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Thema: 2044 Suche nach Leben
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Antworten zu diesem Thema: 26

 


erstellt am 21.09.17 17:19
_BlakeQ_ schrieb:
Ein Lob und eine Frage:

- Mithin am besten hat mir gefallen, wie der Roman mit der Vorgängertrilogie verknüpft wurde. Keine lieblos aneinandergereihten Einzelromane, sondern eine Serie aus einem Guss. Hat mich sehr an die bärenstarke Zeit zwischen 250 und 350 erinnert. Weiter so.

- Mich würde interessieren, ob auch andere Leser inzwischen neben dem Stil ein weiteres sehr charakteristisches Identifizierungsmerkmal für RIH-Romane in Form eines nicht schrecklich ungewöhnlichen, aber doch sonst eher selten zu lesenden Wortes entdeckt haben. Ich ertappe mich in letzter Zeit jedenfalls dabei, auf das erste Auftreten im Roman zu lauern. Kleiner Tip: Es wird auch von Florian sehr sparsam verwendet, trotzdem lesen sich die Passagen meist nicht sehr flüssig.

Zu Punkt 1: gefällt mir auch sehr!
Zu Punkt 2: Watt? Ich kenne inzwischen einige IRH Wörter/Ausdrücke, die lesen sich aber alle flüssig. Du machst es spannend. Vielleicht empfindet, das ja auch jeder anders....


erstellt am 21.09.17 18:30
Suche nach Leben.
Inhalt:
Phorkys zieht es zu seinem Lieblingsspielzeug, dem Lebensatem. Kaum wiedervereint, muss er diesen na klar sofort testen. Funktioniert noch. Unter Wasser ein Basilosaurus, an Land Dodos (?, sorry, wenn irgendwo genau betitelt sind, finde sie spontan nur als Monster- oder Terrorvögel‚(S.24/25)), also irgendwelche vogelähnlichen Viecher. + später noch die veränderten Touristen.
Kara und Myxin werden von den Flaming stones informiert, dass der Lebensatem wieder aufgetaucht ist (S: 27) und folgen diesem Ruf. Wunderbare Kampfszenen Kara und Myxin gegen Phorkys und Vögel, erst am Strand, dann im Leuchtturm.
John und Team dürfen derweil erst mal Boot fahren mit der sehr aparten Stephanie, der Meeresbiologin, von der Abe auch ohne wippenden Brüsten (oder ich hab´s überlesen) hin und weg ist. Er will nämlich zum Basilosaurus. Entert dann aber doch den Strand, weil es den Urwal dort auch hinzieht und da ja schon der Kampf Myxin/Kara/Vögel/ Phorkys tobt.
Was soll man sagen, Ende gut alles gut. Alle Viecher gekillt, Phorkys angeschlagen, Lebensatem rettet Sedonia (*seufs*).
Meinung positiv:
Wo IRH drauf steht ist meistens auch ziemlich viel Action drin. Und das gefällt der Leni immer ziemlich gut. Kara mit Schwert, bam! Und stürzt auch noch beinahe vom Turm! Dramatisch! Suko lässt die Muskeln spielen! Na klar kann der Kara mit einer Hand wieder hochziehen! (S.57) John im Triathlon-Modus: schwimmen, rennen, Treppen steigen! Super! Richtig, richtig schön. Und schnickt sich das nasse Haar aus dem Gesicht Was für ein Kopfkino-Bild! Ihr seht/lest mich absolut grinsend! Jo, wunderbar!
Meinung negativ:
Ja, sorry, ich habe auch wieder was zu meckern. Zwar auf hohem Niveau, aber eine Sache hat mich doch gestört! Und zwar ganz am Anfang. (Nein, nicht Ashley Judd).
Phorkys kann also erspüren, dass sein Lebensatem wieder da ist und hastet zügig via Dimensionsriss auf den Meeresgrund, wo (S. 7) „… [der Lebensatem] wie hingeworfen zwischen den Trümmern eines alten Schiffes ruhte.“ Ei wie kommt der denn da hin??? Der war doch auf Toghan. Beim zurückschieben in die andere Dimension vom Kontinent runtergeplumpst?
Jetzt wäre es ziemlich schlau von Phorkys spätestens nach dem Basilosaurus die Kurve zu kratzen, mit seinen Dimensionsrissen mal hier, mal da auf der Erde zu erscheinen, um ein paar Monster zu erschaffen und dann gleich wieder abzuhauen. Was hätte der für ein Grauen über die Welt bringen können!!!! Aber nein, der Herr mit dem Tang im Genitalbereich steigt nur ein paar Kilometer von Johns derzeitigen Aufenthaltsort aus dem Meer. Na, was hat der denn gedacht, was da passiert? Wer sich so doof anstellt, hat es auch nicht besser verdient, als den Lebensatem zu verlieren und Bekanntschaft mit Sukos Dämonenpeitsche zu machen.
Sorry, aber ich finde es ziemlich einfach, dass Phorkys John den Lebensatem ja fast vor die Füße legt. Da hätte ich mir mehr gewünscht.
Fazit:
Trotz Phorkys Blödheit ein wunderbarer, rasanter Roman. Habe ich sehr gern gelesen.
4,5 von 5 Terror-Hühnern.

