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Thema: 34 Spiel des Schicksals
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Antworten zu diesem Thema: 3

 
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erstellt am 03.02.18 07:27
Rafael Marques

Mogreds Augen leuchteten auf. Aus den tiefschwarzen Pupillen des Dämons sickerte ein schwacher, düsterer Schein. Seine Sinne waren stets aufs Äußerste gespannt. Deshalb war ihm auch nicht entgangen, dass sich eine Person dem Gebäude näherte.

Eigentlich hätte er gar nicht aufstehen müssen, um zu erfahren, wer es war. Der Ankömmling verströmte eine ihm nur allzu bekannte Aura. Trotzdem tat er es. Er wollte die Botschaft so früh wie möglich erhalten.

Die überlangen, fast skelettierten Finger des Dämons legten sich auf die Lehnen des alten Sessels. Goldene Totenschädel verzierten ihn. Als seine Hände sie berührten, glühten die leeren Augenhöhlen auf. Damit entsandten sie ein magisches Signal an seinen Meister. Er hatte bereits vorausgesagt, dass heute etwas Entscheidendes passieren würde ...

erstellt am 02.03.18 08:40
Nur mal so am Rande erwähnt… Tentakelalarm… Ich bekomm einen Schreianfall

Knallt mir doch Rafael nicht nur einen Tentakel vor die Nase sondern gleich ein ganzes Gebäude als Tentakelmonster… Zum Glück für mich fackelt er aber nicht lange und brennt es gleich wieder ab… Am Ende war ich aber nicht nur deswegen Feuer und Flamme…

Wie das Schicksal eben so spielt

Nachdem unsere drei Helden Bella, Clay und Kajahn in der neuen Welt angekommen sind und sich in Richtung Sgoth aufmachen lernen sie neue Freunde und natürlich auch Feinde kennen… Am Ende stellt sich heraus das sie nicht nur Spielball herrschender Kräfte sind, sondern auch benutzt werden um zu erfahren ob die weißen Herrscher gut in TC angekommen sind… Am Ende der Geschichte sind es nur noch zwei Helden… Jawohl, sobald Gefühle ins Spiel kommen wird es haarig…

Genau das ist aber am Ende der Punkt was mich die Geschichte mit einem Sehr Gut bewerten lässt…

Vielschichtiger Horror, vom Meister abgeschaut… Völlig legitim in meinen Augen, macht mich wieder richtig schön Neugierig auf das kommende… Danke!

erstellt am 05.03.18 18:39
In TC wüten die Dämonen oder entwickeln einen Plan. Und alle relevanten Hauptfiguren sind verhindert. Ich hoffe ja, dass in der Stadt die Zeit weiter läuft, auch wenn die Handlung in anderen Welten spielt.

Bella, Kajahn und Clay gelangen durch den Nebel in eine Art Western-Dimension. Damals habe ich mich beschwert, dass ständig neue Stadtviertel und Dämonenarten in TC eingeführt werden und das nicht so richtig passt. Also einfach ein komplett neues Gebiet einführen, wo man sich wieder ungestraft austoben kann. Natürlich ist Sgoth mit seinen ganz eigenen Kreaturen bevölkert und hat abseits vom bekannten Westernstil ganz eigene dämonische Seltsamkeiten. Das erinnert mich ein wenig an Westworld. Folgen bald weitere „Themendimensionen“? TC selbst orientiert sich auch stark an einem bekannten Stil, den ich am besten mit dem Film Noir Genre vergleichen würde.

Wie dem auch sei. Ganz klassisch sind die Helden kaum angekommen, schon stolpern sie unfreiwillig in den ersten Ärger, damit sich eine Handlung entwickelt. Bella legt sich mit einer berüchtigten Banditenbande an. Es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung, aber der Hauptplot ist ein anderer. Erst am Ende des Bandes werden die Banditen als Cliffhanger wieder wichtig.

Eigentlich will das Polizeitrio mehr über die Weißen Herrscher herausfinden, um sie zurück in TC effektiv bekämpfen zu können. Dabei laufen sie bewusst in die Falle des Stadthalters, den die Dämonen hier zurück gelassen haben. Eine mysteriöse Figur, die nicht direkt angreift, sondern durch fiese Kartenmagie jeden Protagonisten mit seinen oder ihren persönlichen Ängsten und Familienproblemen konfrontiert. Glücklicher Weise gibt es zeitgleich eine Rebellion der unterdrückten Rattenmenschen, die das Ritual stören und den Helden so die Möglichkeit geben, die Scharade zu durchschauen und sich gegenseitig aus den Illusionen zu helfen.

Gemeinsam mit den Ratten wird mit den Bösewichten aufgeräumt. Die Szene mit Clay Billings möchte ich als größten Kritikpunkt hervorheben, weil sie mir zu abgedroschen ist. Er hat sich Bella gegenüber immer arschig verhalten. Gerade jetzt ist ihm aber in seiner Illusion bewusst geworden, dass er sie eigentlich liebt. Ganz frisch mit dieser Erkenntnis versehen rettet er ihr das Leben und opfert sich selbst. Indem er sich schützend vor sie wirft. Obligatorisch nicht ohne den langgezogenen Schrei von Bella, fehlt nur noch ein Autorenkommentar, dass man sich diese heldenhafte Aktion bitte in Zeitlupe vorstellen soll.

Und ein kleiner Gedanke noch. Die drei Ermittler sind völlig spontan hierher aufgebrochen. Eigentlich hatten sie nur einen Einsatz im Hafen von TC. Auf so eine Reise haben sie sich nicht vorbereitet. Also müsste ihnen bald die Pistolenmunition ausgehen. Bis zum Ende dieses Romans reicht sie noch. Während die Ratten ihre Patronen schon nach einem kurzen Schussgefecht aufgebraucht haben, was auch erwähnt wird. Rafael Marques als begabter Heftromanautor soll bitte nicht den üblichen Fehler stumpfsinniger Popcorn-Actionfilme begehen.



Die ganze Idee, die Handlung vom düsteren TC in eine andere Dimension zu verlagern, stößt bei mir nicht gerade auf viel Gegenliebe. Kommt aber auch darauf an, wie lange der Aufenthalt ist und wie viele andere Welten folgen. Wenn das so übertrieben wie bei MX ab der 400 mit den Alienwelten wird, wird mir das Kopfzerbrechen bereiten, wie ich damit umgehe und was für Konsequenzen ich ziehe.

Davon abgesehen wurde ich aber prima unterhalten. Ich gebe es ungern zu, dass ich trotz meiner Kritik schwach geworden bin. Einerseits will ich prinzipiell nicht mehr von Sgoth lesen, andererseits hat Rafael das so hervorragend geschrieben und unterhaltsam erzählt, dass ich mehr davon möchte. Sehr gut, da sieht man mal, dass man zwischen Autorenschreibe und Serienkonzeption unterscheiden muss.

erstellt am 05.03.18 19:56
Das Gleichgewicht schrieb:

fehlt nur noch ein Autorenkommentar, dass man sich diese heldenhafte Aktion bitte in Zeitlupe vorstellen soll.


Klasse,

Es braucht manchmal nur einen kleinen Stupser...

Sofort muss ich an Karl Gabel denken... wo er im Raumanzug auf der Außenhaut des Raumschiff´s schweißt... und im Vordergrund steht ein Schild mit dem Text << Warnung an alle Leser: Nicht in die Flamme sehen!

Diese Stelle im Comic ist regelrecht im Gehirn eingebrannt und wird in solchen Momenten frei gelassen...

Danke, Danke...

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