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Thema: Band 2564 - Spurlos verschwunden
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erstellt am 12.08.06 18:49
Als in Albany mehrere junge Frauen verschwinden und kurz darauf als Leichen gefunden werden, werden Jerry Cotton und Phil Decker zu den Ermittlungen hinzugezogen. Der zuständige Sheriff ist ihnen gegenüber von Anfang an negativ eingestellt und so wird bald vermutet, er habe etwas damit zu tun. Sie stoßen auf eine Gruppierung von Satanisten – und dass mehr Leute in die Sache verwickelt sind, als sie glauben.

Auf Regen folgt Sonnenschein heißt es doch so schön – und das trifft auf jeden Fall auf diesen Roman zu. Nach der Pleite von letzter Woche geht’s wieder etwas bergauf, denn dieser Roman war wesentlich spannender als der letzte.
Endlich hat es mal wieder ein Autor geschafft, mich mit der Lösung zu überraschen, zumindest teilweise. Wieso musste auf Seite 53 der Absatz „Nein, auch Bill Bates wusste über jeden unserer Schritte bereit. Siedendheiß durchrann es mich […]“ sein? Das war doch unnötig. Hätte man den einfach herausgelassen – sind ja nur 8 Zeilen – und wäre das ganze somit erst auf Seite 63 herausgekommen, wäre das ein Top-Roman für mich geworden, so hat das ganze leider einen (unnötigen) Schönheitsfehler. Gut, dadurch wird klargemacht, dass Jerry und Phil auch wirklich alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und nicht so blauäugig durch die Gegend ziehen, als kämen sie frisch von der FBI-Academy, aber in dem Fall war das leider etwas fehl am Platz.
Was mir außerordentlich gut gefallen hat war, dass Jerry auf Seite 31/32 seinen Willen mal nicht gekriegt hat d. h. dass nicht alles nach seiner Pfeife tanzt, denn in letzter Zeit stieß es mir doch des Öfteren sauer auf, dass alles so gemacht wird, wie Jerry es meint/verlangt – ganz gleich, dass auch der nicht unfehlbar ist und andere Dinge auch in Betracht gezogen müssten.

Was mir etwas negativ auffiel war, dass bei der Erwähnung eines gewissen Josh Bent, der letztlich auch zu den Tätern gehörte, kein einziger Gedanke – weder von Phil, noch von Jerry oder jemand anderem – an eine gewisse Person namens Jon Bent verschwendet wird. Also, wenn ich mir dann Titel wie „Todesstrafe für Jon Bent – mein schlimmster Feind schlug wieder zu!“ anschaue, frage ich mich doch, ob Monsieur Cotton langsam an Altersschwäche leidet. Erst scheint er Annie Geraldo völlig vergessen zu haben (durch Erinnerungen an seine ehemalige Kollegin usw. kann man auch einige Zeilen schinden – genauso wie Erinnerungen an Bent), und dann auch noch seinen schlimmsten Feind. Zumal bis auf die letzten beiden Buchstaben der Name dieser Person identisch mit dem des Hightech-Terroristen ist. Allerdings geht dieses kleine Ärgernis bei dem ansonsten guten Roman ziemlich unter.
Einzig und allein die letzte halbe Spalte des Romans auf Seite 64 bringt mich wieder ins Grübeln, reißt mich gnadenlos in die Realität zurück und macht mir schmerzlich klar, dass es Peter Thannisch beim Heft nicht mehr gibt, dass es keine Zusammenhänge mehr gibt und dass es keinen mehr gibt, der sich nur den Hauch eines Gedanken um solche Zusammenhänge macht. Da wird auf Seite 64 erwähnt: „Meine Herren, ich habe eine neue Sache für Sie […] Der Assistant Director begann zu sprechen. Wir lehnten uns zurück und hörten schweigend zu, was uns der Chef zu sagen hatte.“
Seufz!
Ich gebe zu, dass es in vermutlich 80, wenn nicht sogar 90 % der Fälle hinkommt und der nächste Fall in Mr. Highs Büro beginnt, aber hier ist es nun mal nicht so, denn wie wir auf der Vorschauseite zum nächsten Roman erfahren, beginnt der nächste Fall mit dem Anruf eines gewissen Mr. Patterson. Noch schöner wär’s jetzt natürlich gewesen, wenn mitten in der Besprechung Jerrys Handy klingelt und der nächste Roman direkt damit beginnt. Aber na ja, lassen wir uns mal überraschen.

erstellt am 03.10.17 16:59
Autor: Peter Haberl.

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