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Thema: 2049 - Horror-Express
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erstellt am 05.10.17 19:54
http://www.bastei.de/imgs/499541233_385467b3c6.jpg

fehlt noch das DB-logo auf der lokomotive

Geschrieben von Jason Dark

allein der autorenname sorgt schon für grusel

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
Er war eine Legende. Es sollte ihn nicht geben. Und doch wurde immer wieder von ihm gesprochen. Er war ein Zug, der vom Diesseits ins Jenseits fuhr und umgekehrt.
So erzählte man sich. Der Reporter Brad Cochran wollte es herausfinden und scheiterte. Er bezahlte seinen Mut mit dem Tod.
Praktisch durch einen Zufall kam ich diesem Zug auf die Spur. Und ich stieg als Fahrgast ein in den Horror-Express …


hört sich interessant an. wundert mich, dass das kein fall für Bill ist. wär doch die gelegenheit für ihn.

erstellt am 16.10.17 11:27
Erster, ätsch! Bei uns erscheinen die Hefte schon Samstags, manchmal habe ich Zeit, sofort damit anfangen zu können, hihihi! Ab heute/morgen fange ich erst mit "Die schlafende Armee" an, danach mit dem dicken Wälzer BRANDMAL, dessen Lesen sich wohl hinziehen wird, bis der kommende Halloween-Doppelband auf dem Tisch liegt. Viel zu tun, manchmal weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht...
Zum "Horror-Express": John am Grab seiner Eltern, wo die Blumen wie von Geisterhand in Sekundenschnelle verwelken, dieses Ereignis wird in den folgenden Horror-Express-Handlung genauso wenig erwähnt wie die Flüsterstimme der toten Sheila Conolly aus dem Jenseits. Beide Gänsehaut-Begebenheiten haben nicht das Geringste mit dem Zug zu tun und werden auch bis zum Ende des Romans nicht mehr erwähnt. Was hat sich Jason dabei nur gedacht? Das größte Manko: Das geniale Titelbild fließt wie schon bei "Der Galgenlord" nicht hundertprozentig in die Handlung ein. Früher war das mal anders respektive besser. Das höllische Abbild der Lokomotivenfront findet keinerlei Erwähnung, nur ein brennender Zug im Allgemeinen. Schade, dass Jason zu dieser Teufelslok nichts einfiel! Wieder einmal Matthias, der mittels Helfershelfern das Grauen über die Menschheit bringen will. Sieht auf seine Diener herab, aber bemerkt John zwischen ca. 15 Personen nicht. Im Dorf angekommen, steigen die manipulierten Menschen nicht aus, sondern bleiben aus unersichtlichen Gründen im Zug. Einer will raus, den erledigt John oder vielmehr der Mann sich selbst. Bevor die Angreifer aussteigen, will John die Lok zurück- oder weiterfahren lassen. Wieso hat er die Fahrt aus einer anderen Dimension in das Kaff nicht von vornherein verhindert? Beim ersten Auftauchen des Zuges kann John keinen Lokführer ermitteln, später sieht er doch einen, nochmal später scheint er den wieder vergessen zu haben. Im Übrigen eine überflüssige Person, die nur der Zeilenschinderei dient, denn eine magisch manipulierte Lok fährt gewiss auch ohne Führer. Zum Schluss beendet die Kreuzformel den Fall, die John auch schon früher hätte aktivieren können, aber dann hätte das Heft im letzten Drittel leere Seiten... 2,5 von 5 möglichen Kreuzen, härter will ich mit Meister und Urgestein JD nicht ins Gericht gehen.
Handlungszeit Frühling mit Hinweis auf den baldigen Sommer, könnte sich also im Mai abgespielt haben. Passt für mich chronologisch perfekt zwischen dem Sirenen-Zweiteiler von Ian Rolf Hill und dem darauffolgenden Roman von Marc Freund, also genau zwischen die Bände 2029 und 2030. Jedenfalls laut meiner Checkliste, und die lässt sich nicht ins Bockshorn jagen. Vertraut mir!

erstellt am 16.10.17 13:20
Seltsam....aber so steht es geschrieben.

