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Thema: 27 Die schwärzeste Nacht
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Antworten zu diesem Thema: 5

 
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erstellt am 16.10.17 14:04
Rafael Marques

Als Wynn aus dem Bus stieg, empfing ihn ein kräftiger Windstoß. Die Luft war nasskalt, und die gesamte Gegend wirkte trostlos. Das Gewerbegebiet mit dem treffenden Namen Life’s End – wohl eine Anspielung auf die hier vorherrschende Trostlosigkeit und die ähnlich benannte Gefängnisinsel, die irgendwo hinter den Nebelbänken lag – hatte eindeutig seine besten Zeiten schon hinter sich.
Normalerweise hätten Wynn keine zehn Pferde an diesen Ort gebracht, der einige Kilometer außerhalb des berüchtigten Hafenviertels lag, in dem er sich mittlerweile auch recht gut auskannte. Allerdings war er nicht aus freien Stücken hier. Jemand wollte sich mit ihm in einer der Lagerhallen treffen – niemand anderes als der Dienstleister Rakk ...

erstellt am 20.11.17 19:41
ich geb 5 von 5 kreuzen. war echt überrascht.
Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
so schnell ging das, Soraya tot, die schwarze Göttin weg, Rakk, arm ab, zack, das Schiff der Toten weg.

bin gespannt wies weiter geht.

erstellt am 22.11.17 16:27
Huch, das ging aber jetzt schnell…
Warum?!, nun ja, das wird die Zukunft zeigen…
Da hat Rafael sogar noch Zeit für Abby gefunden, schon mal den Fall für das nächste Heft anzuleiern…

Während das Licht nach TC zurückkehrte… saßen Abby, Esrath, Rakk, Roger und Wynn am Küchentisch im Baldwin House und stießen mit einer Flasche besten Whiskys auf das erste Jahr DL an…

erstellt am 22.11.17 17:47
Seufz ...

Es ist irgendwie der Wurm in dieser Serie. Bis auf Band 2 war (für mich) kein Band wirklich schlecht. Wie macht das Dark-Land das nur? Ein Top-Roman jagt den nächsten. So auch wieder einmal Band 27, der ebenfalls ein TOP verdient.

erstellt am 24.11.17 18:55
In DL gibt es so einige Big Player. Das Weiße Schiff, der Richter, die Schwarze Göttin. Alles mächtige Wesen, die auch noch zeitgleich und sehr komplex behandelt werden. Mir ist das zu viel, bei den Details verliere ich schon den Überblick. Zum Beispiel wenn es zu mehreren Gegnern ähnliche Dinge gibt, wie mysteriöse Folianten, derer sich ihre Diener bedienen.

So könnte ich über den Ausgang dieses Romans eigentlich dankbar sein. Wie bekämpft man zwei Überwesen, die allein nur schwer zu besiegen sind? Indem man sie aufeinander hetzt. Noch besser, wenn sich beide einen Todeskampf liefern, und am Ende keiner von ihnen überlebt.

Aber die Medaille hat immer zwei Seiten und ich immer was zu bemängeln. Die Thematik wurde für mein Empfinden sehr erzwungen beendet. In einem einzelnen Roman mittendrin, nicht einmal einem Jubiläumsmehrteiler.


Anfangs beschwört Soraja mal eben so mit vier Blutopfern die Schwarze Göttin und wird ebenso kurz von dieser vernichtet.

Der Richter kann eigentlich nur alle Jahre oder Jahrzehnte erscheinen. Dabei wurde er vor wenigen Wochen oder Monaten erst von den Serienhelden zurück geschlagen. Ich dachte, das wäre ein Gesetz. Die Schwarze Göttin geht aber davon aus, dass ihr Gegner durch ihre Beschwörung angelockt wird und das Schlachtfeld betritt. Im Handlungsverlauf wird der komplette Hintergrund des Richters zwar gut erläutert, doch es nimmt ihm das Besondere. Der Anblick des riesigen Schlangenwesens in den Wolken ist bildgewaltig. Im Endeffekt ist nur die Seele eines normalen Mannes in die Hülle eines verstorbenen Wächterwesens eingetaucht und hat es übernommen. Der Richter ist immer noch überaus mächtig, aber in ihm steckt sozusagen nur ein schwächlicher Sterblicher.

Gegen den Richter gibt es ein Wundermittel. Rakk lässt eine magische Wolke in Wynn eindringen, die dem Richter zum Verhängnis werden kann. Und huch, auch gegen die Schwarze Göttin gibt es eine Waffe. Das Blut eines Engels. Was nicht alles in den Katakomben der Trinity Church gelagert ist. Erst ein Artefakt, das mit dem Weißen Schiff in Verbindung steht und jetzt etwas zum nächsten Thema. Leider wird der Stab mit der heiligen Essenz von einem alten Opi geschwungen, der keine echte Kampfkraft hat. So versickert dieser Lösungsansatz im Erdboden.


