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Thema: 2061 - Einmal Hölle und zurück
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erstellt am 08.01.18 19:18
http://www.bastei.de/imgs/506968295_586d69163e.jpg

Geschrieben von Jason Dark

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
Shao hatte sich mit einer Bekannten getroffen, und die hatte eine furchtbare Nachricht für Sukos Freundin: „Ich werde bald sterben!“
Das tat sie auch – direkt vor Shaos Augen verbrannte sie zu Asche! Vorher hatte sie noch verraten, dass sie mit der Londoner U-Bahn gefahren war – und zwar direkt in die Hölle!
Mein Freund und Partner Suko und ich wollten der Sache natürlich auf den Grund gehen. Und so lösten auch wir ein Ticket zur Hölle und zurück! Doch ob es für uns wirklich ein Zurück geben würde, war fraglich, denn am Ziel der Fahrt erwartete mich mein größter Feind!


ich geb höchstens 2 von 5 kreuzen, eher weniger. gar nicht so lange her, da hat Jason einen roman gehabt, wo es auch mit nem zug in die hölle ging. schaut euch das bild an. ist interessanter wie das, was im roman passiert.

erstellt am 02.02.18 18:25
Eigentlich hätte ich das Heft schon in der ersten Hälfte des Textes in die Ecke knallen können. Der Roman beginnt mit Menschen, die ganz normal mit der U-Bahn fahren und zufällig in einer höllischen Zwischenstation landen, wo sie mit Höllenfeuer infiziert werden und später verbrennen. Und nach der ersten Hälfte sind es plötzlich machthungrige Leute die gezielt in die Bahn steigen, um in der Höllenstation ihre Seele gegen die stärkende Macht des Höllenfeuers einzutauschen. Aus den armen Opfern werden wissende Täter. Auch die Beschreibung der Station von Shaos Freundin am Anfang ist anders als das, was die Geisterjäger später am eigenen Leib erfahren.

Ich hatte echt keinen Bock mehr, weil Dark erneut auf unbegreifliche Weise die Handlung mit einem harten Bruch verändert. Trotzdem habe ich weiter tapfer weiter gelesen.

Suko und Shao bei ihren Nachforschungen geht ja noch, aber bei John hat der Altmeister es sich extrem einfach gemacht. Cathy spürt, dass sie gleich verbrennen wird. Statt jetzt endlich mal auf Shaos gezielte Frage, mit welcher Bahn sie gefahren ist, einzugehen, labert sie lieber irgendwelches unwichtige Zeug, bis sie stirbt. John hat also keinerlei Anhaltspunkt, wie man zur Höllenstation kommt. Er steuert zufällig verschiedene U-Bahn-Stationen an und stellt sich einfach zu ankommenden und abfahrenden Zügen ans Gleis. Direkt bei der zweiten Station hat er Glück und sein Kreuz erwärmt sich. Der Auslöser wird erwischt und erzählt John bereitwillig alles wichtige.

Auch da weiß Dark nicht was er will. Handelt es sich um vom Teufel gebrandmarkte Menschen, um bewusst höllisch beeinflusste Menschen oder um reinrassige Dämonen? Es ist gerade so, wie er es für die Handlung braucht und wird nach belieben verändert.

Da John nun also alle Antworten in die Arme gelaufen sind muss er nur mit Suko in die Bahn steigen und dann zusammen mit den Teufelsfreunden an der schwarzmagischen Station aussteigen. Die beiden trennen sich. Jeder bekommt elend lange zähe Dialogszenen. John darf sich wieder einmal mit seinem Freund Asmodis unterhalten. Suko mit einem der Höllischen. Dann sind die letzten Seiten erreicht und John kann kurz die Kreuzformel aktivieren. Fertig, gerade rechtzeitig zur Mittagspause.


Das war abermals frustrierendes Durcharbeiten. Die Dialoge habe ich vor allem am Ende schnell weg gelesen. Wenn Asmodis oder einer seiner Sympathisanten so reden wie Smalltalk beim Friseur über das Wetter, kann ich sie einfach nicht ernst nehmen. Am schlimmsten war für mich, dass Dark sich nicht einmal an einfachste Grundkonzepte der Handlung halten kann oder es ihm egal ist. Die sehr schlechte Wertung hat er sich verdient.

erstellt am 02.02.18 20:44
So schlecht fand ich ihn dann doch nicht... War zwar nun nicht so "der Hammer" wie Dark es allzu gern erwähnt, aber inzwischen weiß ich ja so ungefähr was mich erwartet...

