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Thema: 2050 - Vergessene Schrecken
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Antworten zu diesem Thema: 30

 


erstellt am 25.10.17 20:59
Ich für meinen Teil erwarte sowieso täglich die Klage von Joe Dante und John Landis wie ich es wagen kann Werwolf-Romane zu schreiben. Zumindest die Nachlassverwalter von Curt Siodmak lassen mich in Ruhe, weil ich den Vollmond konsequent ignoriere. Allerdings war er derjenige, der diese Silber-Geschichte zum ersten Mal erwähnte, hmmm .... ich entschuldige mich vorab. Übrigens wird auch der nächste Roman wieder auf Papier gedruckt werden. Nichts für ungut

erstellt am 25.10.17 23:10
Florian schrieb:
Übrigens wird auch der nächste Roman wieder auf Papier gedruckt werden. Nichts für ungut


Oh, oh, wenn da mal nicht der Herr Gutenberg ältere Rechte geltend machen wird!

erstellt am 25.10.17 23:23
Staehlerner schrieb:
Florian schrieb:
Übrigens wird auch der nächste Roman wieder auf Papier gedruckt werden. Nichts für ungut


Oh, oh, wenn da mal nicht der Herr Gutenberg ältere Rechte geltend machen wird!




erstellt am 26.10.17 10:40
Eine Frage: Hat einer von euch Stranger Things überhaupt gesehen?

Es geht nicht "um eine Dimension" es geht um "eine Dimension die in ihrer Beschreibung ziemlich exakt der ausgefallenen Dimension in Stranger Things ähnelt."


Wenn jemand ein rot-weiß gestreiftes Kleid mit gelben Blümchen trägt. Dann ist es schon ein Unterschied, ob jemand anderes einfach nur auch ein Kleid trägt. Oder auch ein rot-weiß gestreiftes Kleid mit gelben Blümchen.

Stranger Things hat ebenso Elemente und sogar genaue Details bei anderen Dingen abgekupfert. Ist das schlecht? Nein. Darf man es zurecht erwähnen? Ja.



So long.

erstellt am 26.10.17 10:43
Staehlerner schrieb:.

Nichtsdestotrotz, ein Roman, der Dir in Teilen gefällt, das beunruhigt und betrübt mich und drängt mir die Frage auf: "Was zum Teufel hab ich bloß verkehrt gemacht?!"


Mir gefällt nicht, was ich aus diesem Statement herauszulesen glaube. Aber sicher irre ich mich da und fasse es falsch auf.

erstellt am 29.10.17 18:13
Sollte ich jetzt froh über Halloween sein… Das ich dadurch dieses Heft erhielt auf jeden Fall…
Was für ein Genuss… Das ging sogar soweit das ich am liebsten auch bei John am Küchentisch mitgegessen hätte.

So eine hervorragende Beschreibung aus der Sicht der Kinder/Jugendlicher ihrer Erlebnisse/Gedanken über die ersten Seiten hinweg haben mich einfach nur fasziniert…

Ist ja vielleicht auch ein Vorteil das ich nicht mit fast 2000 Heften bei JS und ähnlichen Serien vorbelastet/übersättigt bin, selbst um die horrormäßigen Filme und Serien habe ich in meinem bisherigen Leben erfolgreich einen Bogen machen können…

Habe hier aber absolut kein Problem gehabt mich in die Geschichte reinziehen zulassen, eher hab ich sie aufgesaugt wie ein dürstender, fast schon vertrockneter Schwamm…
Damit war aber ab Seite 30 schlagartig Schluss… Grusel, Grusel…
Das war aber auch nicht im geringsten weniger fesselnd Abgehandelt…

