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Thema: 2053 - Fahr zur Hölle, Sinclair!
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Antworten zu diesem Thema: 31

 


erstellt am 17.11.17 16:35
Wenn stimmt was ich vermute bin ich auf Eure Meinungen gespannt
Werde meinen Senf auch dazu äußern
Und da danach 3 Jason Dark Romane hintereinander anstehen
werde ich mir wohl ne Lesepause gönnen und das Ganze auf mich wirken lassen
Übrigens die Leserstory im Heft hat mir ausgesprochen gut gefallen!
Da vermisst wohl jemand Sheila

erstellt am 17.11.17 22:25
Was ist nur mit Bill Conolly los? Im letzten Band hat er wenigstens noch den Gedanke abgeschüttelt, Jane zu töten. Sie bewusstlos zu machen, damit sie ihm nicht im Weg steht, hat gereicht. Auch das war mir schon zu viel. Und jetzt dreht Bill völlig durch. Ich konnte keinen eindeutigen Hinweis darauf entdecken, dass Bill magisch manipuliert wurde. Bis jetzt sieht es eher so aus, als wäre er schlichtweg durchgedreht. Als würde er medizinisch den Verstand verlieren. Erst will er Jane töten, dann ist er bereit Polizisten zu schießen und schließlich folgt der den Horror-Reitern. Es ist durchaus denkbar, dass Florian in Teil 3 noch eine Erklärung dafür liefert. Ich bin gespannt, ob die hieb- und stichfest ist. Sollte Bill doch manipuliert worden sein, stellt sich mir zum Beispiel die Frage, wieso Nadine dann tatsächlich auf seinen Ruf hin den Übergang nach Avalon öffnet. Sie ist die Hüterin dieses heiligen Ortes und wäre dämlich Bittsteller nicht auf den Keim des Bösen zu scannen. Wenn die Hölle nach Aibon nun auch noch Avalon mit einem fiesen Trick infizieren will würde mich das nicht überraschen. Je mehr ich von der Bill-Handlung lese, desto skeptischer werde ich, ob Florian das für mich zu einem runden Abschluss bringen kann.

Davon abgesehen ist das ein rasanter und gut geschriebener Plot. Nur bei einer Sache muss ich noch Widerworte geben.

„Und auf einmal fand man sie [Jane] mit einer mittelschweren Gehirnerschütterung und einer leichten Unterkühlung auf jenem Friedhof, auf dem Sheila Conolly beerdigt worden war? Das mochte alles Mögliche sein, aber gewiss kein Zufall!“

Doch, das ist ein riesengroßer Zufall, der Jane ganz knapp das Leben rettet. Genau jetzt entschließen sich zwei Polizisten auf Streife, mal spontan sich auf dem Friedhof umzuschauen. Obwohl es keinen Grund dafür gibt. Im Gegenteil, das Gelände wird von einem Friedhofswächter bewacht, eigentlich ist schon dafür gesorgt, dass hier nichts passiert. Entgegen Bills Vermutung hat Sir James die beiden nicht dorthin beordert. Erst danach leitet er mit der Großfahndung weitere Schritte ein. Es hätte mir sogar besser gefallen wenn Jane tatsächlich vor dem Friedhofsgelände Verstärkung angefordert hätte. Es wäre immer noch seltsam gewesen, dass sie so sehr auf ihr Bauchgefühl vertraut und damit goldrichtig liegt. Aber weit weniger unlogisch als diese Deus Ex Machina Szene.


