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Thema: 1129 Die Stadt unter dem Friedhof
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erstellt am 08.09.17 22:18
Ich kann Manfreds übertrieben mysteriöse und verschachtelte Romane echt nicht mehr sehen. Wobei das grundsätzlich kein Problem sein sollte. Wenn das sein Ding ist und er sich dadurch für die PZ-Vielfalt von den anderen Autoren abhebt, will ich ihm das nicht ausreden. Es gibt genügend andere Autoren, die mir in der Serie momentan richtig Spaß machen.


Mal schauen, ob der Regenbogenblumen-Plot ein klares Ziel bekommt, das sich nicht überraschend um mehrere Ebenen erweitert, sobald es gelöst wurde. Im Roman bleibt wirklich vieles unklar. Von der Ausgangsfrage, wieso sie in der Vergangenheit gelandet ist und ihre Kräfte nicht mehr funktionieren, abgesehen. Aber wieso taucht rasant ein Unwetter auf, kaum dass sie angekommen ist. Wieso schlägt ein Blitz zielsicher in sie ein? Wieso überlebt sie? Wieso hat sie dadurch ein schwarzes Mal am Nacken bekommen, das eine Regenbogenblume darstellt? Was geht hier in der Gegend vor? Wer oder was steckt hinter den grausamen Tiermorde und dem Vogelsterben?

Wieso wird Carrie immer wieder kurz bewusstlos und ihr Mal meldet sich? Sind es wirklich die Hilferufe der Regenbogenblumen, die sie erreichen oder wird sie veralbert? Jedenfalls ruft man sie nach London und das Mädchen bricht mit einem Bauernjungen dorthin auf. Sie kommen aber nicht weit. Eine unbekannte Macht hält sie fest, teleportiert sie schließlich sogar nach Belieben durch die Gegend. Dazu eine unheimliche Stimme und am Ende werden sogar ihre Bewegungen gelenkt.


Man tappt im Dunkeln. Es sammeln sich immer mehr Fragen an. Von denen sich am Schluss dann glücklicher Weise doch einige beantworten lassen. Für immer und ohne Ausnahmen. Kurz gesagt geht das meiste von einer sehr seltsamen Gegnerin der Woche aus, die den Roman nicht überlebt. Woher sie all diese verschiedenen Kräfte hat, bleibt unklar. Und ich bin gespannt, ob wir noch weitere Aliens von den Welten des Hybernats kennen lernen werden. Vielleicht sogar mal in einer SF-Handlung. Carrie hatte ausgerechnet das Pech dort zu landen, wo sich ein Übel eingenistet hat. Die Träume der Regenbogenblumen haben damit nach meinem Verständnis nichts zu tun, das ist ein anderes Thema. Glück hat sie insofern, dass von all den Jahrhunderten und all den Orten auf der Welt eine bekannte Person hinter genau diesem Wesen her ist. Nele rettet Carrie das Leben, indem sie rechtzeitig in der Gegnerin materialisiert und sie explodieren lässt. Carrie darf Nele sogar nach London begleiten, wie nett. Sie entschließt sich aber, ihr Wissen um ihre Retterin geheim zu halten, um kein Zeitparadoxon auszulösen. Als wäre das bei PZ so wichtig. Am Ende repariert sich die Zeitlinie immer von alleine.

Mit Dylan geht es auch weiter. Die Art, wie er sich entwickelt hat, gefällt mir gar nicht, obwohl sie realistisch ist. Mittlerweile gehört die Figur nicht mehr zu meinen Lieblingen. In die Vergangenheit zu reisen, sein altes Ich zu töten und an dessen statt mit seiner hier verstorbenen Frau zu leben. Verbitterter dummer Trottel. Wie ist es das letzte mal ausgegangen, als er nicht seine Freunde einbezogen hat, sondern aus Emotionen heraus eigenständig einen abenteuerlichen Plan fasste? Dabei erhält er Hilfe von den Regenbogenblumen, sie schicken ihn in die Vergangenheit, wenn er ihnen dort bei etwas hilft.


Und da stehe ich nun, ich armer Leser, und bin so ratlos als eh zuvor. Das könnte ein toller Plot werden, aber auch wieder einer mit dem ich völlig überfordert bin. Wenn man bei der Regenbogenblumenhandlung bleibt und nach deren Lösung wieder in die Gegenwart reist, von mir aus auch mit kleinen Altlasten als Anhängsel, würde ich mich freuen. Carrie folgt dem Ruf der Blumen, Dylan löst sein Versprechen bei ihnen ein. Ich gehe mal davon aus, dass sie zur gleichen Zeit in England angekommen sind? Vielleicht stehen die beiden aus irgendeinem Grund auf verschiedenen Seiten. Vielleicht überlebt nur einer von ihnen das Abenteuer. Alles vielversprechende Möglichkeiten.


