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Thema: 2046 - Nocturnas Nachtgespenster
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Antworten zu diesem Thema: 9

 
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erstellt am 27.09.17 20:10
http://www.bastei.de/imgs/499541185_5b551afd84.jpg

Geschrieben von Ian Rolf Hill

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Wissen ist Macht!
Du weißt, dass es so ist, denn du bist was Besonderes!
Wie alle Menschen besitzt du etwas, dessen sich die meisten nicht bewusst sind. Und noch weniger sind in der Lage, diese Gabe zu nutzen. Du bist anders! Du kannst die Kräfte, die dir geschenkt wurden, kanalisieren, sie willentlich steuern. Trotzdem gebrauchst du nur einen Bruchteil deines Potenzials, das dir mit in die Wiege gelegt wurde.
Als Psychonautin ist es deine Pflicht, das zu ändern


ok, weil der roman gut recherchiert ist, will ich mal nicht so sein und geb 5 von 5 kreuzen, obwohls mir am schluss ein bisschen zu esoterisch war.

psychonauten, nee, ist nicht mein thema, drittes auge und so.

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habs auch nicht so richtig kapiert, ob die jetzt vor ihrem unfall schon psychonautin war oder ob das erst danach passiert ist. war auch irgendwie wirr mit den funktionen vom kreuz, hier blinkt was, da blinkt was, kräfte hier hin, kräfte dorthin. und jetzt hat der spuk auch noch was mit dem psychonauten zu tun. wenigstens ist kein raumschiff aufgetaucht.


jedenfalls superidee mit dem museum und der ausstellung und so, und dass florian da echt hingefahren ist und sich das alles angeguckt hat. in berlin.

erstellt am 27.09.17 20:34
Vielen Dank für die großzügige Wertung.

Und ...
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ja, die Dame war schon vor dem Unfall eine Psychonautin, auch wenn sie sich ihren Kräften nicht bewusst war. Richtig entfaltet haben sie sich dann erst im Koma. Aber mit dem Raumschiff bringst du mich jetzt auf eine Idee ...


erstellt am 28.09.17 19:01
Fand den Roman super, nur das Ende war nicht so toll.
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Versteh nicht warum der Herr vom Museum einfach so davon gekommen ist, er hat ja immerhin einen Polizisten mit der Waffe bedroht usw.


erstellt am 28.09.17 19:28
TheWatcher schrieb:
Fand den Roman super, nur das Ende war nicht so toll.
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Versteh nicht warum der Herr vom Museum einfach so davon gekommen ist, er hat ja immerhin einen Polizisten mit der Waffe bedroht usw.


Auch hier meinen herzlichen Dank!

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Das war Harrys Entscheidung. Wo kein Kläger, da kein Richter. Er hat ja rein aus Verzweiflung gehandelt, bzw. stand unter dem Einfluss seiner wahnsinnigen Frau.


erstellt am 28.09.17 19:47
und was ist mit den 2 frauen? die sind doch auch bedroht worden.

erstellt am 28.09.17 19:59
Ariane schrieb:
und was ist mit den 2 frauen? die sind doch auch bedroht worden.


Die werden tun, was Harry ihnen rät. Immerhin ist er der Polizist.
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Als Kurator wird Kaufmann dort ohnehin nicht mehr arbeiten.


erstellt am 02.10.17 18:51
Psychonautenromane mit Dagmar bieten meist eine schöne Abwechslung zum Horror-Einheitsbrei mit Werwölfen oder Zombies. Auch dieses Abenteuer hat seinen ganz eigenen Stil. Dazu ist es wunderbar recherchiert. Die Leserseite, die ich mir vorsichtshalber aus Spoilergründen erst zum Schluss vorgenommen habe, erklärt so einiges. Die Geschichte ist nicht zufällig entstanden, sie ist sogar einer der besonderen Motto-Romane. Ich mag Romane, welche die vierte Wand durchbrechen. Hier passt sogar die zeitliche Komponente. Bis Februar noch kann man die Ausstellung besuchen, in der es im Text geht. Das ist sogar eine Steigerung zu den Romanen, wo man Details nachgoogeln kann oder sich im Netz Bilder anschauen.

Auch die eigentliche Handlung macht was her. Total allumfänglich zufrieden bin ich aber nicht. Am Anfang fand ich zwei Gedankengänge von Harry etwas seltsam. Natürlich hätte man John schon eher anrufen können. Dagmar wird nicht von ihrer alten Schulfreundin Hannelore zum Kaffee eingeladen, das wäre normal. Wenn jemand den seltsamen Name Nocturna hat, auf Dagmars Psychonautenkräfte anspielt und sogar ihren geheimen Name kennt, ist doch eindeutig was im Busch. Der Geisterjäger hätte sicher Verständnis gehabt und Sir James hätte das sicher genehmigt.

