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Thema: PZ 1139 - Rabendämmerung
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erstellt am 03.02.18 13:10
Handlung : Motiviert durch einen Alptraum von Nicole , reisen Zamorra und Nicole nach Wales. Tatsächlich werden hier , in einem Waldstück , Menschen gejagt. Auch Gryf taucht auf und beteiligt sich am Kampf. Das ganze entpuppt sich als Falle von Arawn. So geraten die Dämonenjäger in Arawns Gewalt. Schlimmer noch: Nicole setzt Zamorra selbst , per Blasterschuß außer Gefecht.Zamorra und Gryf kommen in Arawans Kerker in Annwn , wieder zu sich. Ein Gespräch mit Arawn öffnet Zamorra die Augen. Nicole hatte um Branwen zu helfen , ihre Silberkette im Tausch gegen das silberne Herz, in der Grotte des Llyr gelassen. Diese Kette hat Arawn an sie gebracht und dadurch immer mehr Macht über Nicole erlangt. Nun ist auch Nicole , Arawns willenlose Dienerin. Auch Gryf bemüht sich vergeblich , Branwen auf seine Seite zu ziehen. Branwen ist mittlerweile , Königin von Annwn , und herrscht nun gemeinsam , mit ihrem Gemahl Arawn. Da im Kerker ihre Kräfte nicht wirken , fassen Zamorra und Gryf , einen Plan zu Flucht , der aber von Arawn vereitelt wird. Der rachsüchtige König verurteilt , sie daraufhin zum Tode. Ihre Henker sollen ausgerechnet , Nicole und Branwen sein.

Meinung : Ein Roman von Anika Klüver , mit dem sie ihre Trilogie über die Anderswelt zu Ende bringt. Am Ende ist es eine traurige Lösung , die den Leser in ihren Bann zieht. Auch der Roman selbst ist einwandfrei und sauber geschrieben. Er weist ebenfalls kaum Rechtschreibfehler auf. Am Ende waren es drei. Aufgeklärt wird in diesem Roman auch , der kleine fortlaufende Handlungsstrang , um Nicoles zunehmende Launenhaftigkeit. Im Grunde bin ich eigentlich kein Freund , von sprechenden Raben. Aber in Zusammenhang mit der Anderswelt, passen sie einfach ins Geschehen. Zudem spielen sie ja auch , eine entscheidende Schlüsselrolle. Ich begrüße es ausdrücklich , das Anika mit diesem Roman , die Geschichte um Branwen und die Anderswelt , zum Abschluß gebracht hat. Ein unendliches Hin und Her , hätte der Geschichte auf Dauer geschadet. Für diesen Roman , gebe ich insgesamt , eine verdiente Note 1 = Sehr Gut ( 5 von 5 Kreuze )

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:11 Uhr bearbeitet)

erstellt am 04.02.18 11:47
Was mir ebenfals sehr gut gefallen hatte , war das Anika auf Langatmige Rückblenden verzichtet hatte. Diese waren knapp gefasst , was der Handlung zu Gute kam.

erstellt am 12.02.18 19:04
Was soll ich sagen? Ein weiterer Andersweltroman von Anika Klüver. Meine Schwachstelle. Ich versuche trotzdem kritisch auf das Heft zu schauen und es sind auch einige Dinge erwähnenswert. Aber wie immer hatte ich sehr viel Spaß mit der Geschichte und konnte sie von vorn bis hinten genießen.

Dieses mal steht alles im Zeichen des Halsschmuckes.

Arawn ist im Besitz einer Kette, die Nicoles Verbundenheit und Liebe zu Zamorra symbolisiert. Wie erwartet wirkt die Magie und Nicole wird ihrem Partner gegenüber immer abweisender. Bis es hier seinen Höhepunkt erreicht. Ich gehe soweit noch mit, dass sie schließlich komplett emotionslos agiert und Zamorra sogar mit dem Blaster beschießt. Das heißt aber nur, dass sie keine Gefühle für den Professor mehr empfindet und nicht automatisch, dass sie sich zu Arawn hingezogen fühlt. Er kann sie jedoch durch die Kette kontrollieren, wie eine Marionette. Das ist mir zu krass. Dass er sie manipuliert und vielleicht durch die Magie unterbewusst beeinflusst hätte ich noch verstanden, aber wieso Nicole gar keinen eigenen Willen mehr hat, wenn Awawn sich nur stark genug auf die Kette konzentriert, ist seltsam. Die Magie der Anderswelt ist doch sowieso eher fein als so direkt.

