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Thema: 2066 Jersey Devil
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erstellt am 26.02.18 17:37
Der Roman hat mich nicht sonderlich überzeugt. Es fing gut an, aber dann wurde
es immer merkwürdiger. Am Schluss war es einer jener Romane, bei denen viele Fragen offen bleiben und man irgendwie gar nicht weiß, wie der Held den Fall eigentlich gelöst hat.

Auf den letzten paar Seiten gab es noch eine kurze Episode, die mit dem eigentlichen Roman überhaupt nichts zu tun hatte. Ich frage mich, ob das überhaupt von Bekker stammt. Mein Eindruck war eher, dass man die Story am Schluss gekürzt hat (das Ende war doch recht abrupt), um noch etwas nachzuschieben. Inhaltlich ging es um Gryf ap Llandrysgryf aus der Zamorra-Serie! Das wird dann wohl irgendetwas mit dem Crossover zu tun haben, das ich jedoch nicht gelesen habe.
Vielleicht kann mich da mal jemand aufklären?

erstellt am 02.03.18 01:56
Mmmmmh; ich fand den Band spassig. Nicht im albernen Sinne; nur nicht unbedingt Sinclairtypisch. Die unterschiedlich grossen Jersey Devils waren toll. Es kam mir auch vertraut vor aber mir will absolut nicht einfallen woher. Ist auch nicht so wichtig. Der Nebel erinnerte mich zu Anfang an den Zamorra - Band 1140. Zum Schluss lernen wir noch kurz den Gryf der Sinclairwelt kennen. Und der gruselige Hutmann erwehnt das scheitern des Plans im Hongkong der Zamorrawelt.

Soweit so gut, jetzt bin ich mal gespannt wie das Crossover weiter geht. Bis dann.
LG
Vikki

erstellt am 03.03.18 13:04
Hi!
Ich muss auch ein wenig Senf zu den Drachen dazu geben...
Also ein guter Roman. Flott geschrieben, aber leider kam beim lesen einfach nicht das Sinclair feeling auf. Irgendwie fand ich die Akteure farblos beschrieben...
Das machte das Ende aber wieder weg, da hier der Übergang zu dem Zamorra Crossover beschrieben wird....
Also solide 4 Köpfe von 5....Oder 4 Jersey Devils....lach...

erstellt am 08.03.18 11:25
„Jersey Devil“ von Alfred Bekker
Inhalt:
Beginnt mit einem Rückblick. 1712 bringt eine Lady ihr 13. Kind zur Welt und es ist weder Mädchen noch Junge sondern ein Teufel, der direkt nach der Entbindung zackig entkommt. Es folgt eine Episode 100 Jahre später mit dem Bruder von Napoleon, der sich in Jersey niedergelassen hat und von mehreren Jersey Devils angegriffen wird.
Im Heute und Jetzt angekommen greifen wieder Jersey Devils an, es gab schon mehrere Tote, weshalb Abe bei John anruft und ihn mitsamt Suko in die USA beordert. Dort trifft John dann noch auf seltsame Geister, fleischfressende Pflanzen und ganz viele von den „Dingern“ (=Devils) in verschiedener Form und Größe.
Meinung positiv:
Gut, AB hat seine Hausaufgaben gemacht. Er kennt die Kreuzformel (z.B. S 30), aber…
Meinung negativ:
…John sollte dringend die Batterien an seinem Lieblingsspielzeug wechseln. Es macht nach Aktivierung kein Licht mehr. AB schreibt lediglich: „Die Macht des Silberkreuzes… entfaltete sich nun.“ Sowohl auf S. 30, S. 37 als auch auf S. 52. Hm… Es leuchtet nur noch in Verbindung mit einer alten Bibel (S. 61). Seltsam… Da geht´s… Vier Aktivierungen in einem Heft finde ich auch sehr viel. Ich hatte den Eindruck, dass AB denkt, man müsste es wirklich wie eine Taschenlampe einschalten. Was ja aber gar nicht nötig ist. Es sei denn, man will das volle Programm. "Normale" Verteidigung geht auch einfach so. Kreuz an Opfer halten - fertig.
Mich habe auch die schnappenden, fleischfressenden Pflanzen gestört. Beim ersten Telefonat zwischen John und Abe werden die nicht erwähnt. Nur dass dieser Fall wirklich ganz besonders schlimm ist. „Dies ist nicht mehr und nicht weniger als die Invasion des Bösen.“ (S 11). Bezieht sich aber alles nur auf die Devils. Da hätte man ja schon mal erwähnen können, dass die „Audreys“ vom kleinen Horror-Laden ausgebrochen sind.
Ich muss auch sagen, dass es sich von meiner gewohnten John-Sprache doch sehr unterscheidet. So sprechen John und Suko nicht. Beispiel? Ich zitiere mal S. 38:
Suko: „Seht [soll wohl „sieht“ heißen ] aus, als hätte hier ein Kampf stattgefunden.“…“Ein dämonischer Kampf“
„Da liegst du richtig, Suko“, räumte ich ein. „ein dämonischer Kampf. Ich habe einen der Jersey Devils die Macht des Kreuzes spüren lassen. Die anderen haben sich daraufhin verzogen.“

