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Thema: Spannungs-Romane
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erstellt am 04.06.02 01:37
Die Matt-Helm-Serie

Wer diese Serie von Donald HAMILTON nur aus der Joke-Verfilmung mit Dean Martin kennt, wird höchst überrascht sein, wenn er einen dieser Bände (möglichst den ersten oder zweiten) wirklich liest. Selten war ein Film und ein Charakter so weit weg von der Vorlage ...

Matt Helm ist Agent, aber kein Kreuzritter des Guten ... er beseitigt Probleme - so, wie es sein soll. Aber eigentlich sollte man dazu nicht zu viel sagen ... wenn man einen der ersten Bände liest, liest man anschließend entweder keinen mehr ... oder geht auf die verzweifelte Suche nach allen anderen (die zwar alle bei Scherz nachgedruckt wurden, aber trotzdem nicht leicht zu komplettieren sein dürften).

Übrigens hat Bastei Anfang der 90er mal zwei Bände der Serie gebracht, aber den Fehler gemacht, "hoch einzusteigen" ... was nichts werden konnte.

Ich liste das mal kurz auf:
#01: "Death of a Citizen" (1960) / "Lockvogel", Shocker#2 (1966), Scherz#1105 (1987)
#02: "The Wrecking Crew" (1960) / "Die Zerstörer", Shocker#10 (1966), Scherz#970 (1984)
#03: "The Removers" (1961) / "Koks und Knallbonbons", Shocker#37 (1968), Scherz#998 (1985)
#04: "The Silencers" (1962) / "Die Vollstrecker", Shocker#5 (1966), Scherz#1250 (1990)
#05: "Murderer's Row" (1962) / "Der Verfolger", Shocker#15 (1967), "Nachts sind alle Killer grau", Scherz#1253 (1990)
#06: "The Ambushers" (1963) / (nicht übersetzt)
#07: "The Shadowers" (1964) / (nicht übersetzt)
#08: "The Ravagers" (1964) / "Die Unerbittliche", Shocker#29 (1967), "Manche lieben's eiskalt", Scherz#911 (1983)
#09: "The Devastators" (1965) / "Die Gefährlichen", Shocker#126 (1973), "Eine Braut für alle Fälle", Scherz#1138 (1987)
#10: "The Betrayers" (1966) / "Die Verräter", Shocker#55 (1969), Kaiser#68 (1982), Scherz#1010 (1985)
#11: "The Menacers" (1968) / "Die Scharfmacher", Shocker#75 (1970), Kaiser#73 (1982), Scherz#1043 (1986)
#12: "The Interlopers" (1969) / "Der Todeskurier", Shocker#100 (1971), Kaiser#69 (1982), "Der Mann am Drücker", Scherz#1079 (1986)
#13: "The Poisoners" (1971) / "Die Totmacher", Shocker#119 (1972), "Der zweite Mann ist eine Lady", Scherz#1163 (1988)
#14: "The Intriguers" (1973) / "Matt Helm im Netz", Scherz#510 (1975), "Fuchs im fremden Bau", Scherz#1188 (1988)
#15: "The Intimidators" (1974) / "Eiskalt serviert", Scherz#604 (1977) , Scherz#1219 (1989)
#16: "The Terminators" (1975) / "Der Ausputzer", Bastei#36007 (1978)
#17: "The Retaliators" (1976) / (nicht übersetzt)
#18: "The Terrorizers" (1977) / "Mafia-Blut", Scherz#716 (1982), Scherz#876 (1983)
#19: "The Revengers" (1982) / (nicht übersetzt)
#20: "The Annihilators" (1983) / (nicht übersetzt)
#21: "The Infiltrators" (1984) / (nicht übersetzt)
#22: "The Detonators" (1985) / (nicht übersetzt)
#23: "The Vanishers" (1986) / (nicht übersetzt)
#24: "The Demolishers" (1987) / "Karibisches Inferno", Bastei#13260 (1990)
#25: "The Frighteners" (1989) / "Fluchtpunkt Mexico", Bastei#13339 (1991)
#26: "The Threateners" (1992) / (nicht übersetzt)
#27: "The Damagers" (1993) / (nicht übersetzt)

Wie gesagt ... lohnt sich, wenn man die vierzig Jahre berücksichtigt ... und meiner Meinung nach auch im direkten Vergleich mit so manchem, was heute auf dem Markt ist.