erstellt am 22.09.17 09:13
leni schrieb:
Zu Punkt 2: Watt? Ich kenne inzwischen einige IRH Wörter/Ausdrücke, die lesen sich aber alle flüssig


Sicher ist der der Begriff Phorkys gemeint. Sollte vermieden werden. Florian kann stattdessen "der Fischgeruchonkel da" schreiben.



edit: Und leni meckert über Logikfehler. Das macht dich direkt sympathischer für mich. :P

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 09:15 Uhr bearbeitet)

erstellt am 22.09.17 09:43
Logikfehler gibt's nicht
Die Krux daran ist übrigens, dass die agierenden Figuren nur in dem Maße klug handeln können, wie der Autor dazu imstande ist oder wäre.
Von daher, mea culpa. Phorkys trifft keine Schuld.

erstellt am 23.09.17 10:22
_BlakeQ_ schrieb:
- Mich würde interessieren, ob auch andere Leser inzwischen neben dem Stil ein weiteres sehr charakteristisches Identifizierungsmerkmal für RIH-Romane in Form eines nicht schrecklich ungewöhnlichen, aber doch sonst eher selten zu lesenden Wortes entdeckt haben. Ich ertappe mich in letzter Zeit jedenfalls dabei, auf das erste Auftreten im Roman zu lauern. Kleiner Tip: Es wird auch von Florian sehr sparsam verwendet, trotzdem lesen sich die Passagen meist nicht sehr flüssig.


Also - mein RIH-Ident ist das Wort

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?

sämig.

Bei mir kommt das Wort im aktiven Wortschatz nur selten vor und fühlt sich dann vor allem in der Umgebung von Suppen und Saucen wohl. Florian hingegen benutzt es gerne für die Beschreibung von Körpersekretionen entsprechender Konsistenz. Als ich es zum ersten mal laß, blieb ich an dem Satz kurz hängen, und das Schmunzeln wurde seitdem mit jeder erneuten Sichtung intensiver. Inzwischen freue ich mich regelrecht auf das "Ah, da isses ja wieder"-Erlebnis beim Lesen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass ich nun ständig an Ghouls denken muss, wenn ich mit dem Pürierstab die Suppe traktiere.


erstellt am 23.09.17 12:07
_BlakeQ_ schrieb:
_BlakeQ_ schrieb:
- Mich würde interessieren, ob auch andere Leser inzwischen neben dem Stil ein weiteres sehr charakteristisches Identifizierungsmerkmal für RIH-Romane in Form eines nicht schrecklich ungewöhnlichen, aber doch sonst eher selten zu lesenden Wortes entdeckt haben. Ich ertappe mich in letzter Zeit jedenfalls dabei, auf das erste Auftreten im Roman zu lauern. Kleiner Tip: Es wird auch von Florian sehr sparsam verwendet, trotzdem lesen sich die Passagen meist nicht sehr flüssig.


Also - mein RIH-Ident ist das Wort

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sämig.