MEINE Jungs hätten das so ausgedrückt:
Suko: „John, Alter, was machst du für Sachen, geht´s Dir gut? Was war hier los, hast du die Kirche so umgeräumt? Muss denn alles so aussehen, wie dein Schreibtisch in London?“
John: „Haha. Wo bleibt ihr eigentlich, habt ihr noch einen Kaffee getrunken? Für das Chaos hier sind drei Jersey Devils verantwortlich. Einen konnte ich mit dem Kreuz vernichten, woraufhin die anderen beiden stiften gegangen ist.“
Suko: „Ich wusste doch, dass du auch alleine ganz gut klar kommst. Außerdem, mein Freund, trinke ich nur im Notfall Kaffee. Aber der Tee war gut.“
Suko grinste mich an und hielt mir seine Hand hin, worauf ich einschlug. Froh, mit ihm noch scherzen zu können und nicht wie die armen Studenten von den Devils zerfetzt worden zu sein.

Aber das kreide ich AB nur bedingt an. Mich persönlich stört die Sprache kolossal. Wenn man das Heft aber nicht unbedingt in einen JS-Kontext stellt, war sie in Ordnung. Gelegenheitsleser haben bestimmt nichts zu bemängeln.
Last but not least: Wie kann man denn empathisch tanzen??? (S.12) Wenn ich mir viel Mühe gebe, kann ich vielleicht apathisch tanzen? Aber emphatisch?

Fazit:
AB hat immer noch viel Luft nach oben. Am besten sollte er noch so ein bis 100 Romane lesen, um das Feeling besser rüber zu bringen. Wir reden hier von einem sehr erfolgreichen Autor, der schreiben kann, das ist nicht das Problem. Aber um für John zu arbeiten, muss er, denke ich, noch ein wenig üben.
Von mir bekommt er nur 2 von 5 Schnappi-Pflanzen. Haps!

erstellt am 23.03.18 13:08
Ich mag Fälle, die sich mit realen Mythen und Legenden befassen. Erst letztens hat sich Florian auf die seltsamen Sichtungen schwarzer Großkatzen in England bezogen. Nun also der berüchtigte Jersey Devil. Mit der Geburts der Kreatur durch Mrs. Leeds und der anschließenden Passage um Joseph Bonaparte schlug die Geschichte am Anfang direkt einen Weg ein, der mir gefiel. Der Jersey Devil ist eine Legende mit genug Hintergrund und Sichtungen, um ihn zu untermauern und für JS darauf aufzubauen. Und als Gegner der Woche eignet er sich auch hervorragend.

Warum musste Alfred Bekker eigene Sachen hinzudichten? Dass es nicht nur ein Monster ist, dem man nachjagt, sondern hunderte die offen angreifen, nimmt dem Fall die Mystik. Dazu fleischfressende Riesenpflanzen. Trotzdem konnte ich mit diesen Veränderungen noch gut leben. Wenn der Autor eher einen actionreichen Stil und weniger Spurensuche bei der Verfolgung eines einzelnen Monsters bevorzugt, dann ist das seine Entscheidung.