(continued in next posting *gg*) )

erstellt am 04.06.02 01:37
Boysie Oakes

Nach der harten Serie etwas Action zur Entspannung (mit einem Zwinkern im Auge): Die Boysie-Oakes-Serie von John GARDNER (ja, das ist der, der später James Bond fortgesetzt hat).

Durchaus was für den Action-Fan, aber auch was für den Leser, der gern mal dabei schmunzelt ... auch das wieder empfohlen zur Eigenlektüre (und das sind diesmal nur ein paar Romane):

#1: "The Liquidator" (1964) / "Der Lautlose", Shocker#27 (1967), Scherz#1034 (1985)
#2: "Understrike" (1965) / "Der Agent, der aus den Wolken fiel", Shocker#35 (1968), Scherz#1093 (1987)
#3: "Amber Nine" (1966) / "Engel mit Krallen", Shocker#41 (1968), Scherz#1113 (1987)
#4: "Madrigal" (1967) / (nicht übersetzt)
#5: "Founder Member" (1969) / (nicht übersetzt)
#6: "Traitor's Exit" (1970) / (nicht übersetzt)
#7: "The Airline Pirates (Air Apparent)" (1970) / (nicht übersetzt)
#8: "A Killer for a Song" (1975) / "Ein Killer läßt singen", Scherz#625 (1977), Scherz#1134 (1987)

Ich hoffe, wir haben jetzt mal wieder ein paar neue Namen hier reingebracht. :-))

erstellt am 04.06.02 01:37
Und nach so viel Schreibarbeit ...

... habe ich mir #2222 redlich verdient ... *gg*

erstellt am 04.06.02 04:52
@Max

Nicht viel los, ja.Tummelt sich jeder zum Leichenschmaus bei VE*g*.

Und die Schnapszahl sei dir vergönnt, nach der Arbeit. Und da dachte der ahnungslose Homer noch, Odysseus sei der "Listenreiche"*g*

O.K. Leute, Funkdisziplin, ich weiss. Vordere Kammern fluuuten. Und weg.

Nix für ungut und Venceremos

Rammbüggl

erstellt am 04.06.02 09:45
Stephen Ford

Noch ein neuer Name, und zwar wirklich ein neuer, nämlich ein recht junger. Ich habe mir Fords "Das Protokoll" reingezogen, ein ordentlicher Medizin-Thriller, der zwar nicht an meine Favoriten Michael Palmer und Ken McClure rankommt, aber flüssig zu lesen und dabei auch recht spannend ist. Man merkt, dass der Autor im Filmgeschäft war. Er gehört ebenfalls zu dieser Riege neuer Autoren, deren Romane sich ein bisschen wie Filme lesen - ohne allerdings so oberflächlich wie ein typisches "Buch zum Film" zu sein.

Und ratet mal, wo er erscheint? Richtig, im deutschen Reilly-Verlag. Die haben sich in der Tat einige Newcomer gegriffen. Reily, Rollins, Powlik und jetzt Ford. Sicher gibt es da noch den einen oder anderen Neuling, über den ich noch nicht gestolpert bin. Aber ich hoffe, von diesen Herren ist in den nächsten Jahren noch einiges zu erwarten, auch wenn ich Powlik langweilig finde. Ich meine, nachdem die alte Garde langsam aber sicher abtritt, muss eine neue Riege von Autoren her, deren Bücher man kauft, weil ihr Name drauf steht - so wie Ludlum, Cussler, Morrell, Follett und vielleicht Forbes, wenngleich da jetzt zwei dabei sind, mit denen ich nichts anfangen kann (Ludlum, Forbes) und einer, an den ich mich noch nicht rangewag5t habe (Follett).

