl er sich ganz doll Mühe gibt und abrackert – es geht natürlich schief. Und seine Ausganslage hat sich nicht wirklich verbessert. Der arme Kerl bekommt nichts gebacken!
Zweiter Handlungsstrang spielt in den USA, wo ein Polizisten-Team dienstfrei in einem Restaurant über einen alten Einsiedler, Grenville, stolpert. Der führt sich erst auf wie toll und wird versehentlich erschossen (S. 25) Der Kontakt mit einer Holzfigur, die Grenville bei sich trug, führt dazu, dass einer der beiden „schmilzt“. Sehr nett. Grenville schüttelt sich ein wenig, steht dann auf und geht. OH! (S.36). Das ruft unseren alten Bekannten Michael, äh, ABE Douglas, auf den Plan.
Verbindendes Element der beiden Handlungsstränge ist das Wort „Toghan“. Viel mehr möchte ich jetzt eigentlich nicht schreiben, soll sich ja noch lohnen das zu lesen.
Meinung positiv und negativ zusammen:
Mir hat es sehr gut gefallen. Sprachlich waren sehr schöne Sätze dabei, der inzwischen ja auch ziemlich verwobene Handlungsplot um Flynn, Vrytha und Barantar war eigentlich immer nachvollziehbar. Flynn ist mir super sympathisch, was ja bei John-Gegnern nicht selbstverständlich ist. Dem armen Tropf möchte man am liebsten helfen, statt ihn zu vernichten.
Zerfließender Polizist: sehr schön!
Mystisches Rufungs-Ritual: Wunderbar!
Wiedersehen bzw. -lesen mit Abe: Toll!
Ich hoffe, dass in Band 2 alle offenen Fragen (Holzfigur, Abe, Grenville…) beantwortet werden.
Nicht so schön fand ich, dass ein wenig viele Figuren sich jeweils einen Körper teilen. Flynn-Pierce; Vrytha- Cloe, in Lindinger steckte auch noch Tunvur über den Speichel (S.30), dann kurzzeitig Vrytha. Schöne Idee prinzipiell, aber für meinen Geschmack ein wenig häufig verwendet.
Auch fehlte mir noch ein wenig mehr Action so in Richtung Klopperei oder Verfolgungsjagd. Aber das ist ja bei einem Gruselroman kein muss, sondern eher Sahnebonbon obendrauf.
Also vergebe ich mal 4,5 von 5 Kompendium-Buch-Seiten.

erstellt am 03.09.17 19:12
Flynn hat also jetzt einen Klappspaten und keine Schaufel mehr...
Am Anfang leicht holprig, nahm die Geschichte immer mehr Fahrt auf und hatte für mich mit Deborah´s Auftritt vor Flynn den absoluten Knaller... Echt gut, das hab ich ihm irgendwie gegönnt...
Wertung 3/5... das war also der erste Streich und der zweite folgt sogleich

erstellt am 10.09.17 18:54
Inzwischen leidet JS auch an der PZ-Krankheit. Zu viele völlig eigenständige Themen mit zu großen Abständen für jemanden mit meiner Auffassungsgabe und meinem Langzeitgedächtnis für eher unwichtige Dinge. Ungefähr ein Dreivierteljahr ist seit dem letzten Heft mit Erics Plot vergangen und ich habe die Details schon wieder vergessen.

Da ist es auch nicht hilfreich, dass einige neue Figuren eingeführt werden und die beiden Autoren eine ganze Zeit viele Fragen offen lassen. Es gibt von den Figurengruppen gleich mehrere und Namen werden erst spät genannt. So dass ich überhaupt nicht wusste, wer jetzt wer ist und was macht. Da blieb immerhin keine Zeit auf Logikfehler zu achten, ich war stellenweise völlig verwirrt. Was für den Lesespaß nicht gut ist.

Erst geht man davon aus, dass Vrytha als Geist befreit wurde. Am Ende sind es mit Deborah dann aber zwei Geister. Und wer ist jetzt zu welcher Zeit von wem besessen oder auch gar nicht besessen? Professor Lindinger, Rudy Grenville und dann Chloe Maxwell. Die verhalten sich alle ziemlich komisch. Vrytha wechselt mehrmals die Körper. Der Wächterdämon Kroagh muss auch noch mitspielen. Ich erwähne es nochmal, vielen dieser Figuren wird zunächst kein Name zugeordnet, damit der Leser eindeutig Bescheid weiß. Sie werden nur optisch beschrieben oder bekommen Dialoge.

Sowas verworrenes ist mir auch bei PZ noch nicht unter gekommen. Sicher bewusst so geschrieben und ich will auch gar nicht sagen, dass die Autoren bei diesem speziellen Erzählstil übertrieben haben. Aber ich kam nicht wirklich in die Geschichte rein. Ein paar mystische Szenen in denen der Leser oder die handelnde Figur nicht weiß, was da gerade abgeht, hätten gereicht. Dieser Roman ist gespickt damit. Sehr gut geschrieben, wirklich. Auch über den Auftritt von Abe Douglas bin ich dankbar. Die Autoren haben sich ein ausgeklügeltes Konzept gemacht, das am Ende Sinn ergibt. Gar keine Frage. Ich hätte aber ausnahmsweise auch gern diese Spoiler gehabt, damit hätte mir das Heft vielleicht sogar mehr Spaß gemacht als ohne.


So bleibt es dann bei einem mittelmäßigen Gesamteindruck. Sehr gut geschrieben, aber der Handlungsaufbau hat bei mir überhaupt nicht gepunktet. Ich möchte einen entspannten Heftroman lesen und kein literarisches Krimirätsel, bei dem man sich am besten nebenher mit Stift und Block Notizen macht.

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