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Thema: 36 Endstation Nirgendwo
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Antworten zu diesem Thema: 7

 
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erstellt am 02.03.18 08:37
Marc Freund

Finsternis. Sie hielt ihn gefangen. Alles in ihm verlangte danach, sich bemerkbar zu machen. Vielleicht sogar zu schreien, wenn es sein müsste (und etwas flüsterte ihm zu, dass es dringend an der Zeit war, genau das zu tun). Doch es gelang ihm nicht. Er spürte seinen Körper nicht mehr ...

erstellt am 04.03.18 20:53
bin jetzt echt mal gespannt, wie sich DL weiter entwickelt. ich finds gut, dass es mal aus dem düsteren Twilight City rausgeht in neue gegenden.

aber SGOTH, ok, hab grad den Hohlbein-JS gelesen. ich denk mal das wort Shoggothen sagt euch was.

Schogetten sind mir lieber.

erstellt am 05.03.18 13:22
Aber zu viele Shogetten sind ebenso ungesund, wie zu viele Shogoten

erstellt am 05.03.18 18:41
Wo die Sho-Gothen schön wohnen?

Das mit dem Shoggoth hat sich Hohlbein nicht selbst ausgedacht, die sind eine feste Nummer im Cthulhu-Mythos. Da kann man ihm keinen Vorwurf machen. Aber danke, ich hatte schon fast vergessen, dass ich zumindest das Brandmal-Buch irgendwann noch lesen muss.

erstellt am 26.03.18 20:01
Also, wenn das mal keine knallige Fortsetzung ist…
Saustark… Absolut Klasse…
(habe mehrmals ungläubig auf den Namen des Autor geschaut)…

Abby und Wynn baumeln am Galgen…

Krieg an allen Fronten… außer am Ende, aber na gut ein bisschen Märchen darf sein…

Sehr Gut (mit Stern) für das Gefühl als Kriegsreporter überall mit dabei gewesen zu sein… Danke

erstellt am 26.03.18 20:39
wie soll das gehen, dass Bella und Kajahn nur zu zweit nen sarg aus glas mit nem mann drin tragen?

erstellt am 28.03.18 11:48
Ariane schrieb:
wie soll das gehen, dass Bella und Kajahn nur zu zweit nen sarg aus glas mit nem mann drin tragen?


Vielleicht gibt es in dieser Realität Plexiglas...
und der Kerl darin ist ein Fliegengewicht...

erstellt am 28.03.18 18:21
Wir erinnern uns, das letzte Heft endete damit, dass Abby und Wynn in Riverpool eingetroffen sind. Wo ein Junge gerade Sheriff Blakestone, die Andersexistenz von Wynn, töten wollte. Der Knabe wurde vom Sheriff erschossen, doch gleichzeitig triggerte irgendetwas Wynn, der sein Ebenbild erschoss. Logisch, dass er dafür jetzt hängen soll. Und Abby gleich mit. Dabei merkt niemand an, dass der Sheriff und sein Mörder exakt gleich aussehen. Fällt das denn niemanden auf? Sind die blind? Da muss man doch wenigstens mal kurz aufmerken und sich wundern.

Die beiden baumeln schon am Strick, als sie in letzter Sekunde von Kapitän Baldwin gerettet werden. Ohne guten Grund, der hat einfach ein Bauchgefühl, dass sie noch wichtig sein könnten. Und der neue Sheriff lässt ihn machen. Einfach mal einen Mörder und seine Gefährtin vor der Urteilsvollstreckung retten, kein Ding. Der vorher so emotional beschriebene Mob, der Rache für den geliebten Gesetzeshüter will, ist jetzt auch ganz still. Wie man es eben braucht, um die Handlung zurechtzuzimmern.

Soviel zu den Charakteren, als Hauptthema gibt es gewohnt episches. Abby und Wynn hatten Furious Hole gerade verlassen, als die Zeltstadt angegriffen und in ein Flammenmeer verwandelt wurde. Nicht etwa von einer brandschatzenden und vergewaltigenden Banditenbande. Nein, eine uralte Prophezeiung erfüllt sich nun. Die Schwarze Bedrohung. Ein unaufhaltbares Übel. Eine Lawine aus Dämonenreitern. Die Invasion des Grauens. Oder anders gesagt „Dies wird vermutlich die größte Schlacht und dies werden die schlimmsten Stunden sein, die dieser Stadt bevorstehen“. Aha. Toll. Ich bin schockiert. Superlative-Angriffe der dunklen Seite kennt man von DL ja so gar nicht, ganz was neues. Und obwohl man in Sgoth irgendwie die Verteidigung für so einen oder diesen Fall schon seit Monaten vorbereitet ist man ganz erschüttert. Manches hat sich mir einfach nicht erschlossen. Ist ja auch nur ein Vorwand, um düstere Untergangsbilder zu schreiben und die Geschichte der gestrandeten Helden weiter zu erzählen.