Bei mir kommt das Wort im aktiven Wortschatz nur selten vor und fühlt sich dann vor allem in der Umgebung von Suppen und Saucen wohl. Florian hingegen benutzt es gerne für die Beschreibung von Körpersekretionen entsprechender Konsistenz. Als ich es zum ersten mal laß, blieb ich an dem Satz kurz hängen, und das Schmunzeln wurde seitdem mit jeder erneuten Sichtung intensiver. Inzwischen freue ich mich regelrecht auf das "Ah, da isses ja wieder"-Erlebnis beim Lesen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass ich nun ständig an Ghouls denken muss, wenn ich mit dem Pürierstab die Suppe traktiere.



Kann man das nicht sogar für Verhalten nutzen?


Sämig bräste er in der Sonne dahin


Ich glaube sogar in dem Zusammenhang habe ich es das erste mal gehört. Benutze das Wort aber auch nie aktiv. Wenigstens stirbt es nicht aus, wenn es ab und an in der Literatur verwendung findet und nicht nur auf der Rückseite von Maggietüten.

erstellt am 24.09.17 19:19
Das Gleichgewicht schrieb:
Kann man das nicht sogar für Verhalten nutzen?

Sämig bräste er in der Sonne dahin

Diese Verwendung von sämig habe ich bislang noch nicht gehört oder gelesen, aber das mag meinem Alter geschuldet sein.

erstellt am 24.09.17 21:37
_BlakeQ_ schrieb:
_BlakeQ_ schrieb:
- Mich würde interessieren, ob auch andere Leser inzwischen neben dem Stil ein weiteres sehr charakteristisches Identifizierungsmerkmal für RIH-Romane in Form eines nicht schrecklich ungewöhnlichen, aber doch sonst eher selten zu lesenden Wortes entdeckt haben. Ich ertappe mich in letzter Zeit jedenfalls dabei, auf das erste Auftreten im Roman zu lauern. Kleiner Tip: Es wird auch von Florian sehr sparsam verwendet, trotzdem lesen sich die Passagen meist nicht sehr flüssig.


Also - mein RIH-Ident ist das Wort

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?

sämig.

Bei mir kommt das Wort im aktiven Wortschatz nur selten vor und fühlt sich dann vor allem in der Umgebung von Suppen und Saucen wohl. Florian hingegen benutzt es gerne für die Beschreibung von Körpersekretionen entsprechender Konsistenz. Als ich es zum ersten mal laß, blieb ich an dem Satz kurz hängen, und das Schmunzeln wurde seitdem mit jeder erneuten Sichtung intensiver. Inzwischen freue ich mich regelrecht auf das "Ah, da isses ja wieder"-Erlebnis beim Lesen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass ich nun ständig an Ghouls denken muss, wenn ich mit dem Pürierstab die Suppe traktiere.

Dein IRH-Wort des Jahres ist "sämig"???? Wirklich??? Ich breche zusammen. Ich glaube, ich muss das Heft nochmal lesen! Ach was, ich zähle einfach mal beim Brandmal. Wie oft kam das denn hier vor???? Komm, rück mal ein paar Zahlen raus! Also "sämig" ist mir nie aufgefallen.

erstellt am 24.09.17 21:39
Daher vielleicht auch dein versteckter Hinweis mit "flüssig" lesen! Jetzt kapier ich das erst!

erstellt am 24.09.17 21:51
Das Gleichgewicht schrieb:
edit: Und leni meckert über Logikfehler. Das macht dich direkt sympathischer für mich. :P
ACH!
Komme mir gerade so vor, wie eben in der Elefantenrunde, in der der Lindner der Göring erzählt, dass sie in der Klimapolitik ja eigentlich völlig einer Meinung sind. Pass mal auf, wir bilden auch bald ne Koalition. Wenn die Autoren zusammen ein Heft schreiben, können wir´s ja auch mal genauso gut zusammen kritisieren. Aber ob wir vier Jahre einer Meinung sind... Dat ist ne lange Zeit mit ca 200 Heften, das schaffen wir nicht!
Trotzdem, freue mich über die neugewonnenen Sympathiepunkte. Vielen Dank! Bis zum nächsten Heft! Finde es auch genauso herrlich mit dir nicht einer Meinung zu sein!


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