Und dann sieht Harry nicht, wie Dagmar im Museum verschwindet und dreht am Rad. Was wäre denn, wenn ihm kein Fahrzeug die Sicht genommen hätte und er gesehen hätte, wie sie das Museum betritt? Hätte das einen Unterschied gemacht? Es war doch abgesprochen, dass seine Frau sich mit der Fremden trifft. Dass sie in das Gebäude geht, um zur abgemachten Zeit am Treffpunkt zu sein, ist doch nicht ungewöhnlich. Wenn Harry etwas besorgt gewesen wäre, ob das gut geht und sie dann zwanzig Minuten später auf einen Kontrollanruf nicht reagiert hätte, in Ordnung. Aber er wird sofort leicht panisch und will ihr plötzlich unbedingt hinterher. Als wäre etwas unplanmäßig schief gelaufen.


Am Mittelteil hingegen habe ich nicht die geringste Kleinigkeit auszusetzen. Die perfekte Mischung aus Kampfszenen, Nachforschungen und Beschreibungen. John muss hier mal zu anderen Mitteln greifen und sein Köpfchen benutzen, da sein Kreuz nur Hinweise liefert und ihm nicht die ganze Arbeit abnimmt. Obwohl er zeigt, dass er zurecht Polizist ist, und die Details gut kombiniert, hat er später das Nachsehen. Diese Sache scheint ihm über zu sein.

Nocturnas Welt fügt sich dann wunderbar in diese „Kunstschiene“ ein. Könnte auch einem im Fieberwahn gezeichneten klaustrophobischen Gemälde entstammen. Eigentlich mag ich so abgefahrene Dinge nicht, hier passen sie aber einfach. Auch zur Psychonautenthematik. Ich habe das Gefühl, dass Florian sich wirklich erst Gedanken zu jedem Abschnitt macht. Eine grobe Textskizze zeichnet, auch mal Formulierungen streicht oder umändert. Und dann erst den finalen Text so stehen lässt, wenn er damit zufrieden ist. Ein echter Schriftarchitekt.

Auch bei der Auflösung hat er sich viele Gedanken gemacht und alles nachvollziehbar erklärt. Sonst hätte ich bemängelt, dass er sich in eine Sackgasse manövriert hat. So eine mächtige Gegnerin, das Kreuz weitestgehend nutzlos und dann wird sie auch noch vom Spuk geschützt. Durch die ausführlichen und in sich logischen Erklärungen am Ende im Krankenhaus ergibt das Finale durchaus Sinn. Von der Seite hat Florian sich abgesichert. Dagegen, dass es mit persönlich nicht gefallen hat, kann er aber nichts machen. Mir kam das mystische abhanden und ging zu sehr in Richtung Wissenschaft. Da wäre es mir notfalls sogar lieber gewesen, dass Dagmar daran glauben muss. Oder zurückgelassen und in einem Folgeband gerettet wird. Oder dass plötzlich als Deus ex Machina der Urdämon Helios auftaucht und die Helden rettet. Was weiß ich, mir ist seit jeher in paranormalen Romane die Magie lieber als die Wissenschaft.


Aber allein der Weg war den Roman wert, auch wenn mir das Ziel nicht zugesagt hat. Florian hängt sich wirklich rein. Sowohl in der Vorarbeit als auch bei der Schreibarbeit. Man meckert ja gern über die gestiegenen Heftromanpreise, für sowas würde ich sogar das doppelte bezahlen. Zum Glück gibt es jetzt ja ein ganzes längeres Taschenbuch, das unter anderem von dem Autor geschrieben wurde. Ich kann mich nur immer und immer wieder wiederholen. Wenn Florian nicht ins Übertreiben abrutscht spielt er im Autorenkollektiv ganz oben mit.


Ein sehr guter Roman, wie es sein soll. Wenn ich jedes mal die Bestnote vergeben würde, wäre es ja nichts besonderes mehr. Wobei, einen Bonus kann ich auf jeden Fall für die Arbeitsleistung zum Roman geben.

erstellt am 03.10.17 19:56
Faszinierend! Museumsbesuch inklusive… Diesmal bin ich begeistert, vor allem was ich bei so einem für mich schweren Thema am Ende rausbekomme. Das liest sich so einfach und locker… Klasse! Wichtige Charaktere aus der Anfangszeit der Serie inklusive…
Die Nummer mit dem Bild ist mein Highlight! Das wird nur noch vom Auftritt
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Des Spuk getoppt!


Sehr Gut…

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Hey, Tom… ,,Learning to Fly”

erstellt am 08.10.17 16:20
Nachschlag.., oder das beste kommt zum Schluss...

Cappuccino mit Zucker... Igitt! Aber naja, wer früh keinen Kaffee braucht dem wird es wohl so schmecken.