Nicht nur die normalen Bewohner der Stadt werden also aktiv und versuchen ihre Heimat irgendwie zu schützen. Auch die unterirdischen Rattenmenschen tragen ihren Teil bei.

Abby, Wynn und Kapitän Baldwin sind im Dampfer von Riverpool nach Sgoth geflüchtet, kehren aber schnell wieder zurück. Der Ort wurde inzwischen von den Reitern überrannt und die Dampferbesatzung lässt die Bordgeschütze auf sie feuern, um ihr Vorankommen zu verzögern. Die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten, das Schiff wird manövrierunfähig geschossen und treibt nun der Strömung entlang auf dem Long River.

Eigentlich genug Ereignisse für einen kurzen Heftroman, möchte man meinen. Aber Marc Freund musste noch Bella und Kajahn hineinquetschen, um deren Plot fortzusetzen. In einem Cliffhanger sind sie nach einem harten Kampf gegen einen Diener der Weißen Herrscher noch einmal auf die Banditenbande getroffen, mit der sie sich angelegt haben. Und die Bella tot sehen wollen. Ich war mir sicher, dass es damit weiter geht. Um jetzt alles noch schnell weiter zu erzählen, wird das aber einfach fallen gelassen. Die beiden Polizisten befinden sich in Sgoth und brechen mit einer Truppe zur verlassenen Festung der Weißen Herrscher auf, um vielleicht mehr über sie herauszufinden. Soso, haben die bösen Banditen sie einfach nett zurück in die Stadt eskortiert und dann laufen gelassen?

Erst kämpfen sie gegen Stachelkugelkreaturen, die sich an ihren Opfern festsetzen und sie böse machen. Dann treffen sie auf die Vogelwächter vor der Festung. In der Anlage schließlich auf ein Spinnenmonster, dass einen Sarg bewacht. In dem liegt Gideon van Manderly, der Autor des Kinderbuches in TC, das versteckte Hinweise auf die Ankunft des Weißen Schiffes hatte. Na der weiß sicher mehr und Bella glaubt daran, dass Gideon in seinem Sarg noch lebt. Also wird das Teil mitgenommen. Als die Schwarzen Reiter auch an diesem Handlungsort angreifen, flüchtet man in den Long River. Und wird natürlich ausgerechnet vom Dampfer aufgelesen, auf dem sich die anderen beiden Hauptcharaktere befinden. Was für ein Glück. Jetzt ist man wieder vereint. Weniger glücklich ist, dass man auf einen riesigen Wasserfall zurast. Der nächste Cliffhanger.




Auch in der Westerndimension wird geklotzt statt gekleckert. Unter der uralten Prophezeiung einer Reiterarmee, die eine Stadt nach der anderen ausradiert, gibt man sich nicht zufrieden. Der Bedrohungsmesser muss bis zum Maximum ausschlagen. Allein da könnte ich schon wieder ausufernd einen Kommentar abgeben, warum ich davon nichts halte.

Was mich aber richtig gestört hat, das liest sich alles so vollgestopft. Muss man jetzt so hektisch zum Ende kommen? Wenn man sich dafür entschließt, die Helden in eine andere Welt zu schicken, dann soll man sich bitte die nötige Zeit dafür lassen. Die Sache zwischen Bella und den Banditen wird sehr abrupt beendet, damit sie an den Sarg mit Gideon kommt und zu den anderen relevanten Figuren aufschließt. Um Riverpool und Furious Hole trauere ich nicht, ist halt jetzt kaputt. Mir egal. Naja, was mit Chrystal und Rakk ist möchte ich unbedingt noch wissen. Eine Bindung zu der Westerndimension konnte ich einfach nicht aufbauen, bei TC ist das ganz anders. Aber da hatte ich ja auch um die 30 Hefte Zeit. Andererseits, wenn in TC alle 2 Hefte die Apokalypse stattfindet, ist man irgendwann auch abgestumpft. Mein Hauptkritikpunkt an DL momentan, es darf gern mal einen Gang runter schrauben.

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