Wynn, Rakk, Esrath und Sir Roger bilden hier ein spannendes Team. Sir Roger hat seiner Tochter eingeimpft, ja zu Hause zu bleiben, solange der Richter über der Stadt schwebt. Nicht auszudenken, wenn ihr was passieren würde, oder? Ratet mal wer sich natürlich über diese Anweisung hinweg setzt und dann vom Richter geschnappt und entführt wird. Wie unerwartet! Wynns Freundin als Geißel der Wesens. Ja gut, das hat Abby sich selbst zuzuschreiben, hätte ich als Richter auch so gemacht. Möchte ich Rafael nicht zu stark ankreiden, der Ablauf ist für den Leser wenig schockierend, aber kein totaler Blödsinn. Da könnte ich eher die Szene mit Kelly anführen. Als die beiden noch kleine Kinder waren wurde ausgerechnet Abbys beste Freundin vom Richter entführt. Die Seelen werden zufällig von ihm verzehrt. Gerade an jener Kelly ist der Kelch in all der Zeit vorüber gegangen. Als Abby auf dem Richter gefangen ist, sucht Kelly den Kontakt zu Abby. Und wird Sekunden später genau jetzt verschlungen. Es hätte nur noch gefehlt, dass dies der Auslöser ist, damit Abby ganz doll wütend wird und ihre Hexenkräfte in einem emotionalen Ausbruch gegen den Richter aktiviert. Das versucht sie vorher vergeblich. So bleibt es einfach nur eine nervige Szene für mich, die zum Glück keinen großen Einfluss hat.



Zum Finale bekämpfen sich der Richter und die Göttin. Der Schlangenwesen hat sich mit Wynn – der soll immer noch seine Nachfolge antreten – seinen eigenen Tod auf den Rücken geladen. Die Göttin unterliegt gerade, als Wynn die in sich gespeicherte Magie gegen den Richter aktiviert. Im Sterben macht die Göttin nochmal richtig gegen ihren Kontrahenten Druck. Beide vergehen.

Diese Entwicklung finde ich genau richtig. Zwei Themen aus der Serie gestrichen. Jetzt kann sich ganz auf das Mysterium der Nebelgrenze konzentriert werden. Was befindet sich dahinter? Was ist mit dem Weißen Schiff, das von dort aufgetaucht ist? Gibt es einen Weg aus Twilight City? Das interessiert mich. Die Art, wie Schwarze Göttin und Richter mal in einem Abwasch zusammen entsorgt wurden, kann mich nicht begeistern. Das hätte der Autor besser umsetzen können, er hat es doch drauf.

Davon unabhängig punkten andere Sachen wieder total. Das Setting, inklusive der Vergangenheitseinblicke, erinnert mich dieses mal nicht nur an Batmans düsteres Gotham, sondern auch an Harry Potter und die Todesser. Die Charaktere sind echte Typen mit Ecken und Kanten. Da ist jedes Zweckbündnis ein Fest der zwischenmenschlichen Dynamik. Und die mit Text gezeichneten Bilder sind teilweise atemberaubend. Wenn ich DL nicht als klassische Heftromanserie sondern als Kunstprojekt sehen würde, ich könnte mich gewissen Leuten anschließen, die fast jedes mal die Bestnote geben. Da ich die Handlung aber mit einbeziehe klappt das nicht. Dafür schafft DL es bei bestimmten Autoren, den Plot mit den restlichen Bewertungskriterien zu überdecken. Ich muss einfach eine sehr gute Note geben. „The Lesespaß is real“, wie man auf Internetneudeutsch sagen würde.

erstellt am 26.11.17 17:30
Dank dem <<Gleichgewicht>> haben wir hier schon eine mehr als gute Zusammenfassung der gesamten Geschichte…

Vor und Während des Lesen hatte ich ja Sorgen ob das nicht alles ein bisschen zu schnell geht oder viel zu viel für das Heft ist, oder wird es am Ende gar alles zu Kurz abgehandelt?
Völlig unbegründet… Rafael leistet hier eine Wahnsinnsleistung für DL (wenn man sich überlegt das er genau so hart für JS schuftet, Hut ab) und dabei bekomme ich das Gefühl, das es selbst ihm nicht schnell genug geht uns von neuen Abenteuern zu berichten…

Fasziniert hat mich vor allem der wechselnde Blickwinkel und die Sichtweise der verschiedenen Protagonisten die beim Lesen herrlich herüberkamen… vor allem von Seiten der Kirche war für mich das überragende Element… zBsp. <<Während er auf die sündigen Hafenkneipen und das Meer blickte>> Einfach nur stark…

Natürlich schafft er es genau so perfekt die Neugierde anzuheizen… Als es während dem Gespräch mit dem Richter um die Welt außerhalb von TC geht ist natürlich genau an dieser Stelle Schluss…
Von der Rede am Ende das er damit Tod und Verderben Tür und Tor öffnet ganz zu schweigen…

Selbst das der <<Fänger>> schon hier durch die Ermittlung durch Abby eine Rolle spielt wird wohl selbst durch die Vorschau auf das nächste Heft nicht viel bringen… den wie der Name Tabea schon vermuten lässt ist es wohl eine Hexe in der Vergangenheit, und wenn die in die Zukunft blickt wird es wohl nur die sein die wir schon kennen oder gerade erleben… (zumindest meine Vermutung) Schade, oder

Alleine das Thema Vergangenheit von TC und dem was jetzt alles Aktuell folgt, was das betrifft bin ich der Meinung das das ein so weites Feld ist was uns über Jahre, oder zumindest eine lange Zeit unterhalten könnte… Was für eine Welt… Ok, ich träume gerade ein wenig…

Was aus dem Sehr Gut ein TOP werden lässt ist in diesem Heft trotz der knackigen Geschichte die Liebe zum Detail…
zBsp.: Zitat:

<<Auf dem Gelände der alten Kohlefabrik herrschte zu dieser Tageszeit eine geradezu gespenstische Stille. Sanfte Nebelschwaden krochen über den ausgetrockneten Boden und strichen über die dunklen, von vertrockneten Efeuranken überwucherten Fassaden der düsteren Ruine hinweg. Wie ein Mahnmal vergangener Zeiten stand sie mitten in der Landschaft>>

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