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Thema: CL 30 : Das Phantom von Soho
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erstellt am 01.10.17 17:53
Handlung : Mit einer großangelegten Aktion und dem jungen John Sinclair als Lockvogel , gelingt es Scotland Yard endlich den Killer Monty Parker zu stellen , der auch Phantom von Soho genannt wird. Nach der Gerichtsverhandlung schwört Parker , Rache an allen , die an seiner Festnahme und Verurteilung beteiligt waren. Als Jahre später der erste Mord geschied , macht es schnell die Runde , das Parker seine Rachetour begonnen hat. John nimmt die Ermittlungen auf und gerät schon bald selbst ins Visier des Phantoms.

Meinung : Erneut eine gut produzierte Classic - Folge. Es mutet etwas seltsam an , das Bill Conolly , hier ungwöhnlich sensationsmäßig für einen Fernsehsender arbeitet , so das John ihm rät , besser zu einem Journal zu wechseln. Selbst agiert John hier immer noch mit Ersatzkreuzen , so das ich mich immer noch frage , wann und wo , denn sein eigenes endlich wieder auftauchen wird ? Insgesamt gut gemachtes Hörvergnügen , daher von mir auch die Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

erstellt am 03.10.17 22:35
Diese Gespensterkrimi-Vertonung konnte bei mir leider überhaupt nicht punkten. Das liegt daran, dass mir am laufenden Band immer wieder Dinge sauer aufgestoßen sind. Ansonsten hat es viel Action zu bieten und einige ideenreiche Szenen. Aber auch wenn man sich mitreißen lässt, zumindest der Part des Anstaltsleiters hätte man streichen können. War der im Original überhaupt mit drin? Der anfangs noch normale Mann, der im Laufe des Falles ein wissenschaftliches Interesse an seinem Patienten entwickelt und John schließlich mit einer Pistole bedroht, als er Parker aufhalten will. Furchtbar. Das hätte es echt nicht gebraucht.

Aber schauen wir uns die Handlung mal genauer an. Da frage ich mich zu allererst einmal, warum man überhaupt John losschickt, dem Mann einen Besuch abzustatten, der ihm damals mit dem Tod gedroht hat. Wenn Parker im besten Fall ein normaler Geistesgestörter ist ist es für seine Psyche alles andere als förderlich, mit John konfrontiert zu werden. Wenn er wirklich paranormal begabt ist könnte das für John im schlimmsten Fall tödlich enden, der hat nämlich ja schützendes Allheilmittelkreuz momentan nicht. In den Hörspielen haben wir einen gewissen Inspektor Suko, der beim Yard eingestellt aber nie mehr erwähnt wurde. Hätte sich doch angeboten, unabhängig davon ob es eine gute Idee gewesen wäre, das Hörspiel so umzuschreiben. Aber warum nochmal musste man Sukos Einführung jetzt unbedingt vorziehen?


Was auch im Original so war ist Johns schnelles Fachwissen, mit dem er ins Schwarze trifft. Parker kann einen Zweitkörper erschaffen und irgendwo hin teleportieren, in der Zeit ist sein richtiger Körper angreifbar. John kennt sogar die nötigen Bannzeichen auswendig, scheint es. Genau sowas kritisiere ich bei Dark, der Geisterjäger kommt unrealistisch stark herüber. Und so ganz richtig liegt John nicht einmal. Dass Parker in der Zelle kleine Illusionstricks beherrscht, darauf wird gar nicht mehr eingegangen. Zwischendurch kann er John in eine magische Trance versetzen, oder in einen Todeszustand, das widerspricht sich dann auch nochmal. Später mit Asmodis' Hilfe sogar eine Windhose beschwören.

Zum Bannzauber, der auf John liegt. Parker meint, damit würde man John für eine bestimmte Zeit für Tod halten. Tatsächlich merken die Ärzte aber bei der ersten genaueren Begutachtung, dass John noch lebt und seine Körperfunktionen nur irgendwie minimiert wurden. Was also ist zu tun? John mit einem einfachen Silberkeuz aus dem Bann zu befreien ist eigentlich keine Lösung. Ungeweihte Silberkeuze sind in der Hauptserie nutzlos. Da lachen selbst schwache Wesen wie Vampire nur drüber. Zumindest hat Dark das so etabliert. Deshalb haben Zivilisten auch kaum eine Chance gegen das Böse. Wenn man schon etwas in den Hörspielen ändern muss, dann doch lieber sowas.

Zum Schluss passt der Zeitablauf nicht. John bittet Bill das zweite Ziel in seiner Wohnung aufzusuchen. Kurz darauf wird er von Parker ausgeschaltet. Nehmen wir an Bill braucht zum späten Abend innerhalb von London 30 Minuten mit dem Auto. Als er ankommt ist die Meldung über Johns vermeintliches Ableben schon im TV. So schnell geht das? In den Sozialen Medien, in Ordnung. Aber Fernsehsender müssen ihnen zugespielte Meldungen nicht nur auf Glaubwürdigkeit gegenchecken, sondern die Meldung auch erstmal in den Programmplan einarbeiten. Und da es hier nur um den Mord an einem einzelnen Polizisten und nicht um einen Terroranschlag geht bezweifle ich, dass das so schnell im Fernseher läuft.

Den Rest verbuche ich mal unter kleineren Details, die man nicht erwähnen muss. Fast alles wäre vermeidbar gewesen, mit mehr oder weniger Umschreiben der Handlung. Hätte mir jedenfalls ein besseres Hörvergnügen bereitet. Das Hexenclub-Hörspiel war auch ziemlich altmodisch, klischeehaft und nicht perfekt durchdacht. Aber mir ist nichts großartig negativ aufgefallen, so geht das doch auch.

Für dieses unterdurchschnittliche Hörspiel gibt es von Logikfreund Gleichgewicht eine schwache Wertung. Selbst mit Augenzudrücken wäre es nur eine mittlere geworden, der Professor hat mir das Ende echt vermiest.

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