Danke an T. Stahl… 1.Teil ist eine Starke Nummer, Klasse Unterhaltung…
Zum Glück liegt der 2.Teil schon hier zum Lesen bereit…

erstellt am 01.11.17 11:41
Ehre, wem Ehre gebührt. Dieser erste Teil macht unheimlich Lust auf den Folgeband. Es gelingt TS perfekt, die Stimmung und das Zeitgefühl aus Johns Jugendjahren wiederzugeben. Tatsächlich kann man sich damit auch selbst an einige typische Routinen von damals (Gruselcomics, Lieblingsessen, mit Kumpels durch die Gärten ziehen usw) erinnern, schon allein deshalb macht das Lesen richtig Laune.
Abgesehen davon entwickelt sich die Grusel–Story in meinen Augen sehr gut. Alles ist absolut nachvollziehbar, die Gespräche sind alles andere als oberflächlich oder klischeehaft, im Gegenteil! Hut ab! Man erkennt total die Freude des Verfassers beim Schreiben, genauso groß ist der Lesespaß. Klasse Heft!!

erstellt am 02.11.17 17:07
Inhalt:
John wird mit einem Fall konfrontiert, den er als Kind mit seinen Freunden erlebt hat und der sich in der heutigen Zeit zu wiederholen scheint. Dass er besagte Schrecken titelgebend vergessen hat liegt an einer Hypnose, die sein treusorgender Vater veranlasst hatte. In London vor so…. -naja, wieviele Jahre es auch immer her ist, dass John 13 war- verschwinden Kinder. Der Verdacht von Johns Clique fällt auf ein unheimliches Haus und eine gespenstische Frau. Die Kinder gehen der Sache nach und stoßen im Haus auf einen Dimensionsriss. Und nicht alle finden den Weg zurück.
Meinung positiv:
Wofür ich TS hier wirklich loben muss ist sein Stil. Den fand ich phänomenal! Ich weiß nicht, ob es jemand aufgefallen ist, vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, aber der Stil in der Vergangenheit und „heute“ ist unterschiedlich! Die Vergangenheits-Geschichte wird ja aus der Sicht eines 13jährigen erzählt und der hat eine ganz andere Sprache, als der heutige John. Z. B. beginnen Sätze häufig mit „Und…“ oder „Also“. Die Sätze sind auch kürzer und nicht so verschachtelt. Und ich habe das Gefühl, dass auch sich Wörter absichtlich häufiger wiederholen, weil der Wortschatz von Teen-John noch nicht so groß ist, wie von „unserem“ John (z.B. S 51: "…., der Blick verschwommen. Nicht zu verschwommen jedoch. Wir sahen genug. Mehr als genug.“) Also wenn das so geplant war, wovon ich ausgehe, hat er sich meinen Respekt verdient. Vor allem als die Handlung auf „heute“ schwenkt (ab S. 55) und Bumm-Zack: Verlassen wir die Teenager-Sprache und befinden uns wieder in unserem gewohnten TS-JS-deutsch. Alle Achtung!
Dieser Roman lebt, denke ich, von der düsteren Stimmung, die sich immer mehr „zuzieht“ und verdunkelt, bis sie in der anderen Dimension ihren Höhepunkt erreicht.
Sehr schön fand ich auch ein Wiedersehen mit Johns Eltern.
Naja, und ab und zu ein schönes Feuerchen hier und da...
Meinung negativ:
Ja, düstere Stimmung, zu Halloween passend. Aber für mich hat hier (wieder) das völlig übertriebene gefehlt. Ich hätte mich gefreut, noch mehr über diese andere Dimension zu erfahren. So blieb selbst die Bedrohung dort nur recht vage. Leben die Kinder noch? Wo sind sie denn da jetzt genau? (Kommt vielleicht im zweiten Teil????) Richtige Hau-drauf-Prügel-Action, die ich ja liebe, gab es auch nicht. Das wäre für die Jugendlichen auch ein wenig viel gewesen. Sorry TS, du wolltest ja wissen, was du „verkehrt“ gemacht hast. Und so komme ich zu folgendem Fazit:
Fazit:
Ein gruseliger-JS-Halloween Roman. Highlight ist das Eintauchen in Johns Kindheit. Aber für den Verlauf der Serie wohl nicht super-wichtig. Um für sich als Einzel-Abenteuer, bzw. Zweiteiler, eine „Begeisterungs“-Note abzuräumen hat es (vom oben beschriebenen Stilwechel abgesehen) nicht gereicht. 4 von 5 Kürbislaternen. Und das ist ja nun auch nicht schlecht.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 17:11 Uhr bearbeitet)