erstellt am 04.06.02 09:47
Zahn

Welche Serie meint Jens eigentlich? He, SF passt durchaus hierher, wenn sie spannend ist. Von Timothy-Zahn finde ich die beiden Blackcollar-Romane spitze, seine anderen Sachen haben mich allerdings nicht vom Hocker gehauen. Da war auch eine SF-Serie dabei, auf deren Namen ich aber beim besten Willen nicht komme. Weiß nur noch, dass ich die Teile kunfus fand.

erstellt am 04.06.02 09:55
Diana Gabaldon

Um Jens Frage zu beantworten und Amers Vorurteil, dass ich doch manchmal recht "seltsame" Bücher lese, weiter zu bestätigen: Diana Gabaldons Bücher würde ich als Abenteuer-Romane bezeichnen, die im 18. Jahrhundert angesiedelt sind und denen nichts phantastisches zu Grunde liegt.

Hauptbestandteil ist natürlich die "Liebesgeschichte" zwischen "Claire Randall" und "Jamie Fraser", die sich quer durch alle Romane zieht und die größtenteils weiblichen Fans anspricht.

Wobei man der Autorin aber nicht unterstellen kann, diese zu schwülstig zu beschreiben. Also definitv keine "Rosarote-Romane". "Claire Randall" schmachtet ihren "Jamie Fraser" nun nicht über hunderte von Seiten an. Gabaldon hat schon recht eigenwillige Charaktere geschaffen, die sich mehr als einmal in entsprechend gefährliche Situationen bringen.

Darüberhinaus zeichnet sich Diana Gabaldon durch eine sehr flotte Schreibe aus - ein MUSS bei den Ziegelsteinbrocken, die ihre Bücher darstellen (alle Romane liegen zwischen 800 bis 1600 Seiten und sind dabei ziemlich klein gedruckt).

erstellt am 04.06.02 10:09
@Amer

Kann es sein, dass Stephen Fords Roman "Das Protokoll" erst in naher Zukunft erscheint? Weder bei Amazon, noch im vlb ist irgendetwas darüber zu finden.

erstellt am 04.06.02 10:30
und ich muss wieder jammern...

bin ich wirklich ein nörgler? kann's mir keiner recht machen? sieht fast so aus.
erst habe ich mir ein sammlung krimi-erzählungen 'angetan': "der bär schießt los" (ullstein) - größtenteils mäßigste stories, nicht mal der beitrag von -ky konnte mich überzeugen. warum, zum teufel, wollen deutsche autoren so oft 'literatur' schreiben? und warum, in drei teufels namen, glauben sie, sie könnten das?
dann gab's den "mordfall für marlene dietrich" von george baxt. der war ganz nett, aber nicht ganz überzeugend. und nach den "pharaoh love"-romanen vom gleichen autor (heyne, übrigens, das alles) doch eher langweilig.
und dann habe ich mir den neuen moorcock gekauft: "the dreamthiefs daughter" (earthlight). hmmm... faschismus und fantasy hatten schon immer eine schwierige, sicher auch paradoxe beziehung. (man denke an einen bei uns mal indizierten titel...) moorcock interessiert sich natürlich gerade für dieses paradoxon. ich habe allerdings erhebliche zweifel, dass ihm hier eine interessante entfaltung gelungen ist. (vorsicht, es folgt ein spoiler!!!!!!) der auftritt von hitler und hess sowie der einsatz von drachen im luftkampf um großbritannien haben mich da eher irritiert als begeistert. außerdem ist die erzählweise eher geschwätzig als spannend. und das wiedersehen mit alten bekannten wärmt zwar mein nostalgisches herz, aber die relativ hohe beliebigkeit, mit der hier die dimensionen des multiversums gewechselt werden, beeinträchtigt m.e. die kohärenz der handlung: (almost) anything goes.
die angekündigten folgebände werde ich natürlich trotzdem lesen. :-)
have a nice life!

erstellt am 04.06.02 10:30
@Koldir

Wenn man den Vornamen wegläßt (oder richtig schreibt, nämlich "Steven" *gg*), findet man bei Amazon problemlos heraus, daß das Buch schon auf dem Markt ist. )


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