In Peelham gibt es mit Suko eine ähnliche Szene. Der Chinese will so schnell wie möglich heraus finden, was mit John los ist und eilt durch den Ort. Als er einen Schrei vernimmt, geht er zuerst dem nach. Kommt aber zu spät. Schade, da kann man nichts mehr machen. Also weiter, um vielleicht noch seinen Freund zu retten? Die Zeit drängt! Nein, Suko nimmt die die wertvollen Minuten, den Toten aus der Sickergrube zu ziehen. Was soll das? Und warum eigentlich? Eine würdige Totenruhe oder sowas wäre eine unsinnige Erklärung gewesen, aber besser als keine Erklärung. Doch Suko lässt den übel zugerichteten Kerl einfach liegen, hat nicht mal ein kurzes Gebet für ihn übrig. Die ganze Situation dient nur dazu, dass das Kreuz nicht verloren geht.

Einem fähigen Autor wie Florian kann ich das nicht durchgehen lassen. Würde ich auch keinem anderen Autor, aber bei diesem fällt es besonders auf. Ich bin mir sicher, Florian hätte sowohl Janes Tod als auch den Verlust des Kreuzes anders verhindern können. Das macht einen spannend geschriebenen Roman nicht direkt schlecht, verhindert aber eine Topnote, die sonst durchaus drin gewesen wäre.


Bei John in der Hölle ist dann natürlich nichts unlogisch. Das liegt an der Situation. Schutzlos an so einem Ort hätte ich sogar türkis-orange Pinguinratten mit einer Aura des Entsetzens nicht angekreidet. Es ist auffällig, dass der Geisterjäger bei so offensichtlichen Illusionen zweifelt und schwach wird. Aber nur aus Lesersicht mit klaren Gedanken in der warmen Bude bei einem Tässchen Tee. Für den armen John sieht die Sache ganz anders aus.





Wenn ich meine Zufriedenheit mit dem ersten Teil vergleiche kann ich nur ein Gut vergeben. Ein klassischer Brückenteil. Für Bill der Weg von London nach Glastonbury. Für Suko der Weg von Peelham in die Hölle. Und für John der Weg vom Kampf zum Aufgeben. Die Geschichte hat mir Spaß gemacht, aber mir sind diese zwei Dinge aufgefallen. Und Bill mochte ich bisher so überhaupt gar nicht, ich bin extrem auf die Erklärung gespannt.

erstellt am 18.11.17 15:03
Ratz 64 schrieb:
Übrigens die Leserstory im Heft hat mir ausgesprochen gut gefallen!
Da vermisst wohl jemand Sheila

Danke! Auch als Leserin muss man das ganze ja irgendwie verarbeiten. Und da ich immer noch nicht ins Heft springen kann, muss ich Bill doch mal von "Außen" igendwie in den Arm nehmen und Mut zusprechen.

erstellt am 18.11.17 15:17
Das Gleichgewicht schrieb:
„Und auf einmal fand man sie [Jane] mit einer mittelschweren Gehirnerschütterung und einer leichten Unterkühlung auf jenem Friedhof, auf dem Sheila Conolly beerdigt worden war? Das mochte alles Mögliche sein, aber gewiss kein Zufall!“

Doch, das ist ein riesengroßer Zufall, der Jane ganz knapp das Leben rettet. Genau jetzt entschließen sich zwei Polizisten auf Streife, mal spontan sich auf dem Friedhof umzuschauen. Obwohl es keinen Grund dafür gibt.

GG, machmal habe ich das Gefühl, Flo ist nicht ausgelastet damit einen Roman zu schreiben und schreibt einfach zwei Versionen: Einen schlechten für dich und einen geilen für mich.
Diesen Satz z. B. habe ich so verstanden, dass sich der "kein Zufall sein" darauf bezog, dass die vor Sheilas Grab lag und nicht, dass da zwei Polizisten auftauchen. Wo die herkommen? Vielleicht hat ja jemand die Schüsse der Ghoul-Vernichtung gehört und die Polizei gerufen? So würde ich mir das erklären. Hat mein Gehirn jetzt aber auch nicht hinterfragt.