erstellt am 16.10.17 20:01
Dexter schrieb:
Zum "Horror-Express": John am Grab seiner Eltern, wo die Blumen wie von Geisterhand in Sekundenschnelle verwelken, dieses Ereignis wird in den folgenden Horror-Express-Handlung genauso wenig erwähnt wie die Flüsterstimme der toten Sheila Conolly aus dem Jenseits. Beide Gänsehaut-Begebenheiten haben nicht das Geringste mit dem Zug zu tun und werden auch bis zum Ende des Romans nicht mehr erwähnt.


ich wollts nicht glauben, aber es ist echt so. so ungefähr an der stelle könnt man auch aufhören zu lesen. John erlebt auch nichts anderes wie der reporter Cochran, nur dass John halt das kreuz hat. John steigt in den zug ein, fährt zu ner hölle, die aus baracken mit normalen und mit flachen dächern besteht in ner landschaft, in der es sonst nichts zu sehen gibt, wahnsinn, dann fährt der zug wieder zurück und John setzt das kreuz ein, bevor wirklich was passiert. klar, Matthias hat wieder ein paar leute mehr auf dem gewissen. ich geb 2 von 5 kreuzen.

erstellt am 16.10.17 21:18
Weia, nach den letzten beiden Top-Romanen von Marques offenbar wieder ein Ausfall von JD. Das Gute ist, dass zumindest bei mir die Erwartungshaltung mittlerweile so gering ist, dass man sich schon gar nicht mehr negativ überraschen lässt. Das Schlimme ist, dass ich unweigerlich bei ihm schon automatisch jeden Satz nach Fehlern seziere, anstatt mit Lust zu lesen. Sein erster absoluter Totalausfall war in meinen Augen damals die 1350 "Im Wald der Toten Gesichter", allerdings war die Qualität der vorherigen Hefte echt noch gut, so dass ich bei gruselromane.de noch ernsthaft vermutet habe, dass dieses Heft nicht aus seiner Feder stammen könnte. Tja, einige Jahre und 700 Hefte später...

erstellt am 17.10.17 14:58
Tatsächlich ließ sich der Roman besser lesen als JDs vorherige Hefte. Die Tatsache, dass er nicht weiter auf Sheila Conollys Erscheinung zu Beginn eingeht, lässt sich vielleicht in zweierlei Hinsicht nachvollziehen. Zum einen hat es nichts mit dem Titel gebenden Horror-Express zu tun, und ist vielmehr ein möglicher Hinweis auf die bald folgende Sinclair-Trilogie um den Fluch der Conollys. Zum anderen wäre es eventuell geschickter gewesen, den Besuch an der Ruine des Sinclair-Elternhauses erst im Anschluss auf den letzten Seiten zu schildern, gewissermaßen als Ausblick dafür, dass sich im Fall Conolly etwas ändern wird.
Wobei ich inständig hoffe, dass Sheila jetzt auch wirklich Geschichte bleibt.
Eine nette Stilblüte von JD gibt es auch noch: "Ich musste nur einen Blick in seine Augen werfen, um zu wissen, dass er nicht mehr lebte. Das war schade,..." Wirklich sehr empathisch, der gute Geisterjäger.
Aber alles in allem wirklich besser als zuletzt. Wenn man sich nicht die Frage stellt, warum der Horror-Express so mir nichts, dir nichts von allen offiziellen Bahn- und sonstigen Dienststellen zwischen a und b verkehren kann und dabei sogar aus der Entfernung wie eine Fackel daherkommt. Aber egal.