Das Altherrengespräch zwischen Asmodis und John hatte für mich schon ein etwas eigentümliches Flair... (Tust du mir nichts, dann tue ich dir auch nix)
Laberitis, genau wie erwähnt... Lustig fand ich ja in dem Zusammenhang den dezenten Hinweis auf die moderne Bahn... das mit die auf´s Handy starrenden Jugendlichen ist dagegen wohl schon sowas wie ein Kalauer...

Eine Stelle lies mich sogar grinsen...

Der Schuh, da steckt ein Fuß drin, an dem ein Bein oder Körper... naja so oder so ähnlich...

erstellt am 11.02.18 11:51
Zunächst einmal heißt es HERR Dark, oder Jason, oder Jason Dark - so viel Zeit muss sein! Nein, Spaß beiseite... Vor mehreren Bänden schon festgestellt: Jason Dark schreibt seine Romane neuerdings in der Lesergegenwart, wohl auf Bitte oder Druck der Redaktion und Co-Autoren. Vernünftig, so kann es weniger haareraufende Fußnoten-Widersprüche geben, wie sie seit Band 2000 oftmals auftauchten. Obwohl ich das chronologische Einfädeln seiner zeitlich zurückliegenden Handlungen anhand meiner Checkliste echt vermisse...aber das ist eben der Preis, wenn man sich mehr chronologische Logik wünscht. Kann es sein, dass seine ersten Lesergegenwart-Texte vom Lektorat an diese Handlungszeit angepasst wurden? Wenn ja, dann nicht hundertprozentig, denn zwischen den Zeilen schimmerte doch der Sommer durch, zu welchem Zeitpunkt Herr Dark die Romane (Bd. 2056/57) wohl geschrieben hat. Wahrscheinlich muss man sich einfach nur dran gewöhnen, fiktives Wetter zu beschreiben, blöd nur, wenn dann in der Lesergegenwart gänzlich anderes Wetter herrscht, aber damit muss man wohl oder übel leben, bei PZ ja eigentlich schon immer. Jetzt also auch bei JS -schnief! Überzeugt mich nicht vollends, aber muss ich wohl akzeptieren. Bei so einer Vorgehensweise kann man natürlich nicht auf aktuelles Weltgeschehen eingehen, wie z.B. Nine-Eleven oder schreckliche Bombenanschläge vor Jahren in London. Alles hat Herr Dark umgehend in seinen Romanen erwähnt, was ich für realistisch halte, weil JS ja doch in unserem Universum spielt. Die Erwähnung aktuellen Weltgeschehens in den Texten belegen diese meine Behauptung. Nur mit der Lesergegenwarts-Vorgehensweise ist dies insofern nicht mehr möglich. Fiktives Beispiel: Noch ein schrecklicher Terroranschlag jetzt Mitte Februar 2018 in London - kann immer passieren! Zeitgleich erscheinender JS-Text spielt zur selben Zeit in London, wurde aber drei Monate zuvor verfasst, Autoren sind keine Hellseher, also spaziert John gemütlich durch London ohne o. g. Terroranschlag. Und vielleicht drei Monate später erscheint ein Heft, in dem erzählt wird: Ach, was war das doch für ein schrecklicher Anschlag! Unglaubwürdig, das Ganze.
Leider ist das Kind in den Brunnen gefallen, diese von PZ abgeguckte Lesergegenwart wird bleiben, natürlich lese ich die Romane (gerade die der Co-Autoren) wirklich gerne und bevorzugt, aber einverstanden bin mit dem "Schreiben für eine zukünftige Zeit" nicht wirklich. Wenn sich die Co-Autoren an Jason Darks Autoren-Gegenwart angepasst hätten, das wäre für mich im Hinblick auf die sofortige Einbindung aktueller einschneidender Ereignisse wesentlich vernünftiger gewesen.
Zum Band "Einmal Hölle und zurück": Das Ärgerlichste ist einmal mehr, dass es Jason in letzter Zeit an Fantasie mangelt, alle Details des Titelbildes in den Roman einzubauen. Tolle brennende Gestalten, die da auf dem Titelbild herumlaufen, Potential für eine tolle Handlung, doch so werden sie im Text nicht mal annähernd beschrieben -sehr sehr schade! Und der letzte Absatz des Romanes wurde ja wohl eindeutig vom Lektorat oder einem Co-Autoren geschrieben, um von Jason Dark ungelöste Fragen wenigstens mal anzusprechen. Gute Idee! Wozu ist das Lektorat da? U.a. genau, um solche unerledigten Dinge zu regeln...

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