erstellt am 18.11.17 15:23
By the way, ob der Ghoul von der Stadt- und Friedhofsverwaltung offziell angestellter Friedhofswärter war, wage ich doch stark zu bezweifeln. Bei dem Bewerbungsgespräch hätte ich gern mal Mäuschen gespielt. Und die ganze Kohle, die der jeden Monat dafür einstreicht! In bar? Hatte der ein Konto? Wohl eher nicht, GG! Das erzählt der doch nur, damit sich keiner wundert, was der Typ mitten in der Nacht auf dem Friedhof verloren hat.

erstellt am 18.11.17 15:24
Bitte!
Dann bin ich mal gespannt was Du zum
nächsten Heft sagen wirst

erstellt am 18.11.17 16:53
Ratz 64 schrieb:
Bitte!
Dann bin ich mal gespannt was Du zum
nächsten Heft sagen wirst

Bin ich auch! Nach deiner Ankündigung erst recht.

erstellt am 18.11.17 16:59
Conolly-Fluch Teil 2
Inhalt:
Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?

John wird in die Hölle geschleudert. Höllenkreuz, Matthias. Qualvolle Qualen, Schmerz und Verzweiflung, Tränen. Hölle eben.
Suko kommt in Peelham an, wo er John verpasst hat. Action, KdFs, ziemlich eklige Brühe, am Ende Beelzebub mit einem unmoralischen Angebot. Aber er darf dann endlich wieder an die Seite seines Freundes aufschließen. Wo ihn Johns Anblick nach Matthias „Behandlung“ auch erstmal zum Heulen bringt. Hölle.
Und Bill mit Sheila unterwegs. Aber nicht wie früher ins Theater oder Kino, sondern nach Glastonbury.

Meinung negativ:
Ich glaube, ich fange mal anders rum an. Vielleicht auch angenehmer für den Herrn Autor, wenn es positiv ausklingt.
Mir waren die Höllenszenen etwas zu lang. Ich war vom Vorgänger-Band auf die Bill-Story „angefixt“ und musste ja ziemlich lange warten, bis ich den weiterlesen konnte. (Von S. 8-39!).
Es wird auch ganz schön viel geheult. (Gut, da macht ja die Kurzgeschichte keine Ausnahme….) Überhaupt ist unser Held ja ziemlich fertig. Also entweder setzt nächste Woche die Wunderheilung ein, oder er kann sich erst mal zu Jane ins Krankenhaus legen. Ich hoffe ja eher auf Wunderheilung. Alles nur Höllen-Qual-Show.
Meinung positiv:
Also wenn IRH eins gut kann, dann ist es „Angst“ zu beschreiben, das fand ich auch schon in Gegenwart von Lykaon super! Die Qualen, die John hier durchsteht im Angesicht von Luzifer, Höllenkreuz, Matthias und Eltern kann man absolut nachvollziehen. Da habe ich richtig mitgelitten. Ganz großes Kino. Gerade Seite 43/44/+45 mit Suko. Oder wie John anfängt, seine Freunde zu hassen. (S. 9/10).
Wunderbar fand ich auch, dass bei einem so „dunklen“ Heft (John in der Hölle) doch immer noch irgendwo Platz ist, für den ein oder anderen humorigen Satz. So empfand ich es jedenfalls. Für mich ganz toll, dass ich mich seitenlang frage, wie man denn jetzt das Kreuz wieder aus der ekligen Gülle bekommt. Und dann wird quasi im Nebensatz einfach ein Kescher geholt (S 53). Joa, so geht`s auch. Genau das ist für auch mich JS. Im allergrößten Drama doch immer noch mal ein Augenzwinkern.
Gut fand ich, dass Sheila nicht verwest war. Das wäre mir zu heftig gewesen.
Gut fand ich auch, dass Matthias sich nicht mit Silberkugeln töten ließ. Das wäre mir nach all den Jahren doch zu einfach gewesen.
Fazit:
Wenn ich ehrlich bin, war ich letzte Woche noch ein bisschen fassungsloser im Hinblick auf Bills Vorhaben. Für mich immer noch super, aber nicht ganz so gut wie letzte Woche. Aber annähernd. 4,5 von 5 Höllenkreuzen.
Ganz kleinen, miesen Seitenhieb habe ich noch. Beim Lesen ging mir an einigen Stellen immer der olle Wolle Petry durch den Kopf… („Wahnsinn…Hölle, Hölle, Hölle!“). Was irgendwie nicht gepasst hat und von meinem Gehirn nur durch Schwerstarbeit ignoriert werden konnte. Und so auch bestimmt nicht geplant war. Seltsam, welche Assoziationen sich manchmal aufdrängen.