Gryf hat noch den Anhänger, der Branwens Menschlichkeit enthält. Den sollte sie schleunigst erhalten, denn ohne ihn hat die Anderswelt sie inzwischen assimiliert. Branwen ist ganz in den Gefühlen und Vorstellungen dieser Dimension aufgegangen. Auch hier hätte es nicht sein müssen, dass Arawn sie so einlullt. Als Wesen der Anderswelt hätte es prima funktioniert, wenn sie misstrauisch wird und immer mehr gegen ihren Geliebten integriert. Arawn ist genau genommen nicht König, sondern nur Prinzgemahl, der die Macht an sich gerissen hat. Und Branwen ist ihm unterwürfig ergeben. Gryf kann das alles egal sein. Ihm bereitet Kopfzerbrechen, dass Branwen den Anhänger inzwischen lieber zerstören will, als wieder schwache menschliche Gedanken und Gefühle zuzulassen.

Wie immer ist auch Zamorras Amulett dabei. Als er und Gryf eingesperrt werden ist es allerdings im Besitz der umgedrehten Nicole. Als die in der Anderswelt so angesagte Diplomatie mit Verhandlungen und Deals versagt greifen die Männer zu schlichteren Methoden und planen einen Gefängnisausbruch. Zum Glück wird in ihrer Zelle an sich keine Magie gebannt, nur an den Wänden. In einer mit Magie vollgestopften Welt wie dieser extrem dumm und leichtsinnig. Die Gitterstäbe lassen sich schließlich von einem starken Oger auseinander biegen. Hier kann man also keine Wesen einsperren, die über keine Magie, dafür aber über extreme Körperkraft verfügen. Ich hätte ja schon erwartet, dass sie aus einem besonderen Material sind. Magisches Holz oder so. Genau so wie die sehr weltlichen Handfesseln später, die Gryf mit Zeit aber ohne echte Probleme lockern kann. Wenn man einem Plot so einen großen Fantasytouch gibt, dann bitte durchgehend, auch bei den Details.

Solche Kleinigkeiten kann ich verschmerzen, vor allem wenn das Ende dafür entschädigt. Arawn zeigt wieder, dass er kein Höllen-Klischeegegner ist. Er ist nicht böse, sondern eben ein gerissenes Wesen aus einer anderen Dimension. Das nur die Gesetze der Anderswelt sehr schlau für sich nutzen kann. Er gesteht sich die Niederlage nüchtern ein und hält sich an Abmachungen. Natürlich ist er in der Ehre gekränkt, dass sein böser Masterplan nicht aufgegangen ist. Aber diese Eventualität hat er von Anfang an einberechnet und tobt nicht vor Wut, wie man es von einer Stygia oder anderen Dämonen gewohnt ist. Und Branwens Schicksal ist sehr berührend. Ist das nun ein gutes Ende oder ein schlechtes Ende? Passend zur Anderswelt kann man es nicht in diese menschlichen Schwarzweiß-Kategorien einteilen.




Top Lesespaß. Zum emotionalen Mitfiebern. Prima geschrieben. Warum haben die PZ-Autoren keine großen Romane, die zu ihnen passen? Ich will endlich einen übersinnlichen Historienband von Weinland und ein Fantasybuch von Klüver! Schade, dass der Plot um Branwen und die Anderswelt jetzt wohl entgültig beendet ist. Mal schauen, was die Autorin als nächstes bringt. In einem halben Jahr, wenn sie bei PZ wieder ran darf.

Als Kritiker kann ich keine Topnote geben, da man Kleinigkeiten besser hätte machen können. Auf der anderen Seite, wann bin ich schonmal vollkommen zufrieden? Im Endeffekt sollte ich Anika dankbar sein, dass sie mir immer wieder zeigt, dass ich irgendwo noch Leser und Fan bin und kein emotionsloser Literaturkritiker, der fokussiert bei der Sache ist und sich nicht blind mitreißen lässt.

erstellt am 17.02.18 17:32
Zusammen mit dem Thema Anderswelt endet auch das Thema Gryf-Branwen.
Einerseits schade, andererseits auch wieder gut. Denn damit schafft Annika Platz für neue Ideen, von denen sie sicher reichlich hat.
Und wenn das Kommende mit dem Vergangenen qualitativ gleichauf liegt, dann gibt es auch nichts zu meckern.

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