erstellt am 02.11.17 20:26
Danke für das Lob.
Und natürlich waren die sprachlichen Unterschiede zwischen dem jungen und dem "alten" John Absicht. Ist doch klar, dass ein (unerfahrener) Junge anders wahrnimmt und erzählt als ein erwachsener Geisterjäger. Wenn ich das als Autor nicht wüsste und umsetzen könnte, müsste ich einen anderen Job machen. So viel Kenntnis des Handwerks gehört für mich auch im Heftroman dazu. Es reicht mir nicht, auch als Leser!, die Figuren in sprachlich stupider Manier von einer Gefahr in die nächste zu stürzen.

Ebenso ist ein Zweiteiler für mich nur dann dramaturgisch stimmig aufgebaut, wenn der erste Teil Fragen aufwirft, die der zweite dann beantwortet. Eine Geschichte, die nach 64 Seiten einfach nur unterbrochen und im nächsten Heft schlicht fortgeschrieben wird, finde ich persönlich eher langweilig, in jedem Fall aber einfallslos von Seiten des Autors.

Und der zweite Teil wird dann hoffentlich auch Dein Bedürfnis nach "Übertriebenem" stillen.

erstellt am 03.11.17 16:59
Staehlerner schrieb:
Danke für das Lob.
Und natürlich waren die sprachlichen Unterschiede zwischen dem jungen und dem "alten" John Absicht. Ist doch klar, dass ein (unerfahrener) Junge anders wahrnimmt und erzählt als ein erwachsener Geisterjäger. Wenn ich das als Autor nicht wüsste und umsetzen könnte, müsste ich einen anderen Job machen. So viel Kenntnis des Handwerks gehört für mich auch im Heftroman dazu. Es reicht mir nicht, auch als Leser!, die Figuren in sprachlich stupider Manier von einer Gefahr in die nächste zu stürzen.

Ich fand es geil! Keine Ahnung, ob die anderen das als selbstverständlich und nicht erwähnenswert angesehen haben oder es nicht bemerkt haben. Ich fand es war so auffällig, wie wenn man einen Schalter umlegt. Und das fand ich richtig klasse! Genauso, als ob man zwischen Hochdeutsch und Dialekt von einer Sekunde auf die andere wechseln kann.

Ebenso ist ein Zweiteiler für mich nur dann dramaturgisch stimmig aufgebaut, wenn der erste Teil Fragen aufwirft, die der zweite dann beantwortet. Eine Geschichte, die nach 64 Seiten einfach nur unterbrochen und im nächsten Heft schlicht fortgeschrieben wird, finde ich persönlich eher langweilig, in jedem Fall aber einfallslos von Seiten des Autors.
Auch das habe ich mir so gedacht. Und ja in Klammern auch so geschrieben. Hier im ersten Teil hat mich die andere Dimension nicht unbedingt neugierig gemacht auf Teil 2, sondern eher verwirrt. Das die Aufklärung noch kommt, habe ich gehofft, kann man ja als Leser an der Stelle nicht wissen.... Und ich bewerte ja dieses Heft alleine für sich und nicht noch das, was in Zukunft vielleicht meinen geneigten Leseraugen vorgesetzt wird. Gut, jetzt weiß ich für immer, dass du natürlich nicht einer dieser "einfallslosen" Autoren bist, sondern natürlich den Leser nicht doof sterben lässt. Wie konnte ich nur zweifeln....


Und der zweite Teil wird dann hoffentlich auch Dein Bedürfnis nach "Übertriebenem" stillen.

In der Tat, in der Tat. Aber dazu an passender Stelle mehr!
Vielen Dank für dein Feedback auf mein Feedback.


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