Das Harry in diesem Moment auch durchblicken lässt das er mal Raucher war und es vor Jahren aufgegeben hat ist wieder einmal so eine kleine aber feine Textstelle, wie mir das im hier und jetzt bei Sinclair gefällt...

Ja und da war doch noch ... die verschüttete Milch

Nicht das erste Heft wo ich an bestimmten Stellen beim Lesen ins Stocken gerate und verdutzt nach dem Verfasser schaue... Ihr seid mir ja vielleicht ein paar helle Zeitgenossen.
(So nach dem Motto, wir sollten aufpassen was wir Rezitieren... Eure Rache kann sonst gar fürchterlich sein)

erstellt am 19.10.17 23:03
Nocturnas Nachtgespenster von (*blätter*), - oh, IRH?!?!?!
Inhalt:
Dagmar erhält eine ominöse Einladung einer gewissen Nocturna nach Berlin ins Museum für Kommunikation. Und obwohl der Leser schon fast ahnt, dass das keine gute Idee ist, geht sie hin- und verschwindet spurlos. Weshalb Harry John involviert. Gemeinsam wird ein wenig gegen Nachtgespenster gekämpft und Dagmar schließlich in einem Bild gefunden. Aber klar, sie wird auch gerettet.
Meinung positiv:
Dem Lob meiner Vorschreiber kann ich mich nur anschließen. Was für ein wunderschönes Heft.
Warum musste ich doch noch mal nachschlagen, ob dieser Roman tatsächlich von IRH ist? IRH ist für mich bisher immer ein Action-Garant. Wir hatten wilde Verfolgungsjagden (Aleks auf dem Motrorrad), wilde Höllen-Reiter, Carnegra, Phorkys, Mantikore und Harpyen von allen Seiten. Reise-Gegner, blutende Helden, geköpfte Freunde, Fights bis zur totalen Erschöpfung und darüber hinaus. Und Action ist ja voll mein Ding. Davon haben wir hier- nichts. Naja, fast nichts. Nicht mal den allerkleinsten Mantikor-Pfeil, kein Werwolf-Haar. Dieser Roman lebt von anderen Bildern. Von ruhigen Bildern, ja ich bin sogar versucht zu sagen von romantischen Bildern. John driftet wie in einem Traum durch den Kosmos, an Myriaden ( ) blinkender Sterne vorbei (.S 42). Seufz. Nocturna erscheint auf einem Schimmel und ihr Gewand und Haare funkeln wie der Nachthimmel. (S. 13) Nochmal seufz. Selbst als im Endkampf Dagmar droht von einem Baum verschlungen zu werden, ist das irgendwo immer noch kein Action-Brutalo-Bild, sondern ein sehr ruhiges. Deswegen passt es auch sehr gut in diese Atmosphäre, Dagmar in einem Bild erscheinen zu lassen. Trotzdem ist der Roman an keiner Stelle langweilig. Gerade Nocturnas fehlender körperlicher Angriff (sie sitzt eigentlich die ganze Zeit nur auf ihrem Pferd so rum), macht die Situation spannend, weil wir /John es ja gewohnt sind, uns kämpfend zu verteidigen. Das fällt hier komplett weg. Zumindest gegen Nocturna, die Nachtgespenster werden natürlich sehr wohl platt gemacht. Und gerade weil dem so ist, halte ich die Umsetzung des vorgegebenen Nacht/Schlaf/Traum-Themas für absolut gelungen. Ein sehr außergewöhnlicher JS. Ganz anders, als das, was wir so üblicherweise haben. Ein Roman eher mit Kreide, Kreuz und Köpfchen, als mit Pistole, Peitsche und Schwert. Ich bin froh, ihn doch noch gelesen zu haben. Und eine ganz neue IRH-Erfahrung gemacht zu haben.
Meinung negativ.
Der Anfang liest sich ein wenig, wie der Werbeprospekt des Museums. Gegründet im Jahr 1898 mit Kommentar des Kaisers (S.6). Zwei Mal wird erwähnt, dass man den wunderschönen Lichthof im wunderschönen Gebäude auch für private Zwecke mieten kann(S. 7 unten, S. 11). Aber nach Lektüre der Leserseite war wohl auch das so gewollt.
Fazit:
Hm, Hm, Hm. Was soll ich denn nun davon halten? Begeistert war ich, wenn auch nicht aus den Gründen, die mich sonst begeistern. Und bei Begeisterung gibt es bei mir eigentlich immer die volle Punktzahl. Gut, ich werte dieses Heft nach eigenen Nocturna-Kriterien und vergebe volle 5 glitzernde Sterne, würde ich nach meinen eigenen Action-Maßstäben gehen, hätte es das nicht. Aber Ausnahmen bestätigen ja immer die Regel, nicht wahr.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:04 Uhr bearbeitet)

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