erstellt am 25.11.17 18:21
Es fährt ein Zug nach Nirgendwo… Hach ja, ohne jetzt noch mal groß nachzulesen… Wenn der Zug immer schon dort (Lauder) vorbeizuckelt, wieso haben dann weder John noch seine Eltern je etwas davon gehört und gesehen… und wirklich ernst war Matthias die Nummer wohl dann auch nicht wenn er nur als Projektion vorbeischaut… Von der Ausführung her wäre die Geschichte eigentlich nach spätestens 20 Seiten beendet…
Für mich der bisher langweiligste und zäh in die Länge gezogene Dark…
Wenn allerdings vor der Idee zur Geschichte nur der Gedanke an das olle Lied von Christian Anders Pate stand, dann ziehe ich meinen imaginären Hut…

erstellt am 08.12.17 18:21
Es fährt ein Zug nach Nirgendwo, den es noch gestern gar nicht gab. Mysteriöse Sache. Wollt ihr noch mehr mysteriöse Fragen. Wer weiß alles von dem Zug und wie viel wissen die Leute? Wie oft fährt der Zug seine Strecke? Wo hält der Zug überall und ist das planbar oder rein zufällig? Was ist mit den Fahrgästen? Sind es Zombies oder manipulierte Menschen? Bleiben sie immer im Zug sitzen oder steigen sie an den Haltestellen auch aus? Fährt der Zug allein oder braucht er einen Lokführer? Und nicht zu vergessen, wenn jemand den Kopf auf den Rücken gedreht bekommen hat, wie kann man ihm dann ins Gesicht schauen, wenn er vorwärts geht? Oder wenn er auf dem Rücken liegt und man ihm den Fuß auf die Brust stellt?

Der erste Teil der Geschichte ist verdammt planlos. Einzig Matthias als Person im Hintergrund scheint von Anfang an festgestanden haben und wurde durchgezogen. Selbst das große Geheimnis des Zuges bleibt lange offen. Ist es ein Jenseits-Zug, ein Horror-Express in die Hölle oder eine Bummelbahn nach „Horrorland“?

John wird darktypisch in den Fall verwickelt, da Brad Choran ihm direkt vor die Füße purzelt, als man ihn aus dem fahrenden Zug wirft. Und noch letzte Informationen preisgibt, bevor er verstirbt. Was das alles mit den Tulpen auf dem Friedhof in Lauder zu tun hat erklärt sich auch nicht.



Immerhin folgt die zweite Hälfte einen Plan. Ignoriert man sämtliche Aussagen vor dem Eintreffen im Lager der Matthias-Diener ist die Geschichte annehmbar. Ansonsten gibt es leider unzählige Widersprüche. Der höllische Zug hat erfolgreich einen Probelauf gemacht und kann nun voll besetzt nach Boon aufbrechen. Um John kümmert sich niemand. Der ist nur ein Sterblicher, was kann er schon ausrichten? Gegen den genialen Meister. Dieses Stück der Handlung ist das einzige, mit dem ich leben könnte. Das Finale ist nicht so chaotisch wie der erste Teil, aber enttäuschend. Anstatt, dass die Passagiere in Boon sofort ausschwärmen und sich mit den Bewohnern einen erbitterten Kampf um den Ort liefern (das wäre doch was gewesen), bleiben sie nach der Ankunft einfach sitzen. Matthias verhält sich dämlich wie so oft – ich habe jedes mal diese Befürchtung, wenn sich andeutet, dass er mitspielt – und bekommt Panik oder so. Er merkt erst jetzt, dass der Geisterjäger mitgereist ist und verbrennt alles. Dabei müsste er wissen, dass das Kreuz den Sohn des Lichts schützt, und nur seine eigene mühsam zusammengestellte Truppe vernichtet wird. Was für ein Trottel!

Dennoch hat mir das Heft besser als das letzte Abenteuer um den Galgenlord gefallen. Es passiert hier was. Erst steigt der Reporter in den Zug und wird wieder rausgeworfen. Wo John zufällig anwesend ist. Der Geisterjäger fährt nach Boon und stellt Erkundigungen an. Steigt dann in den Zug und erfährt von Matthias' Plan. Fährt wieder mit den Leuten zurück und stellt sich dem Engelsfresser, welcher dann leider überreagiert.

Für eine mittlere Wertung reicht es bei aller Liebe trotzdem nicht. Ein schlechter Roman mit dem üblichen Rat an den Autor. Mit einem Konzept wäre die erste Hälfte besser gewesen und mit etwas Nachdenken wäre Dark sicher ein ausgefeilteres Finale eingefallen.

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