erstellt am 18.11.17 19:58
Jetzt hat es klick gemacht… Bill ist nach einem Jahr auf Blonden Entzug!
Deswegen ist er so sauer auf Jane (da sie ja lieber mit John…), das er ihr mit der Schaufel einen Überbrät…
Zumindest wäre das eine menschliche, äähhhh… männliche Erklärung und macht mir Bill sein Verhalten ein wenig erträglicher…

Spaß beiseite… jetzt mal wieder auf Teil 2 umschalten…

Was für eine starke Geschichte, die dunkle Seite drängt nach vorn… (Dieses Heft ist der Thematik wegen einfach unübertroffen… John vor dem Höllenkreuz, wie ihm die Meinung gesagt wird, wirklich oder unwirklich, einfach absolut das beste für mich!!!)

Was zum Teufel ist nur in der Hölle los…

Da wäre zum ersten Bill sein unorthodoxes Verhalten seit dem Friedhofsbesuch in Teil 1, wo inzwischen fast klar sein muss das es nicht mit rechten Dingen zu geht… Spätestens nach dem Eingreifen der zwei Horror-Reiter (müssten es nicht eigentlich immer alle vier sein?) ist klar das hier mehr laufen muss…
Der Spuk schickt sie ja eigentlich nur los, wenn er Gefahr für sich sieht…

Zum zweiten Tritt Asmodis selbst auf den Plan und schickt John in die Hölle, das er das dort Matthias managen lässt ist aber wahrscheinlich ein absehbarer Fehler…

Und zum dritten soll Suko Beelzebub beistehen…

Die Dreieinigkeit des absolut Bösen, Luzifer ist sich nicht mehr grün… und der Spuk mischt am Ende vielleicht auch noch mit, Herrlich!
Dieses Heft macht nach dem letzten noch mal einen Quantensprung nach Oben und legt die Meßlatte sehr hoch… Aber so gefällt mir das und so freu ich mich jetzt wie wild auf den Dritten Teil…

erstellt am 19.11.17 12:10
leni schrieb:
By the way, ob der Ghoul von der Stadt- und Friedhofsverwaltung offziell angestellter Friedhofswärter war, wage ich doch stark zu bezweifeln. Bei dem Bewerbungsgespräch hätte ich gern mal Mäuschen gespielt. Und die ganze Kohle, die der jeden Monat dafür einstreicht! In bar? Hatte der ein Konto? Wohl eher nicht, GG! Das erzählt der doch nur, damit sich keiner wundert, was der Typ mitten in der Nacht auf dem Friedhof verloren hat.


Doch, ich würde es für durchaus denkbar halten, dass er ein normales Leben führt. Mit Konto und allem drum und dran. Gerade Ghoule leben bei JS seit jeher gut getarnt unter den normalen Menschen. Bei Dark ist das regelmäßig so gewesen. Nachbarn haben dann oft ausgesagt, dass sie gestunken haben oder stark schwitzten.


Das mit dem "jemand hat den Schuss gehört und die Polizei gerufen" habe ich mittlerweile auch eingesehen.
Ist dann aber ziemlicher Zufall, wieder. Nicht nur dass genau beim Schuss jemand in der Nähe vorbei gelaufen ist, auch dass die Streifenpolizisten auf die Minute genau eintreffen.


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