Bei der Geistersphäre, Dale Gordon und einem hausgroßen Jersey Devil war dann aber Schluss. Das hat nichts mehr mit der ursprünglichen Legende zu tun. Wenn es wenigstens reale Verknüpfungen gegeben hätte, die Alfred Bekker in seiner künstlerischen Freiheit zieht. Aber es gibt keine Zebulon-Jefferson-Bibel und den ganzen Kram. Dickie Donovan hätte ich auch noch verstanden, wenn es die Person mit ihrer Geschichte in New Jersey wirklich gegeben hätte. Oder allgemein Geistersichtungen. Das wäre unter dem Motto „Schaut her, ich nehme einfach alles, was es unabhängig vom Jersey Devil noch in der Gegend gegeben hat und baue es in meinen Roman ein“ gelaufen. Das hätte meine Kritik sogar in Lob umgewandelt. Romane, bei denen man selbst nach recherchieren kann, sind eben mein Ding.

Einerseits bin ich grundsätzlich froh, dass Alfred Bekker noch im Autorenteam ist. Der bunte Haufen Autoren mit ihren Eigenheiten und besonderen Stilen tut JS momentan sehr gut. So ist Bekker zum Beispiel kein Autor, der sich mit JS sonderlich gut auskennt. Daran hat sich nichts geändert. Er hat immer noch nicht gelernt, dass man das Kreuz nicht aktivieren muss, es ist immer aktiv. Die übermächtige Kreuzformel ist nur ein Bonus, für besonders widerstandsfähige Gegner oder wenn man in einem begrenzten Gebiet mehrere Feinde auf einmal vernichten muss. Für mich könnte er das problemlos mit anderen Sachen ausgleichen. Ein extrem begabter Geschichtenerzähler und Satzarchitekt ist er aber auch nicht, eher im Mittelmaß.


Hätte er sich mal auf eine simple Monsterjagd der Woche beschränkt. Ein leicht unterdurchschnittlicher Roman. Aber keinesfalls schlecht oder für einen JS-Co-Autoren ungenügend. Alfed Bekker soll bitte dabei bleiben und bei seinem JS-Wissen an sich arbeiten.

erstellt am 25.03.18 20:49
Oh GG, wir sind ja mal ausnahmsweise wieder einer Meinung. So ungefähr jedenfalls

erstellt am 09.05.18 19:55
Sehr schön, einfach nur lesen und staunen… das machte ja echt Laune… ein mehr als leicht gehobener Sinclair Genuss…

Hier hat mich der Mythos und die Realität des Jersey Devil nicht wirklich vordergründig interessiert… Ich wollte einfach nur eine klasse Geschichte , und die bekam ich… Das einzige was nicht so recht passte waren diese abgehackten Gespräche… irgendwie hatte ich immer wieder das Gefühl das bei den Gesprächen zwischen John, Abe und Suko Text fehlte… war das ein Versuch Darkmäßig rüberzukommen oder musste der Text gekürzt werden? Schade, den das ist eigentlich der einzige Minuspunkt bei meiner Bewertung… was der miserable Gebrauch des Kreuzes betrifft, für mich hier nicht so schlimm… immerhin wurde dafür das mit den auf Handy versuchten Beweisfotos eingebracht… Sehr schön auch die Beschreibung der Zwischenwelt…

Sehr wohltuend empfand ich ja im Nachinein zum ersten… hehe, Männer allein im Wald… zumindest fast…

Und zum zweiten das Steiner und seine Frau überlebt / gerettet werden… sehr positiv das mal nicht alle durchgängig niedergemetzelt wurden… Liegt weit über dem was ich von einem Original Sinclair Heft erwarte, von den Neuautoren dann schon eher… damit hat sich Alfred Bekker das Sehr Gut redlich verdient…

Danke, so komme ich vielleicht auch irgendwann auf 100 gelesene Sinclair Hefte!

erstellt am 09.05.18 20:54
100 gelesene Sinclair-Hefte? Wer hat dich für das Forum zugelassen?

erstellt am 10.05.18 17:26
Anfortas schrieb:
100 gelesene Sinclair-Hefte? Wer hat dich für das Forum zugelassen?


Der ist genau so gut wie des Autor seine Ansage durch Abe Douglas an John ob er ihn auch nicht gerade bei einer privaten Aktivität stört...

erstellt am 10.05.18 20:32
Man merkt, dass heute Vatertag ist...

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