Für den in den Hauptplot eingewobenen Fall der Woche vergebe ich eine solide Wertung. Zu viele Fragen. Carrie ist eher Werkzeug, das ratlos bis willenlos zum Finale geführt wird. Und selbst da ist sie nur passives Opfer und muss gerettet werden.


PS. Wieso wird im Heft die neue Baste-Krimiserie Cherringham als "sensationeller Welterfolg" beworben?

erstellt am 10.09.17 19:38
Wer wird am Ende des nächsten Teils auf der Strecke bleiben? Dylan weil er mehrfach zur gleichen Zeit vorhanden war? Carrie, weil sie von den Regenbogenblumen erlegt wird ? Von Nele wissen wir, das sie noch gut 300 Jahre hätte. Aber andererseits kannte sie ihn schon, als er am Ende der Geschichte bei ihr anklopfte;
Warum will Dylan nicht seine Liebe aus Granada (PZ-987), als es ihn in die Vergangenheit verschlagen hatte, wiederbeleben? Wenn Nadja ihr nur ähnlte.

erstellt am 13.09.17 01:54
Also ich werde von Manfred definitiv nicht bezahlt, aber ich muss wirklich sagen: Klasse! Gerade der Unterschied zum direkten Vorgängerheft sagt vieles über seine Vielseitigkeit aus. Ein Gelegenheitsleser hätte wahrscheinlich nicht erkannt, dass beide Hefte vom selben Autor stammen - im positivsten Sinne.

Die eigentliche Story macht wieder unheimlich neugierig nach mehr - die Alien Spezies die hinter der "Stadt" steht, warum Carie der Zeitsprung passiert ist, warum sie auf Nele getroffen ist usw. usw. Das nächste Heft von Manfred? Werde ich mir natürlich kaufen!

Lediglich ein Haar habe ich (wieder) gefunden - bis zur Rezension vom "Ufo-Boten" bin ich überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, dass die alte Frau am Schluß EBENFALLS Nele sein könnte *vordenKopfschlag*. Vielleicht liegt das aber auch an mir, da ich kein alter Hase bin und dies auch gleichzeitig mein erstes Treffen mit dieser Figur überhaupt war und ich deshalb vielleicht auch Hinweise dazu übersehen habe.

Ich bin wieder bestens unterhalten worden, es gab Rätsel und viele viele Fragen. mir hat es richtig gut gefallen!

erstellt am 13.09.17 07:06
Alban de Bayard schrieb:
Lediglich ein Haar habe ich (wieder) gefunden - bis zur Rezension vom "Ufo-Boten" bin ich überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, dass die alte Frau am Schluß EBENFALLS Nele sein könnte *vordenKopfschlag*. Vielleicht liegt das aber auch an mir, da ich kein alter Hase bin und dies auch gleichzeitig mein erstes Treffen mit dieser Figur überhaupt war und ich deshalb vielleicht auch Hinweise dazu übersehen habe.


Tja, lass dich einfach mal überraschen, wer das denn wirklich war. Und danke natürlich für deine lobenden Worte.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 07:09 Uhr bearbeitet)

erstellt am 13.09.17 07:11
UFO-Bote schrieb:
Warum will Dylan nicht seine Liebe aus Granada (PZ-987), als es ihn in die Vergangenheit verschlagen hatte, wiederbeleben? Wenn Nadja ihr nur ähnlte.


Tja, verstehe einer die Schotten. :)

erstellt am 13.09.17 07:12
Das Gleichgewicht schrieb:
Ich kann Manfreds übertrieben mysteriöse und verschachtelte Romane echt nicht mehr sehen.


Womit dein Problem ja schon behoben wäre. ;o)

erstellt am 13.09.17 10:45
Alban de Bayard schrieb:
bis zur Rezension vom "Ufo-Boten" bin ich überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, dass die alte Frau am Schluß EBENFALLS Nele sein könnte *vordenKopfschlag*.


Da bist du nicht der einzige.

erstellt am 13.09.17 10:46
Manfred Weinland schrieb:
Das Gleichgewicht schrieb:
Ich kann Manfreds übertrieben mysteriöse und verschachtelte Romane echt nicht mehr sehen.


Womit dein Problem ja schon behoben wäre. ;o)


Wäre es? Ich steh graf auf dem Schlauch.

erstellt am 13.09.17 11:15
Aber den Schlauch siehst du?

erstellt am 13.09.17 13:45
Wie meistens ein 1A Weinland.

Hauptsache er lässt mal seine geliebten Enitäten zu Hause. Denn langsam wird es doch langweilig, wenn am Ende nach Äön noch einer käme, der dann Äön erschaffen hat, und der Erschaffer Äons ...

Jedenfalls schön dass es mit Carrie weitergeht und auch Nele wieder dabei war. Vielleicht gibt es ja eine Chance, dass sie auch in der Gegenwart wieder dabei ist?

Ich hoffe zudem, dass es auch endlich bei BE weitergehen wird. Da ist viel zu viel offen. Und neue PZ-Bücher von Manfred bitte auch.

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